{Rezension}
Liebe, Eis und Himbeerstreusel (Sweet Romance-Reihe 2)

Liebe, Eis und Himbeerstreusel
von Nadin Maari

dp DIGITAL PUBLISHERS
E-Book
ca. 327 Seiten
ISBN: 9783960876175
Ersterscheinung: 01.07.2019

Inhalt:
Sunny kreiert in ihrem Eisladen „Schneeflöckchen“ außergewöhnliche Eissorten. Auf Grund ihrer lebhaften Fantasie denkt sie sich zu jeder Eissorte eine Geschichte aus – leider auch im realen Leben. Denn als eines Tages ihr Ex-Freund Leo mit seiner Freundin Julia in ihren Eisladen kommt, gibt Sunny kurzerhand Tom für ihren neuen Freund aus. Glücklicherweise spielt Tom mit, denn diese kleine Notlüge hat ungeahnte Folgen…

Meinung:
Die Autorin Nadin Maari schreibt in einem lockeren und leicht lesbaren Stil. Das liebevoll gestaltete Cover ist zauberhaft und verträumt – genau wie Sunny, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Die Protagonistin Sunny ist äußerst kreativ und geht vollkommen in ihrer Leidenschaft fürs Eis auf. Leider vermischen sich die blühende Fantasie und die Realität zunehmend. Sunny sollte das Missverständnis eigentlich aufklären, aber sie verstrickt sich immer tiefer in ihre Notlüge. Alles in allem ist dies ein schöner Liebesroman mit einer ordentlichen Portion Eis.

Fazit:
„Liebe, Eis und Himbeerstreusel“ ist eine leichte Lektüre zum Dahinschmelzen. Die Geschichte ist ein Sommerroman zum Schmunzeln und Wohlfühlen. Ein unterhaltsamer Roman mit Höhen und Tiefen, der nicht nur für Eisliebhaber geeignet ist, und von mir 4 von 5 Sternchen erhält.

…und nun geht’s schnell in die Küche, denn am Ende des Buches befinden sich leckere Eisrezepte, die ich unbedingt ausprobieren muss.

Herzlichen Dank an dp DIGITAL PUBLISHERS und an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

Interview mit Miyabi Kawai
„Starke Frauen – Vorbilder für die Jugend“

Mit Miyabi Kawai über den Dächern Stuttgarts

Bereits vor 2 Monaten hatte ich das sagenhafte Glück, Miyabi Kawai im Rahmen ihrer Lesung zu ihrem aktuellen Buch „Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast“ ein paar Fragen stellen zu können. Miyabi Kawai ist ein wahres Multitalent, denn sie ist nicht nur Modedesignerin, Kostümbildnerin und Stylistin, sondern auch Autorin, die gerne ihre eigenen autobiografischen Anekdoten mit den vornehmlich weiblichen Leserinnen teilt, um diesen das Motto „Love yourself!“ näherzubringen. Dieses Interview ist der Start zu meiner neuen Serie „Starke Frauen – Vorbilder für die Jugend“. Heutzutage werden wir Kinder und Jugendlichen nahezu erdrückt von Bildern und Lebensweisheiten von Selbstdarstellern, die im Internet und Fernsehen eine Traumwelt präsentieren und dabei vergessen, dass sie eine Vorbildfunktion haben. Sie vergessen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die nicht stark genug sind, sich selbst und ihr eigenes Leben zu lieben, und auch nicht stark genug sind, um die Realität von der digitalen Scheinwelt unterscheiden zu können. Daher ist es wichtig, Menschen um sich zu haben, die einen in seinem Tun und Dasein bestärken und unterstützen. Miyabi Kawai ist einer dieser Menschen. Mittlerweile habe ich schon einige prominente Menschen zum Interview bitten dürfen, aber dieses mit Miyabi Kawai wird mir tatsächlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Miyabi hat mir das Gefühl gegeben, dass sie mich als Menschen wahrgenommen hat und das kommt auf Grund meines Alters sehr selten vor. Meistens werden Interviewanfragen belächelt oder gar ignoriert und nicht einmal beantwortet, und alles nur weil ich noch ein Kind bin. Miyabi Kawai hat aber keinen Moment an meiner Kompetenz gezweifelt und dafür danke ich ihr sehr.

Leo: Wie kam es dazu, dass du nach deinem ersten Buch „Finde deinen Style!nun ein Buch zum Thema „Selbstliebegeschrieben hast? Führte das eine zum anderen?

Miyabi Kawai: Auf jeden Fall führte das eine zum anderen. Das erste Buch entstand aus der Sendung „Schrankalarm, die wir gedreht haben. Und wenn man sich die Sendung ein bisschen angeguckt hat, dann merkt man auch, dass da sehr viel von der Message schon da ist, dass man sagt, du musst dich erst selbst annehmen, bevor wir hier über Mode reden und erst so kannst du deinen Style finden. Daher war das erste Buch ein bisschen die logische Konsequenz aus der Sendung, also die Anleitung, die wir in der Sendung gegeben haben, nur eben in ein Buch gefasst und unsere Philosophie über Selbstliebe war da natürlich schon erwähnt, das Buch war schließlich davon getragen. Danach kam sehr viel Gesprächsstoff, auch in der Community auf Instagram, und da habe ich gemerkt, da gibt es ein Bedürfnis. Und dann haben mein Verlag und ich beschlossen, dass ich ein Buch schreibe, in dem wir diesen Ratgeber und Modecharakter mal ein bisschen weglassen, und nur dieses Thema besprechen. Und dann ist daraus ein sehr persönliches Buch geworden.

Leo: Und was wünschst du dir von deinen Lesern? Kann wirklich jeder die Liebe zu sich selbst finden?

Miyabi Kawai: Das wäre tatsächlich mein größter Wunsch, das hast du gut erfasst. Ich hoffe, dass wenn man mein Buch liest, dass man sich erstens entspannt und zweitens merkt, das ist kein Lebensratgeber im Sinne von „Du musst das und das tun und das ist der einzige Weg. Ich möchte nicht noch weiteren Druck erzeugen. Sich selber anzunehmen ist in dieser Gesellschaft ja tatsächlich sehr schwierig und jede Frau, letztendlich auch jeder Mensch, empfindet den starken Druck, hier zu funktionieren. Ob das optisch ist, oder gesellschaftlich, zum Beispiel im Job, erfolgreich zu sein, was auch immer! Und wenn jetzt kommt, du musst dich auch noch selber lieben, dann empfinden das einige auch noch als zusätzlichen Druck. Aber das möchte ich nicht. Ich möchte zeigen, dass Selbstliebe eigentlich Druck rausnehmen bedeutet. Wenn ich meine Geschichte erzähle, dann erkennen sich einige darin vielleicht wieder und das würde mich dann wahnsinnig freuen, dass man sich da vielleicht eher entspannt, der Druck rausgeht und man merkt, da können wir vielleicht alle gemeinsam dran arbeiten.

Leo: Was würdest du jungen Mädchen und Frauen raten, die sich nicht trauen, etwas zu tun, weil sie Angst davor haben, zu scheitern oder ausgelacht zu werden?

Miyabi Kawai: Sie dürfen auf jeden Fall keine Angst vor der Angst haben. Denn das ist normal. Wenn man Druck hat, wenn man etwas erreichen will, wenn man weiß, es schauen andere Leute zu. Dann hat man Angst. Im besten Fall kann man diese Angst irgendwann mal besser greifen und verstehen, dass das eher eine Art von Respekt ist, die man vor dieser Aufgabe hat. Man muss keine Angst vorm Scheitern haben, man kann Respekt vor einer Sache haben. Und auf jeden Fall sollte man sich niemals beirren lassen. Denn wenn man an sich arbeitet, dann kann man die Kraft aus sich herausziehen und aus einem Umfeld, das man sich aussucht, das einem Kraft gibt, und die negativen Energien ein bisschen außen vor lassen. Und falls dann nochmal jemand kommt, ist man eigentlich gestärkt.

Leo: Du bist ja äußerst zufrieden mit dir selbst, aber wenn es eine Sache gäbe, die du sofort mit einem „Schnippändern könntest, was wäre das?

Miyabi Kawai: Nicht so viel. Ich glaube, ich würde wahnsinnig gerne aufwachen und gut sehen können. Ich trage ja immer Kontaktlinsen. Aber ich glaube, das fände ich super! Wenn ich die Augen aufmache würde und die Welt wäre scharf gestellt. Ich meine, das könnte ich machen, man kann ja lasern, aber davor habe ich ein bisschen Respekt.

Leo: Wie kommt es dazu, dass du jetzt erst deinen Führerschein machst?

Miyabi Kawai: Das ist eine gute Frage. Ich habe den Führerschein mit 17 schon einmal angefangen und hatte dann aber leider ein unschönes Erlebnis. Mein Fahrlehrer hat mich auf der Überlandfahrt sexuell belästigt. Wie du siehst, ich habe jetzt kein Problem, darüber zu reden, und vielleicht ist es auch wichtig, darüber zu reden, den Mund aufzumachen. Aber damals war das sehr traumatisch für mich, es kam auch am Ende nicht zum Gerichtsverfahren, weil es hin und her ging. Und man wird auch danach noch sehr eingeschüchtert, im Sinne von „Es ist ja nicht wirklich was passiert, du hast es ja noch weggeschafft!. Also, es war eine schwierige Zeit für mich und es war auch gleichzeitig mit meinem Schulabschluss verbunden, sodass ich dieses ganze Thema „Führerscheinvon mir weggeschoben habe. Und viel später ist es dann, wie das Leben oft so ist: man hat entweder die Zeit den zu machen, aber dann fehlt das Geld oder man könnte ihn machen und dann ist man mit allem anderen beschäftigt, außer eben mit dem Führerschein machen. Und das hat mich jetzt richtig genervt. Aber dann hab ich mir gedacht, man ist nie zu alt dafür, ich pack‘ das jetzt an!

Leo: Wenn du eine Heldin mit Superkräften wärst, welche Superkraft wäre das und was würdest du als erstes machen?

Miyabi Kawai: Ich würde gerne heilen können.

Leo: Und was würdest du dann heilen?

Miyabi Kawai: Naja, jeden der Heilung braucht. Ein bisschen versuche ich es ja jetzt schon, mit dem Buch, dass ich vielleicht ein bisschen dazu beitragen kann.

Leo: Gibt es Tage, an denen du schlecht gelaunt bist und am liebsten nicht aus dem Haus gehen magst, aber musst? Ich sage nur: „Lesereise. Da bist du tagelang unterwegs, ohne Ruhepausen und du bist ständig im Fokus. Hast du für solche Tage einen Gute-Laune-Tipp?

Miyabi Kawai: Ich habe auf jeden Fall Tage, an denen ich schlecht gelaunt bin und nicht vor die Tür gehen will. Aber das kann man sich ja oft nicht aussuchen, da hast du vollkommen Recht. Bei der Lesereise ist mir das noch nicht passiert, weil ich über zwei Dinge sehr glücklich bin. Das eine ist, dass ich liebe, was ich mache und dass mir die Lesungen so wahnsinnig viel geben und dass ich mich so darauf freue, sodass ich eigentlich gar keine schlechte Laune habe, auch wenn ich müde bin. Und das zweite ist, dass ich das Privileg genieße, mir über die Zeit die Leute, mit denen ich was mache, aussuchen zu dürfen. Wie zum Beispiel den Phil, meinen Manager. Und wenn ich mit Leuten mit positiver Energie, dann ist das ein großer Push. Das hilft. An anderen Tagen versuche ich es manchmal mit dieser Lächel-Therapie. Wenn es einem nicht so gut geht, dann muss man sich einfach mal zwingen, zu lächeln. Das setzt ja erwiesenermaßen etwas im Gehirn frei. Das funktioniert tatsächlich. Man muss zulassen, dass man nicht an jedem Tag 100% hat und gibt. Es gibt einfach auch mal Tage, da muss man es auch einfach nicht tun.

Leo: Kleider machen ja bekanntlich Leute. Aber Kleider sind meist nur eine Fassade, eine Hülle. Mir selbst ist aufgefallen, dass je nachdem, welches Outfit ich trage, werde ich selbst unterschiedlich wahrgenommen. In welchem Outfit magst du dich am liebsten?

Miyabi Kawai: Ich mag mich am liebsten in Outfits, in denen ich sichtbar bin, das kann man vielleicht auch an meinen Looks erkennen, in Outfits, in denen ich mich wohlfühle, in denen ich mich wie ich fühle. Das kann von Tag zu Tag variieren, deswegen bin ich froh, dass ich a) genug Sachen habe und dass ich b) vor allem so viel Freude an Mode habe, dass ich da aus Vollem schöpfen kann. Wenn ich mich in mir zu Hause fühle und die Kleidung gibt mir auch noch von außen den Push dazu, dann fühle ich mich wohl. Dann ist es das richtige.

Leo: Zum Abschluss hätte ich noch gerne einen persönlichen Styling-Tipp. Was darf im Kleiderschrank eines Teenagers nicht fehlen? Gibt es vielleicht ein Kleidungsstück, das du mir empfehlen könntest oder vielleicht auch eine Farbe, die meine Schokoladenseite unterstreichen würde?

Miyabi Kawai: Ich glaube, du brauchst auf jeden Fall ein Teil, das ist eigentlich ganz egal, was das für ein Kleidungsstück ist, in welchem du dich schön fühlst. Wenn du was anziehst und merkst: „Boah! Das ist toll!So ein Stück braucht jeder Teenager, das ist wie so eine Sicherheitsweste. Auch an Tagen, an denen du dich nicht so fühlst, das ist das Kleidungsstück, das mag ein Kleid sein, das mag eine Jacke sein, bei dem du denkst: „Damit habe ich Superkräfte! Darin fühle ich mich wohl!So etwas braucht jeder. Ich glaube, dass dir warme Töne super gut stehen, aber ich sehe an deinen pinken Fingernägeln, neon wäre auch was für dich. Auf jeden Fall hast du eine Präsenz und du hast Charme, du vermittelst Kompetenz, obwohl du noch so jung bist. Aufgrund deiner Art und deiner Ausstrahlung brauchst du gar nicht viel. Ich glaube nicht, dass du irgendetwas Wildes brauchst, sondern dass du etwas brauchst, womit du dich wie du selbst fühlst.

Ja, da hat die äußerst liebenswürdige Miyabi Kawai vollkommen Recht. Wer mit sich im Reinen ist, muss nicht unnötig viel und wild auftragen. Eine positive Ausstrahlung kommt von ganz allein, wenn man mit einem guten Herzen und einem Lächeln morgens das Haus verlässt.

Mein absolutes Lieblingsfoto

{Rezension}
Immer kommt mir das Leben dazwischen

Immer kommt mir das Leben dazwischen
von Kathrin Schrocke

Mixtvision Verlag
Jugendbuch
gebunden
181 Seiten
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
ISBN: 978-3-95854-142-9
Ersterscheinung: 17.07.2019

Inhalt:
Eines Nachts erscheint dem 13-jährigen Karl sein verstorbener Opa, der ihm rät, die Schule zu schmeißen und Youtube-Star zu werden. Eigentlich eine verrückte Idee. Aber wieso eigentlich nicht? Allerdings, bevor es dazu kommt, gibt es noch einige Hürden in Karls Leben: die Umzugspläne der Oma, die Beziehungsprobleme der Eltern, ein Zwischenfall mit der Polizei, die Karl dann auch noch das Smartphone beschlagnahmt und dann sind da noch Larissa und Irina…

Meinung:
Der 13-jährige Karl ist mitten in der Pubertät, genau der Zeitpunkt im Leben, wo die Gefühle gerne mal Achterbahn fahren. Und als wäre das nicht schon übel genug, erscheint ihm der verstorbene Großvater im Traum, der ihm rät ein Youtube-Star zu werden und ihn auffordert, dass er der einsamen Großmutter beim Umzug in ein Mehrgenerationenhaus helfen soll. Die Autorin erzählt auf einfühlsame Weise aus Karls Sicht, über große und kleine Krisen einer Familie, die schräg und abgefahren, und dennoch vollkommen normal erscheint. Der Hauptprotagonist Karl scheint an den Krisen und Erlebnissen zu wachsen und zu reifen. Er wirkt äußerst besonnen und vernünftig, obwohl sein ganzes Leben ins Wanken und Schwanken gerät. Aber mit Hilfe von Familie und Freunden lassen sich Probleme jeglicher Art bewältigen, vor allem wenn man darüber reden kann. Hier fand ich die Rolle des Ethiklehrers grandios, der immer ein offenes Ohr für die Probleme seines Schülers hatte. Auch die weiteren Charaktere sind sehr sympathisch und unterhaltsam. Alles in allem ist dieses Jugendbuch eine amüsante, wenn auch etwas abgedrehte Geschichte aus dem Leben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig gehalten, die Erzählweise locker und witzig. Auf angenehme Art und Weise werden Themen wie Einsamkeit, Trauerbewältigung und Beziehungsprobleme in der Midlife Crisis, aber auch Social Media, die pubertierende Liebe und ein generationenübergreifender Familienzusammenhalt angesprochen.

Fazit:
„Immer kommt mir das Leben dazwischen“ von Kathrin Schrocke ist ein erfrischender und witziger Jugendroman. Auf gerade mal 181 Seiten hat die Autorin eine amüsante Geschichte um einen pubertierenden Jungen erschaffen und mich damit unheimlich gut unterhalten. Diese coole Story mit einer großen Packung Humor würde ich nicht nur der Zielgruppe von 12-15 Jahren empfehlen, sondern allen, die zwischendurch einfach mal wieder gut unterhalten werden möchten. Der angehende Youtube-Star „Karl Kardashian“ und seine schräge Familie haben auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen verdient.

Herzlichen Dank an Mixtvision für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Ich, Onkel Mike und Plan A

Ich, Onkel Mike und Plan A
von Alice Gabathuler

BoD (Books on Demand)
Paperback
Kinderbuch
180 Seiten
Altersempfehlung: 11-12 Jahre
ISBN: 978-3-7481-8129-3
Ersterscheinung: 17.05.2019

Inhalt:
Leon soll in den Sommerferien mit Paps, seiner neuen Freundin und deren Kindern Urlaub in einem Kinderhotel machen, während Mama mit ihrem neuen Lebenspartner und dessen Kindern die Ferien auf Menorca verbringt. Damit ist Leon ganz und gar nicht einverstanden, denn eigentlich wollte er mit seinem Vater einen Abenteuerurlaub für richtige Kerle machen. Kurzerhand beschließt er, die Ferien bei seinem Onkel Mike zu verbringen. Das ist Leons Plan A – einen Plan B gibt es nicht. Wozu auch?

Meinung:
Der fast 13-jährige Protagonist Leon will eigentlich ein richtiger Kerl sein und dazu gehört auch ein richtiger Abenteuerurlaub. Da seine Eltern für die Sommerferien aber andere Vorstellungen haben, beschließt Leon einfach, dass er die Ferien bei seinem Onkel Mike verbringt. Er plündert sein Sparschwein und reist mit letzter Münze in das Alpenkaff Ober-Hinterdorf. Allerdings stellt sich heraus, dass Onkel Mike alles andere als cool ist. Onkel Mike war mal ein berühmter Rapper, der vergeblich versucht, einen neuen Hit zu schreiben. Der chaotische Mike ist planlos und pleite.
Verantwortungsvoll kümmert sich deshalb Leon nun um seinen Onkel und die beiden erleben tatsächlich ein paar überraschende Abenteuer.
Das Cover zu „Ich, Onkel Mike und Plan A“ ist sehr gut gelungen und passt hervorragend zur Story. Der Schreibstil der Autorin ist lässig und lässt sich sehr einfach lesen. Die Erzählweise ist spritzig, jung und lustig. Meine Lieblingscharaktere in diesem Buch waren Paula und Sue – zwei starke Frauen. Mike und Leon waren mir persönlich nicht ganz so sympathisch, dafür aber der Rest des Dorfes.
Eine amüsante Geschichte mit Themen wie Freundschaft und Familie, aber auch Zusammenhalt und das Loslassen und Zulassen.

Fazit:
„Ich, Onkel Mike und Plan A“ von Alice Gabathuler empfehle ich Mädchen und Jungs ab 11 Jahren und allen, die mal zwischendurch eine lustige Lektüre lesen möchten. Dieses Buch ist nicht spannend oder mitreißend, aber unterhaltsam. Es eignet sich perfekt als Ferienlektüre und bekommt 4,5 von 5 Sternchen von mir.

Herzlichen Dank an Alice Gabathuler und BoD für dieses Rezensionsexemplar.