{Rezension}
Und morgen die Welt
Wie ich einen Schicksalsschlag in das größte Abenteuer meines Lebens verwandelte

Und morgen die Welt
Wie ich einen Schicksalsschlag in das größte Abenteuer meines Lebens verwandelte
von Samira Mousa

Eden Books
Klappenbroschur
265 Seiten
ISBN: 978-3-95910-208-7
Ersterscheinung: 07.06.2019

Inhalt:
Mit dem Sachbuch „Und morgen die Welt“ nimmt uns die Autorin Samira Mousa mit auf eine Reise. Obwohl es eine Reise um die Welt ist, ist es dennoch kein normaler Reisebericht, es ist eher eine Reise zu sich selbst. Samira Mousa ist Mitte 20, Bloggerin und sie hat MS. Multiple Sklerose ist eine autoimmune, chronisch-entzündliche neurologische Erkrankung mit unterschiedlichen Verlaufsformen, von der sich die Autorin nicht ihr Leben bestimmen lassen möchte. So beginnt das Buch mit der Abreise und dem Abschied aus Berlin. Eine Reise, die viele Erlebnisse und Entscheidungen mit sich bringt.

Meinung:
Das Cover ließ mich träumen. Es ist einfach wunderschön. Samiras Blick schweift in die Ferne über den Strand aufs offene Meer. Das Bild strahlt innere Ruhe und Zufriedenheit aus, vielleicht auch ein wenig Gelassenheit. Auch wenn die ersten Seiten dieses Buches den Leser denken lassen könnten, dass es sich hier um einen Reisebericht und um die Erfahrungen einer Reise um die Welt handeln könnte, erfährt man ziemlich schnell, dass es um weitaus mehr geht. Die Autorin lässt uns an ihren Gedanken und Gefühlen, aber auch an ihren Schmerzen teilhaben.
Der Schreibstil ist locker und lässig, sodass sich das Buch recht einfach und flott lesen lässt. Auch die Kapitellänge ist gut gewählt. Gerne hätte ich noch einige Bilder der Reise gesehen oder aber auch die erwähnten Fotografien ihres Freundes Mats bewundert, der Samira auf einem Teil der Reise begleitet hat.
Sätze wie „Ich bin krank, ja, aber ich bin damit nicht allein. Meine Krankheit definiert nicht, wer ich bin.“ oder auch „Manchmal ist die mutigste Entscheidung, umzukehren.“ ließen mich kurz innehalten. Ich persönlich kenne niemanden mit einer MS-Erkrankung, kann mich aber teilweise in Samira hineinversetzen, da ich genetisch bedingt eine Autoimmunkrankheit in mir trage, die sich mit Anfang oder Mitte zwanzig bemerkbar machen wird. Ich nehme mir vor, der Welt und meiner Krankheit auch so mutig entgegenzutreten und kann jedem empfehlen, seine Träume nicht auf irgendwann zu verschieben.

Fazit:
Eine Reise, die nicht nur das Leben der Autorin verändert hat. Samira Mousas Mut und Stärke sind inspirierend und regen den Leser zum Nachdenken an. MS muss nämlich nicht „miserabel und schrecklich“ bedeuten, es kann auch für „mutig und stark“ stehen. Die Reise um die Welt, die eigentlich eine Reise zu sich selbst ist, erhält von mir 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

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