{Rezension} Penny Pepper
Schurken auf dem Schulhof (Bd. 8)

Penny Pepper
Schurken auf dem Schulhof (Bd. 8)
von Ulrike Rylance
mit Illustrationen von Lisa Hänsch

dtv junior
Flexcover
144 Seiten
Altersempfehlung: 8 – 10 Jahre
ISBN: 978-3-423-76268-7
Ersterscheinung: 15.11.2019

Inhalt:
Endlich hat auch Ida ein eigenes Handy. Doch leider währt die Freude nicht allzu lange, denn nach der Sportstunde ist es auf einmal weg. Hat sie es verloren? Nein, es muss ein fieser Handy-Dieb zugange sein, denn es verschwinden immer mehr Handys. Penny und ihre Freundinnen machen sich auf die Suche. Doch wer könnte der Dieb nur sein? Die üblichen Verdächtigen haben alle ein Alibi.

Meinung:
Mit dem 8. Band der Reihe habe ich nun auch endlich die Liebe zu Penny Pepper entdeckt. Wie konnte diese Reihe bisher nur an mir vorbeigehen? Der Schreibstil der Autorin ist so locker und leicht und die Texte sind unterhaltsam und humorvoll, dass ich das Buch in einem Zug durchlesen musste. Selbst Lesemuffel werden ihre wahre Freude an diesem Comicroman haben. Viele Bilder und kurze Texte sorgen für gute Laune und viele Lachmomente. Es wird mit verschiedenen Schriftarten gespielt, die sich zudem noch in Größe und Intensität unterscheiden. Die Illustrationen im Comicstil, die den Text zusätzlich auflockern, sind wahre Kunstwerke. Aber auch die zahlreichen Detektivtipps und Infokästen sind einfach spitze. Mein heimlicher Star war das kaputte Diktiergerät, das mich immer wieder zum Lachen gebracht hat.

Fazit:
„Penny Pepper: Schurken auf dem Schulhof“ von Ulrike Rylance ist ein Buch, das selbst Lesemuffel begeistern kann. Diese witzige Kinderbuchreihe empfehle ich vor allem abenteuerlustigen Detektivinnen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Ich bin dann mal Prinzessin
Chaos, Kekse und königliche Cousinen (Bd. 2)

Ich bin dann mal Prinzessin
Chaos, Kekse und königliche Cousinen (Bd. 2)
von Meg Cabot

dtv junior
Hardcover
Kinderbuch
256 Seiten
Altersempfehlung: 9-12 Jahre
ISBN: 978-3-423-76217-5
Ersterscheinung: 20.07.2018

Inhalt:
Seit einigen Wochen lebt Olivia nun in Genovien – und das als echte Prinzessin! Doch, dass sie Prinzessin ist, ändert nichts an der Tatsache, dass sie weiterhin zur Schule gehen muss. So kommt sie an die Royal Genovian Academy, an die auch ihre nervige Cousine Luisa geht, die ihr das Leben wirklich schwer macht. Und als ob das noch nicht genug wäre, steht auch noch die große Hochzeit von Olivias Halbschwester Mia an.

Meinung:
Der Schreibstil und vor allem die Idee dieser überaus wunderbaren Geschichte sind einfach sagenhaft! Auch die Fortsetzung der Reihe „Ich bin dann mal Prinzessin“ von Meg Cabot wird in Tagebuchform erzählt. Olivia lässt den Leser auf amüsante Weise an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben. Das Cover passt hervorragend zu Band 1 und vor allem die Übersichtskarte des Schlosses von Genovien vorne und der Stammbaum der königlichen Familie hinten im Einband sind wunderschön gestaltet. Die zahlreichen Illustrationen stammen auch dieses Mal von der Autorin, allerdings konnte ich mich für diese nicht sonderlich begeistern. Die witzig-spritzige Story kommt auch gut ohne diese Illustrationen aus, denn der humorvolle Schreibstil entführt den Leser in eine Märchenwelt, in der man denkt, tatsächlich selbst vor dem Palast der genovischen Königsfamilie zu stehen. Dem Handlungsverlauf der Geschichte kann man ohne Umstände folgen und es gibt keinerlei Inhaltslücken. Ich finde es vor allem toll, dass die Autorin Personen aus Olivias altem Umfeld noch einmal miteinbezieht und Nishi Olivia in Genovien besuchen kommt. Aber auch Luisa finde ich sinngemäß gut in die Geschichte eingefügt. An Olivias alter Schule gab es die mobbende und prügelnde Annabelle, deren Part als große Zicke nun Luisa übernehmen darf. Doch ich kann euch versprechen, dass sich das am Ende noch ändern wird – und das liegt nicht nur an Prinz Gunther…

Fazit:
Auch die Fortsetzung der zauberhaften Reihe „Ich bin dann mal Prinzessin“ von Meg Cabot ist wieder witzig und spannend zugleich. Junge Leserinnen im Alter von 9-12 Jahren werden ihre wahre Freude an Olivias Tagebuch haben. Da ich sehr viel Spaß beim Lesen hatte, vergebe ich liebend gerne auch für Band 2 wieder 5 von 5 Sternchen.

Alle, die von dieser Reihe genauso begeistert sind wie ich, können sich freuen, denn am 19. Juli 2019 erscheint bereits Band 3.

Herzlichen Dank an dtv junior für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Ich bin dann mal Prinzessin
(Bd. 1)

Ich bin dann mal Prinzessin
(Bd. 1)
von Meg Cabot

dtv junior
Hardcover
Kinderbuch
176 Seiten
Altersempfehlung: 9-12 Jahre
ISBN: 978-3-423-76198-7
Ersterscheinung: 09.03.2018

Inhalt:
„Heute läuft alles schief!“, denkt sich Olivia. Doch mit einer Sache hätte sie nie gerechnet: nach Schulschluss fährt eine dunkle Limousine vor und Mia, Prinzessin von Genovien, steigt aus dieser aus, um ihr zu eröffnen, dass sie Olivia mitnehmen möchte, damit sie ihren gemeinsamen Vater kennenlernen kann. Abgesehen von ihrem Namen und der Tatsache, dass sie als Halbwaise bei ihrer Tante und deren Familie lebt, würde die 12-jährige Olivia Grace Clarisse Mignonette Harrison sich selbst eher als durchschnittliches Mädchen beschreiben. Nun erfährt sie aber von Mia, dass diese ihre Halbschwester und Olivia tatsächlich auch eine Prinzessin ist. Kurzum lässt Olivia das alte Leben hinter sich, um fortan am genovischen Königshof die Pflichten einer Prinzessin zu übernehmen.

Meinung:
Als großer Fan der „Plötzlich Prinzessin“-Reihe von Meg Cabot rund um Prinzessin Amelia „Mia“ Mignonette Grimaldi Thermopolis Renaldo, Prinzessin von Genovien, habe ich mich riesig gefreut, endlich auch die „Ich bin dann mal Prinzessin“-Reihe zu lesen. In dieser Reihe geht es um Mias Halbschwester Olivia, die ihre aufregenden Erlebnisse in einem Tagebuch festhält. Das Cover ist zauberhaft und die zahlreichen Illustrationen hat tatsächlich die Autorin selbst gezeichnet. Interessant ist auch der königliche Stammbaum am Anfang des Buches. Die Handlung ist ereignisreich und steckt voller Überraschungen. Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm, sodass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Die Protagonistin Olivia ist herzallerliebst und äußerst sympathisch. Sie ist so zauberhaft, dass man ihr das Leben als Prinzessin tatsächlich von Herzen gönnt. In ihrem Tagebuch lässt sie uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Manchmal ist es gar nicht so leicht, Entscheidungen zu treffen, die dein Leben komplett verändern.

Fazit:
„Ich bin dann mal Prinzessin“ von Meg Cabot ist der Auftakt einer zauberhaften Reihe. Olivias Berichte aus dem Leben einer frischgebackenen Prinzessin mit all ihren Problemen und Aufgaben sind humorvoll und liebenswert. Mädchen im Alter von 9-12 Jahren und alle, die bereits Fans der „Plötzlich Prinzessin“-Reihe sind, werden ihre wahre Freude mit diesem Buch haben. Für mich war es definitiv ein Lesehighlight, und da ich bestens unterhalten wurde, vergebe ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an dtv junior für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Unheimlich perfekte Freunde

Unheimlich perfekte Freunde
von Simone Höft und Nora Lämmermann
Das Kinderbuch zum gleichnamigen Kinofilm
von Marcus H. Rosenmüller

dtv Junior
Hardcover
Kinderbuch
144 Seiten
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
ISBN: 978-3-423-76250-2
Ersterscheinung: 28.02.2019

Inhalt:
Der 10-jährige Frido steht vor einem großen Problem: seine Noten könnten besser sein. Mit dieser schulischen Leistung wird der Viertklässler sicherlich nicht ans Gymnasium gehen können. Wie praktisch, dass Frido auf dem Jahrmarkt einen verzauberten Spiegel entdeckt, aus dem ein perfekter Doppelgänger entsteigt. Ein Frido, der ganz und gar das Gegenteil vom echten Frido ist. Ein Frido, auf den die Mutter stolz sein kann. Ein Frido, der alles kann, was Frido nicht kann. Obwohl Frido eigentlich niemandem das Geheimnis erzählen darf, erfährt sein bester Freund Emil davon, der umgehend auch ein zweites Ich erschaffen möchte. Emils Doppelgänger ist allerdings ganz anders als Fridos Doppelgänger. So langsam dämmert es Frido und er erkennt, dass für ihn schulische Bestleistungen wichtig waren, damit er seine Mutter zufrieden stellen kann, aber dass es für den schlauen Emil viel wichtiger ist, anderen zu gefallen. Frido erkennt zwar, dass große Gefahr seitens der Doppelgänger droht, doch Emil ist so begeistert von seinem neuen Ich, dass er sich dazu hinreißen lässt, den restlichen Klassenkameraden das Geheimnis zu verraten. Der anfängliche Traum entwickelt sich allerdings zu einem Albtraum, als die perfekten Doppelgänger die echten Kinder für immer in den magischen Spiegel verbannen wollen.

Meinung:
„Es gibt Tage, an denen sollte man einfach im Bett bleiben.“ Bereits mit diesem ersten Satz war mir klar, dass dieses Buch nicht nur spannend, sondern auch äußerst lustig werden könnte. Wer kennt denn diese Tage nicht? Tage, an denen alles schief läuft, alles irgendwie anders endet, als man es zuvor geplant hat. Die Erkenntnis, dass nichts perfekt sein kann, ereilt Frido dann allerdings sehr schnell und er muss feststellen, dass der perfekte Doppelgänger nicht nur für die Freundschaft zu Emil gefährlich werden könnte, sondern auch für sein eigenes Ich. Das Streben nach Perfektion entwickelt sich zu einem unheimlichen Abenteuer. Themen wie Freundschaft und Familie, Anpassung und eigene Identität, Leistungsdruck und alltägliche Schulprobleme werden in diesem Buch wunderschön zusammengefasst. Besonders gut gefallen hat mir die Wendung der Geschichte. Während anfangs die Doppelgänger noch die Rettung für die Kinder bedeuten, müssen sie erkennen, dass diese mehr Unheil und Schaden anrichten, als sie sich je ausgemalt hätten. Jeder einzelne Schüler der Klasse macht auf seine eigene Art eine sehr wichtige Entwicklung durch. Erwähnenswert wäre noch mein absolutes Highlight, das Daumenkino von Thilo Krapp. Einfach genial!

Fazit:
Die Drehbuchautorinnen Simone Höft und Nora Lämmermann haben mit ihrem ersten gemeinsamen Kinderbuch „Unheimlich perfekte Freunde“ ein lustiges und mitreißendes Abenteuer erschaffen. Von Anfang an sprüht die Geschichte nur so vor Spannung. Ein absolut lesenswertes Buch für junge Leser im Alter von 9-11 Jahren. Mich hat das Buch zum Nachdenken bewegt. Leistungsdruck und das Streben nach dem perfekten Ich sollten nicht unser Leben beherrschen. Ich kann das Buch daher auch älteren Lesern empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternchen.

Nun, da ich das Buch gelesen habe, bin ich gespannt auf das Kinoerlebnis.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar und die Kinokarten.