{Rezension} Conni 15
Mein Sommer fast ohne Jungs (Bd. 2)

Conni 15
Mein Sommer fast ohne Jungs (Bd. 2)
von Dagmar Hoßfeld

Carlsen Verlag
Softcover, Klappenbroschur
Kinder- und Jugendbuch
256 Seiten
Altersempfehlung: 12 – 16 Jahre
ISBN: 978-3-551-26002-4
Ersterscheinung: 22.05.2014

Inhalt:
Connis Freund Phillip ist für ein halbes Jahr in Amerika und ihre Freundinnen haben leider auch keine Zeit, deshalb steht für Conni jetzt schon fest: Das können nur die blödesten Sommerferien aller Zeiten werden! Doch als sie einen Ferienjob als Eisverkäuferin im Stadtpark bekommt und dort auf Mister Walnuss trifft, ist ihr Plan, sich nicht in andere Jungs zu verlieben, gar nicht mehr so einfach. Was wird aus Phillip und aus Mister Walnuss? Und wie werden Connis Sommerferien? Ein lustiges Abenteuer beginnt…

Meinung:
Conni wird langsam erwachsen und ihre Gefühle fahren Achterbahn – die typischen Höhen und Tiefen eines Teenagerlebens eben. Es sind die alltäglichen Probleme der Pubertät wie Schwierigkeiten mit den Eltern oder auch Liebeskummer, mit denen sich junge Leserinnen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren identifizieren können. Conni ist wie immer authentisch und ihr Denken und Handeln ist realistisch und nachvollziehbar. Fröhlich und locker erzählt uns die Fünfzehnjährige aus ihrem Leben und lässt uns an Themen wie Familie, Freundschaft und Liebe teilhaben.

Fazit:
„Mein Sommer fast ohne Jungs“ von Dagmar Hoßfeld ist eine gelungene Fortsetzung der „Conni 15″-Reihe. Diesen 2. Band empfehle ich Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren und allen, die wie ich mit Conni aufgewachsen sind. Meine Freundin Conni erhält diesmal sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} PS: Ich mag dich

PS: Ich mag dich
von Kasie West
übersetzt von Ann Lecker

Carlsen Verlag
Taschenbuch
Jugendbuch
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-551-31888-6
Ersterscheinung: 02.06.2020

Lieblingszitat:
„Wir müssen uns nur noch offiziell umarmen. Das muss Teil jeder Versöhnung sein, denn Umarmungen stecken voller magischer Heilkräfte. (S. 199)

Inhalt:
„Chemie hatte etwas an sich, das mein Gehirn dazu brachte, gleichzeitig an alles und nichts zu denken. Vielleicht war es die Mischung aus langweiligem Fach, monotonem Lehrer und kaltem Stuhl.“ Normalerweise kritzelt Lily in ihr Notizbuch Ideen zu neuen Songtexten, doch ihre geistige Abwesenheit fliegt auf. Wenn ihr Chemielehrer sie nochmals dabei erwischt, wird er ihr das heiß geliebte Notizbuch wegnehmen. In Gedanken versunken schreibt Lily deshalb eine Zeile ihres Lieblingsliedes auf ihren Tisch. Voller Verwunderung muss sie in der nächsten Chemiestunde feststellen, dass irgendjemand diesen eher unbekannten Song mit einer weiteren Zeile vervollständigt hat. Begeistert darüber, dass es an dieser Schule tatsächlich jemanden mit dem gleichen Musikgeschmack gibt, entsteht eine Brieffreundschaft. Aus ein paar Zeilen über Musik, lustige Geschichten aus dem Familienalltag, aber auch Sorgen und geheimen Wünschen wird ein regelmäßiger Austausch. Lily und der geheimnisvolle Unbekannte sind auf einer Wellenlänge. Doch als Lily herausfindet, wer ihr diese gefühlvollen Briefchen schreibt, wird plötzlich alles kompliziert…

Meinung:
Die Grundidee dieser lustigen High School-Lovestory ist nicht sonderlich neu, denn vieles ist vorhersehbar. Zu Beginn habe ich mir ein wenig schwer getan mit dem Buch, denn der Anfang ist recht schwach, aber im Allgemeinen ist die Geschichte gut umgesetzt, was vor allem an der Protagonistin liegt. Lily muss man einfach ins Herz schließen, sie ist so hinreißend und herrlich unangepasst. Äußerst erfrischend und direkt spricht sie immer das aus, was sie denkt. Vor allem habe ich ihren Humor geliebt, leicht sarkastisch und schlagfertig brachte mich Lily oft zum Schmunzeln. Aber auch die weiteren Nebencharaktere waren sehr sympathisch und liebenswert, sie runden die Geschichte rund um Lily und den unbekannten Briefeschreiber ein wenig ab. Ihre Freundin Isabel ist eine Freundin wie aus dem Bilderbuch. Nichts und niemand kommt zwischen die beiden und die innige Freundschaft hält auch mal einen heftigen Streit aus. So eine beste Freundin wünscht sich jedes Mädchen. Auch Lilys Familie ist einfach toll, zwar etwas chaotisch, aber immer füreinander da. Lucas und David spielen eher unwichtige Nebenrollen, aber Cade ist ein Traum von einem Kerl. Zunächst mochte ich ihn gar nicht, den arroganten, reichen, überheblichen und fiesen Schnösel, doch dann erkennt man seinen wahren Charakter hinter der Fassade. Die Story enthält keine besonderen Überraschungen oder Wendungen, dennoch verläuft die Geschichte sehr harmonisch. Man erfährt relativ früh, wer dieser unbekannte Brieffreund ist, den Lily anfangs sogar für ein Mädchen hält, daher ist diese Geschichte nicht sonderlich spannend im Sinne von aufregend, aber dennoch hat die Autorin mit ihrem jugendlichen Schreibstil es geschafft, mich an das Buch zu fesseln. Tatsächlich war der Moment, als Lily herausfindet, wer hinter den gefühlvollen Briefen steckt, der Umbruch, wo ich anfing, das Buch zu lieben. Ich hatte ja schon geahnt, wer es sein könnte, denn die unterhaltsamen Wortgefechte zwischen Lily und dem ominösen Unbekannten im realen Leben waren einfach grandios. Die beiden haben eine wunderschöne Entwicklung gemacht und ich habe mich sehr für die beiden gefreut.

Fazit:
„PS: Ich mag dich“ von Kasie West ist ein Must-read für jeden, der herzerwärmende High School-Romanzen mit liebenswerten Protagonisten mag. Diesen amüsanten Jugendroman empfehle ich Leserinnen ab 12 Jahren, die eine gute Portion Sarkasmus vertragen und sich nicht von einer vorhersehbaren Story abschrecken lassen. Lilys Charakter und Humor haben mich überzeugt und deshalb vergebe ich zuckersüße 4,5 von 5 Sternchen.

PS: Ich glaub‘, ich mag das Buch 😉

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Dünentraumsommer

Dünentraumsommer
von Tanja Janz

HarperCollins
Taschenbuch
320 Seiten
ISBN: 978-3-95967-414-0
Ersterscheinung: 24.03.2020

Inhalt:
Die junge Witwe Marieke zieht mit ihrem Sohn Emil aus dem Ruhrgebiet nach Sankt Peter-Ording. Emil hat Asthma und der Arzt empfiehlt dem Jungen dringend eine Luftveränderung. Für ihren Sohn wagt Marieke diesen großen Schritt, auch wenn sie kein Freund von Veränderungen ist. Die Einliegerwohnung im Reetdachhaus von Berta wird ihr neues, gemütliches Zuhause und in ihrem Job als Alltagsbegleiterin lernt Marieke viele einsame, ältere Menschen kennen. Als Marieke Bertas alte Backstube sieht, hat sie eine grandiose Idee: sie gründet einen Kuchen-Club, um die Menschen zusammenzubringen. Außerdem lernt Marieke auch noch den sympathischen Besitzer einer Cafébar kennen, für den der Kuchen-Club und die „Oma-Kuchen“ allerdings eine ernstzunehmende Konkurrenz werden könnten…

Meinung:
Nachdem ich vor ein paar Tagen die beiden Jugendromane „Meersalzküsse“ und „Leuchtfeuerherzen“ von Tanja Janz gelesen habe, musste ich natürlich auch gleich den nächsten Roman der Autorin lesen. Tanja Janz sorgt mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil für jede Menge Urlaubsfeeling. Die Protagonistin ist sehr sympathisch, ebenso ihr kleiner Sohn. Auch die restlichen Charaktere sind charmant, liebenswert und authentisch. Sowohl Marieke als auch Berta wagen einen Neuanfang, doch „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Die Geschichte ist emotional berührend, aber dennoch humorvoll. Dieser Wohlfühlroman ist einfach eine Geschichte zum Entspannen. Natürlich ist vieles vorhersehbar, was ich aber bei dieser Art von Unterhaltungslektüre als überhaupt nicht störend empfinde.

Ein kleiner Tipp:
Hungrig sollte man das Buch nicht lesen! Aber zum Glück sind hinten im Buch die Rezepte für „Oma Friedels Käsekuchen“ und „Karottenkuchen mit Frischkäse“ zu finden, denn ich verspüre gerade ganz arg den Drang, einen Kuchen zu backen.

Fazit:
„Dünentraumsommer“ von Tanja Janz ist wie ein Kurzurlaub an der Nordsee. Es ist die perfekte Lektüre, um einfach mal für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen. Für die tolle Nordseeatmosphäre und den leckeren Kuchen gibt es 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an HarperCollins für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Verliebt im Café Inselglück

Verliebt im Café Inselglück
von Susanne Oswald

HarperCollins
Taschenbuch
368 Seiten
ISBN: 978-3-95967-411-9
Ersterscheinung: 18.02.2020

Inhalt:
Hannah ist gestresst von der Arbeit in ihrer kleinen Pension und auch von ihren nervenden und maulenden Gästen. Eigentlich wollte sie schon immer ein Café führen, in dem sie ihre Gäste mit allen erdenklichen Leckereien verwöhnt. Als sie dann auch noch ein altes Backbuch von ihrer Urgroßmutter findet, gibt es kein Halten mehr. Kurzentschlossen werden die anstehenden Renovierungsarbeiten nun zu Umbauarbeiten und aus der Pension ein kleines heimeliges Café – der perfekte, unverwechselbare Wohlfühlort. Doch ausgerechnet jetzt, wo alles so perfekt läuft, ist ihr Verlobter Lennard gar nicht begeistert von ihrem Vorhaben. Hannah muss sich nun die Frage stellen, ob das tatsächlich der richtige Mann an ihrer Seite ist…

Meinung:
Ich bin verliebt ins Café „Inselglück“. Susanne Oswalds erster Roman „Ein Jahr Inselglück“ hat mich bereits verzaubert und begeistert und bei diesem zweiten Band, der aber unabhängig gelesen werden kann, da die Handlung in sich abgeschlossen ist, spürte ich wieder von Anfang an die wunderschöne Atmosphäre Amrums. Bei dieser Geschichte steht Hannah im Vordergrund, Besitzerin einer Pension, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, und aus deren Sicht die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt wird. Auch die restlichen Charaktere sind liebenswert und sympathisch. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen und so verzaubert dieser Inselroman jeden, der Lust auf eine Auszeit am Meer hat. Am Rande werden auch aktuelle Themen wie der Umweltschutz oder auch die Flüchtlingspolitik angesprochen. Und wer am Ende des Buches den Appetit auf ein paar Leckereien verspürt, kann Hannahs Backrezepte ausprobieren, die sich im Anhang befinden.

Fazit:
„Verliebt im Café Inselglück“ von Susanne Oswald ist eine Geschichte, in der Freundschaft und Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielen. Sympathische Protagonisten und das Setting der Insel Amrum sorgen für schöne Wohlfühlmomente. Dieser Roman ist auf jeden Fall eine gute Lektüre für den entspannten Nachmittag im Strandkorb und erhält deshalb gute 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an HarperCollins für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Alles, nur kein Surfer Boy

Alles, nur kein Surfer Boy
von Jenn P. Nguyen
übersetzt von Ivana Marinović

cbt
Taschenbuch
Jugendbuch
384 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31155-4
Ersterscheinung: 13.04.2020

Inhalt:
Die ehrgeizige und stets perfekte Taylor durchlebt gerade einen Albtraum, denn nach einer Partynacht erwacht sie ausgerechnet in Evan McKinnleys Bett. Was soll sie jetzt nur tun? Auf die Party wollte sie doch eigentlich nicht, denn diese diente nur zur Ablenkung und Aufmunterung, weil Taylor an ihrer Traumuniversität nicht angenommen wurde, sondern nur auf die Warteliste gesetzt wurde. Ohne jegliche Erinnerung an diese Nacht schmiedet Taylor einen Plan, dem Evan tatsächlich zustimmt. Um die Gerüchteküche zu unterbinden und um nicht als weitere Kerbe auf Evans Surfbrett betitelt zu werden, hilft nur eins: Taylor und Evan sind ab sofort ein Paar und Evan der gebändigte Surfer Boy.

Meinung:
Das war mal wieder eins der Bücher, das mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Die Geschichte war weder tiefgründig, noch literarisch anspruchsvoll, aber sie war dennoch wunderschön. Allerdings muss ich tatsächlich zugeben, dass es nicht das war, was ich erwartet hatte. Ich habe mich in diesem Fall wieder vom Cover und Titel verzaubern lassen und hatte gehofft, dass es eine Liebesromanze ist, die am Meer spielt, wo das Surfen irgendwie im Vordergrund steht. Im weitesten Sinne ist Evan tatsächlich ein Surfer Boy, jedoch hat das Thema Surfen wirklich nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt. Wahrscheinlich hat es einfach nur wunderbar in die Geschichte gepasst, dass Evan für jedes Mädchen, das er hatte, eine Kerbe in sein Surfbrett geschnitzt haben soll – es hätte genauso gut ein Baseballschläger sein können. Auch die Wahl des Paares auf dem Cover finde ich nicht ideal gewählt, denn der Typ auf dem Cover hat dunkle Haare und Evan blonde. Die Story wurde abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere Taylor und Evan erzählt, die ihre Sichtweise aus der Ich-Perspektive schilderten. Das hat mir richtig gut gefallen, denn so konnte ich tatsächlich beide Gefühls- und Gedankenwelten durchleben, was manchmal äußerst lustig war. Taylor war mir von Anfang an sympathisch, immer auf ihren guten Ruf bedacht, aber im Herzen eine stürmische Rebellin. Auch Evan habe ich natürlich gleich in mein Herz geschlossen, denn wer würde das nicht?! Evan, der gutaussehende, charmante und intellektuell unterschätzte Bad Boy, der einen unheimlich guten Sinn für Humor hat. Die beiden waren auf den ersten Blick so unterschiedlich, dass sie sich einfach finden mussten. Beide Protagonisten haben eine wahnsinnig schöne Entwicklung gemacht und sich gegenseitig dabei geholfen zu reifen. Wirklich toll, fand ich auch die Textstellen, wo Taylor und Evan die Leserin direkt ansprechen, sodass ich beim Lesen das Gefühl hatte, ich sitze mit den beiden abends bei einem Lagerfeuer am Strand und Taylor und Evan erzählen mir ihre Liebesgeschichte. Worüber ich auch sehr glücklich war, ist die Tatsache, dass die Leserin am Schluss erfährt, was in der besagten Nacht nach der Party tatsächlich passiert ist, denn das habe ich mich die ganze Zeit über gefragt. Der Schreibstil ist locker und flüssig, romantisch und humorvoll und obwohl die Story so was von vorhersehbar ist, hatte ich wirklich fesselnde Lesestunden und ganz tolle Wohlfühlmomente.

Fazit:
Den romantischen Teenieroman „Alles, nur kein Surfer Boy ” von Jenn P. Nguyen empfehle ich Leserinnen ab 14 Jahren, die gerne humorvolle und leichte Sommerromanzen mögen. Ich wurde gut unterhalten und vergebe deshalb auch gerne 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH für dieses Rezensionsexemplar.