{Rezension} Jungs verstehen das nicht!

Jungs verstehen das nicht!
von Emma Flint
mit Illustrationen von Petra Hämmerleinova

Arena Verlag
Taschenbuch
Kinderbuch
280 Seiten
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-401-51171-9
Ersterscheinung: 21.01.2020

Inhalt:
Seit Katinka ihre Lehrerin Miss Hattonfield mit einer Sonnencreme abgespritzt hat und somit wieder in ein superpeinliches Fettnäpfchen getreten ist, mit dem sie leider auch ihren besten Freund Mats total blamiert hat, hat der sich von ihr weg zu den Jungs gesetzt. Nun legt Katinka alles daran, ihren Freund Mats wieder zurückzubekommen, indem sie Sachen macht, die Jungs gefallen könnten. Weil das aber alles so kompliziert ist, startet sie das Geheimprojekt „Jungs verstehen das nicht!“. Auf ihre Liste kommen allerhand Dinge, die Jungs einfach nicht verstehen. Durch eine Reihe von Missverständnissen wird sie nun auch noch der gefeierte Star der Klasse. Kann sie das Missverständnis aufklären und trotzdem cool bleiben?

Meinung:
Es gab drei Gründe, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: das Cover, der Klappentext und vor allem der Titel „Jungs verstehen das nicht!“. Hierbei bin ich definitiv ganz und gar Katinkas Meinung, denn Jungs verstehen das wirklich nicht! Natürlich brauchen wir Mädchen Freundschaftsarmbänder und selbstverständlich tanzen wir einfach nur so aus Spaß. Wieso verstehen das die Jungs nicht? Und weshalb ist das mit den Jungs in der Pubertät überhaupt so kompliziert? Ich habe so viel mit und über die elfjährige Katinka lachen müssen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die liebenswerte und manchmal leicht chaotische Katinka ist unsagbar lustig und sie schafft es immer wieder, in ein Fettnäpfchen nach dem anderen zu treten, dass ich mich vor Lachen kaum halten konnte. Da die Geschichte in Form eines Tagebuchs geschrieben wurde, erhalten wir sehr guten Einblick in Katinkas Gedanken und können uns daher auch bestens in ihre Gefühle hineinversetzen. Die kleinen Kritzeleien und Zeichnungen unterstreichen den Charakter des Tagebuchs. Vor allem aber Stellen wie beispielsweise die, als Katinkas Stift gerade den Geist aufgibt und die Schrift tatsächlich heller wird, lassen das Buch sehr authentisch wirken. Der Schreibstil der Autorin ist so herrlich leicht und flüssig zu lesen, dass ich definitiv noch mehr aus Katinkas Leben lesen würde. Mädchen und Jungs sind eigentlich komplett unterschiedlich, aber Katinka zeigt uns, dass es tatsächlich in Ordnung ist, wenn man sich gut versteht – denn wir sind uns meistens ähnlicher als wir denken.

Fazit:
„Jungs verstehen das nicht!“ von Emma Flint empfehle ich allen Mädchen ab 11 Jahren, die Lust auf Geschichten aus dem Leben haben. Ich wurde bestens unterhalten und ich habe mich köstlich amüsiert. Wer schon immer mal einen Blick in die Tagebucheinträge einer fast Zwölfjährigen werfen wollte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Von mir bekommt die chaotische Katinka auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Die Zuckermeister
Der magische Pakt (Bd. 1)

Die Zuckermeister
Der magische Pakt (Bd. 1)
von Tanja Voosen
mit Illustrationen von Viktoria Gavrilenko

Arena Verlag
Hardcover
Kinderbuch
272 Seiten
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
ISBN: 978-3-401-60533-3
Ersterscheinung: 10.03.2020

Inhalt:
Eigentlich glaubt Elina nicht an Wunder und Magie, doch vielleicht ist ja ein Fünkchen Wahrheit an der Legende von Belony. Die geheimnisvolle Madame Picot soll vor vielen Jahren Süßigkeiten in ihrem kleinen Laden namens Bittersüß verkauft haben und diese süßen Kreationen bewirkten wahre Wunder. Wer einmal von ihren Süßigkeiten gekostet hatte, war bald darauf Probleme und Sorgen los. Als sich Charlie, eine Mitschülerin, mit der Elina öfter aneinander gerät, in einer misslichen Lage befindet, entschließt sich Elina, ihr zu helfen. Unerwartet erhalten sie auch von Robin Hilfe, der allerdings sehr verschlossen ist und eigentlich nichts über seine chaotische und seltsame Familie erzählen möchte. Allerdings benötigt auch er Hilfe, um an sein Ziel zu kommen. Werden sie gemeinsam, das Rätsel des Süßigkeitenkoffers lösen und den Weg zum Museum der Zuckerkünste finden? Doch Achtung! Die drei sind nicht die einzigen, die diesen Ort suchen…

Meinung:
Brausedrops und Schokowunder! Dieses Buch klebt wie Klebefinger-Karamell in meinen Händen. Das unfassbar schöne Cover lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen, die eigentlich die Zielgruppe dieses zuckersüßen Meisterwerkes sind. Auch im Herzen jung gebliebene Erwachsene werden dem Zauber der Zuckermeister erliegen, denn etwas Magisches liegt in der Luft. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und ich mag und kann es noch immer nicht weglegen. Glaubt ihr auch an Magie und Wunder? Wenn nicht, werdet ihr es spätestens jetzt tun. Der Schreibstil der Autorin ist amüsant, mitreißend und absolut zauberhaft. Die Kapitel sind übersichtlich und die Schrift ist angenehm groß. Die Geschichte rund um die sympathische Protagonistin Elina und ihre neuen Freunde Charlie und Robin ist spannend und fantasiereich erzählt. Tanja Voosen entführt uns in eine bildhaft beschriebene magische Welt, die uns bis zum Schluss verzaubert. Endlos lange Jahre habe ich auf ein Buch gewartet, in dem die Protagonistin endlich wieder eine Hockeyspielerin ist. Gut, der Sport wird nur am Rande erwähnt, aber dennoch war mein Interesse gleich geweckt. Die 12-jährige Elina ist klug, aufmerksam und einfallsreich, sie geht gerne zur Schule und versteht sich mit allen einigermaßen gut, und obwohl sie Feldhockey in einer Mannschaft spielt, hat sie noch immer keine wahren Freunde gefunden. Ganz im Gegensatz zu Charlie, die auch 12 Jahre alt ist und am gleichen Tag wie Elina Geburtstag hat, denn Charlie ist selbstbewusst, direkt, schlagfertig und witzig. Sie ist immer modisch gekleidet, außerdem künstlerisch begabt und vor allem ist Charlie beliebt. Selbstverständlich geraten Elina und Charlie öfter aneinander, denn sie sind ja von Grund aus verschieden – bis Charlie eines Tages Elinas Hilfe dringend benötigt. Den beiden neuen besten Freundinnen schließt sich ausgerechnet der grummelige und verschlossene Robin an. Er gehört zu einer Familie aus Süßigkeitenwerkern – Menschen mit der Fähigkeit, magische Süßigkeiten herzustellen, um anderen damit zu helfen. Robin ist sich sicher, dass nur die geheimnisvollen Zuckermeister Charlies Fluch umkehren können. Mit einem Koffer voller Süßigkeiten begeben sich die drei auf eine spannende und gefährliche Suche. Denn nicht jeder hält sich an den Pakt, die magischen Süßigkeiten nur zum Guten einzusetzen … Allerdings wissen die drei Freunde: „Wenn du das nächste Mal Angst hast, erinnere dich daran, dass du nicht allein bist.“ Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt, denn durch die drei Freunde habe ich gelernt, was Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft bedeuten. Allerdings dauert es manchmal einfach etwas länger, bis man genau die richtigen Freunde findet. Dieses zuckersüße Abenteuer lässt mich wieder an Magie und echte Wunder glauben. Einige Fragen bleiben noch offen, auf die wir sicherlich in der Fortsetzung eine Antwort erhalten. Wer sind die Zuckermeister? Und weshalb gibt es Süßigkeitenwerker, die gar keine Magie besitzen? Ich kann es kaum erwarten und gönne mir deshalb eine extragroße Portion Laber-Lakritze und sende virtuell auch ein paar Gedankenanstoß-Gummischlangen an die Autorin, damit wir ganz schnell die Fortsetzung dieser magisch-fantastischen Kinderbuchreihe in den Händen halten können.

Fazit:
„Die Zuckermeister: Der magische Pakt“ von Tanja Voosen ist einfach zuckerzauberhaft. Dieser Reihenauftakt versetzt nicht nur Kinder ab 9 Jahren in eine neue magische Welt. Ab sofort werden wir alle an Wunder glauben, denn zuckersüße Magie und magische Süßigkeiten lassen uns erkennen, dass es nicht Orte oder Geld sind, die uns glücklich machen, sondern wundervolle Freundschaften und Augenblicke. Ich vergebe liebend gerne 5 von 5 zucker-zauber-mäßige Sternchen.

Herzlichen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Samantha Spinner
Mit Schirm, Charme und Karacho (Bd. 1)

Samantha Spinner
Mit Schirm, Charme und Karacho (Bd. 1)
von Russel Ginns

Arena Verlag
Hardcover
Kinderbuch
256 Seiten
Altersempfehlung: 9-12 Jahre
ISBN: 978-3-401-60485-5
Ersterscheinung: 18.06.2019

Inhalt:
Als Onkel Paul plötzlich spurlos verschwindet, hinterlässt er Buffy ein stolzes Sümmchen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar. Auch Nipper wird reichlich beschenkt, denn ab sofort gehören die New York Yankees samt Stadion ihm ganz allein. Nur Samantha geht leer aus – naja, nicht ganz. Sie erhält einen rostigen, roten Regenschirm mit der Nachricht „Hüte dich vor dem REGEN“. Etwas traurig und enttäuscht erkennt Samantha aber bald, dass der Regenschirm ein Geheimnis birgt.

Meinung:
Als ich das Cover zum ersten Mal sah, war ich bereits hin und weg. Selbst der Klappentext verspricht dem Leser ein lustiges und atemberaubendes Abenteuer mit supergeheimen Codes und spannenden Rätseln. Den Anfang der Geschichte fand ich klasse. Zwei Geschwister, die mit Hilfe eines Regenschirms sekundenschnell um die halbe Welt reisen können, war für mich ein toller Ansatz, aber die stinkenden Ninjas waren dann leider etwas abstrus.Die 11-jährige Protagonistin Samantha Spinner scheint ein relativ normales, smartes und mutiges Mädchen zu sein. Der Rest der Familie ist eher etwas schrullig. Am sympathischsten erschien mir Nipper, Samanthas kleiner Bruder. Mit ihrer großen Schwester Buffy konnte ich mich allerdings nicht besonders anfreunden. Auch von den Eltern konnte ich mir leider kein rechtes Bild machen, da man einfach zu wenig über die beiden erfährt. Insgesamt ist die Story unterhaltsam und spannend, wenn auch an manchen Stellen etwas langatmig und arg überspitzt. Auf Grund des lockeren und flüssigen Schreibstils des Autors lässt sich das Buch sehr gut lesen. Die Kapitel sind kurz und übersichtlich gestaltet. Auch die detailgetreuen und detailverliebten Illustrationen sind einfach grandios. Zusätzlich gibt es auch Informationen über Bauwerke und Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, den Louvre oder auch die Kanalisation von Paris. Insgesamt also ein lustiger und amüsanter Lesespaß.

Fazit:
„Samantha Spinner – Mit Schirm, Charme und Karacho“ ist der Auftakt einer skurrilen und spannenden Reihe für abenteuerlustige Mädchen und Jungs im Alter von 9-12 Jahren. Die Grundidee der Geschichte fand ich klasse, jedoch hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugt. Da ich aber Samantha und ihren Bruder Nipper einfach sympathisch fand, vergebe ich liebend gerne 4 von 5 Sternchen und freue mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer – in der Hoffnung, dass die Fortsetzung ohne stinkende Ninjas auskommt.

Herzlichen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.