{Rezension} Carlotta
Vom Internat in die Welt (Sonderband)

Carlotta
Vom Internat in die Welt (Sonderband)
von Dagmar Hoßfeld
mit Illustrationen von Edda Skibbe

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinder- und Jugendbuch
336 Seiten
Altersempfehlung: 10 – 14 Jahre
ISBN: 978-3-551-65099-3
Ersterscheinung: 05.10.2019

Inhalt:
Endlich ist es geschafft! Carlotta hat das Abitur endlich in der Tasche! Aber was nun? Wie soll es jetzt nur weitergehen in Carlottas Leben? Da kommt ihr Katies Idee gerade recht und die beiden machen sich auf den Weg, um Europa zu erkunden. Eine wunderbare Reise beginnt…

Meinung:
Im 8. Band hat Carlotta Abitur gemacht. Dies sollte eigentlich das letzte Kapitel der erfolgreichen „Carlotta“-Reihe sein. Aber glücklicherweise hat uns die Autorin mit einem weiteren Sonderband beglückt und die liebenswerte Protagonistin auf eine Reise quer durch Europa geschickt. Obwohl sie eigentlich nur ein Jahr im Internat auf Schloss Prinzensee bleiben wollte, also „Nur auf Probe! Und höchstens für ein Jahr!“, ist sie doch bis zum Abitur geblieben, um zum Abschluss der Reihe noch mit ihrer besten Freundin Katie einen Monat durch Europa zu reisen. Von Band zu Band wurde Carlotta ein Jahr älter. Die einzelnen Bände sind zwar alle in sich abgeschlossene Geschichten, jedoch macht es Sinn, diese Buchreihe tatsächlich auch in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie immer hat mich das Buch völlig mitgenommen und gefesselt, denn der Schreibstil der Autorin ist so leicht und flüssig, einfach grandios. Schade nur, dass dies nun das letzte Abenteuer mit Carlotta war.

Fazit:
„Carlotta: Vom Internat in die Welt“ ist ein Sonderband der beliebten Internats-Serie von Bestseller-Autorin Dagmar Hoßfeld. Diese Reihe ist einfach großartig und ich lege sie allen Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren ans Herz. Die lustigen und lebensnahen Geschichten aus dem Leben der liebenswert chaotischen Carlotta muss man einfach mögen und deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Dumme Ideen für einen guten Sommer

Dumme Ideen für einen guten Sommer
von Kiera Stewart

Carlsen Verlag
Hardcover
Jugendbuch
288 Seiten
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-551-55383-6
Ersterscheinung: 25.04.2019

Inhalt:
Es könnte nicht schlimmer sein, denn die zwölfjährige Edith muss in diesen Sommerferien zusammen mit ihrer Familie das leerstehende Haus ihrer verstorbenen Großmutter Petunia auf Vordermann bringen. Dabei hätte sie viel lieber den Sommer mit ihrer besten Freundin Taylor in einem coolen Camp verbracht. Als sie aber ihre Cousine Rae kennenlernt und die beiden auch noch eine Liste mit Petunias Ideen für den Sommer finden, entwickeln sich die Ferien zu einem ganz großen Abenteuer.

Meinung:
Dieses sommerliche Gute-Laune-Buch bietet eigentlich von allem etwas: ein Abenteuer, eine Freundschaftsgeschichte und ein klein wenig Liebe. Die Protagonistin Edie, die diese Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, ist liebenswert und sympathisch, etwas unsicher und immer darauf bedacht, alles richtig zu machen. Ihre Cousine Rae hingegen ist ein Wirbelwind, mutig und abenteuerlustig. Edie und Rae sind grundverschieden, verstehen sich aber bestens und im Laufe der Geschichte wächst Edie aus sich heraus und entwickelt sich weiter – sie wird selbstbewusster. Im Grunde passiert nichts Spektakuläres und dennoch ist das Abarbeiten der Liste äußerst spannend. In einem lockeren und leichten Schreibstil zeigt uns die Autorin, dass wir nicht immer mega cool und super mutig sein müssen, denn manchmal gibt es Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind. Wahre Freunde sind die Menschen, bei denen man einfach so sein kann, wie man ist, und sich nicht verstellen muss.

Fazit:
„Dumme Ideen für einen guten Sommer“ von Kiera Stewart ist das perfekte Buch für einen lustigen Lesesommer. Mädchen ab 11 Jahren, die humorvolle Abenteuer lieben, werden ihre wahre Freude an diesem Buch haben. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Zusammen sind wir Helden

Zusammen sind wir Helden
von Jeff Zentner
übersetzt von Ingo Herzke

Carlsen Verlag
Hardcover
Jugendbuch
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-55685-1
Ersterscheinung: 31.01.2018

Inhalt:
Dills Leben ist alles andere als leicht, es ist trist und trostlos. Halt geben ihm nur seine Gitarre und seine beiden Freunde Lydia und Travis. Keinerlei Aussichten auf ein besseres Leben, sehnt sich Dill nach einem Ausbruch aus der Kleinstadt. Nur traut er sich nicht, diesen großen Schritt zu machen. Seine Wünsche und Träume vertraut er seinen beiden Freunden an, denn die drei verbindet eine ungewöhnlich starke Freundschaft. Die Freunde gehen durch Höhen und Tiefen, jedoch hat sie niemand auf das wahre Leben vorbereitet. Schaffen sie es, ihre Träume zu verwirklichen?

Meinung:
Die drei Freunde Lydia, Dill und Travis könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie etwas gemeinsam – sie sind Außenseiter. Vor allem sind sie aber Freunde, die füreinander da sind, Freunde, die sich gegenseitig Halt geben. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd in der Ich-Perspektive, sodass der Leser einen sehr guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der drei Jugendlichen erhält. Travis lebt eher zurückgezogen in seiner eigenen Welt. Dill geht in seiner Musik auf. Und Lydia ist Modebloggerin, die weiß, was sie will und die sich von nichts und niemandem aufhalten lässt. Drei interessante und tiefgründige Charaktere, die alle auf ihre eigene Art sympathisch sind. Wir befinden uns in der Geschichte zwar im letzten Jahr der High School, erfahren aber nach und nach Details aus der Vergangenheit der drei Jugendlichen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach, aber dennoch sehr gefühlvoll und berührend. Diese Geschichte zeigt uns, wie wichtig es ist, das Vertrauen in sich selbst nicht zu vergessen. Ein Buch, das sowohl die Sonnen- als auch die Schattenseiten des Lebens darstellt und mich emotional berührt hat. Es geht um so viel mehr als nur um eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Hoffnung.

Fazit:
Mit „Zusammen sind wir Helden“ ist Jeff Zentner ein wunderbares Debut gelungen. Dieses Jugendbuch für Leser ab 14 Jahren ist äußerst tiefgründig und sehr bewegend. Mir hat es ein paar schöne Lesestunden beschert und deshalb vergebe ich liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Jella hat genug!

Jella hat genug!
von Dagmar Hoßfeld
mit Illustrationen von Daniela Kohl

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinderbuch
288 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Meine persönliche Altersempfehlung: 9 – 11 Jahre
ISBN: 978-3-551-65145-7
Ersterscheinung: 02.07.2020

Inhalt:
Die elfjährige Jella Blume möchte etwas verändern, denn der ganze Müll kann und darf nicht einfach so wild entsorgt werden. Jella macht sich Gedanken und große Sorgen um unseren Planeten. Sie engagiert sich, stellt sich kurzentschlossen mit einem Schild vor das Rathaus und streikt. Irgendwie hat sie sich das aber einfacher vorgestellt. Als dann ihre Eltern auch noch einen Bauernhof erben und sie umziehen, wird es turbulent. Wird sie an der Ostsee neue Freunde finden? Und kann sie wirklich alles schaffen, was sie sich vorgenommen hat?

Meinung:
Wenn sich eine meiner Lieblingsautorinnen mit einer meiner Lieblingsillustratorinnen zusammentut, dann kann das nur ein grandioses Buch werden. Die elfjährige Protagonistin ist authentisch, witzig und vor allem dickköpfig. Jella redet nicht nur über Umweltschutz, sie packt auch selbst mit an. Sie erkennt: „Wir sind nicht zu klein, um einen Unterschied zu machen. Wir sind viele!“ Wer soll den Planeten denn sonst retten? Jella ist mutig, selbstbewusst und ein Vorbild für alle Kinder. Mit Slogans auf Schildern wie „Ich räume mein Zimmer nicht auf, sondern die Welt“ setzt sie Statements. Witzige Dialoge in Kombination mit einer unterhaltsamen Geschichte und einer wichtigen Botschaft machen dieses Kinderbuch zu einem besonderen Leseerlebnis. Wenn wir nicht wegschauen, können wir alle gemeinsam was bewegen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Schriftgröße ist etwas kleiner gewählt, deshalb stimme ich mit der Altersempfehlung des Verlags überein. Grundsätzlich würde ich das Buch aber auch schon jüngeren Kindern empfehlen, denn der Umweltschutz geht uns alle etwas an. Auch weitere Themen wie alte und neue Freundschaften, alte Gewohnheiten und Neuanfänge werden kindgerecht erzählt und bereichern die Geschichte rund um die engagierte Jella und ihre Freunde. Richtig klasse finde ich übrigens, dass dieses Kinderbuch nicht nur den Umweltschutz thematisiert, sondern diesen auch praktiziert. Das Buch wurde nämlich nachhaltig produziert und erfüllt alle Anforderungen des Blauen Engel.

Fazit:
„Jella hat genug!“ von Dagmar Hoßfeld ist eine Geschichte, die Kindern zeigt, dass wir handeln müssen, wenn wir etwas bewegen und erreichen wollen. Unterhaltsam und kindgerecht werden aktuelle Themen wie Umweltschutz und Klimawandel, aber auch Neuanfang und Freundschaft bestens umgesetzt und deshalb verdient sich Jella ganze 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Conni 15
Mein Sommer fast ohne Jungs (Bd. 2)

Conni 15
Mein Sommer fast ohne Jungs (Bd. 2)
von Dagmar Hoßfeld

Carlsen Verlag
Softcover, Klappenbroschur
Kinder- und Jugendbuch
256 Seiten
Altersempfehlung: 12 – 16 Jahre
ISBN: 978-3-551-26002-4
Ersterscheinung: 22.05.2014

Inhalt:
Connis Freund Phillip ist für ein halbes Jahr in Amerika und ihre Freundinnen haben leider auch keine Zeit, deshalb steht für Conni jetzt schon fest: Das können nur die blödesten Sommerferien aller Zeiten werden! Doch als sie einen Ferienjob als Eisverkäuferin im Stadtpark bekommt und dort auf Mister Walnuss trifft, ist ihr Plan, sich nicht in andere Jungs zu verlieben, gar nicht mehr so einfach. Was wird aus Phillip und aus Mister Walnuss? Und wie werden Connis Sommerferien? Ein lustiges Abenteuer beginnt…

Meinung:
Conni wird langsam erwachsen und ihre Gefühle fahren Achterbahn – die typischen Höhen und Tiefen eines Teenagerlebens eben. Es sind die alltäglichen Probleme der Pubertät wie Schwierigkeiten mit den Eltern oder auch Liebeskummer, mit denen sich junge Leserinnen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren identifizieren können. Conni ist wie immer authentisch und ihr Denken und Handeln ist realistisch und nachvollziehbar. Fröhlich und locker erzählt uns die Fünfzehnjährige aus ihrem Leben und lässt uns an Themen wie Familie, Freundschaft und Liebe teilhaben.

Fazit:
„Mein Sommer fast ohne Jungs“ von Dagmar Hoßfeld ist eine gelungene Fortsetzung der „Conni 15″-Reihe. Diesen 2. Band empfehle ich Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren und allen, die wie ich mit Conni aufgewachsen sind. Meine Freundin Conni erhält diesmal sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.