{Rezension} Mein Leben ist ganz großes Kino
(nur leider bin ich im falschen Film)

Mein Leben ist ganz großes Kino
(nur leider bin ich im falschen Film)
von Emma Flint
mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov

Arena Verlag
Kinderbuch
272 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-401-60655-2
Ersterscheinung: 11.08.2022

Inhalt:
Die zwölfjährige Frida ist Profi-Chillerin, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass sie eben mal bei der Generalprobe in der Theater-AG eindöst und ihren Einsatz verpennt. Ihre Eltern sehen das jedoch nicht ganz so chillig wie sie und bestehen darauf, dass Frida endlich mal ein Hobby suchen soll – dabei hat Frida doch allerhand zu tun: Tagebuch schreiben, Bettsnacks testen, nichts tun… Und auf den anstehenden Wanderurlaub in den Osterferien freut sie sich auch gar nicht, denn Bewegung jeglicher Art ist überhaupt nicht chillig. Frida setzt deshalb alles daran, die Ferien bei ihrer besten Freundin Celine verbringen zu dürfen, aber ihre Eltern stecken sie dennoch in ein Feriencamp. Darauf hat sie eigentlich auch keine Lust. Doch plötzlich findet sie sich in einem spannenden Abenteuer wieder. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit Erik, ihrem Kumpel…

Meinung:
Ich bin mittlerweile ein riesengroßer Fan von Emma Flints Werken, weil ich schon im Voraus weiß, dass das Buch definitiv wieder ein wahres Highlight werden wird. Allein schon das von Eva Schöffmann-Davidov gestaltete Cover ist jedes Mal aufs Neue der absolute Hammer! Die Geschichte rund um Frida und Co. hat mich total begeistert und ich musste sehr oft lachen. Ich mag es, dass die Geschichte in Tagebuchform erzählt wird, denn so kann man sich super in Fridas Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen. Neben dem Stress in der Schule und dem Ärger mit ihrer Familie läuft auch sonst nicht immer alles rund – und diese Probleme kennen wir Teenager nur allzu gut. Die Charaktere waren mir alle von Anfang an sympathisch, vor allem aber Frida. Besonders ihre Tipps und Regeln als Profi-Chillerin fand ich ziemlich amüsant. Und obwohl alle immer behaupten, dass Frida nur faul rumliegen würde, stimmt das ganz und gar nicht. Frida kommt immer wieder auf kreative Ideen und darum wird es mit ihr auch nie langweilig. Die Story ist authentisch und lässt sich wunderbar leicht lesen. Wer also noch auf der Suche nach einer unterhaltsamen Urlaubslektüre ist, sollte unbedingt Frida kennenlernen!

Fazit:
„Mein Leben ist ganz großes Kino (nur leider bin ich im falschen Film)“ von Emma Flint ist eine freche und witzige Story in Tagebuchform. Mädchen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren, die gerne lustige Geschichten aus dem Leben eines Teenagers lesen, werden dieses Buch lieben. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Otis und Otilie
Ein Pony zum Frühstück (Bd. 1)

Otis und Otilie
Ein Pony zum Frühstück (Bd. 1)
von Nina Dulleck

Arena Verlag
Hardcover
Kinderbuch
96 Seiten
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3-401-60649-1
Ersterscheinung: 11.08.2022

Inhalt:
Eigentlich will Otilie nur ihre Brötchen beim Bäcker holen. Wie jeden Samstag seit dreiunddreißigkommaacht Jahren. Doch dieser Samstagmorgen ist irgendwie anders. Otis, ein Pony, das aus dem Zirkus geflohen ist, steht plötzlich vor Otilies Tür und will einen Apfel. Aber Otilie frühstückt schon seit einiger Zeit allein und sie mag eigentlich auch keine Haustiere. Kann Otis die alte Dame vielleicht doch noch davon überzeugen, dass es sich zu zweit besser frühstückt als alleine?

Meinung:
Ich bin ein großer Fan der Reihe „Die Haferhorde“, die Nina Dulleck illustriert hat. Die Illustrationen der Haferhorde-Ponys verzaubern mich immer wieder aufs Neue, denn Nina Dulleck hat die Gabe, den tierischen Blümchenhof-Charakteren ein Eigenleben einzuhauchen und ihnen diesen ganz besonderen Charme zu verleihen, sodass man das Bedürfnis hat, all diese knuffigen Ponys einfach mal zu knuddeln und zu drücken. Auch in diesem Buch spielt ein ganz besonderes Pony die Hauptrolle und deshalb musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Diese turbulente Freundschaftsgeschichte ist total ulkig, ich musste so lachen, als Otilie versuchte, Otis vor die Tür zu setzen. Bis zum Schluss ist das Abenteuer spannend und lustig. Gefreut habe ich mich übrigens auf das Wiedersehen mit dem „Trampeltier“ aus dem 3. Stock. Wer das ist, müsst ihr aber selbst herausfinden!

Fazit:
Mit „Ein Pony zum Frühstück“ ist Nina Dulleck ein ganz zauberhafter Reihenauftakt gelungen. Die erste Geschichte aus der Welt von „Otis und Otilie“ ist amüsant und voller Sprachwitz über Toleranz und Freundschaft und eignet sich hervorragend als Vorlesegeschichte für Kinder ab 5 Jahren – wobei ich der Meinung bin, dass auch Erwachsene sicherlich ihre wahre Freude an diesem turbulenten Abenteuer haben werden. Die detailreichen und farbenfrohen Illustrationen ergänzen die Geschichte perfekt und deshalb vergebe ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Number 10
Traue nur dir selbst (Bd. 1)

Number 10
Traue nur dir selbst (Bd. 1)
von C.J. Daugherty

Oetinger Verlag
Taschenbuch
Jugendbuch
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7891-1385-7
Ersterscheinung: 09.01.2021

Willkommen in der Downing Street!

Inhalt:
Gray Langerty ist ein sechzehnjähriger Teenager, eine Rebellin und die Tochter der neuen Premierministerin. Deshalb darf sie auch keinen unbedachten Schritt mehr machen und sich keine Fehltritte erlauben, Gray ist gefangen zwischen strengen Regeln und Bodyguards, die sie ständig bewachen. Beim Erkunden der Downing Street Number 10 mit all ihren verborgenen Winkeln und Ecken stößt sie auf einen alten Tunnel, der direkt ins Parlament führt. Dort belauscht sie ein Gespräch zweier Politiker, die einen Mordanschlag auf Grays Mutter planen, um selbst an die Macht zu gelangen. Leider muss Gray feststellen, dass ihr niemand glauben will. Um ihre Mutter zu retten, begibt sie sich schließlich in Lebensgefahr…

Meinung:
Als ich hörte, dass bekannte Charaktere aus der „Night School“-Reihe in „Number 10“ auftauchen, war mein Interesse geweckt. Nach den bisherigen Jugendthrillern von C.J. Daugherty war es für mich unumgänglich – ich musste dieses Buch einfach lesen. Die Autorin schafft es nämlich immer wieder aufs Neue, mich derart an ein Buch zu fesseln, dass ich manchmal das Gefühl habe, ich könnte vor Spannung fast aufhören zu atmen. Wer die „Night School“-Reihe auch schon gelesen hat, weiß, dass C.J. Daugherty die Gabe besitzt, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Die Geschichte ist mitreißend und unterhaltsam. Wir lernen die Protagonistin Gray kennen, außerdem noch jede Menge weitere Charaktere, die sich ebenso ganz wunderbar ins Geschehen integrieren. Authentisch und glaubhaft stellt die Autorin die Entwicklungen der Figuren in eine spannende Rahmenhandlung. Das Ganze wird durch einen leicht zu lesenden, aber auch fesselnden Schreibstil untermauert. Für mich war das Spannung vom Anfang bis zum Ende.

Fazit:
Mit „Traue nur dir selbst“ ist C.J. Daugherty ein spannender Einstieg in das Leben in der Downing Street „Number 10“ gelungen. Mörderische Machtspiele und böse Intrigen in der Welt der oberen Zehntausend werden sicherlich nicht nur Jugendliche ab 14 Jahren fesseln. Ich bin begeistert und vergebe 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Oetinger für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Legend Academy
Fluchbrecher (Bd. 1)

Legend Academy
Fluchbrecher (Bd. 1)
von Nina MacKay

Ravensburger Buchverlag
Hardcover mit Schutzumschlag
Romantasy
512 Seiten
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-473-40217-5
Ersterscheinung: 01.03.2022

Magisch. Frech. Zum Verlieben.

Inhalt:
Nach einem weiteren Schulstreich empfiehlt die neue Vertrauenslehrerin Graylee McCoys Adoptiveltern, die Siebzehnjährige auf ein Internat zu schicken. Als Graylee an der mysteriösen Swanlake Academy for Special Needs in Texas ankommt, ahnt sie noch nicht, dass es sich um die berühmte Legend Academy, eine Schule für die Nachfahren mythischer Wesen, handelt. Angeblich soll Graylee ebenfalls Nachfahrin einer Mythengestalt sein und übernatürliche Kräfte besitzen. Aber welche nur? Als wäre das alles nicht verrückt genug, gerät sie mit dem ziemlich gut aussehenden Hudson aneinander. Dabei entdeckt sie, dass auf dem Internat ein Fluch liegt, der schon bald sein erstes Opfer fordern wird…

Meinung:
Dieses Buch hatte meine Aufmerksamkeit von der ersten Sekunde an – ich war hin und weg vom Cover. Die Farben harmonieren hervorragend miteinander und unter dem Schutzumschlag entdeckt man dann das eigentliche Schmuckstück. Wahnsinn! Wenn nur alles so schön wäre, denn leider konnte mich der erste Band des Fantasy-Zweiteilers nicht gar so sehr begeistern. Die Story ist eigentlich unheimlich interessant und eigentlich müsste es mich total umhauen, weil ich doch Internatsgeschichten so liebe, jedoch war es am Ende doch nur eine mittelmäßige Umsetzung einer grandiosen Idee. Für mich gab es keinen richtigen roten Faden und ich hatte sehr oft das Gefühl, dass mir alles irgendwie bekannt vorkommt. Ein Internat mit magische Wesen und eine Protagonistin, die einen tödlichen Fluch brechen muss, ist an sich nicht schlecht, aber das gewisse Etwas hat leider gefehlt. Was mich am meisten gestört und tatsächlich genervt hat, war die Langatmigkeit der Handlung. Erst gegen Ende wurde ich mitgerissen. Da das Buch mit einem Cliffhanger endet, den ich so nicht erwartet habe, werde ich der Fortsetzung auf jeden Fall eine Chance geben.n

Fazit:
„Fluchbrecher” ist der Auftakt der „Legend Academy“-Dilogie von Nina MacKay und ein humorvoller Einstieg in eine fantasiereiche Welt. Obwohl die Story vielversprechend klingt, zieht sich die ganze Geschichte viel zu sehr in die Länge und endet mit einem Cliffhanger. Das Buch ist spannend, romantisch und für Jugendliche ab 14 Jahren bestens geeignet. Von mir gibt es allerdings nur lieb gemeinte 3,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Everything We Lost
(Bd. 2 der „Love and Trust“-Reihe)

Everything We Lost
(Bd. 2 der „Love and Trust“-Reihe)
von Jennifer Bright

Forever by Ullstein
Paperback
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-86493-162-8
Ersterscheinung: 31.03.2022

Du bist genug. Und mehr als du denkst.

Inhalt:
Hope ist ein wahrer Sonnenschein. Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und stets gute Laune. Um lästigen Fragen über ihr Familienleben aus dem Weg zu gehen, die sie mit Lügen beantworten müsste, hält sie jeden stets auf Abstand. Während ihrer Arbeit im Café in London lernt sie den lebensfrohen Yeonjun kennen. Auch wenn sich zarte Gefühle anbahnen, wollen beide nicht mehr zulassen – denn auch Yeonjun hat seine Geheimnisse…

Meinung:
Ich liebe die Cover der „Love and Trust“-Dilogie. Diese schlichte Eleganz ist einfach traumhaft schön. Aber nicht nur optisch hat mich dieses Buch überzeugen können, denn der Schreibstil der Autorin ist fabelhaft, einzigartig und emotional berührend. In diesem zweiten Band geht es um Hope und Yeonjun. Die Charaktere sind der Autorin wirklich gut gelungen – so leidenschaftlich, authentisch und echt. Die Handlung ist gut strukturiert und die Story gab mir wirklich alles, was ich mir von einem New Adult Buch wünsche. Dennoch hat mich die Geschichte nicht gar so sehr berührt wie die Lovestory rund um Kate und Aidan, das Pärchen, das wir bereits im ersten Band schon näher kennenlernen durften.

Fazit:
„Everything We Lost“ von Jennifer Bright ist eine gefühlvolle Lovestory mit starken Charakteren, die ich Leserinnen ab 16 Jahren empfehle. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.