{Rezension} Lucky – Was ich dir sagen will
(Bd. 2 der „Junos Bay“-Reihe)

Lucky – Was ich dir sagen will
(Bd. 2 der „Junos Bay“-Reihe)
von Dagmar Bach

Fischer Sauerländer
Paperback
Jugendbuch
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4371-8
Ersterscheinung: 25.03.2025

Inhalt:
Die erfolgreiche Schauspielerin Bailey Harris führt eigentlich ein durchgeplantes Leben voller Erfolg und Aufmerksamkeit – bis ein Stalker beginnt, ihr immer näherzukommen und alles aus dem Gleichgewicht bringt. Zu ihrem Schutz wird ihr ausgerechnet Jackson als Bodyguard zugeteilt, mit dem sie bereits in der Vergangenheit ständig aneinandergeraten ist. Zwischen hitzigen Wortgefechten und unausgesprochener Anziehung müssen die beiden plötzlich eng zusammenarbeiten. Als die Situation eskaliert, fliehen Bailey und Jackson nach Junos Bay, einem besonderen Küstenort mit einer ganz eigenen Magie. Doch dort wird Bailey nicht nur mit ihren Gefühlen konfrontiert, sondern auch mit einem Geheimnis aus Jacksons Vergangenheit, das alles verändert.

Meinung:
Ich habe mich unglaublich darauf gefreut, wieder nach Junos Bay zurückzukehren, und genau dieses Gefühl von „Nachhausekommen“ war auch sofort wieder da. Dieser Ort hat einfach eine ganz besondere Atmosphäre, die einen direkt einfängt und durch die gesamte Geschichte trägt. Auch diesmal schafft es die Autorin, dieses sommerliche, fast schon magische Setting lebendig werden zu lassen. Bailey Harris fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Trotz ihres Ruhms wirkt sie greifbar und authentisch – sie ist ehrgeizig, manchmal impulsiv und gleichzeitig verletzlich. Gerade die Bedrohung durch den Stalker bringt eine neue Seite an ihr zum Vorschein, die sie deutlich nahbarer macht. Man merkt, wie sehr sie versucht, die Kontrolle zu behalten, obwohl ihr alles zu entgleiten droht. Jackson ist dagegen das komplette Gegenteil: verschlossen, mürrisch und schwer zu durchschauen. Genau diese „grumpy“-Art macht ihn aber auch so spannend. Hinter seiner Fassade steckt offensichtlich mehr, und dieses Geheimnis sorgt dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Ich mochte besonders, dass seine Geschichte nicht sofort offengelegt wird, sondern sich nach und nach entfaltet – auch wenn ich mir stellenweise ein etwas früheres Aufbrechen gewünscht hätte. Die Chemie zwischen Bailey und Jackson ist für mich eines der größten Highlights. Was mir ein kleines bisschen gefehlt hat, war die stärker ausgeprägte Magie von Junos Bay, die im ersten Band noch präsenter war. Hier rückt stattdessen die Stalker-Thematik stärker in den Vordergrund. Das sorgt für zusätzliche Spannung, auch wenn dieser Handlungsstrang anfangs eher im Hintergrund bleibt und sich erst später richtig entfaltet. Der Showdown hat mich dafür umso mehr überrascht, denn der war deutlich packender und intensiver, als ich erwartet hatte. Der Schreibstil ist wieder wunderbar leicht und flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, ohne dass es oberflächlich wirkt. Die Mischung aus Romantik und Spannung ist insgesamt sehr stimmig, auch wenn die Geschichte zwischendurch etwas ruhiger und fast schon zu unbeschwert wirkt – was die späteren dramatischen Momente aber umso stärker hervorhebt.

Fazit:
„Lucky – Was ich dir sagen will“ von Dagmar Bach überzeugt als gefühlvolle und unterhaltsame Fortsetzung rund um Bailey Harris und Jackson. Die beiden Protagonisten tragen die Geschichte mit ihrer lebendigen Dynamik und sorgen für viele emotionale und spannende Momente. Auch wenn die magischen Elemente etwas in den Hintergrund treten, bleibt Junos Bay ein besonderer Schauplatz. Insgesamt eine gelungene Mischung aus Romance und Spannung, weshalb ich gerne 4 von 5 Sternchen vergebe.

{Rezension} Happy – Wo du mich findest
(Bd. 1 der „Junos Bay“-Reihe)

Happy – Wo du mich findest
(Bd. 1 der „Junos Bay“-Reihe)
von Dagmar Bach

Fischer Sauerländer
Paperback
Jugendbuch
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4370-1
Ersterscheinung: 27.08.2025

Inhalt:
Nach einer Reihe emotionaler Tiefschläge – der öffentlichen Trennung von ihrem Influencer-Freund, der Trennung der Eltern und der drohenden Gefahr, ihren liebsten Rückzugsort zu verlieren – will Anouk nur eines: das Sommerhaus in Junos Bay retten. Heimlich reist sie mit ihrem besten Freund dorthin, um den entstandenen Wasserschaden selbst zu reparieren, bevor ihre Eltern davon erfahren. Doch Junos Bay hat sich verändert. Oder war es Anouk selbst? Alte Freundschaften, neue Gefühle und rätselhafte Postkarten, die von der „großen Liebe“ sprechen, wirbeln alles durcheinander. Besonders, als ihr Kindheitsfreund Noah wieder auftaucht – charmant wie eh und je, aber inzwischen ein gefeierter Serienstar. Und plötzlich steckt Anouk mitten in einem Spiel aus Herzklopfen, Nostalgie, Magie und einem Plan, der viel zu echt wird, um nur gespielt zu sein.

Meinung:
Ich habe mich von der ersten Seite an in Junos Bay verliebt. Der Ort fühlt sich an wie die Kulisse eines liebevoll inszenierten Films: sonnendurchflutet, mit Möwen über dem Meer, Sommerduft in der Luft und Menschen, die sofort Vertrautheit ausstrahlen. Dagmar Bach gelingt es meisterhaft, diesen Ort zum Leben zu erwecken. Die Atmosphäre ist so greifbar, dass ich beim Lesen regelrecht das Salz auf der Haut spüren konnte. Anouk war mir sofort sympathisch – gerade weil sie nicht perfekt ist. Sie hat Ecken, Kanten, ist manchmal naiv, manchmal mutig, oft chaotisch und vor allem echt. Ihre Mischung aus Unsicherheit und Entschlossenheit hat mich oft zum Schmunzeln gebracht und manchmal auch emotional gepackt. Noah war für mich das emotionale Gegengewicht: charmant, sensibel und mit einer Tiefe, die man ihm als Serienstar zunächst vielleicht gar nicht zutraut. Die Dynamik zwischen den beiden war voller knisternder Momente, echtem Herzklopfen – und dabei nie übertrieben. Was mich besonders begeistert hat, war der Erzählstil. Die Perspektivwechsel zwischen Anouk und Noah haben der Geschichte eine starke emotionale Tiefe verliehen und manche Situationen ganz anders beleuchtet. Der clevere Kniff, die Handlung in zwei Versionen zu erzählen, war für mich das erzählerische Highlight, denn es hat sich angefühlt wie ein Puzzle, das man mit jeder Seite ein Stück besser zusammensetzen konnte. Auch die magischen Elemente – die geheimnisvollen Postkarten oder die kleinen „Zufälle“, die plötzlich mehr Bedeutung bekommen – haben dem Ganzen eine fast märchenhafte Note verliehen, ohne kitschig zu sein. Stattdessen hatte ich beim Lesen oft dieses warme Gefühl im Bauch, das nur richtig gute Feelgood-Romane auslösen.

Fazit:
„Happy – Wo du mich findest“ von Dagmar Bach ist der perfekte Auftakt einer romantisch-magischen Reihe, die zum Träumen einlädt. Mit einer charmanten Heldin, einem echten Herzens-Jungen und einer Geschichte, die Leichtigkeit mit Tiefe verbindet, hat mich dieses Buch vollkommen begeistert. Wer Sommer, Freundschaft und das Kribbeln der ersten Liebe mag, wird Junos Bay nie wieder verlassen wollen. Ich vergebe daher liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

Lieblingszitat:
„Erlaube mir, dich zu lieben…“ (S. 349)

{Rezension} Stardust Academy
Hüter der Sterne (Bd. 1)

Stardust Academy
Hüter der Sterne (Bd. 1)
von Francesca Peluso

Baumhaus Verlag
Hardcover
Erzählendes Kinderbuch 
304  Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8339-0868-2
Ersterscheinung: 29.02.2024

Inhalt:
Der zwölfjährige Aaron ist wie jedes Jahr im Sommercamp, obwohl er dieses Mal überhaupt keine Lust darauf hat. Doch während eines Lagerfeuers entdeckt er etwas Unerklärliches am Himmel: Sterne, die sich bewegen, als würden sie tanzen. Kurz darauf wird das Camp von einem lebendigen Sternbild angegriffen, und Aaron erhält ein geheimnisvolles Zeichen auf seiner Stirn. Es stellt sich heraus, dass er auserwählt wurde, die Stardust Academy zu besuchen, eine Schule, an der er zu einem „Hüter der Sterne“ ausgebildet werden soll. Dort erwarten ihn gefährliche Prüfungen und neue, mysteriöse Bedrohungen, da es andere Sternbilder ebenfalls auf die Menschen abgesehen haben.

Meinung:
Als Aaron das erste Mal das tanzende Sternbild sah, war ich genauso fasziniert wie er. Die Mischung aus Magie, Astronomie und Abenteuer hat mich direkt in den Bann gezogen. Aaron selbst ist ein sehr glaubwürdiger Protagonist. Ich mochte seine eher zurückhaltende, unsichere Art zu Beginn der Geschichte – er ist kein übermächtiger Held, sondern ein Junge mit ganz normalen Ängsten und Zweifeln. Diese Authentizität macht ihn unglaublich sympathisch und lässt mich als Leserin seine Entwicklung umso mehr mitverfolgen. Der Einstieg in die Welt der Stardust Academy hat mir gefallen. Die Autorin beschreibt die Akademie und ihre Geheimnisse so bildhaft, dass ich mich in dieser fantastischen Welt fast selbst wiedergefunden habe. Besonders spannend fand ich die Verbindung zwischen den Sternzeichen und den Menschen – die Idee, die Sterne als lebendige Wesen darzustellen, die Einfluss auf das Schicksal der Menschen haben, hat einen sehr interessanten Twist in die Geschichte gebracht. Auch die dynamische Beziehung zwischen Aaron und seinen neuen Freunden war unterhaltsam. Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders bei den Nebencharkteren. Auch die Geschwindigkeit, mit der die Geschichte voranschreitet, hat hin und wieder dazu geführt, dass ich mir mehr Zeit für bestimmte Szenen gewünscht hätte, um die Charaktere und die Welt noch weiter zu vertiefen. Aber insgesamt war der Lesefluss nie gestört – es bleibt immer spannend und unterhaltsam.

Fazit:
„Stardust Academy – Hüter der Sterne“ von Francesca Peluso ist ein gelungener Auftakt in eine faszinierende Fantasy-Welt, die Magie, Astronomie und Abenteuer geschickt miteinander verbindet. Die sympathischen Charaktere, insbesondere der Protagonist Aaron, und die geheimnisvolle Akademie machen das Buch zu einem unterhaltsamen Erlebnis. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternchen.