{Rezension} Der Ickabog

Der Ickabog
von J.K. Rowling

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinderbuch
352 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Meine persönliche Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-551-55920-3
Ersterscheinung: 10.11.2020

Inhalt:
Die Legende vom Ickabog, der so groß wie zwei Pferde sein soll, wird schon lange in Schlaraffien erzählt. Doch als König Fred der Furchtlose selbst einen Ickabog im Marschland, das im hohen Norden liegt, gesehen haben soll, verändert sich alles im Königreich. Angeblich soll der Ickabog Major Wonnegleich gegessen haben… Angst bricht in Schlaraffien aus. Doch gibt es den Ickabog wirklich? Und ist er wirklich so böse, wie alle immer behaupten?

Meinung:
Ich liebe die Bücher von J.K. Rowling, vor allem natürlich die Harry-Potter-Reihe. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses besondere Märchen, das die Autorin vor einigen Jahren für ihre eigenen Kinder geschrieben hat. Bei einem neuen Buch fällt mein Blick natürlich immer zuerst auf das Cover und ich bin tatsächlich überwältigt. Die Farben harmonieren hervorragend miteinander und die zahlreichen kleinen Details, die mit Goldfolie veredelt wurden, sind ein Traum. Die Illustrationen im Buch sind nicht ganz mein Fall, obwohl mir die Idee dahinter sehr gut gefällt. Die farbigen Illustrationen wurden nämlich von Kindern gemalt. Um ihren Fans in der weltweiten Corona-Pandemie eine Freude zu machen, hat sich J.K. Rowling dazu entschieden, den „Ickabog“ mit der Welt zu teilen und einen Malwettbewerb ins Leben zu rufen, an dem Kinder zwischen 7 und 12 Jahren die Möglichkeit hatten, teilzunehmen. Unter den Gewinnern ist übrigens auch die Freundin meiner kleinen Schwester und wir haben uns riesig darüber gefreut, denn das macht das Buch zu einer besonderen Erinnerung. Die Story selbst ist ein spannendes Abenteuer mit ganz fiesen Bösewichten und heldenhaften Protagonisten. Die märchenhafte Erzählung der Geschichte mochte ich sehr. Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und verständlich und die kurzen Kapitel eignen sich hervorragend zum Vorlesen, wenn man es gemeinsam mit der Familie liest. Dazu würde ich unbedingt bei jüngeren Kindern raten, denn die Altersempfehlung passt meiner Meinung überhaupt nicht. Mir persönlich ist das Buch an manchen Stellen viel zu düster und deshalb würde ich es auf gar keinen Fall Kindern ab 8 Jahren empfehlen. Ich weiß, dass Märchen immer etwas blutrünstiger, fieser und grausamer als „normale“ Kindergeschichten ausfallen, aber man sollte im Vorfeld wissen, dass diese Geschichte doch recht viele Intrigen, Lügen und Mord und Totschlag beinhaltet. Daher empfehle ich das Buch eher Lesern ab 10 Jahren. Die etwas gewöhnungsbedürftigen Namen wie Lord Spuckelwert und Lord Schlabberlot haben mich amüsiert und ich musste an einigen Stellen herzhaft lachen. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings Lilli Lerchensporn, denn sie ist sehr mutig, gibt nie die Hoffnung auf und setzt sich für andere ein. Besonders das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, das war wirklich schön. „Der Ickabog“ ist eine rundum gelungene Geschichte, die man keinesfalls mit den Büchern der Harry-Potter-Reihe vergleichen sollte. Dieses Märchen mit lehrreichen Botschaften zeigt uns, wie wichtig es ist, seine Stimme gegen Ungerechtigkeiten zu erheben.

Fazit:
Mit ihrem neuen Kinderbuch „Der Ickabog“ ist der Autorin J.K. Rowling ein humorvolles, wenn auch etwas blutrünstiges Märchen mit lehrreichen Botschaften gelungen. Ich empfehle dieses Buch Kindern ab 10 Jahren und vergebe sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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