{Rezension} Vier zauberhafte Schwestern
und ein wundersames Fest (Jubiläumsband)

Vier zauberhafte Schwestern
und ein wundersames Fest (Jubiläumsband)
von Sheridan Winn
mit Vignetten von Franziska Harvey

FISCHER KJB
Hardcover
Kinderbuch
240 Seiten
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4151-6
Ersterscheinung: 25.09.2019

Inhalt:
Weihnachten steht vor der Tür und die vier Schwestern Sky, Marina, Flame und Flora dekorieren das Haus mit Zweigen aus dem Garten. Doch irgendetwas stimmt nicht auf Cantrip Towers, dem Familiensitz der Cantrips. Ein kleiner grüner Kobold hat sich versteckt und sorgt für mächtig viel Unruhe. Werden die vier Schwestern den Kobold finden und wird es ihnen gelingen, diesen Kobold aufzuhalten, bevor noch mehr Chaos entsteht?

Meinung:
Voller Begeisterung habe ich dieses traumhafte Cover erblickt. Die unzähligen Sterne glitzern, funkeln und strahlen, sodass ich gleich in Weihnachtsstimmung versetzt wurde. Man merkt sofort, dass Familie Cantrip einfach besonders ist. Da ich diese Reihe erst neu für mich entdeckt habe, war ich überglücklich, gleich auf den ersten Seiten einen Familienstammbaum der Cantrips zu finden – denn immerhin geht es ja um die vier Cantrip-Schwestern Sky, Marina, Flame und Flora und deren Familie. Die vier Schwestern haben magische Fähigkeiten, wobei jedes Mädchen ein anderes Element verkörpert: Sky die Luft, Marina das Wasser, Flame das Feuer und Flora die Erde. Der lockere und flüssige Schreibstil der Autorin lässt den Leser nur so durch die Seiten gleiten. Die Schrift ist angenehm groß und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Dieser Jubiläumsband ist lustig und spannend zugleich – absolut lesenswert, denn Sky, Marina, Flame und Flora sind wirklich zauberhaft.

Fazit:
„Vier zauberhafte Schwestern und ein wundersames Fest“ von Sheridan Winn ist eine fantasievolle Geschichte für Mädchen ab 9 Jahren. Dieses lustige und spannende Weihnachtsabenteuer lege ich allen ans Herz, die sich von der Weihnachtsstimmung der Familie Cantrip anstecken lassen wollen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und zauberhafte 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag (FISCHER KJB) für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Liliane Susewind
Ein Seehund taucht ab (Bd. 13)

Liliane Susewind
Ein Seehund taucht ab (Bd. 13)
von Tanya Stewner
mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov

FISCHER KJB
Hardcover
Kinderbuch
224 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4164-6
Ersterscheinung: 23.10.2019

Inhalt:
Liliane Susewind, genannt Lilli, macht mit ihrem besten Freund Jesahja, ihrer Oma Leonora, ihrer Mutter, der berühmten Fernsehmoderatorin Regina Susewind und ihrem Vater Urlaub an der Nordsee. Sie wohnen in einem Hotel in Oberlinsenhusen, dessen Besitzer Orlando, der eigentlich Klaus heißt, etwas anders ist. Er lackiert sich die Fingernägel und trägt gerne schillernde Kleidung. Deshalb spotten seine alten Klassenkameraden, die Fischer von Oberlinsenhusen, über ihn. Aber auch diese Fischer sind nicht ganz ohne, denn sie ignorieren die Schutzzone für Seehunde, die am Strand eingerichtet wurde. Doch auch die meisten Urlauber halten sich nicht daran, das Gebiet nicht zu betreten. Als auch noch ein Seehundbaby vermisst wird, ist für Lilli und Jesahja schnell klar, dass sie etwas dagegen tun müssen. Ein tierisch spannendes Abenteuer beginnt…

Meinung:
Dies ist bereits der 13. Band der „Liliane Susewind“-Reihe und jeder Band erzählt ein neues, in sich abgeschlossenes Abenteuer, sodass Neueinsteiger sehr gut in die Handlung finden können. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, kindgerecht und leicht verständlich. Die Kapitel sind übersichtlich und die Schrift ist angenehm groß. Allerdings hatte ich ein großes Problem mit der Rechtschreibung, die mir persönlich sehr wichtig ist. Dass meine Diktate und Aufsätze meist fehlerfrei sind, verwundert meine Deutschlehrer, allerdings denke ich, dass jemand, der viel liest, die Rechtschreibung so ganz nebenbei in sich aufsaugt und verinnerlicht. Und da kommen wir auch zu meinem Problem mit diesem Buch: es mag wohl so sein, dass man in Norddeutschland „kucken“ anstatt „gucken“ sagt oder dass man „fantastisch“ laut Wahrig mit „ph“ schreiben darf, allerdings interessiert dies meinen Deutschlehrer sehr wenig. Bei „fantastisch“ könnte man sich mit ihm wahrscheinlich noch einigen, weil die Variante mit „ph“ laut Duden die alternative Schreibweise ist. Das Wort „kucken“ wäre aber definitiv ein Fehler. Wenn ich also darüber nachdenke, dass meine 8-jährige Schwester dieses Buch liest und gerade in der prägenden Phase im Grundschulalter das Wörtchen „kucken“ mindestens fünfmal im Buch vorkommt – wie wird sie es dann wohl schreiben? Wahrscheinlich falsch und das finde ich absolut nicht gut. Auch das Thema „Transgender“ war nicht so meins, da bin ich einfach kein Freund (oder muss ich nun keine Freundin sagen?) von solchen Themen in Kinderbüchern. Auch die mittlerweile neue Schreibweise mit den zahlreichen * ist meiner Meinung nach überflüssig und unnötig. Ich bin ein Kind und möchte in einem Kinderbuch keine politischen, religiösen oder rassistischen Themen durchdiskutieren – ich möchte einfach nur in einer heilen Welt abseits des Alltags eine schöne Geschichte lesen. Ich weiß, dass für manche Menschen solche Themen wichtig sind, allerdings ist das nicht der Durchschnitt der Zielgruppe. Der Freund meiner kleinen Schwester wusste bereits im Alter von 3 Jahren, dass er lieber mit Puppen spielen oder Kleider tragen möchte. Sowohl meine Schwester als auch die anderen Freunde haben nie irgendwelche Geschichten oder Bücher benötigt, um ihn so zu akzeptieren, wie er ist. Ich denke eher, dass es sogar der Freundschaft geschadet hätte, wenn im Kindergarten alle ein großes Ding daraus gemacht hätten. Kein Kind hatte je ein Problem mit seiner Lebenseinstellung – das ist wohl eher ein Problem der Erwachsenen. Kinder sehen vieles einfach anders. Wenn man allerdings ein großes Fass aufmacht, befürchte ich eher, dass es in die falsche Richtung gehen könnte. Wer will schon einen Freund, der ständig betüttelt oder als besonders und einzigartig bezeichnet wird? Ich weiß, wovon ich rede, denn ich war so eine, die immer als Wunderkind bezeichnet wurde. Dieser Titel macht keine Freunde. Daher bin ich stets bemüht, einfach nur ich zu sein – ohne darauf zu bestehen, dass man mich unbedingt „normal“ oder „durchschnittlich“ behandeln soll. Immer dann, wenn ich irgendwo neu bin und keiner weiß, dass ich gewisse überdurchschnittliche Talente oder Begabungen habe, werde ich auch „normal“ behandelt. Wenn aber das „unnormale“ entdeckt wird und dann natürlich thematisiert wird, fängt das Desaster an. Erst kommt das große Staunen und Raunen und dann merke ich aber, wie so langsam alle auf Abstand gehen, weil man eben anders ist. Wenn wir, die etwas anders sind und abseits des Durchschnitts liegen, uns ganz einfach so verhalten, als wäre es selbstverständlich, einfach so zu sein, dann werden es alle anderen auch als selbstverständlich annehmen. Ich hoffe daher auf viele weitere Abenteuer der „Liliane Susewind“-Reihe, in denen es einfach „nur“ um Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Hilfsbereitschaft, Umwelt- und Tierschutz geht.

Fazit:
„Liliane Susewind  – Ein Seehund taucht ab“ von Tanya Stewner ist eine schöne Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Auch wichtige Themen wie der Tier- und Umweltschutz finden ihren Platz in diesem spannenden Abenteuer, das ich Kindern ab 8 Jahren empfehlen würde. Von mir gibt es allerdings auf Grund der zuvor genannten Punkte leider nur lieb gemeinte 3,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Schneefunkelwunder

Schneefunkelwunder
von Tanya Stewner
mit Bildern von Mila Marquis

FISCHER KJB
Hardcover
Kinderbuch / Vorlesebuch
64 Seiten
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4177-6
Ersterscheinung: 25.09.2019

Inhalt:
Ungeduldig wartet Maya an ihrem Fenster darauf, dass es endlich aufhört so doll zu schneien. Als es endlich soweit ist, springt Maya schnell in ihren Schneeanzug und rennt hinaus, um mit ihrer Mama eine Schneefrau im Park zu bauen. Maya bewundert zufrieden ihr Werk und nennt ihre Schneefrau Frau Flocke. Doch was ist das? Hat ihr etwa eben die Schneefrau zum Abschied zugezwinkert?

Meinung:
Bei diesem Buch funkelt nicht nur der Titel, sondern auch das liebevoll gestaltete Cover. Das von Mila Marquis zauberhaft illustrierte Buch ist äußerst liebenswert und sehr fantasievoll. Leider spielt sich das winterliche Abenteuer in der Nacht ab, sodass die Bilder nicht gar so farbenfroh erscheinen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, kindgerecht und leicht verständlich. Allerdings mag ich persönlich die Vorstellung nicht, dass sich ein kleines Mädchen nachts aus dem Haus schleicht, um einem Schneemann zu helfen – auch wenn sie in Begleitung der zuckersüßen Nachbarskatze Lunafee ist. Dennoch ist es insgesamt ein schönes Buch mit einer magischen Geschichte, die mich jetzt schon auf die bevorstehende Winter- und Weihnachtszeit einstimmt.

Fazit:
„Schneefunkelwunder“ von Tanya Stewner ist eine zauberhafte Geschichte, die ein klein wenig Magie versprüht. Auch die fantasievoll gestalteten Bilder von Mila Marquis sind herzallerliebst. Mayas Winterabenteuer ist ein schönes Vorlesebuch für Kinder ab 5 Jahren und bekommt lieb gemeinte 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag (FISCHER KJB) für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Das endlos lange Weihnachtswarten

Das endlos lange Weihnachtswarten
von Stephanie Schneider
mit Bildern von Astrid Henn

FISCHER Sauerländer
Hardcover
Kinderbuch / Vorlesebuch
32 Seiten
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5652-7
Ersterscheinung: 25.09.2019

Inhalt:
Wie alle Kinder freut sich auch Mia auf Weihnachten. Einen Tag vor Heilig Abend kann sie es aber kaum noch erwarten, denn der Tag will einfach nicht herumgehen. Gut, dass Papa noch ein Geschenk für Mama braucht, sodass sich die beiden kurzerhand ins Weihnachtsgetümmel begeben. Allerdings ist es gar nicht so leicht, das passende Geschenk für Mama zu finden. Als Papa dann auch noch plötzlich weg ist, klopft Mias Herz ganz schnell. Wie gut, dass sie einen „echten“ Engel entdeckt, der gerade Kekse im Kaufhaus verteilt – denn ein Engel ist genau das, was Mia gerade braucht.

Meinung:
Ich liebe die Vorweihnachtszeit und dazu gehören natürlich auch eine ganze Menge Weihnachtsbücher. Auf der Suche nach einem neuen Buch, das mich auf die schönste Zeit im Jahr einstimmen könnte, habe ich „Das endlos lange Weihnachtswarten“ von Stephanie Schneider entdeckt. Das liebevoll gestaltete Cover und das Lächeln der kleinen Mia haben mich auf den ersten Blick verzaubert. Die wunderschönen Bilder von Astrid Henn machen nicht nur Kindern Freude. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken und es sind die zahlreichen Details, die mich zum Schmunzeln bringen, wie beispielsweise die Dame im Pelzmantel, die mit ihrem Dackel auf fast jeder Seite zu finden ist. Die Texte sind kurz und verständlich. Vor allem kann jeder mit Mia mitfühlen, denn das endlos lange Warten auf Weihnachten finden nicht nur die Kleinen doof. 😉

Fazit:
Mit dem Vorlesebuch „Das endlos lange Weihnachtswarten“ von Stephanie Schneider werden nicht nur Kinder ab 4 Jahren, sondern auch die Erwachsenen ihre wahre Freude haben. Die Geschichte ist herzallerliebst und die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Mit diesem Buch macht das endlos lange Warten auf Heilig Abend viel mehr Spaß und deshalb gibt es weihnachtliche 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag (FISCHER Sauerländer) für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Postscript
Was ich dir noch sagen möchte

Postscript
Was ich dir noch sagen möchte
von Cecelia Ahern

FISCHER Krüger
Gebundene Ausgabe
432 Seiten
ISBN: 978-3810530677
Ersterscheinung: 23.10.2019

Inhalt:
7 Jahre sind nun vergangen, seit Gerry an Krebs verstorben ist und seiner Holly Briefe hinterlassen hat. Briefe, die Holly in ein neues Leben begleiten sollten und mit denen sie Stück für Stück ihre Trauer verarbeiten konnte. Mittlerweile hat Holly endlich Fuß gefasst und sich ein neues Leben aufgebaut. Als sie sich von ihrer Schwester dazu überreden lässt, in einem Podcast mitzuwirken und über Gerrys Tod und die hinterlassenen Briefe zu reden, wird sie von Mitgliedern des „P.S. Ich liebe dich“-Clubs angesprochen. Inspiriert von Gerrys Briefen möchten die Clubmitglieder,  alle selbst unheilbar krank, ihren Liebsten ebenfalls Briefe hinterlassen. Doch will und kann Holly den Clubmitgliedern überhaupt helfen?

Meinung:
Nachdem ich vor Kurzem erst „P.S. Ich liebe dich“ gelesen hatte und so berührt von der Geschichte um Holly Kennedy war, war ich mir unschlüssig, ob ich nun „Postscript“ lesen sollte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bücher, die mich so richtig faszinieren und mich vom Hocker reißen, in der Fortsetzung einfach nicht besser werden können. Dennoch war ich neugierig, sodass ich mich darauf eingelassen habe. Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Geschichte und der Protagonistin Holly. Aber ab etwa der Hälfte des Buches wird man fürs Durchhalten belohnt. Das Ende ist einfach traurig schön. Insgesamt hat mich „Postscript“ nicht ganz überzeugen können. Ich würde jetzt aber nicht behaupten, dass ich enttäuscht von diesem Roman bin, denn nichtsdestotrotz ist es eine wunderschöne Geschichte. Manche Szenen haben mich einfach zu Tränen gerührt. „Postscript“ kann übrigens eigenständig gelesen werden, jedoch würde ich jedem empfehlen unbedingt vorab „P.S. Ich liebe dich“ zu lesen, denn nicht nur dass es ein emotional berührendes Lesehighlight ist, es wird sehr oft Bezug auf die Vorgeschichte genommen.

Fazit:
„Postscript – Was ich dir noch sagen möchte“ von Cecelia Ahern ist ein einfühlsamer Liebesroman, erhält von mir aber leider nur 4 von 5 Sternchen, da mich diese Story einfach nicht so sehr berührt hat wie „P.S. Ich liebe dich“. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der ein paar schöne Lesestunden mit Holly Kennedy verbringen möchte. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das den Leser zum Nachdenken anregt.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.