{Rezension} Mondscheindrache und Monsterschreck

Mondscheindrache und Monsterschreck
Ein Buch aus der Loewe Wow!-Reihe
von Cornelia Funke
mit Illustrationen von Daniela Kohl

LOEWE Verlag
Hardcover
Kinderbuch
128 Seiten
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-7432-0615-1
Ersterscheinung: 22.07.2020

Inhalt:
Drachen und Ritter, die aus Büchern steigen oder gruselige Monster, die Abgase und Musik nicht vertragen, aber auch Kühlschrankmonster und nette Monster vom blauen Planeten zeigen Kindern, was alles wichtig ist und was im Leben wirklich zählt. Manchmal kann man auch schon viel erreichen, wenn man einfach nur freundlich und nett ist. Man kann auch Freundschaften schließen, wenn man komplett unterschiedlich ist und man kann auch mutig und tapfer sein, wenn man lieber schreiend wegrennen würde. Dieses Buch bietet so manches spannende Abenteuer…

Meinung:
Seit ich „Herr der Diebe“ in der fünften Klasse als Schullektüre gelesen habe, bin ich ein ganz großer Fan von Cornelia Funke. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf diesen Band aus der „Loewe Wow!“-Reihe. Diese Bücher sind bekannt für freche und coole Geschichten, für große und witzige Illustrationen, für innovative Text-Bild-Gestaltung und für den farbigen Buchschnitt. Allerdings wurde ich ein kleines bisschen enttäuscht, denn die erste und auch insgesamt längste Geschichte des Buchs hat mir am besten gefallen, die anderen leider eher nicht. Der Schreibstil der Autorin ist zwar wie immer richtig toll und auch die durchgehend farbigen Illustrationen von Daniela Kohl sind einzigartig, aber irgendwie habe ich dann insgesamt doch mehr erwartet. Der WOW!-Effekt ist bei mir leider nicht eingetreten. Aber für Kinder, die wenig lesen und motiviert und animiert werden müssen, überhaupt einmal ein Buch in die Hand zu nehmen, werden von diesem Buch bestimmt begeistert sein. Mir hat vor allem die Gestaltung sehr gut gefallen. Der knallbunte Buchschnitt dieser Reihe ist bereits ein Markenzeichen und definitiv ein Eyecatcher. Die Lesegewohnheiten von jungen Lesern haben sich durch die modernen Medien stark verändert und deshalb steht eins fest: Wenn einige Kinder mit dieser „neuen Art zu lesen“ tatsächlich ein Buch lesen, dann sollte es auf jeden Fall noch mehr Bände aus dieser Reihe geben.

Fazit:
„Mondscheindrache und Monsterschreck“ von Cornelia Funke ist ein tolles, neues Buch der „Loewe Wow!“-Reihe mit wunderschönen Illustrationen von Daniela Kohl. Mit diesen Geschichten erleben Kinder ab 7 Jahren spannende und gruselige Abenteuer. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den LOEWE Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Das Chaospferd

Das Chaospferd
von Nika S. Daveron
mit Illustrationen von Anna-Lena Kühler

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinderbuch
176 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-440-16426-6
Ersterscheinung: 13.02.2020

Inhalt:
Endlich bekommt Romi nach langem Betteln ein eigenes Pferd. Doch nicht irgendeins: Zora ist zwar ein Chaospferd, aber Romis absolutes Traumpferd. Zora hat ihren ganz eigenen Kopf und tut überhaupt nicht das, was Romi will. So erlebt Romi ein klein wenig unfreiwillig viele Abenteuer gemeinsam mit Zora und ihrer besten Freundin Celine.

Meinung:
Die zwölfjährige Protagonistin Romi schildert frech und humorvoll im Tagebuch-Stil von ihren Erlebnissen mit Zora. Das Chaospferd ist ein liebreizendes Pferd mit einem ganz eigenen Charakter, etwas dickköpfig und komplett anders als die anderen Pferde. Die coolen Zeichnungen von Anna-Lena Kühler fand ich einfach grandios. Auch wenn es um altersgerechte Themen geht, muss ich sagen, dass der Schreibstil zwar flüssig und gut lesbar ist, die Tagebuchform und die Schriftgröße aber nicht unbedingt zu Romis Alter passen. Allgemein hat mich das Buch dennoch komplett verzaubert und deshalb gibt es von mir die absolute Leseempfehlung.

Fazit:
„Das Chaospferd“ von Nika S. Daveron ist ein lustiges Kinderbuch mit zuckersüßen Illustrationen. Dieses äußerst chaotische Tagebuch empfehle ich Kindern ab 10 Jahren und allen, die gerne lachen. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den KOSMOS Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Zurück in Sommerby
(Bd. 2 der Sommerby-Reihe)

Zurück in Sommerby
(Bd. 2 der Sommerby-Reihe)
von Kirsten Boie
mit Illustrationen von Verena Körting

Oetinger Verlag
Hardcover
Kinderbuch
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7512-0001-1
Ersterscheinung: 13.07.2020

Inhalt:
Martha, Mikkel und Mats freuen sich, dass sie die Herbstferien wieder bei Oma Inge verbringen dürfen. Es könnten so schöne Ferien werden, wäre da nicht wieder dieser fiese Makler, der es auf Oma Inges Haus abgesehen hat. Mithilfe hinterhältiger Tricks scheint es gerade so, dass Oma Inge tatsächlich ihr Haus verlieren könnte. Deshalb hat sie auch eigentlich gar keine Lust auf eine Geburtstagsfeier und das, obwohl sie 70 Jahre alt wird. Damit es doch noch schöne Ferien werden, geben sich die drei Geschwister nicht geschlagen und begeben sich in ein neues Abenteuer.

Meinung:
Sommerby ist immer wieder eine Reise wert. Bereits am Cover erkennen wir, dass uns diesmal ein Ferienabenteuer im Herbst erwartet. Diese Fortsetzung der wunderbaren „Sommerby“-Reihe kann als eigenständige Feriengeschichte gelesen werden, jedoch würde ich zum besseren Verständnis die Einhaltung der Reihenfolge empfehlen. Die Autorin schafft es immer wieder mit ihrem flüssigen und lockeren Schreibstil eine herzliche Atmosphäre zu kreieren. Immer wieder fließen lehrreiche Weisheiten in die Geschichte ein, die kindgerecht, aber nicht zu aufgesetzt beschrieben werden. Man fühlt sich richtig wohl beim Lesen und wenn man sich der Geschichte hingibt und sich fallen lässt, erlebt man ein paar unbeschwerte Tage auf dem Lande. Allerdings gibt es auch im zweiten Band ein paar Kleinigkeiten, die ich etwas anders formuliert oder sogar weggelassen hätte. Ich möchte, wenn ich ein Kinderbuch lese, einfach ein wenig unbeschwerte Kindheit erleben – abseits der Realität. Deshalb haben gewisse Worte in so einem Buch nichts verloren. Insgesamt ist es aber eine gelungene Geschichte mit spannenden Elementen. Familie, Freundschaft, Zusammenhalt, Verantwortung, Hilfsbereitschaft und auch die erste Liebe spielen eine große und wichtige Rolle. Ganz toll fand ich übrigens das „Plattdeutsch Wörterverzeichnis“ ganz hinten im Buch. Das Ende hat mich zwar begeistert, aber irgendwie macht es mich auch traurig, denn eigentlich will man für immer in Sommerby bleiben. Doch der Hinweis auf die Weihnachtsferien lässt mich auf eine winterliche Fortsetzung hoffen…

Fazit:
„Zurück in Sommerby“ von Kirsten Boie ist bereits der zweite Band der warmherzigen Geschichte für Kinder ab 10 Jahren. Der Sehnsuchtsort bei Oma Inge auf dem Lande beschert uns gemütliche Lesestunden mit der ganzen Familie und ein spannendes und unterhaltsames Ferienabenteuer. Von mir gibt es sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

Lesung zu Band 1 der „Sommerby“-Reihe am 1. juli 2018 im LiMo in Marbach

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Ein Sommer in Sommerby
(Bd. 1 der Sommerby-Reihe)

Ein Sommer in Sommerby
(Bd. 1 der Sommerby-Reihe)
von Kirsten Boie
mit Illustrationen von Verena Körting

Oetinger Verlag
Hardcover
Kinderbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7891-0883-9
Ersterscheinung: 19.02.2018

Lieblingszitat:
„Wenn es nötig ist, kann man ganz vieles, was man sich sonst nicht zutraut.“ (S. 171)

Inhalt:
Die Großstadtkinder Martha, Mats und Mikkel müssen aufgrund eines Unfalls der Mutter zwangsläufig die Ferien bei ihrer Oma verbringen. Als sie bei Oma Inge ankommen, die sie eigentlich gar nicht kennen, sind sie etwas geschockt. Oma Inge ist merkwürdig, ja sogar richtig seltsam, denn sie wohnt abgelegen und allein auf dem Land und hat noch nicht einmal Internet – sehr zum Leidwesen der zwölfjährigen Martha. Und schon beginnt für die drei Geschwister ein ganz großes Abenteuer.

Meinung:
Es sind wohl die besten Ferien ihres Lebens… Fernab der Hektik der Großstadt gewährt Oma Inge ihren drei Enkelkindern sehr viel Freiheit und ein Stückchen unbeschwerte Kindheit, vor allem aber schenkt sie ihnen Vertrauen und Selbstbewusstsein. Die schrullige Oma Inge, die ihr Herz am rechten Fleck trägt, war mir von Anfang an sympathisch. Aber auch Martha, die hin- und hergerissen ist zwischen Kindsein und Erwachsenwerden, war sehr authentisch. Anstatt Fernsehprogram und Internet ist jetzt das reale Leben das größte Abenteuer. Der Autorin ist die Beschreibung dieser besonderen Idylle an der Ostsee hervorragend gelungen – ein Ort, an dem ich gerne meine Sommerferien verbringen würde. Die Handlung ist natürlich vorhersehbar, mäßig spannend, aber recht unterhaltsam. Auch gibt es einige Dinge, die ich persönlich in einem Kinderbuch für die Zielgruppe ab 10 Jahren etwas anders formuliert oder sogar weggelassen hätte, gerade weil es ein leichtes Wohlfühlbuch sein soll, und dennoch bin ich begeistert. Die Autorin schafft es mit ihrem flüssigen und lockeren Schreibstil, Kinder an Geschichten zu fesseln und dennoch wichtige Werte zu vermitteln. Wir lernen, was wirklich wichtig ist im Leben und dass man eigentlich gar nicht so viel braucht, um glücklich zu sein.

Fazit:
„Ein Sommer in Sommerby“ von Kirsten Boie ist der erste Band einer warmherzigen Geschichte für Kinder ab 10 Jahren. Für mich ist dieses Buch die perfekte Lektüre für entspannte Sommerferien oder für gemütliche Lesestunden mit der ganzen Familie. Deshalb gibt es von mir sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Unheimlich peinlich
Das Tagebuch der Ruby Black

Unheimlich peinlich
Das Tagebuch der Ruby Black
von Cally Stronk
mit Illustrationen von Constanze von Kitzing

dtv junior
Flexcover
224 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-423-76274-8
Ersterscheinung: 19.06.2020

Inhalt:
Rubinia Rosalinde Black, genannt Ruby, hat die Schule gewechselt, denn die anderen Kinder haben sie gehänselt. Das liegt daran, dass sie auf dem Friedhof wohnt. Ihre Mutter betreibt das Friedhofscafé, ihre Oma den Blumenladen und ihr Vater baut Särge. Doch an ihrer neuen Schule soll niemand davon erfahren! Das ist aber gar nicht so einfach mit so einer peinlichen Familie! Und noch dazu wollen die Zwillinge Milli und Lilli für ihre Show „Glossy – Die wahrste Wahrheit“ unbedingt wissen, was es mit der neuen Schülerin auf sich hat. Ach, und dann ist da ja auch noch Ben, in den sich Ruby verliebt hat… Und das Phantom, das Ruby erpresst. Es will Schokolade und andere Süßigkeiten, ansonsten sagt es der ganzen Welt, woher Ruby wirklich kommt… Ein spannendes und sehr lustiges Abenteuer beginnt.

Meinung:
Ich war schon sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext klingt richtig vielversprechend. Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend leicht und die Texte sind unterhaltsam und humorvoll, sodass ich das Buch in einem Zug durchlesen musste. Selbst Lesemuffel werden ihre wahre Freude an diesem Tagebuch haben. Viele Bilder und kurze Texte sorgen für gute Laune und viele Lachmomente. Es wird mit verschiedenen Schriftarten gespielt, die sich zudem noch in Größe und Intensität unterscheiden. Die Illustrationen im Comicstil, die den Text zusätzlich auflockern, sind wahre Kunstwerke. Die einzelnen Charaktere waren sehr aussagestark – vor allem Rubys neue Freundin Selma und Oma Ottilie Black sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch die Protagonistin Ruby war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich an ein paar Stellen vielleicht anders gehandelt hätte als sie. Alles in allem ist es ein tolles Buch, das mir gut gefallen hat, allerdings hätte man das Ende ein wenig ausführlicher ausbauen können.

Hinweis:
Ganz hinten im Buch gibt es noch einen Test, bei dem man sein Peinlichkeitslevel testen kann und ein leckeres Rezept für Totenkopftörtchen.

Fazit:
„Unheimlich Peinlich – Das Tagebuch der Ruby Black“ von Cally Stronk ist ein aberwitziges Kinderbuch. Dieses äußerst schräge und skurrile Tagebuch empfehle ich Kindern ab 10 Jahren und allen, die gerne lachen. Ruby erhält von mir sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den dtv junior Verlag für dieses Rezensionsexemplar.