{Rezension} Uptown Girl
Dein Lied unter meiner Haut

Uptown Girl
Dein Lied unter meiner Haut (Bd. 1)
von Jennifer Alice Jager

Karibu (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Paperback
High-Society-Romance
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-96129-526-5
Ersterscheinung: 03.12.2025

Ihm zu vertrauen, ist ein Risiko.
Ihn zu lieben – eine Gefahr.

Inhalt:
Siena Lancaster scheint alles zu haben: Reichtum, Einfluss, ein makelloses Image und einen Freund, der perfekt in das Bild passt, das von ihr erwartet wird. Doch hinter Kameralächeln und gesellschaftlichen Verpflichtungen wächst in ihr eine leise Unruhe und die Frage danach, wer sie eigentlich ist, wenn niemand zusieht. Als Ren, ein Musiker aus völlig anderen Verhältnissen, in ihr Leben tritt, bringt er nicht nur Sienas lange verdrängte Liebe zur Musik zurück, sondern auch alles ins Wanken, woran sie geglaubt hat. Zwischen Anziehung, Widerstand und Misstrauen entsteht eine Verbindung, die intensiver ist, als Siena erwartet hätte. Gleichzeitig beginnt jemand im Hintergrund, ihr Leben gezielt zu manipulieren – und Ren scheint mehr zu wissen, als er preisgibt…

Meinung:
Mich hat die Geschichte von Anfang an abgeholt, weil Siena keine typische „reiche Heldin“ ist, sondern eine Figur, deren innere Zerrissenheit man auf jeder Seite spürt. Ihr Leben wirkt perfekt, aber genau diese Perfektion fühlt sich wie ein Käfig an. Und ich fand es unglaublich stark, wie leise und zugleich eindringlich ihre Identitätssuche erzählt wird. Es gibt keine laute Rebellion, sondern ein langsames Erwachen, ein vorsichtiges Hinterfragen und ein stetiges inneres Aufbegehren, das sehr realistisch wirkt. Ren ist der perfekte Gegenpol zu Siena: kantig, musikalisch, geheimnisvoll. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, ihn zu Beginn noch etwas schneller greifbarer zu erleben, passt seine zurückhaltende Art gut zur Geschichte und verstärkt das Misstrauen, das zwischen den beiden mitschwingt. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik lebt von Reibung, unausgesprochenen Konflikten und dieser ganz eigenen Spannung, die entsteht, wenn zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten aufeinandertreffen und sich trotzdem nicht entziehen können. Besonders begeistert hat mich die Rolle der Musik, denn Sie ist nicht nur ein verbindendes Element zwischen Siena und Ren, sondern fast eine eigene Sprache. Die nach Songs benannten Kapitel verstärken die Emotionen enorm, man hört die Melodien beim Lesen regelrecht im Kopf. Zusätzlich sorgt der anonyme Manipulator im Hintergrund für eine konstante, unterschwellige Spannung, die mich immer wieder dazu gebracht hat, „nur noch ein Kapitel“ zu lesen. Abgerundet wird das Leseerlebnis durch die außergewöhnlich schöne Gestaltung der ersten Auflage. Neben dem grandiosen Farbschnitt ist die Charakterkarte ein echtes Highlight und lässt Siena und Ren noch greifbarer werden. Das Page-Overlay fügt sich stimmungsvoll in die Geschichte ein, und das Flip-Book ist ein liebevolles Detail, das zeigt, wie viel Herzblut in diesem Buch steckt. Diese Extras werten das Buch spürbar auf und machen es auch optisch zu etwas ganz Besonderem.

Fazit:
„Uptown Girl – Dein Lied unter meiner Haut“ von Jennifer Alice Jager ist eine emotionale, atmosphärische High-Society-Romance, die mit Tiefgang, Spannung und musikalischem Flair überzeugt. Die starke Charakterentwicklung, das knisternde Zusammenspiel von Siena und Ren und die geheimnisvolle Handlung tragen durch die Geschichte. In Kombination mit dem wunderschönen Farbschnitt, der Charakterkarte, dem Page-Overlay und dem Flip-Book wird das Buch zu einem echten Highlight im Regal.

Lieblingszitate:
„ … es bringt nichts, etwas zu erzwingen. Irgendwann musst du akzeptieren, dass du nur das Bild liebst, das du dir von einem Menschen gemacht hast. Nicht den Menschen selbst.“ (S. 181)
und
„Wenn du immer nur tust, was andere von dir erwarten, fehlt dir die Zeit, dich zu fragen, was du selbst willst.“ (S. 182)

{Rezension} Botanic Hearts
Books are her love language. Flowers are his…

Botanic Hearts
Books are her love language. Flowers are his…
von Melanie Sweeney

Kyss (Rowohlt Taschenbuch Verlag)
Paperback
Romance
400 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-499-01826-8
Ersterscheinung: 12.12.2025

Inhalt:
Nach einem verheerenden Hurricane verlieren Tansy, alleinerziehende Mutter und engagierte Bibliotheksleiterin, und ihr Team ihre geliebte Bücherei. Während sie mit ihrer Tochter Briar bald wieder in ihr Zuhause zurückkehren kann, muss die Bibliothek für mehrere Monate in den botanischen Garten umziehen – ein Ort, der so gar nicht zum vertrauten Bibliotheksalltag passen will. Dort trifft Tansy auf Jack, den angehenden Direktor des Gartens, der ihr und ihrem Team deutlich zeigt, dass sie dort eigentlich nicht willkommen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass er derselbe Mann ist, der sie während des Hurricanes gerettet hat – etwas, das Tansy nur noch nervöser macht.

Meinung:
Obwohl die Ausgangssituation viel Potenzial bietet, konnte mich die Geschichte um Tansy und Jack leider nicht richtig berühren. Die Kombination aus Büchern und Pflanzen, die eigentlich so viel Charme verspricht, bleibt für meinen Geschmack eher oberflächlich. Viele Szenen fühlen sich zwar angenehm an, aber dieser gewisse Funke, der eine Romance lebendig macht, wollte bei mir nicht überspringen. Die Handlung verläuft recht vorhersehbar, und auch zwischen Tansy und Jack hätte ich mir mehr Tiefe, mehr Spannung und mehr emotionale Reibung gewünscht. Besonders gestört haben mich allerdings sprachliche Ungenauigkeiten, allen voran der falsche Kasus nach „wegen“. Für mich ist das wie ein kleiner Stolperstein, der den Lesefluss stört – es heißt nun einmal wegen des Regens oder wegen eines Boilers und nicht wegen dem Regen oder wegen einem Boiler. Vielleicht ist das pedantisch, aber für mich gehört korrekte Sprache einfach zum Leseerlebnis dazu. Insgesamt war die Geschichte nett, aber eben nicht mehr.

Fazit:
„Botanic Hearts: Books are her love language. Flowers are his…“ von Melanie Sweeney erzählt eine sanfte, angenehme Romance rund um Tansy, Jack und einen unfreiwilligen Ortswechsel. Trotz charmantem Setting blieb die Geschichte für mich eher oberflächlich und konnte mich emotional nicht wirklich abholen. Auch sprachliche Fehler haben das Lesegefühl etwas getrübt. Insgesamt vergebe ich deshalb 3,5 von 5 Sternchen.

Zwischen Flutlicht und Dunkelheit

Es ist kurz nach sieben Uhr morgens, als Filip Javorović den Motor abstellt. Das Nachwuchsleistungszentrum des SSV Jahn, in dem er heute einen seiner Spieler treffen wird, liegt still da, noch leer. Der Himmel ist grau, die Luft kühl. Javorović bleibt einen Moment sitzen, die Hände noch am Lenkrad. Er kennt diesen Ort gut: Hier werden Träume geboren. Aber oft beginnen sie auch genau hier, zu zerbrechen.

Filip Javorović arbeitet als Spielerberater im Jugendbereich, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Kristian ist er Inhaber der Stuttgarter Agentur Sport Cycle. Seit einigen Jahren bewegt er sich zwischen Kabinen, Tribünen und Trainingsplätzen. Bei ihm stehen U-Nationalspieler unter Vertrag, aber auch Spieler, die in den Nachwuchsleistungszentren schwerere Zeiten erleben. Die Jungs würden teilweise in einer Blase, der „Fußball-Bubble“, leben, erzählt er, während wir das Gelände betreten. In den Nachwuchsleistungszentren werden die Spieler rundum versorgt, „sie müssen im Grunde nur in die Schule und zum Training, aber das ist halt nicht die Realität“.

Der stille Druck

Im Profifußball ist der Druck sichtbar: volle Stadien, Millionenverträge, überall Kameras. Im Nachwuchsbereich ist er leiser, aber oft mindestens genauso gnadenlos. Der Kampf um Einsatzzeiten, Profi- oder Sponsorenverträge beginnt früh. Mentale Gesundheit? Die wird dabei kaum thematisiert, zumindest nicht offiziell. „Es gibt keine aktiven Programme“, erklärt Javorović. Ab und zu sei ein Speaker da, doch meist gebe es „pädagogische Ansprechprechpartner, die dann teilweise auch als Sportpsychologen dienen“, auf die die Spieler zugehen können sowie, „je nach finanzieller Ausrichtung des Vereins, einen Sportpsychologen, der die Jugend und die Profis betreut“. Wirklich offen darüber gesprochen wird jedoch nicht, wer Hilfe sucht, tut dies meist heimlich. „Es wird erstmal eine SMS oder ein Anruf sein, das alles soll diskret passieren“. Der Grund: das Stigma. Noch immer gilt jedes Gespräch über mentale Belastung als Zeichen von Schwäche.

Dabei ist der Bedarf real. Studien und Vereinsprojekte wie die von Lina Bürger im Rahmen ihrer Masterarbeit 2023 belegen, dass psychische Beschwerden im Fußball längst kein Einzelfall mehr sind. So ergab die Studie unter anderem, dass unter den 205 Spielerinnen und Spielern der TSG Hoffenheim einige „Leistungssportler von Depressionen und Angstzuständen betroffen sein können“. Der Leistungsdruck und die ständige Bewertung prägen bereits die Jugendlichen.

Perspektive eines ehemaligen Profis

Sebastian Kneißl weiß, wie sich dieser Druck anfühlt. Mit 24 Jahren beendete er seine Karriere als Profispieler (FC Chelsea, Eintracht Frankfurt) wegen seiner Burn-out-Erkrankung. Heute ist er als TV-Experte beim Streamingdienst DAZN aktiv. „Ich hatte immer ein Thema mit dem Umgang mit Druck“, sagt Kneißl. „Damals gab es noch kein Social Media, es war nur der Kicker, der allein bewertet hat“. Eine schlechte Bewertung hat ihn „die ganze Woche über beschäftigt“. Durch Social Media sind die Kanäle heute mehr, die Stimmen lauter, die Urteile schneller. „Zum Großteil lesen die Spieler Dinge über sich und bekommen das schon mit, auch wenn sie immer sagen: „Nein, das interessiert mich nicht. Ich blende das aus.““

Gegenüber dem Stern bestätigte Nationalspieler Nick Woltemade in einem Interview kürzlich Ähnliches: „Das Fatale ist: Wenn du zehn super Geschichten über dich liest und dann plötzlich eine negative, kreisen deine Gedanken nur um diese eine schlechte Geschichte.“

Auf die Frage, ob mentale Gesundheit ein Tabuthema im Fußball ist, antwortet Kneißl: „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg.“ Insbesondere die jüngere Generation hat verstanden, wie wichtig das Thema ist, dennoch bleibt die Unsicherheit. „Ein gebrochenes Bein ist einfach sichtbar, da weiß man, was damit zu tun ist.“ Bei mentalen Problemen ist das anders, daher wird es oft verschwiegen.

Javorović als Vermittler

Während auf dem Platz das Vormittagstraining beginnt, steht Javorović am Spielfeldrand. Der 30-Jährige ist kein Manager im klassischen Sinne, für seine Spieler ist er eine Vertrauensperson. „Wir haben mit all unseren Spielern einen wöchentlichen Austausch“, erzählt er. „Und wenn wir merken, dass jemand mal einen Höhenflug bekommt, weil man in der Nationalmannschaft gespielt oder einen Puma-Vertrag unterschrieben hat, dann bremsen wir sie auch schnell ein und versuchen, dass sie den Bezug ins reale Leben nicht verlieren.“ Seine Rolle ist es, den Spielern Stabilität zu geben, denn „seine Jungs“ sind nicht nur auf dem Weg, Profispieler zu werden, sondern immer noch pubertierende Kinder. Und trotzdem werden in dieser anspruchsvollen Zeit bereits Nachwuchsspieler aussortiert, weil sie nicht gut genug sind. Er erklärt, dass sich ein Verein nicht um alle 23 Spieler einer Mannschaft gleich kümmern kann, daher „gibt es bei den Top-Talenten viele Sonderbehandlungen, manche Spieler fallen dabei aber auch hinten über“.

Strukturen mit Rissen

Die größte Baustelle ist dabei das System selbst, denn „in den Vereinen gibt es eine finanzielle Ungleichheit“. Daher haben Vereine wie die TSG Hoffenheim viel mehr Möglichkeiten als kleinere Nachwuchsleistungszentren mit weniger Budget. Denn mentale Betreuung kostet Geld: ausgebildete Fachkräfte, Programme, Zeit. Wer sparen muss, spart daher oft an dieser Stelle. Bundesliga-Vereine wie der FC Augsburg oder die TSG Hoffenheim arbeiten nach eigenen Angaben bereits seit längerer Zeit mit Sportpsychologinnen und Sportpsychologen zusammen, um die Jugendlichen in den Nachwuchsabteilungen zu begleiten. Laut der Akademie des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) ist „jedes anerkannte Leistungszentrum in Fußball-Deutschland […] dazu verpflichtet, eine Stelle mit einer Sportpsychologin oder einem Sportpsychologen zu besetzen“. Flächendeckende Regelungen oder Konzepte lassen sich aufgrund des wirtschaftlichen Aspekts jedoch nur bedingt umsetzen.

Die Verantwortung der Medien

Kneißl sieht die Verantwortung auch in seiner eigenen Branche: „Denn auf der einen Seite steht die Schlagzeile bei den Medien. Auf der anderen Seite gilt es, wirklich darauf zu achten, ob die Schlagzeile überhaupt gerechtfertigt ist, da ist der Mensch. […] Das sind zwei Dinge, die sich beißen.“ Aufmerksamkeit sei jedoch die Währung der Medienwelt. „Da geht’s auch mal darum, ein Zitat aus dem Kontext zu nehmen, einfach nur um Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Er selbst steht heute zwischen diesen Welten: Er weiß, wie es ist, bewertet zu werden – und er weiß, wie leicht Bewertungen belasten können, wenn der Druck zu groß wird. „Wenn du dieses Konstrukt verstehst, dann kannst du damit umgehen“, sagt er. „Aber die Medien haben eine riesige Verantwortung.“

Zwischen Hoffnung und Pflicht

Das Training ist vorbei. Die Jugendlichen lachen ausgelassen, ein Trainer bespricht sich mit einem seiner Spieler, ein anderer schießt einen Ball über den Platz. Javorović bleibt stehen, beobachtet. Er kennt die Statistiken: Nur ein Bruchteil dieser Spieler wird es schaffen, einen der begehrten Profiverträge zu ergattern. Er kennt die Gesichter derer, die den großen Traum einer Profikarriere irgendwann begraben müssen – oft still, ohne Auffangnetz. „Wir versuchen immer, […] eine gewisse Grundreife zu erzielen“, sagt er, „ein Fundament dafür, mental stabil zu sein“. Er wirkt müde, aber nicht resigniert. Seine Art von Sieg wird nicht nur auf dem Platz gefeiert. Sie passiert auch leise, in Gesprächen und Momenten, in denen junge Spieler lernen, mit Rückschlägen richtig umzugehen und dass es kein Makel ist, sich dabei professionelle Hilfe zu holen.

Mentale Gesundheit ist im Fußball längst kein Randthema mehr, aber trotzdem noch immer kein selbstverständlicher Teil der Struktur. Es gibt viele Fortschritte, Studien, Projekte. Und es gibt Menschen wie Filip Javorović, die in den Rissen des Systems arbeiten, auffangen und stabilisieren. Als wir das Gelände verlassen, sehen wir ein Foto des Jahnstadions, in dem die Profis des SSV Jahn Regensburg ihre Spiele austragen. Hiervon träumen die Spieler, die Sport Cycle betreut: von Ruhm, vollen Stadien und Profiverträgen. Aber vielleicht wird auch irgendwann von etwas anderem gesprochen: von Angst, Überforderung und von Hilfe – nicht als Tabu, sondern als normalem Teil des Spiels.

Bis dahin sitzt Filip Javorović jeden Morgen in seinem Auto, schaut auf das Gelände und steigt dennoch aus. Jeden Tag.

{Rezension} Mein Fußballheld Jamal Musiala
Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde

Mein Fußballheld Jamal Musiala
Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde
von Florian Kinast
mit Illustrationen von Jon Davis

Karibu (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Hardcover
Kinderbuch
128 Seiten
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-96129-537-1
Ersterscheinung: 03.12.2025

Inhalt:
Dieses Buch begleitet Jamal Musiala von seinen ersten Fußballschritten in Deutschland über seine Zeit in England bis hin zu seinem Durchbruch als Bundesliga- und Nationalspieler. Kinder erfahren, wie Jamal in Fulda aufwuchs, warum seine Familie nach England zog, wie er dort in Jugendmannschaften für Aufsehen sorgte und weshalb er sich später für die deutsche Nationalmannschaft entschied. Außerdem erzählt das Buch von seinen Erfolgen, seinen besonderen Fähigkeiten, seinen Vorlieben und davon, wie er trotz großer Aufmerksamkeit freundlich, bescheiden und bodenständig blieb.

Meinung:
Was mich an diesem Buch besonders anspricht, ist die warme und motivierende Art, in der Jamal Musialas Geschichte erzählt wird. Seine Entwicklung wird nicht als glatte Erfolgsgeschichte dargestellt, sondern als Weg voller großer Chancen, mutiger Entscheidungen und auch schwieriger Momente, die er mit viel Fleiß und Charakterstärke gemeistert hat. Gerade für Kinder ist das unglaublich inspirierend: Sie sehen einen Fußballstar, der einmal selbst ein Kind mit Träumen und Unsicherheiten war und der niemals aufgehört hat, an sich zu glauben.
Die Mischung aus klaren, leicht lesbaren Texten und den vielen Illustrationen macht das Buch zu einem echten Lesemagneten. Die Comics fangen Jamals Energie, Schnelligkeit und Kreativität wunderbar ein und vermitteln gleichzeitig die Freude, die er auf dem Platz ausstrahlt. Richtig schön ist auch, dass man nicht nur den Sportler, sondern auch den Menschen Jamal kennenlernt: Was er gern isst, wie wichtig ihm seine Familie ist, welche Verletzungen ihn zurückgeworfen haben und wie er trotzdem optimistisch bleibt. Dadurch wirkt alles sehr nahbar – fast so, als würde man mit ihm gemeinsam durch seine Kindheit blättern.
Für mich trifft das Buch genau die Balance zwischen Information und Emotion. Es zeigt jungen Fußballfans, was möglich ist, wenn man Talent mit Bescheidenheit, Leidenschaft und harter Arbeit verbindet. Und auch Erwachsene finden darin eine liebevoll gestaltete, gut erzählte Reise durch das Leben eines bemerkenswerten Spielers.

Fazit:
„Mein Fußballheld Jamal Musiala – Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde“ von Florian Kinast, illustriert von Jon Davis, ist ein warmherziges, motivierendes und klug aufgebautes Kinderbuch, das jungen Fans ihren Idol näherbringt. Die Kombination aus leicht verständlichen Texten, spannenden Infos und Comic-Zeichnungen sorgt für großen Lesespaß. Es eignet sich perfekt zum Selbstlesen ab 7 Jahren oder zum gemeinsamen Schmökern. Von mir gibt es für dieses inspirierende Kinderbuch 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Mein Fußballheld Florian Wirtz
Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde

Mein Fußballheld Florian Wirtz
Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde
von Florian Kinast
mit Illustrationen von Jon Davis

Karibu (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Hardcover
Kinderbuch
128 Seiten
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-96129-569-2
Ersterscheinung: 03.12.2025

Inhalt:
Dieses Buch nimmt Kinder mit auf die Reise durch das Leben von Florian Wirtz – von seinen ersten Kickversuchen im Garten bis zu seinen großen Erfolgen im Profi-Fußball. Man erfährt, wie Florian in seiner Kindheit trainierte, welche Vereine er durchlief und wie er Schritt für Schritt zu einem der aufregendsten Spieler Deutschlands wurde.

Meinung:
Was mich beim Lesen besonders begeistert hat, ist die Art und Weise, wie dieses Buch Wissen, Motivation und kindgerechte Erzählung miteinander verbindet. Florian Wirtz wird nicht einfach als Superstar dargestellt, sondern als jemand, der hart gearbeitet, Rückschläge überstanden und immer wieder Mut bewiesen hat. Das ist für Kinder unglaublich inspirierend, denn die Geschichte zeigt, dass große Erfolge nicht über Nacht entstehen, sondern aus Leidenschaft, Fleiß und Unterstützung.
Dank der einfachen Sprache und der vielen Illustrationen finden selbst Leseanfänger mühelos ihren Weg durch die Seiten. Und auch für Erwachsene ist die liebevolle Gestaltung ein echter Hingucker, der zum Weiterblättern einlädt. Besonders schön finde ich, dass es Einblicke in Florians Leben außerhalb des Platzes gibt: seine Familie, seine Kindheit, seine Lieblingsgerichte – all das macht ihn greifbar und sympathisch. Auch die kleinen Specials wie Tabellen, Erklärkästen und Fun-Facts sind ein echtes Highlight und machen Lust, immer weiterzulesen.
Insgesamt ist dieses Buch eine Mischung aus spannender Biografie, motivierendem Vorbild und kindgerecht aufbereiteter Fußballbegeisterung – perfekt für junge Fans, die selbst große Träume haben.

Fazit:
„Mein Fußballheld Florian Wirtz – Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde“ von Florian Kinast, illustriert von Jon Davis, ist ein wunderbares Buch für Kinder ab 7 Jahren, die Fußball lieben und mehr über Florian Wirtz erfahren möchten. Die Mischung aus einfachen Texten, vielen Illustrationen und spannenden Infos macht es besonders zugänglich und motivierend. Es ist sowohl zum Vorlesen als auch zum ersten Selberlesen bestens geeignet. Von mir erhält dieses inspirierende Kinderbuch 5 von 5 Sternchen.