{Rezension} We used to be MAGIC

We used to be MAGIC
von Bea Ingalls

cbt
Taschenbuch
Jugendbuch
400 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31740-2
Ersterscheinung: 14.01.2026

Das Schicksal hat sie zusammengeführt.
Aber es könnte sie auch wieder auseinanderreißen…

Inhalt:
Die 18-jährige Audrey, ein Nachwuchsmodel aus der britischen Provinz, findet sich zum ersten Mal im schillernden und überwältigenden New York wieder. Fernab von Zuhause versucht sie, in der Modewelt Fuß zu fassen, als sie Ezra begegnet. Ezra ist ebenfalls 18 Jahre alt und kehrt nach einer schwierigen Zeit in England nach New York zurück – mit einer gebrochenen Nase und einem gebrochenen Herzen. Obwohl Ezra eine schwierige Vergangenheit mit sich trägt, fühlen sich Audrey und Ezra sofort zueinander hingezogen. Alles zwischen ihnen wirkt leicht, intensiv und fast magisch. Doch während Audrey mit den dunklen Seiten der Modeindustrie konfrontiert wird und Ezra von seiner Vergangenheit eingeholt wird, steht ihre junge Liebe vor der Frage, ob Gefühle allein ausreichen, um all das zu überstehen.

Meinung:
Diese Geschichte hat mich leiser gepackt, als ich erwartet hatte – und dafür umso nachhaltiger. Diese Romance lebt nicht von großen, dramatischen Plot-Twists, sondern von Atmosphäre, Emotionen und Figuren, die sich echt anfühlen. Audrey und Ezra sind beide erst 18, und genau das merkt man ihren Gedanken, Entscheidungen und Unsicherheiten an – aber auf eine sehr ehrliche, nachvollziehbare Weise. Audrey ist eine Protagonistin, die ich sofort mochte. Sie ist ehrgeizig, neugierig und sensibel, ohne dabei naiv zu wirken. Besonders stark fand ich, wie ihre anfängliche Faszination für die Modewelt langsam Risse bekommt. Die Konfrontation mit den Schattenseiten der Branche wirkt nicht sensationsheischend, sondern ruhig, fast beiläufig – und gerade deshalb umso eindringlicher. Ezra ist für mich das emotionale Zentrum des Romans. Seine Geschichte, nach dem Tod seiner Mutter aus seinem vertrauten Leben gerissen und von seinem Vater nach England abgeschoben worden zu sein, erklärt seine innere Zerrissenheit auf schmerzhafte Weise. Er wirkt oft verloren, beobachtend, manchmal verschlossen – und genau das macht ihn so greifbar. Seine Rückkehr nach New York fühlt sich nicht wie Heimkommen an, sondern wie ein vorsichtiges Annähern an etwas, das er eigentlich nie richtig verarbeiten durfte. Die Liebesgeschichte zwischen Audrey und Ezra ist ein klassischer Slow Burn. Sehr langsam, sehr ruhig, manchmal fast schmerzhaft zögerlich. Wer Action oder schnelle Eskalation erwartet, wird hier nicht fündig. Aber ich mochte genau dieses vorsichtige Annähern, diese Gespräche, Blicke und das ständige Gefühl, dass beide mehr fühlen, als sie auszusprechen wagen. Ja, manche Kommunikationsprobleme wiederholen sich, und stellenweise hätte ich mir etwas mehr Leichtigkeit oder Dynamik gewünscht. Trotzdem hat mich ihre Verbindung überzeugt, weil sie sich nicht perfekt, sondern verletzlich und echt anfühlt. Was besonders hängen bleibt, ist dieses Gefühl von Übergang: vom Teenagersein ins Erwachsenwerden, von Träumen zu Realität, von Magie zu Verantwortung. Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Romans.

Fazit:
„We used to be MAGIC“ von Bea Ingalls ist eine gefühlvolle Coming-of-Age-Romance, die mit leisen Tönen, intensiver Atmosphäre und glaubwürdigen Figuren überzeugt. Audrey und Ezra sind zwei junge Menschen an einem Wendepunkt ihres Lebens, deren Liebe ebenso zart wie kompliziert ist. Das glamouröse New York trifft hier auf emotionale Tiefe und echte Verletzlichkeit. Von mir gibt es daher verdiente 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Beste Freunde küsst man nicht

Beste Freunde küsst man nicht
von G. F. Miller

FISCHER Sauerländer
Hardcover
Jugendbuch
320  Seiten
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-7373-7395-1
Ersterscheinung: 06.11.2025

Wie es wirklich ist, 13 zu sein:
kompliziert – und ziemlich lustig!

Inhalt:
Eve und Andrew sind seit Ewigkeiten beste Freunde und gehen gemeinsam auf die Schulparty ihrer achten Klasse – ganz ohne Hintergedanken. Doch plötzlich denkt die ganze Schule, die beiden wären ein Paar. Ehe sie sich versehen, stecken Eve und Andrew mitten in einer „Beziehung“, die eigentlich gar keine ist. Beide haben Angst, dass das ihre Freundschaft ruiniert, wollen aber auch nicht die Person sein, die Schluss macht und alles unangenehm werden lässt. Also verfolgen sie unabhängig voneinander denselben Plan: Sie wollen sich so schrecklich wie möglich als Freundin oder Freund verhalten, damit der jeweils andere die Sache beendet. Blöd nur, dass beide exakt gleich denken – und das Gefühlschaos damit erst richtig losgeht.

Meinung:
Ich mochte das Buch insgesamt wirklich gern, auch wenn es für mich kein absolutes Highlight war. Was mir besonders gefallen hat, war der sehr flüssige, leichte Schreibstil, denn man fliegt regelrecht durch die Seiten, was gerade für die Zielgruppe perfekt ist. Eve und Andrew sind authentisch, manchmal herrlich unbeholfen und genau so unsicher, wie man es mit 13 bzw. 14 eben ist. Ihre Gedanken, Missverständnisse und kleinen inneren Dramen haben sich erstaunlich echt angefühlt und oft musste ich schmunzeln, weil vieles so typisch „Pre-Teen“ ist. Die zwei Perspektiven fand ich besonders gelungen, weil man somit immer einen Wissensvorsprung hat und genau sieht, wie sehr die beiden aneinander vorbeidenken. Das sorgt für viel Situationskomik, aber auch für diese leise Frustration, wenn man sich wünscht, sie würden einfach ehrlich miteinander reden. Gleichzeitig transportiert die Geschichte sehr schön, wie kompliziert Freundschaft werden kann, sobald romantische Erwartungen von außen dazukommen. Was mir persönlich nicht ganz gefallen hat, war das Ende. Ich bin einfach eine absolute Romantikerin und hätte mir emotional noch ein bisschen mehr gewünscht – für meinen Geschmack war es zu realistisch und zu wenig Herzklopfen. Das ist allerdings kein objektiver Kritikpunkt, sondern reine Geschmackssache. Und da es einen Folgeband gibt (bisher nur im Englischen), habe ich durchaus Hoffnung, dass die Geschichte dort ein Ende findet, das eher meinen romantischen Vorstellungen entspricht. Insgesamt war es ein süßes, ehrliches und sehr unterhaltsames Buch, das genau weiß, für wen es geschrieben ist.

Fazit:
„Beste Freunde küsst man nicht“ von G. F. Miller ist eine charmante, humorvolle Middle-Grade-RomCom über Freundschaft, erste Gefühle und das Chaos, das entsteht, wenn alle plötzlich mehr erwarten. Das Buch punktet mit authentischen Figuren, einer flüssigen Erzählweise und viel Situationskomik. Auch wenn das Ende nicht ganz meinen romantischen Vorstellungen entsprach, hat mich die Geschichte gut unterhalten, weshalb ich 4,5 von 5 Sternchen vergebe.

{Rezension} His Face Is The Sun
Der Thron von Khetara (Bd. 1)

His Face Is The Sun
Der Thron von Khetara (Bd. 1)
von Michelle Jabès Corpora

Karibu (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Hardcover
Jugendbuch
608 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-96129-501-2
Ersterscheinung: 08.10.2025

Aus Staub geformt, durch Blut erweckt

Inhalt:
Im Königreich Khetara liegt der Duft von Sand, Macht und Verrat in der Luft. Während der Pharao an einer geheimnisvollen Krankheit zugrunde geht, vertiefen sich die Gräben zwischen Arm und Reich, Palast und Volk. Intrigen blühen, Rebellion formiert sich, und fernab der Städte regt sich ein uraltes Übel, das alles zu verschlingen droht.
Vier junge Menschen werden aus völlig unterschiedlichen Leben gerissen und durch ein altes Orakel miteinander verbunden: Sita, eine Prinzessin, die den Luxus des Palastes kennt, aber nicht dessen Wahrheit; Neff, eine junge Priesterin, deren Visionen mehr verbergen, als der Tempel zulassen will; Rai, die den Schmerz des Volkes aus erster Hand erlebt und sich der Rebellion anschließt; und Karim, ein Grabräuber, der zwischen Pyramiden und Toten lebt – bis etwas erwacht, das niemals hätte gestört werden dürfen. Ihre Wege sind zunächst getrennt, doch ihr Schicksal ist es nicht. Nur gemeinsam könnten sie Khetara retten. Die Frage ist nur: Wer von ihnen ist bereit, den Preis dafür zu zahlen und wer wird am Ende auf dem Thron sitzen?

Meinung:
Wüstensand im Haar, Sonne im Nacken und ein Kopf voller Magie – genau so hat sich dieses Buch für mich angefühlt. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Welt von Khetara versunken. Das ägyptisch inspirierte Setting ist unglaublich atmosphärisch und wirkt durch Karten, Glossar und viele Details lebendig und gut durchdacht. Beim Lesen hatte ich ständig Bilder im Kopf: Tempel, Paläste, Wüste, Hitze und das Gefühl, dass überall Geheimnisse lauern. Der Einstieg ist durch die vier Perspektiven etwas anspruchsvoller, aber sobald ich mich an die Wechsel gewöhnt hatte, fand ich genau das richtig spannend. Jede Figur bringt ihre eigene Sicht auf das Königreich mit. Besonders Neff und Karim haben mich am meisten berührt, denn ihre Zweifel, Ängste und Entwicklungen wirkten sehr echt. Sita hat mich im Laufe der Geschichte positiv überrascht, während Rai für mich den wachsenden Zorn und die Hoffnung des Volkes verkörpert. Nicht jede Figur war mir sofort sympathisch, aber genau das hat sie glaubwürdig gemacht. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit für den Aufbau von Welt und Charakteren, weshalb sich der Band stellenweise wie eine lange Einführung anfühlt. Mich hat das größtenteils nicht gestört, weil die Spannung langsam, aber konstant wächst. Überall gibt es Andeutungen, Prophezeiungen und kleine Hinweise, sodass ich ständig mitgerätselt habe. Manche Wendungen konnte ich erahnen, andere haben mich überrascht – und genau diese Mischung hat mich ans Buch gefesselt. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und leicht zu lesen, ohne oberflächlich zu sein. Besonders gut gefallen hat mir, dass die romantischen Momente sehr dezent gehalten sind: ein Knistern, ein Blick, eine kurze Nähe – nie zu viel, aber genau richtig.

Fazit:
„His Face Is The Sun – Der Thron von Khetara“ von Michelle Jabès Corpora ist ein atmosphärischer und vielversprechender Auftakt, der mit ägyptischer Mythologie, starken Figuren und einem langsamen, aber wirkungsvollen Spannungsaufbau überzeugt. Die Geschichte braucht etwas Geduld, belohnt diese aber mit Tiefe, Emotionen und einer faszinierenden Welt. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Handlung und die Charaktere in den nächsten Bänden weiterentwickeln und vergebe liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen für diesen ersten Band der Reihe.

{Rezension} Deadly Little Scandals
(Bd. 2 der „Little-White-Lies“-Dilogie)

Deadly Little Scandals
(Bd. 2 der „Little-White-Lies“-Dilogie)
von Jennifer Lynn Barnes

cbt
Taschenbuch
Jugendbuch
384 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31735-8
Ersterscheinung: 12.11.2025

Ein Geheimbund.
Eine Leiche im See.
Ein schockierendes Geheimnis.

Inhalt:
Sawyer Taft lebt weiterhin bei ihrer Tante und ihrer Großmutter und ist Teil der High Society geworden, zu der auch ihre neu gefundene Familie gehört – allerdings nur widerwillig. Noch immer treibt sie die Frage nach ihrer Herkunft um, denn Sawyer will endlich wissen, wer ihr Vater ist und was sich vor etwa 25 Jahren wirklich zugetragen hat. Als sie gemeinsam mit ihrer Cousine Lily in den exklusiven Debütantinnen-Geheimbund der White Gloves aufgenommen wird, nehmen die Ereignisse eine düstere Wendung. Ein schockierender Fund bei einem Initiationsritual am See bringt lange verdrängte Geheimnisse ans Licht. Zusammen mit Lily, Campbell und Sadie-Grace gerät Sawyer immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Intrigen und familiären Verstrickungen, das droht, die gesamte High Society zu erschüttern.

Meinung:
Sawyer Taft war für mich schon im ersten Band eine starke Protagonistin, doch in diesem zweiten Teil ist sie mir noch nähergekommen. Ihre zynische, scharfzüngige Art, ihr trockener Humor und ihre konsequente Weigerung, sich vollständig den Regeln der Reichen und Mächtigen zu unterwerfen, machen sie unglaublich authentisch. Besonders gefallen hat mir ihre Entwicklung, die nicht laut oder dramatisch daherkommt, sondern eher leise und subtil verläuft – in ihren Entscheidungen, in ihrem Umgang mit anderen und darin, wie sie langsam ihren eigenen Platz in dieser Welt findet. Die Dynamik zwischen Sawyer, Lily, Campbell und Sadie-Grace ist erneut ein großes Highlight. Ihre Freundschaft wirkt chaotisch, lebendig und ehrlich, und man spürt deutlich, wie sie im Laufe der Geschichte enger zusammenwachsen. Zwar bleiben einige der Charaktere eher stereotypisch, doch genau das funktioniert erstaunlich gut für diese Art von Story und verleiht ihr einen gewissen Gossip-Girl-Charme. Der Schreibstil von Jennifer Lynn Barnes ist wieder äußerst flüssig, humorvoll und präzise – ein Stil, der es leicht macht, komplett in die Geschichte einzutauchen und Seite um Seite zu verschlingen. Die zahlreichen Plottwists und Enthüllungen sorgen für durchgehende Spannung, auch wenn die vielen Theorien zu den Verwandtschaftsverhältnissen zeitweise etwas unübersichtlich werden. Immer wieder wird man bewusst in die Irre geführt, nur um kurz darauf festzustellen, dass man sich seiner Sache doch nicht so sicher war. Die Zeitsprünge in die Vergangenheit steigern die Spannung zusätzlich, auch wenn sie stellenweise zur Verwirrung beitragen. Der Geheimbund der White Gloves bringt eine starke, düstere Atmosphäre mit sich, hätte für meinen Geschmack zum Ende hin jedoch noch etwas mehr narrative Relevanz haben dürfen. Das Finale selbst ist schlüssig, emotional und konsequent erzählt – weniger ein lauter Knall, dafür eine stimmige Auflösung, die rückblickend Sinn ergibt.

Fazit:
„Deadly Little Scandals“ von Jennifer Lynn Barnes ist ein würdiger und spannender Abschluss der „Little-White-Lies“-Dilogie, der mit Intrigen, Freundschaft und dunklen Familiengeheimnissen überzeugt. Sawyer Taft trägt die Geschichte mit viel Charisma und einer gelungenen, subtilen Charakterentwicklung. Trotz kleiner Schwächen in der Übersicht bleibt das Buch fesselnd und atmosphärisch, weshalb ich sehr gerne 4,5 von 5 Sternchen vergebe.

{Rezension} Very Dangerous Things
Mord nach Plan

Very Dangerous Things
Mord nach Plan
von Lauren Muñoz
übersetzt von Svantje Volkens

One Verlag
Paperback
YA-Krimi / Jugendbuch
464 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0277-5
Ersterscheinung: 31.10.2025

Inhalt:
Dulce Castillo besucht die J. Everett High, eine außergewöhnliche Schule, an der Jugendliche zu angehenden Kriminologen ausgebildet werden. Jedes Jahr findet dort ein großes Mörderspiel statt, bei dem anhand von Autopsieberichten, Zeugenaussagen und Beweisen ein fingierter Mord aufgeklärt werden muss. Dulce will dieses Jahr unbedingt gewinnen – gemeinsam mit ihrer besten Freundin Emi und dem neuen Mitschüler Zane. Doch als der Wettbewerb beginnt, wird schnell klar: Der tote Schüler im Gewächshaus ist kein Schauspiel. Xavier Torres wurde tatsächlich vergiftet. Während die Polizei ermittelt, gerät ausgerechnet Sierra Fox, Dulces ehemalige beste Freundin, unter Verdacht. Trotz ihrer belasteten Vergangenheit beschließt Dulce, selbst nach dem wahren Täter zu suchen – und begibt sich damit in ein gefährliches Spiel voller Geheimnisse, falscher Fährten und Verdächtiger.

Meinung:
Mich hat dieses Buch vor allem durch sein Setting sofort gepackt. Eine Highschool, an der Kriminologie unterrichtet wird, kombiniert mit einem Mörderspiel, das eskaliert – das ist einfach eine geniale Ausgangsidee. Besonders gefallen hat mir, wie aktiv man selbst beim Lesen ins Miträtseln eingebunden wird. Ich habe im Laufe der Geschichte gefühlt jede Figur mindestens einmal verdächtigt und meine Theorie ständig über den Haufen geworfen. Dulce als Protagonistin fand ich sehr gelungen. Sie ist klug, ehrgeizig und aufmerksam, trägt aber auch viel emotionale Last mit sich herum – vor allem durch den ungeklärten Tod ihrer Mutter und den Bruch mit Sierra. Gerade diese innere Zerrissenheit hat sie für mich sehr menschlich gemacht, auch wenn sie manche offensichtliche Hinweise übersieht oder sich in riskante Situationen manövriert. Die Dynamik zwischen Dulce, Emi und Zane ist spannend, manchmal auch konfliktreich, und fühlt sich angenehm authentisch für Teenager an. Besonders die Rückblicke in die Vergangenheit haben viel zur emotionalen Tiefe beigetragen. Der Schreibstil ist flüssig, modern und leicht zu lesen, was perfekt zum YA-Genre passt. Der Einstieg war für mich etwas ruhiger, fast schon zäh, doch sobald die Ermittlungen richtig Fahrt aufnehmen, entwickelt das Buch eine starke Sogwirkung. Die vielen Wendungen, falschen Spuren und Enthüllungen haben mich konstant bei Laune gehalten. Das Finale hat mich ehrlich überrascht, denn der Plot Twist kam für mich völlig unerwartet und hat die Geschichte im Nachhinein deutlich aufgewertet. Kleinere Längen im Mittelteil und einzelne nicht ganz logische Entscheidungen der Figuren konnte ich dafür gut verzeihen.

Fazit:
„Suddenly a Murder – Mord auf Ashwood Manor“ von Lauren Muñoz ist ein spannender, wendungsreicher YA-Krimi mit einem originellen Highschool-Setting und hohem Miträtsel-Faktor. Die Mischung aus Mordermittlung, Freundschaftsdrama und persönlicher Vergangenheit funktioniert insgesamt sehr gut und führen zu einem starken, überraschenden Ende. Trotz kleiner Schwächen im Tempo hat mich das Buch bestens unterhalten und lange gefesselt. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternchen.