{Rezension}
Die Haferhorde
Das ist ja der Ponygipfel! (Folge 13)

Die Haferhorde
Das ist ja der Ponygipfel!
ungekürzt gelesen von Bürger Lars Dietrich
Folge 13

DAV (Der Audio Verlag)
2 CDs
Laufzeit: ca. 2 h 13 min
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-7424-1090-0
Ersterscheinung: 19.07.2019

Inhalt:
Endlich Urlaub! Denn diesmal geht es für die Bewohner des Blümchenhofs auf den Maislhof ins Allgäu. Das ist subbaguad! Besonders der Haflinger Toni freut sich, da sie endlich in seine alte Heimat fahren. Monstermohrrübenstark findet das auch Schoko – zumindest bis er erfährt, dass es da nix außer Berge gibt. Subbabled, wie Toni sagen würde. Doch die Langeweile bleibt nicht von Dauer. Fiese Zweibeiner treiben sich in den Bergen herum, die Jagd auf Murmeltiere machen. Ganz klar: Keks, Schoko und Toni müssen sich darum kümmern, sonst passiert den niedlichen Tieren noch etwas. Doch die Blümchenhofer Superponys wären nicht die Blümchenhofer Superponys, wenn sie das nicht mit dem linken Vorderhuf schaffen würden.

Meinung:
„Die Haferhorde – Das ist ja der Ponygipfel!“ ist bereits das 13. Abenteuer der beliebten Reihe, aber jede einzelne Folge ist in sich abgeschlossen, sodass man gut auch ohne Blümchenhof-Vorkenntnisse in die Geschichte findet. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass die Geschichten aus Sicht der Ponys Schoko, Keks und Toni erzählt werden. Die Bewohner des Blümchenhofs muss man einfach lieb haben! Vor allem der Dialekt des bayrischen Bergponys Toni hat es mir angetan. Dem Sprecher Bürger Lars Dietrich ist es zu verdanken, dass die Geschichte so lebendig erscheint. Bürger Lars Dietrich verleiht jedem einzelnen Charakter ein witziges Eigenleben. Grandios! Ich musste ständig lachen. Die ungekürzte Lesung mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 13 Minuten ist definitiv ein Highlight und für kleine und große Lauscher ein wunderbares Hörvergnügen.

Fazit:
Dieses Hörbuch ist einfach subba! Der Sprecher Bürger Lars Dietrich macht das 13. Abenteuer „Die Haferhorde – Das ist ja der Ponygipfel!“ zu einem wahren Highlight. Sowohl Mädchen als auch Jungs ab 8 Jahren werden ihre Freude an diesem Hörerlebnis haben. Diese Folge ist absolut hörenswert und nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie ein megalustiges Hörvergnügen. Selbstverständlich gibt es daher für dieses Hörbuch monstermohrrübenstarke 5 von 5 Sternchen von mir.

Herzlichen Dank an DAV und an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

Interview mit Katja Reider

Vor ein paar Wochen habe ich das neue Buch „Cool in 10 Tagen“ von Katja Reider verschlungen und ich war begeistert. Als ich dann einige Tage später das Buch „Hops & Holly – Die Schule geht los!“ entdeckt habe, musste ich dieses natürlich auch unbedingt lesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich auch noch andere Bücher von der erfogreichen Autorin Katja Reider besessen habe (LesePiraten / LeseTiger), diese aber mittlerweile in das Bücherregal meiner kleinen Schwester umgezogen sind. Wenn man sich die Bandbreite der Bücher anschaut, die Katja Reider bereits geschrieben hat, sind das schon eine ganze Menge – und vor allem ist auch für jede Altersgruppe etwas dabei. Ich habe mich daher sehr gefreut, dass Katja Reider die Zeit gefunden hat, sich meinen zahlreichen Fragen zu stellen.

(Foto: © Gunnar Dethlefsen)

Leo: Liebe Frau Reider, ich kenne die Geschichte zwar schon, da ich im Vorfeld zu diesem Interview gründlich recherchiert habe, aber vielleicht erzählen Sie mal, wie und wann Sie zum Schreiben und zum Beruf ‚Autorin‘ kamen.

Katja Reider: Geschrieben habe ich schon als Kind sehr gerne, hätte aber NIE gedacht, dass das Schreiben mal mein Beruf wird. Also studierte ich erstmal Germanistik und Publizistik und arbeitete als Pressesprecherin eines großen Jugendwettwerbs. Während eines verregneten Sylt-Urlaubs schrieb ich meine erste Bilderbuch-Geschichte, schickte sie auf gut Glück an einige Verlage und gleich mehrere antworteten begeistert. Tja, so fing es an… Irgendwann hängte ich meinen ursprünglichen Beruf an den Nagel und bin seitdem Autorin.

Leo: Wie viele Bücher haben Sie mittlerweile schon geschrieben? Ich habe mir Ihre Bibliographie angeschaut und war erstaunt. Da findet man eigentlich für jede Altersgruppe etwas: Bilderbücher, Kinder- und Jugendbücher, Geschenkbücher und Erwachsenenliteratur. Wie unterscheidet sich das Schreiben der jeweiligen Bücher? Und welches ist Ihr Lieblingsgenre?

Katja Reider: Stimmt, ich schreibe für sehr unterschiedliche Zielgruppen! Aber die Abwechslung macht mir Spaß und ist immer wieder eine neue Herausforderung. Ich mache ehrlich alles gleich gern: Bilderbuch, Leseanfänger-Geschichte, Geschenkbuch… jedes hat seinen eigenen ganz besonderen Reiz. Inzwischen habe ich sicher mehr als 150 Titel veröffentlicht.

Leo: Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit Ihren Autorenkolleginnen Sylvia Heinlein und Cornelia Franz vorstellen? Wie kann man zu dritt schreiben? Und wie kam es überhaupt zum Pseudonym Lia Norden?

Katja Reider: Wir haben uns bei einem Autorenstammtisch hier in Hamburg kennengelernt, freundeten uns an und schnell kam die Frage auf: Warum schreiben wir nicht mal zusammen ein Buch? Also fuhren wir ein Wochenende lang zusammen an die See, schrieben einen Plot und dann ging es los. Beim ersten Buch ‚Vier Wahrheiten und ein Todesfall‘ war übrigens auch Hilke Rosenboom dabei, die inzwischen leider verstorben ist. Wir haben unsere Kapitel nacheinander geschrieben, mussten also immer warten, bis die jeweilige ‚Vorgängerin‘ fertig war. Daher haben diese beiden Romane viel mehr Zeit in Anspruch genommen als ein normales Buch. Aber wir hatten es nicht eilig, fertig zu werden. Der Weg war das Ziel.

Leo: Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus? Gibt es einen speziellen Arbeitsplatz? Wie arbeiten Sie am liebsten? Und wo schreiben Sie?

Katja Reider: Ich schreibe ausschließlich an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer bei uns zu Hause. So gern ich sonst mit anderen unterwegs bin oder mich zum Sport verabrede etc. – zum Schreiben brauche ich Ruhe.

Leo: Wie sieht so ein typischer Arbeitstag aus?

Katja Reider: Gar nicht so viel anders als bei Menschen, die ins Büro gehen: Ich bin ziemlich diszipliniert, was aber auch nicht schwierig ist, weil ich meine Arbeit liebe. Wenn meine Familie morgens aus dem Haus ist, setze ich mich an den Schreibtisch und lege los, nachmittags drehe ich eine Runde mit unserem Hund oder gehe zum Sport und setze mich manchmal danach noch mal an meinen Schreibtisch. Aber eine Abend-Arbeiterin bin ich nicht.

Leo: Wie kommen Sie auf die zahlreichen Ideen? Was machen Sie, um Ideen zu sammeln?

Katja Reider: Ach, das ist ganz unterschiedlich: Manchmal entsteht eine Idee durch ein Gespräch oder durch eine Bemerkung, die ich aufschnappe. Oft habe ich aber auch gute Ideen während ich mit unserem Hund Poldi durch den Stadtpark laufe. Dabei können die Gedanken gut ‚fließen‘…

Leo: Gibt es Tage, an denen Ihnen gar nichts einfällt? Tage, an denen Sie einfach ideenlos sind? Und vor allem, was machen Sie, wenn Ihnen nichts einfällt?

Katja Reider: Natürlich habe auch ich schlechte Tage – wie jeder. Dann schreibe ich eher Mails als am Manuskript zu feilen, telefoniere mit Freundinnen und Kollegen, hole mir öfter einen Kaffee aus der Küche, knabbere Schokolade – aber ich bleibe meistens ‚brav‘ am Schreibtisch.

Leo: Wer darf Ihre neuen Texte und Werke als erstes lesen?

Katja Reider: Inzwischen sind es meistens tatsächlich meine Lektorinnen, die meine Text als erste lesen. Aber wenn ich unsicher bin oder mal feststecke, tausche ich mich auch gern mit meinen Kolleginnen Cornelia Franz und Sylvia Heinlein aus. Wir drei können uns gut gegenseitig helfen – und nicht zuletzt durch das gemeinsame Schreiben sind wir enge Freundinnen geworden.

Leo: Ich finde Ihr Projekt ‚Das Hamburger VorleseVergnügen‘ einfach klasse. Es ist sehr wichtig, dass Kinder schon in jungen Jahren gefördert werden. Wie kam es zu diesem Lesefestival und zum Projekt ‚Das Hamburger VorleseVergnügen‘? Idee, Gründung, Durchführung?

Katja Reider: Wir vier Kollegen (Cornelia Franz, Andreas Schlüter, Kai Pannen und ich) kennen uns schon lange und engagieren uns seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Leseförderung. Und natürlich sind wir alle auch ein bisschen stolz darauf, dass es uns vor fünf Jahren gelungen ist, ein eigenes Kinder-Lesefestival zu initiieren, das so gut ankommt.

Leo: Was war Ihr Lieblingsbuch in Ihrer Kindheit?

Katja Reider: ‚Der kleine Nick‘ von Sempé und Goscinny

Leo: Welche Bücher gehören heute zu Ihren Lieblingsbüchern? Was lesen Sie gerne?

Katja Reider: Ich mag Meg Wollitzer und Juli Zeh, lese aber auch gerne gute Krimis, z.B. von Liza Marklund.

Leo: Dieses Jahr kamen ja bereits unzählige neue Bücher von Ihnen auf den Markt. Sie waren sehr fleißig. Wie lange benötigen Sie im Schnitt für ein Buchprojekt? Arbeiten Sie mehrgleisig an verschiedenen Büchern?

Katja Reider: Da meine Bücher einen sehr unterschiedliche Umfang haben, lässt sich das schwer sagen. Für eine Bilderbuch-Geschichte brauche ich etwa 3-4 Wochen, für ein Kinderbuch wie ‚Cool in 10 Tagen‘ etwa drei Monate. Mehrgleisig arbeite ich fast nie, das würde mir auch schwerfallen, weil ich ja immer in das Buch vertieft bin, an dem ich gerade arbeite.

Leo: Was können wir in nächster Zeit noch erwarten? Gibt es schon neue Projekte?

Katja Reider: Oh, es gibt immer neue Projekte, auf die ich mich besonders freue! Aber ich verrate noch nichts… 🙂

(Foto: © Gunnar Dethlefsen)

Wer noch mehr über Katja Reider erfahren möchte, darf nun gerne zur Homepage der Autorin springen www.katjareider.de oder aber beim NDR vorbeischauen, denn dort gibt es ein aktuelles Interview vom 02.08.2019 ( NDR Kultur – Klassik à la carte – Katja Reider schreibt Bücher für Kinder ) .

{Rezension}
Cool in 10 Tagen

Cool in 10 Tagen
von Katja Reider
mit Bildern von Anke Kuhl

Rowohlt Verlag
Hardcover
Kinderbuch
176 Seiten
Altersempfehlung: 9-12 Jahre
ISBN: 978-3-499-21840-8
Ersterscheinung: 18.06.2019

Inhalt:
Na toll! Julis Mutter hat den neuen Nachbarn einfach versprochen, dass Juli sich um deren Sohn August kümmert und ihm die neue Umgebung zeigt. Juli und August im Doppelpack? Da sind blöde Witze doch schon vorprogrammiert! August, der seinen Namen scheußlich findet und deshalb Gus genannt werden möchte, ist zwar auch schüchtern und unscheinbar wie Juli selbst, aber sonst eigentlich ganz in Ordnung. Da trifft es sich ziemlich gut, dass die beiden in den Unterlagen von Julis Mutter, einer Unternehmensberaterin, eine Anleitung finden, wie man innerhalb von 10 Tagen cool wird. Ein Experiment der ganz besonderen Art beginnt…

Meinung:
Der Buchtitel und das Cover haben sofort mein Interesse geweckt. Auch der Klappentext erschien mir recht interessant. Denn lasst uns doch mal ehrlich sein, wer von uns möchte nicht ein Teil einer Gruppe oder einer Gemeinschaft sein, die cool und trendy ist? Immerhin träumen davon die meisten Kids, keiner möchte freiwillig ein Außenseiter sein. „Cool in 10 Tagen“ klingt vielversprechend, doch ist das tatsächlich in 10 Tagen machbar? Juli und August sind zwei liebenswerte Protagonisten, ein geniales Team. Sonst eher unscheinbar, zurückhaltend und schüchtern werden die beiden Tag für Tag selbstbewusster und mutiger. Die beiden stellen sich den neuen Herausforderungen und tatsächlich nimmt das Umfeld die Veränderungen wahr. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, kindgerecht, amüsant und leicht verständlich. Alles in allem ist es ein schönes Buch mit einer witzigen und authentischen Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Diese lehrreiche Geschichte hat mich in erster Linie richtig gut unterhalten. Aber in Wahrheit ist dieses Buch noch viel tiefgründiger. Es zeigt uns Kindern, dass wir alles schaffen können, wenn wir nur mutig genug sind. Ich selbst habe gelernt, selbstbewusster und selbstbestimmter durchs Leben zu gehen, um meinem Ziel und meinen Träumen jeden Tag einen Schritt näher zu kommen.

Fazit:
„Cool in 10 Tagen“ von Katja Reider ist eine erfrischende und witzige Geschichte für junge Leser im Alter von 9 – 12 Jahren. Dieses Buch ist so lebendig und unterhaltsam, es ist einfach wunderbar! Daher vergebe ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Die drei !!!
Spuk am Himmel (Folge 62)

Schloss Sanssouci, Potsdam

Die drei !!!
Spuk am Himmel
Folge 62

Europa (Sony Music Entertainment Germany GmbH)
Hörspiel-CD
Altersempfehlung: 9-12 Jahre
Ersterscheinung: 02.08.2019

Schloss Sanssouci, Potsdam

Inhalt:
Mitten in der Nacht bemerken die drei Detektivinnen Kim, Franzi und Marie merkwürdige Lichter über dem Maisfeld vor Franzis Haus, das dem Bio-Bauern Albrecht Ahlers gehört. Doch wieso wiegelt er alles ab und meint, dass das bestimmt nur wieder ein Wetterballon war? Am nächsten Morgen tauchen auch noch riesige runde Abdrücke im Rapsfeld auf. Was hat das alles zu bedeuten? Was war dieses Flugobjekt über dem Maisfeld? Wer könnte diesen Fall besser lösen als die drei !!!? Denn um dem Spuk am Himmel ein Ende zu setzen, müssen die Mädchen scharf nachdenken und gut kombinieren…

Meinung:
Ich kenne die Hörspiel-Reihe „Die drei !!!“ nun schon eine ganze Weile und bin wirklich begeistert. Das erste, was einem auffällt, ist natürlich das wunderschöne Cover, das immer wieder schlicht, aber detailliert und liebevoll gestaltet ist. Die Story ist spannend und fesselnd, ein Muss für alle Krimiliebhaber und Fans dieser Reihe. Die Geschichte wurde schön erzählt und mit passenden Geräuschen und Klängen umgesetzt. Die wundervollen Stimmen, die die Figuren lebendig werden lassen, begeistern mich immer wieder aufs Neue. Ich konnte mir die Geschichte bildlich vorstellen. Die verschiedenen Charaktere kommen durchweg gut zur Geltung und auch die Ereignisse bauen gut aufeinander auf. Auch dieses Mal überzeugt die Reihe mit einer spannenden und abwechslungsreichen Geschichte.

Fazit:
„Spuk am Himmel“ ist eine gut umgesetzte Folge der spannenden „Die drei !!!“-Reihe. Die Geschichte wurde schön erzählt und mit passenden Geräuschen und Klängen umgesetzt. Zuhörerinnen im Alter von 9-12 Jahren, die Detektivgeschichten lieben, werden sehr schnell begeistert sein von diesem Hörspiel. Meine Erwartungen an dieses Hörspiel wurden vollständig erfüllt und ich wurde bestens unterhalten. Daher vergebe ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

Schloss Sanssouci, Potsdam

Herzlichen Dank an Sony Music Entertainment Germany GmbH für dieses Rezensionsexemplar.