Mein Zuckertagebuch (24. – 30.10.2019)

Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge von Hannah Frey (GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH)

Tag 1:
Eigentlich wollte ich ja am Sonntag bereits mit meiner Zuckerfrei-Woche starten, aber da ich noch auf einer Freizeit war, dachte ich mir, dass es wohl sinnvoller wäre, danach anzufangen – was es aber dennoch nicht wesentlich leichter gemacht hat, denn ich liebe jeglichen Süßkram! Angefangen hat das ganze Drama dann schon beim Frühstück: kein Nutella-Brot! Die Laune ist am Tiefpunkt und ich kann mir nicht vorstellen, dass es diese Woche besser werden könnte. In der Schule wurde ich dann auch noch halbwegs ausgelacht und während meine Freundinnen in der Mittagspause genüßlich Gummibärchen gefuttert haben, fragte ich mich, ob das alles Sinn macht. Aber ich will ja nicht gleich am ersten Tag aufgeben, deshalb bleibe ich standhaft.

Tag 2:
Ich merke, dass ich viel mehr esse als sonst. Nicht weil ich Hunger habe, sondern weil mein Kopf spinnt. Ich sehe überall nur Schokolade, Torten, Eis und vor allem Nutella! Ich versuche, mich mit zahlreichen Snacks zwischendurch abzulenken und esse tonnenweise Trauben, Nüsse und Cranberries. Selbst mein heißgeliebtes Müsli bleibt vorerst im Schrank. Das ist zwar ein Bio-Müsli, es enthält aber viel zu viel Zucker. Deshalb gibt es jetzt Haferflocken mit Früchten.

Tag 3:
Nicht dass ich hungern würde, aber irgendwie ist der Verzicht auf Zucker ein Kopfproblem. Heute fiel es mir besonders schwer. Ich war 5 Stunden bei einem Hockey-Hallenturnier. Bei solchen Turnieren ist es üblich, dass es Unmengen an Kuchen und Muffins gibt und vor allem Waffeln. Der Duft der Waffeln verteilte sich in der ganzen Halle. Und ich? Ich saß über meiner Schüssel und aß Äpfel und Trauben. Zum Turniersieg gab es dann nicht nur eine Urkunde und eine Medaille, sondern auch Gummibärchen und Schokolade. Oh nein! Nur nicht aufgeben, nicht schwach werden. Zu Hause erwartete mich ein Apfelkuchen – ganz ohne Zucker. Ich weiß nicht, ob der Kuchen wirklich so lecker war oder ob ich einfach nur froh war, dass ich endlich wieder einen Kuchen essen durfte. Schon komisch, was der Kopf mit einem macht. Ich könnte wetten, dass es bestimmt schon Tage gab, an denen ich nichts Süßes gegessen habe, aber wenn man weiß, dass man es nicht essen darf, ist es furchtbar.

Tag 4:
Die zuckerfreien Rezepte sind teilweise echt kompliziert und aufwendig. Ich ernähre mich auch nicht sonderlich gesünder – nur eben ohne Zucker. Dafür esse ich aber viel mehr als sonst. Ob das alles Sinn macht?

Tag 5:
Heute war ich bei meiner Freundin und ich musste ihr schonend beibringen, dass ich nicht einmal ein kleines Krümmelchen des Kuchens essen werde, den sie extra für uns gebacken hat. Oh nein! Aber ich wollte nicht aufgeben – jetzt, wo ich doch mehr als die Woche tapfer durchgehalten habe.

Tag 6:
Man gewöhnt sich tatsächlich an vieles. Auch an ein Leben ohne Zucker. Allerdings kann ich nach fast einer ganzen Woche ohne Zucker nun sagen, dass es ein trauriges Leben ist. Ich verzichte nur ungern auf Süßigkeiten! Ich esse eigentlich nicht sonderlich viele Süßigkeiten… oder doch? Aber ganz darauf verzichten, ist einfach unerträglich öde. Wenn ich nur daran denke, dass ich bald wieder in meine Lieblingsschokolade reinbeißen darf, kann ich tatsächlich auch wieder ein wenig lächeln.

Tag 7:
Endlich ist es geschafft! Ich habe es überstanden und ich bin auch ein klein wenig stolz auf mich. Dennoch bin ich froh, dass die Woche nun rum ist und ich morgen mit meinen Freundinnen ein süßes Halloween feiern kann.

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