{Rezension} The Breakup Tour
Der Sound unserer Liebe

The Breakup Tour
Der Sound unserer Liebe
von Emily Wibberley & Austin Siegemund-Broka

Aufbau Taschenbuch
Taschenbuch
409 Seiten
ISBN: 978-3-7466-4109-6
Ersterscheinung: 14.02.2024

Ein Roman voller Herzschmerz und Musik mit dem Sound gebrochener Herzen.

Inhalt:
Riley Wynn, eine erfolgreiche Sängerin, hat mit ihrem Album „The Breakup Record“ ihre gescheiterten Beziehungen verarbeitet und ist über Nacht zum Superstar geworden. Ihr größter Hit „Until You“ ist dabei besonders erfolgreich, doch ihr narzisstischer Ex-Mann behauptet, dass der Song über ihn geschrieben wurde. Riley kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um Max, ihre Jugendliebe, zu treffen – den wahren Ursprung des Songs. Max stimmt nur zu, die Wahrheit publik zu machen, wenn Riley ihn als Pianisten für ihre anstehende Tour mitnimmt. Und so beginnt für die beiden eine neue Reise voller Musik, Missverständnisse und emotionaler Nähe.

Meinung:
Das Buch hatte definitiv Potenzial, mit seiner Mischung aus Musik, Herzschmerz und einer „Second-Chance“-Lovestory. Doch leider hat es mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Die Geschichte lässt sich schnell lesen, aber sie hat mich oft nicht emotional gepackt. Riley ist eine ambivalente Protagonistin, die nicht wirklich greifbar oder sympathisch wirkt. Ihre ständigen Schwankungen zwischen Selbstmitleid und Empowerment wirkten oft künstlich und nicht gut ausgebaut. Besonders ihre Gefühle zu Max sind unklar – sie tauchen plötzlich auf, ohne dass man wirklich nachvollziehen kann, warum sie plötzlich wieder so intensiv sind. Das ist schade, denn die Idee einer zweiten Chance und die Rückkehr zu einem alten Traum könnte wirklich tiefgreifend und bewegend sein. Max hingegen bleibt der weitaus sympathischere Charakter. Aber auch er wird leider oft in den Hintergrund gedrängt und bleibt durch die zu starke Fokussierung auf Riley eher blass. Das Fehlen echter, nachvollziehbarer Kommunikation zwischen den beiden – und das ständige Umkreisen des Themas „Trennung“ – wirkte an vielen Stellen irritierend und unnötig dramatisch. Während die Musikmetaphern anfangs gut in die Geschichte passen und eine angenehme Atmosphäre schaffen, wiederholen sich diese irgendwann so oft, dass sie eher nervig werden. Besonders gegen Ende habe ich mich an den ständigen Verweisen auf den Songwriting-Prozess und die Musikwelt gestört. Ein Pluspunkt war definitiv der musikalische Hintergrund des Buches. Die Einblicke in das Leben als Musikerin und die Tour sind gut gelungen und schaffen eine interessante Kulisse. Der Schreibstil ist wortgewandt und hat etwas Poetisches, aber die emotionale Tiefe, die ich mir von einer Liebesgeschichte erwartet hätte, bleibt leider auf der Strecke.

Fazit:
„The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe“ Emily Wibberley & Austin Siegemund-Broka ist ein unterhaltsames Buch mit einer interessanten musikalischen Kulisse, das aber in der Ausarbeitung der Liebesgeschichte und der Charaktere zu wünschen übrig lässt. Riley als Protagonistin ist eher anstrengend und wenig greifbar, während Max mehr Potenzial hat, aber von der Erzählweise oft überdeckt wird. Der übermäßige Einsatz von Musikmetaphern und das Fehlen einer tiefgehenden emotionalen Auseinandersetzung zwischen den Charakteren machen die Geschichte stellenweise zäh und unbefriedigend. Trotz eines soliden Schreibstils konnte mich das Buch nicht wirklich packen. Deshalb gibt es von mir leider auch nur 3,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Lovelight Farms
Herbstrauschen – Wo Wünsche in Erfüllung gehen
(Bd. 4 der „Lovelight“-Reihe)

Lovelight Farms
Herbstrauschen – Wo Wünsche in Erfüllung gehen
(Bd. 4 der „Lovelight“-Reihe)
von B.K. Borison
übersetzt von Michaela Link

dtv
Taschenbuch
Small-Town-Romance
432 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: Business Casual
ISBN: 978-3-423-22042-2
Ersterscheinung: 11.01.2024

Gegensätze ziehen sich aus

Inhalt:
Nova Porter liebt ihr Leben als überzeugte Singlefrau. Sie hat alle Hände voll zu tun mit der Eröffnung ihres eigenen Tattoo-Studios in Inglewild, weshalb wenig Platz für Beziehungen oder Romantik bleibt. Doch dann trifft sie Charlie Milford, den Investmentbanker aus New York und Halbbruder ihrer besten Freundin Stella. Was als harmloser One-Night-Stand geplant war, wird schnell zu etwas viel Tieferem, als sich Nova und Charlie einzugestehen bereit sind.

Meinung:
Der vierte und somit auch letzte Band hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre in Inglewild ist einfach immer wieder ein Genuss – charmant, ruhig und doch voller Leben. Das Setting der Kleinstadt, kombiniert mit den liebenswerten, schrulligen Bewohnern, sorgt für die perfekte Wohlfühlkulisse. Besonders gefallen hat mir die Art und Weise, wie sich die Beziehung zwischen Nova und Charlie entwickelt. Anfangs wirken sie wie zwei völlig verschiedene Welten: Nova, die unabhängige, entschlossene Frau, die keine Lust auf Beziehungen hat, und Charlie, der elegante und erfolgreiche Geschäftsmann aus der Großstadt. Doch die Chemie zwischen den beiden war sofort spürbar, und ihre langsame, aber stetige Annäherung war einfach herzerwärmend. Was mir besonders an der Geschichte gefallen hat, ist die Authentizität der Charaktere. Beide haben ihre Ängste und Unsicherheiten, und das wird auf eine sehr realistische und sympathische Weise dargestellt. Nova ist nicht nur eine selbstbewusste Frau, sondern auch jemand, der tief im Inneren nach Zugehörigkeit und Liebe sucht – sie will einfach niemandem ihre Unabhängigkeit opfern. Charlie wiederum bringt das Beste in ihr zum Vorschein. Es gibt keine übertriebenen Missverständnisse oder unnötigen Konflikte, sondern eine echte, ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen. Diese Geschichte hat mir sehr gefallen, da sie eine echte und tiefgehende Entwicklung der Figuren zeigt, ohne in Kitsch zu verfallen. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer angenehm flüssig und charmant. Die Mischung aus Humor und Emotionen war perfekt, und auch die romantischen Momente zwischen den beiden waren authentisch und nicht zu aufdringlich. Besonders gefallen hat mir, dass alles sehr natürlich und stimmig wirkte.

Fazit:
„Herbstrauschen – Wo Wünsche in Erfüllung gehen“ von B.K. Borison ist ein wundervoller Abschluss der „Lovelight“-Reihe. Die Geschichte von Nova und Charlie überzeugt mit einer tiefgründigen, emotionalen Entwicklung und einer Prise Humor, die das Ganze rund macht. Die Autorin hat es geschafft, eine berührende Romanze zu erschaffen, die sowohl humorvoll als auch ernst ist. Ein absolutes Lesehighlight für alle, die charmante Kleinstadtromanzen mit echten, liebenswerten Charakteren mögen. Ich vergebe sehr gerne 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Lovelight Farms
Sommerleuchten – Wo die Liebe zart duftet
(Bd. 3 der „Lovelight“-Reihe)

Lovelight Farms
Sommerleuchten – Wo die Liebe zart duftet
(Bd. 3 der „Lovelight“-Reihe)
von B.K. Borison
übersetzt von Michaela Link

dtv
Taschenbuch
Small-Town-Romance
432 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: ‎Mixed Signals
ISBN: 978-3-423-22043-9
Ersterscheinung: 18.04.2024

Wo die Liebe Erwartungen übertrifft

Inhalt:
Layla Durpree, die talentierte Bäckerin von Lovelight Farms, hat bei ihren Datingversuchen bisher wenig Glück. Ihre Missgeschicke in der Liebe sorgen dafür, dass sie mittlerweile sehr skeptisch geworden ist, was Beziehungen betrifft. Caleb, der gutaussehende und charmante Spanischlehrer aus Inglewild, hat ebenfalls wenig Erfolg in der Romantik. Als er Layla ein ungewöhnliches Experiment vorschlägt, geht es darum, ihre Ansicht über die Liebe wieder aufzufrischen. Einen Monat lang sollen die beiden zusammenarbeiten: Caleb wird sich bemühen, Layla zu zeigen, dass wahre Liebe existiert, während sie ihm gleichzeitig Feedback gibt. Was als harmloses Experiment beginnt, entwickelt sich jedoch bald zu etwas viel Tieferem, und beide müssen sich fragen, was wirklich zwischen ihnen ist.

Meinung:
„Sommerleuchten“ ist wie der Name des Buches – ein echtes Wohlfühlbuch, das die Wärme eines Sommertages in sich trägt. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Layla ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, deren strahlender Optimismus und ihre leidenschaftliche Liebe zum Backen das Herz erwärmen. Sie wirkt so real und authentisch, dass ich sofort mit ihr mitfühlen konnte, besonders in Bezug auf ihre missglückten Dating-Erfahrungen. Es war erfrischend zu sehen, wie sie trotz der Rückschläge nicht aufgibt und sich immer wieder auf die Liebe einlässt. Caleb ist ein wahrer Herzensbrecher, aber auf eine sehr angenehme Weise. Er ist freundlich, einfühlsam und hat eine charmante Art, die ihn von Anfang an zu einem Charakter macht, in den man sich verlieben muss. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin seine Entwicklung von einem gewissenhaften Lehrer und Ex-Polizisten hin zu einem Mann, der bereit ist, sich auf eine echte Beziehung einzulassen, darstellt. Das Experiment, das er mit Layla startet, bringt sie beide auf eine Reise der Selbstfindung, und ich habe jedes Kapitel genossen, in dem sie einander näher kommen. Was mir besonders gefallen hat, ist die Chemie zwischen den beiden. Die Romantik wächst behutsam und langsam, was der Geschichte eine angenehme Tiefe verleiht. Die Dynamik zwischen den beiden ist spürbar, ohne dass die Dinge zu schnell oder zu dramatisch voranschreiten. Der Fokus liegt mehr auf den kleinen, aber bedeutsamen Momenten zwischen ihnen und den Herausforderungen, die sie überwinden müssen, um wirklich zueinander zu finden. Die Kleinstadtatmosphäre von Inglewild und das Setting rund um Lovelight Farms sind perfekt eingefangen. Die charmanten Charaktere und die liebevolle Gemeinschaft, die hier dargestellt werden, sorgen dafür, dass man sich beim Lesen richtig heimisch fühlt. Ich habe die Interaktionen der Nebencharaktere, besonders die von Laylas Freunden und Calebs Familie, sehr genossen. Sie bringen nicht nur Humor in die Geschichte, sondern auch zusätzliche Tiefe und Unterstützung für die Hauptfiguren.

Fazit:
„Lovelight Farms: Sommerleuchten – Wo die Liebe zart duftet“ von B.K. Borison ist eine herzerwärmende und romantische Geschichte, die ideal für alle ist, die nach einer charmanten, unaufgeregten Lektüre suchen. Die süße, langsame Entwicklung der Beziehung zwischen Layla und Caleb sowie die wunderschöne Kulisse machen dieses Buch zu einem perfekten Sommerbegleiter – oder auch für jede andere Jahreszeit, in der man ein wenig Sonne im Herzen braucht. Ich vergebe liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} One Of Six – Vertrauen (Bd. 2)

One Of Six – Vertrauen (Bd. 2)
von Kim Nina Ocker

LYX Verlag
Paperback
New Adult
480  Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-2019-2
Ersterscheinung: 29.02.2024

Inhalt:
Nach den dramatischen Ereignissen im luxuriösen Ski-Resort Eagle Creek, in dem sechs College-Studierende ihren dunkelsten Geheimnissen begegneten und sich einer mysteriösen Bedrohung ausgesetzt sahen, glauben sie, dem schlimmsten entkommen zu sein. Doch die eigentliche Gefahr lauert noch immer – diesmal in der beschaulichen Stadt Belville. Luca und Devan, die im Resort bereits eine enge Verbindung aufbauten, müssen sich erneut mit ihren Ängsten auseinandersetzen, als weitere unerklärliche Vorfälle passieren und die Frage im Raum steht, ob der wahre Täter tatsächlich gefasst wurde. Die Gruppe stellt sich erneut der Gefahr und der Frage, wem sie wirklich vertrauen können.

Meinung:
Kim Nina Ocker gelingt es, den Spannungshorizont aus dem ersten Band nahtlos fortzuführen. Der Schreibstil ist wie schon zuvor packend und fesselnd, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Luca und Devan erzählt, was uns tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle der beiden Hauptcharaktere gibt. Besonders Luca hat sich seit dem ersten Band verändert. Sie wirkt verschlossener und von den Erlebnissen im Resort gezeichnet, was ihre Entwicklung umso spannender macht. Die Dynamik zwischen ihr und Devan bleibt nach wie vor spannend, auch wenn die beiden ihre eigenen Herausforderungen meistern müssen, um wieder zueinander zu finden. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut, wobei die Geschichte nach und nach immer mehr Geheimnisse preisgibt. Die Autorin versteht es, mit kleinen Details und Hinweisen die Lesenden auf die falsche Fährte zu locken, sodass es immer wieder Momente gibt, in denen man seine Vermutungen über den Täter und die weiteren Geschehnisse überdenken muss. Die Mischung aus Romantic Suspense und der psychologischen Spannung funktioniert hervorragend, auch wenn das Setting im Ski-Resort aus Band 1 etwas gruseliger und atmosphärischer war. Dennoch bleibt der zweite Band ebenso spannend und nervenaufreibend. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere weiterentwickelt werden und nicht nur auf ihre romantischen Gefühle reduziert werden. Die Beziehung zwischen Devan und Luca wird tiefer und realistischer dargestellt, auch wenn es immer wieder Momente gibt, in denen ihre Ängste und Unsicherheiten die Beziehung auf die Probe stellen. Aber gerade diese Authentizität macht das Paar und die ganze Geschichte so glaubwürdig und packend.

Fazit:
„One Of Six – Vertrauen“ von Kim Nina Ocker ist ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes und ein echtes Highlight im Bereich Romantic Suspense. Für alle, die spannende und gefühlvolle Geschichten lieben, ist dieser Abschlussband der Dilogie eine klare Leseempfehlung. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Divine Rivals
(Bd. 1 der „Letters of Enchantment“-Dilogie)

Divine Rivals
(Bd. 1 der „Letters of Enchantment“-Dilogie)
von Rebecca Ross

LYX Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag
496  Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-2292-9
Ersterscheinung: 19.03.2024

Inhalt:
In einer Welt, die von einem erbarmungslosen Krieg zwischen den Göttern erschüttert wird, kämpft die achtzehnjährige Iris Winnow ums Überleben. Ihr Bruder ist an der Front vermisst, und um ihre Familie zu unterstützen, nimmt Iris eine Stelle bei der „Oath Gazette“ an. Doch der Weg zur Beförderung als Kolumnistin führt sie in einen erbitterten Wettstreit mit Roman Kitt, ihrem arroganten und gut aussehenden Rivalen. Was Iris jedoch nicht weiß: Roman ist der geheimnisvolle Brieffreund, mit dem sie über eine magische Schreibmaschine in Kontakt steht, und dessen Worte ihr Herz berühren. Als der Krieg immer näher rückt und das Schicksal die beiden zu entzweien droht, müssen Iris und Roman sich nicht nur ihren persönlichen Gefühlen, sondern auch den Gefahren der äußeren Welt stellen.

Meinung:
„Divine Rivals“ von Rebecca Ross ist eine fesselnde Mischung aus Fantasy, Romantik und Krieg, die durch ihren einzigartigen Schreibstil und die tiefgründige Charakterentwicklung besticht. Schon das Cover zieht einen in den Bann und spiegelt die melancholische, aber zugleich hoffnungsvolle Stimmung der Geschichte wider. Das Setting ist atmosphärisch und bildgewaltig, und Rebecca Ross gelingt es, eine düstere Welt zu erschaffen, die sich sowohl emotional als auch visuell in den Köpfen der Leser manifestiert. Der größte Pluspunkt des Buches ist der poetische und zugleich kraftvolle Schreibstil der Autorin. Ihre Sprache ist von einer Magie durchzogen, die nicht nur die Welt, sondern auch die Beziehungen zwischen den Charakteren lebendig macht. Besonders die Briefe zwischen Iris und Roman, die in einer anderen Schriftart eingefügt sind, verleihen der Erzählung eine zusätzliche Dimension. Diese Briefe sind mehr als nur ein romantisches Element; sie sind ein zentrales Bindeglied, das die inneren Kämpfe und die langsame Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren wunderbar zum Ausdruck bringt. Iris ist eine unglaublich starke und sympathische Protagonistin, die trotz der schwierigen Umstände nie ihren Mut verliert. Ihre Entschlossenheit und ihr Kampfgeist machen sie zu einer besonders beeindruckenden Heldin. Besonders hervorzuheben ist, wie sie als Frau in einer von Männern dominierten Welt nicht nur ihre Unabhängigkeit bewahrt, sondern auch für ihre Träume und Werte kämpft. Ihre Dynamik mit Roman ist ein weiteres Highlight des Buches. Die beiden Charaktere sind stark und eigenständig, und ihre Wortgefechte sowie ihre langsam wachsende Zuneigung sind sowohl romantisch als auch spannend. Auch Roman entwickelt sich im Verlauf der Geschichte von einem zunächst arrogant wirkenden Charakter zu einem tiefgründigen und verletzlichen Menschen, der schließlich bereit ist, für das, was ihm wichtig ist, zu kämpfen. Neben den beiden Hauptcharakteren bietet das Buch auch einige interessante Nebenfiguren, die der Geschichte weitere emotionale Tiefe verleihen. Die Götter und die übernatürlichen Wesen, die die Welt von „Divine Rivals“ bevölkern, sind faszinierend und spielen eine wichtige Rolle in der gesamten Handlung. Die Mythologie, die hinter dem Krieg zwischen den Göttern steckt, ist spannend und bietet viel Raum für weitere Entdeckungen in den nächsten Bänden. Obwohl die Geschichte gegen Mitte des Buches etwas langsamer wird, wird sie nie wirklich langweilig. Die zarte Romantik zwischen Iris und Roman wird wunderbar aufgebaut, und die wachsende Spannung rund um den Krieg und die magischen Elemente sorgen dafür, dass man beim Lesen stets am Ball bleiben. Besonders zum Ende hin nimmt die Geschichte Fahrt auf, und der Cliffhanger lässt einen sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten.

Fazit:
„Divine Rivals“ von Rebecca Ross ist eine fesselnde und tiefgründige Geschichte über Liebe, Krieg und Magie. Rebecca Ross überzeugt mit einem fließenden, poetischen Schreibstil, einer packenden Welt und unglaublich gut ausgearbeiteten Charakteren. Die romantische Beziehung zwischen Iris und Roman ist genauso ergreifend wie die düstere, von Krieg geprägte Welt, die sie umgibt. Die magischen Elemente und die Mythologie der Götter sorgen für zusätzlichen Reiz und Spannung. Trotz eines langsameren Mittelabschnitts ist das Buch insgesamt ein echter Pageturner, der einen mit emotionaler Tiefe und überraschenden Wendungen fesselt. Ich kann es kaum erwarten, mehr von dieser einzigartigen Welt und ihren Charakteren zu erfahren. Ein Muss für Fans von romantischer Fantasy mit einer Prise Krieg und Magie. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.