Falling for No. 89 (Bd. 2 der „L.A. Vipers“-Reihe) von Alicia Sommer
LYX Verlag Paperback New Adult / Sports Romamce 432 Seiten Altersempfehlung: ab 16 Jahren ISBN: 978-3-7363-2547-0 Ersterscheinung: 26.09.2025
Inhalt: Kayce James, Tight End der L.A. Vipers, lebt den Traum eines jeden Profisportlers: Erfolg in der NFL, Ruhm und finanzielle Sicherheit. Doch hinter seiner selbstbewussten Fassade verbergen sich massive Versagensängste und Panikattacken, die zunehmend seine Leistung auf dem Feld beeinträchtigen. Der Druck, immer funktionieren zu müssen, droht ihn zu zerbrechen. Als Shaila Sterling, angehende Sportmedizinerin, ein Praktikum beim Team beginnt, treffen die beiden nach Jahren erstmals wieder aufeinander. Sie stammen aus derselben Kleinstadt und teilen eine schmerzhafte Vergangenheit: Kayce verließ damals ohne Abschied seine Familie – und auch Shaila. Während sie nun seine Verletzungen behandelt, erkennt sie schnell, dass nicht nur sein Körper leidet, sondern auch seine Seele. Zwischen Trainingsplatz, Behandlungsraum und gemeinsamen Erinnerungen kommen alte Gefühle wieder an die Oberfläche. Doch Kayce hütet ein Geheimnis, das ihre vorsichtige Annäherung zu zerstören droht. Können sie sich der Vergangenheit stellen und einander wirklich vertrauen?
Meinung: Was mich an diesem zweiten Band der „L.A. Vipers“-Reihe besonders berührt hat, ist die intensive Auseinandersetzung mit Leistungsdruck und Mental Health im Profisport. Kayces innere Kämpfe wirken erschreckend real: die Angst zu versagen, der Druck, immer stark zu sein, das Gefühl, als Profisportler keine Schwäche zeigen zu dürfen. Seine Panikattacken und Selbstzweifel werden nicht dramatisiert, sondern ernst und respektvoll behandelt. Das hat der Geschichte für mich eine besondere Tiefe verliehen. Shaila ist dabei keine typische laute Heldin, sondern eine eher stille, sehr reflektierte Figur. Gerade ihre ruhige Art macht sie so authentisch. Sie beobachtet genau, spürt zwischen den Zeilen und erkennt bei Kayce Dinge, die andere übersehen. Besonders die eingestreuten Tagebucheinträge aus ihrer Jugend haben mir gefallen, weil sie ihre langjährigen Gefühle greifbar gemacht und die gemeinsame Vergangenheit emotional unterfüttert haben. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und basiert weniger auf reiner Anziehung als auf gegenseitigem Verständnis. Ich mochte, dass beide einander nicht „retten“, sondern lernen, sich Halt zu geben, während sie ihre eigenen Baustellen angehen. Das fühlt sich erwachsener an als viele klassische Sports-Romance-Dynamiken. Allerdings hätte ich mir stellenweise eine offenere Kommunikation gewünscht. Einige Konflikte ziehen sich länger als nötig, und gerade die Ereignisse aus der Vergangenheit hätten für meinen Geschmack noch etwas intensiver aufgearbeitet werden können. Hier blieb für mich ein kleines emotionales Potenzial ungenutzt. Dennoch überwiegt für mich klar das Positive: die sensible Umsetzung ernster Themen, das glaubwürdige Football-Setting und zwei Figuren, die verletzlich sein dürfen. Die Mischung aus emotionaler Schwere und warmen, fast schon cozy Momenten hat mich insgesamt sehr abgeholt.
Fazit: „Falling for No. 89“ von Alicia Sommer verbindet eine berührende Second-Chance-Liebesgeschichte mit einer sensiblen Darstellung von Leistungsdruck und psychischer Belastung im Profisport. Kayce und Shaila sind zwei vielschichtige Charaktere, deren Entwicklung emotional nachvollziehbar gestaltet ist. Trotz kleiner Schwächen in der Konfliktaufarbeitung überzeugt der Roman durch Tiefe, Gefühl und authentisches Football-Setting. Insgesamt vergebe ich deshalb 4,5 von 5 Sternchen.
Er lässt ihr Herz höher schlagen. Doch sie hat nie gelernt, es zu verschenken.
Inhalt: Rowan arbeitet als Physiotherapeutin beim Fußballverein Richmond Deers und hat sich geschworen, ihr Herz nicht noch einmal aufs Spiel zu setzen. Als sich jedoch Stürmer Silvano Bianchi verletzt und auf ihre Unterstützung angewiesen ist, geraten ihre Vorsätze ins Wanken. Zwischen Reha und hitzigen Wortwechseln entsteht eine intensive Anziehung. Rowan verbirgt, dass sie in Liebesdingen völlig unerfahren ist – ein Umstand, der Silvano zu einem gewagten Vorschlag verleitet. Was als kontrollierter Deal beginnt, entwickelt sich schneller als gedacht zu etwas Emotionalem. Doch Gefühle passen weder in Rowans Sicherheitsdenken noch in Silvanos ursprüngliche Pläne.
Meinung: Nach dem gelungenen ersten Band war meine Erwartungshaltung natürlich hoch – vielleicht sogar ein kleines bisschen zu hoch. Der Schreibstil von Maike Voß ist auch hier wieder wunderbar flüssig, modern und angenehm zu lesen. Bis auf einige Schreibfehler, die nicht hätten sein müssen (Cliffhänger statt Cliffhanger oder dum statt dumm), machte der Text dennoch einen insgesamt soliden Eindruck. Ich kam schnell in die Geschichte hinein, die Dialoge fühlten sich lebendig an und das Setting rund um den Verein kam mir wieder sehr vertraut vor. Dieses Wiedersehen mit den Richmond Deers hatte definitiv seinen Reiz. Silvano mochte ich als Figur wirklich gerne. Seine fürsorgliche, respektvolle Art, gerade im Umgang mit Rowan, hebt ihn positiv von vielen typischen Sports-Romance-Bookboyfriends ab. Er ist aufmerksam, geduldig und emotional greifbar. Dennoch hatte ich gerade bei ihm das Gefühl, dass enormes Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Im ersten Band wurde seine Verletzung bereits thematisiert, und ich hatte gehofft, dass seine Selbstzweifel, seine mentale Belastung und vor allem seine Therapie hier mehr Raum bekommen würden. Stattdessen wurde dieser Aspekt für mein Empfinden zu schnell abgehandelt. Gerade im Profisport – und besonders im Fußball – sind mentale Prozesse nach Verletzungen so entscheidend. Da hätte ich mir mehr Tiefe, mehr innere Kämpfe, mehr echte Auseinandersetzung gewünscht. Ein weiterer Punkt, der mich persönlich beschäftigt hat: Es ist eine Sports Romance – doch der Sport rückte für mein Gefühl zu sehr in den Hintergrund. Natürlich steht die Beziehung im Fokus, aber der Fußball wirkte stellenweise wie Kulisse statt wie Herzstück. Gerade nach dem Auftaktband hatte ich gehofft, dass beides stärker miteinander verwoben wird. Und ja, ich muss ehrlich sein, mir war es stellenweise zu spicy. Manche Szenen hätten für mich nicht diese Ausführlichkeit gebraucht. Nicht, weil sie schlecht geschrieben wären, sondern weil sie für mein Empfinden die emotionale Entwicklung eher ersetzt als vertieft haben. Ich hätte mir gewünscht, dass stattdessen mehr Raum für Gespräche, für innere Prozesse und für langsames, glaubwürdiges Zusammenwachsen genutzt wird. Apropos Glaubwürdigkeit: Drei Wochen Beziehung und dann schon das Gefühl, die Liebe des Lebens gefunden zu haben? Das ging mir persönlich etwas zu schnell. Ich hätte mir hier eine längere Entwicklung gewünscht, vielleicht mehr Zweifel, mehr Hürden – einfach mehr Zeit. Was mich außerdem ein wenig enttäuscht hat, war der Umgang mit Allie. *Achtung! Kleiner Spoiler.* Wir erfahren quasi nebenbei, dass sie sich von Owen hat scheiden lassen. Aber was ist in der Aussprache passiert? Was wurde gesagt? Wie kam es emotional zu diesem endgültigen Schritt? Zwischen Gespräch und Scheidung klafft für mich eine spürbare Lücke. Gerade weil Nebenfiguren in dieser Reihe so viel Potenzial haben, hätte ich mir hier mehr Einblicke gewünscht. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich durchaus schöne Lesemomente. Die Chemie zwischen Rowan und Silvano ist spürbar, manche Szenen sind zärtlich und liebevoll, und das italienische Familienflair bringt Wärme in die Geschichte. Emotional hätte ich mir insgesamt mehr Tiefgang gewünscht – weniger Tempo, mehr Nachhall.
Fazit: „Strike Me Right“ von Maike Voß ist eine gefühlvolle Fortsetzung der „Richmond Deers“-Reihe mit einem charmanten, respektvollen Love Interest und einer spürbaren Anziehung zwischen den Hauptfiguren. Der Schreibstil überzeugt erneut durch Leichtigkeit und angenehmen Lesefluss. Dennoch hätte ich mir mehr sportliche Tiefe, eine intensivere Auseinandersetzung mit Silvanos Selbstzweifeln und eine langsamere, glaubwürdigere Beziehungsentwicklung gewünscht. Insgesamt eine schöne, unterhaltsame Sports Romance mit kleinen Schwächen, weshalb ich 4 von 5 Sternchen vergebe.
Fighting for Love (Bd. 3 der „San Diego Lightnings“-Reihe) von Tracy Wolff
Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH Paperback Sports Romance 336 Seiten Originaltitel: Rough & Ready ISBN: 978-3-7341-1444-1 Ersterscheinung: 20.08.2025
Können zwei gebrochene Herzen trotz ihrer Narben zueinander finden?
Inhalt: Elara Vance, ehemalige Basketballprofispielerin und engagierte Leiterin eines Jugend-Sportzentrums, sieht sich mit einem massiven Problem konfrontiert: Spendengelder bleiben aus, weil großzügige Förderer ihr Geld lieber in die prestigeträchtigen Projekte von Footballstar Tanner Green investieren. Für Elara fühlt sich das wie ein persönlicher Schlag an, denn ihr Zentrum ist auf jede Unterstützung angewiesen. Tanner wiederum ist sich der Tragweite seines Ruhms zunächst kaum bewusst. Als die Situation eskaliert, sucht er Elara auf, um die Fronten zu klären. Aus der angespannten Konfrontation entwickelt sich eine intensive Verbindung, bei der schnell deutlich wird, dass beide nicht nur ihre Leidenschaft für den Sport teilen, sondern auch tiefe emotionale Wunden aus der Vergangenheit.
Meinung: Mich hat vor allem die Ausgangssituation der Geschichte überzeugt, weil sie moralisch interessant und ungewöhnlich für eine Sports Romance ist. Tanner ist kein klassischer „Schuldiger“, sondern jemand, der ungewollt von einem System profitiert, in dem Bekanntheit mehr zählt als tatsächlicher Bedarf. Das macht den Konflikt vielschichtig und glaubwürdig. Elara dagegen steht sinnbildlich für all jene, die mit Herzblut kämpfen, aber im Schatten großer Namen übersehen werden. Elara ist für mich eine starke, leidenschaftliche Protagonistin, deren Wut und Frustration absolut nachvollziehbar sind. Ihre Hingabe an das Jugendzentrum gibt der Geschichte emotionales Gewicht. Tanner hingegen ist ruhig, reflektiert und erstaunlich sensibel. Gerade seine Unsicherheit im Umgang mit seinem eigenen Einfluss hat ihn für mich sehr sympathisch gemacht. Dass er Elara nicht einfach mit Charme oder Geld „retten“ will, sondern wirklich zuhört und lernt, ist ein großer Pluspunkt. Die Beziehung zwischen Elara und Tanner entwickelt sich langsam und über Reibung, was ich sehr mochte. Ihre Dialoge sind schlagfertig, emotional und oft von unterschwelliger Spannung geprägt. Besonders gelungen fand ich, wie Tracy Wolff das Trope Shared Trauma einbindet: Beide Figuren tragen Verletzungen aus dem Profisport mit sich herum, gehen damit aber sehr unterschiedlich um. Auch hier hätte ich mir stellenweise noch mehr Tiefe gewünscht, doch die emotionale Grundstimmung hat mich trotzdem erreicht. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, intensiv und mit genau der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit.
Fazit: „Fighting for Love“ von Tracy Wolff ist eine emotionale Sports Romance, die zeigt, wie Macht, Ruhm und gute Absichten ungewollt Schaden anrichten können. Die Liebesgeschichte von Elara Vance und Tanner Green lebt von starken Charakteren, ehrlichen Konflikten und spürbarer Leidenschaft für den Sport. Auch wenn einige Themen noch mehr Raum verdient hätten, ist es ein berührender Abschluss der „San Diego Lightnings“-Reihe. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.
Rival Darling (Bd. 1 der „Darling Devils“-Reihe) von Alexandra Moody
One Verlag Paperback Junge Erwachsene / Sports Romance 448 Seiten Altersempfehlung: ab 16 Jahren ISBN: 978-3-8466-0297-3 Ersterscheinung: 17.12.2025
Inhalt: Nach dem schmerzhaften Betrug durch ihren Freund Jeremy, den Kapitän des Eishockey-Teams ihrer Highschool, fasst die 17-jährige Violet Sinclair einen klaren Entschluss: Nie wieder einen Sportler daten. Um Jeremy zu zeigen, dass sie über ihn hinweg ist, lässt sie sich auf einen riskanten Plan ein. Durch Zufall begegnet sie Reed Darling, dem gefürchteten Kapitän der Ransom Devils und gleichzeitig Jeremys größtem Rivalen. Spontan bittet sie ihn, ihren Fake-Freund zu spielen. Was als Zweckgemeinschaft mit festen Regeln beginnt, wird jedoch zunehmend kompliziert, denn hinter Reeds geheimnisvollem Ruf verbirgt sich ein ganz anderer Mensch. Während Violet versucht, emotionale Distanz zu wahren, geraten echte Gefühle immer mehr außer Kontrolle.
Meinung: Dieses Buch hat mich von den ersten Seiten an vollkommen abgeholt. Der Schreibstil von Alexandra Moody ist unglaublich flüssig und angenehm, sodass man förmlich durch die Seiten gleitet und ständig „nur noch ein Kapitel“ lesen möchte. Obwohl die Handlung insgesamt eher ruhig bleibt, fühlt sich nichts zäh an, da der Fokus klar auf den Figuren und ihren Emotionen liegt – und genau das funktioniert hier hervorragend. Violet Sinclair ist für mich eine große Stärke der Geschichte. Sie ist impulsiv, emotional, manchmal widersprüchlich und gerade deshalb so authentisch. Ihre Unsicherheit nach dem Betrug durch Jeremy ist jederzeit spürbar, ebenso wie ihr innerer Konflikt zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Angst vor erneuter Verletzung. Ihre strikte Regel, keine Sportler mehr zu daten, wirkt dabei weniger wie Sturheit, sondern vielmehr wie ein Schutzmechanismus. Auch das angespannte Verhältnis zu ihrer Mutter verleiht Violet zusätzliche Tiefe und lässt erahnen, dass sie schon länger mit emotionaler Distanz und ungelösten Konflikten kämpft. Reed Darling hat sich still und leise in mein Herz geschlichen. Nach außen wirkt er ruhig, reserviert und einschüchternd – ein Ruf, der durch zahlreiche Gerüchte noch verstärkt wird. Doch hinter dieser Fassade steckt ein unglaublich aufmerksamer, loyaler und sensibler Charakter. Besonders seine kleinen Gesten, wie seine Rücksichtnahme auf Violets Grenzen oder seine stille Unterstützung, zeigen, wie ernst es ihm ist. Man merkt deutlich, dass ihm die Fake-Beziehung emotional nähergeht, als er zugeben möchte. Dass er seine Gefühle dennoch nicht in den Vordergrund drängt, macht ihn für mich zu einer echten Green Flag. Ein absolutes Highlight ist Reeds Familie, insbesondere die Dynamik zwischen den Darling-Brüdern. Ihr starker Zusammenhalt bringt Wärme, Humor und Leichtigkeit in die Geschichte und bildet einen schönen Kontrast zu den Vorurteilen, die ihnen in Sunshine Hills entgegengebracht werden. Szenen wie das Abendessen bei den Darlings zeigen eindrucksvoll, wie sehr Violet sich nach genau dieser Art von Geborgenheit sehnt und wie gut sie eigentlich in Reeds Welt passen würde. Jeremy entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr zu einer unangenehmen und belastenden Präsenz. Sein Verhalten wirkt kontrollierend, egozentrisch und zunehmend beängstigend, was ihn zu einem glaubwürdigen Gegenspieler macht. Die Enthüllungen über seine Vergangenheit und seine Verbindung zu Reed verstärken den Eindruck, dass von ihm noch entscheidendes Drama ausgehen wird. Auch die Nebenfiguren – allen voran Mia – fügen sich stimmig ein und verleihen der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe. Ja, die Liebesgeschichte zwischen Violet und Reed entwickelt sich stellenweise recht schnell und intensiv, doch das hat meinen Lesespaß kaum geschmälert. Der Reiz liegt weniger in überraschenden Wendungen als vielmehr im emotionalen Weg dorthin. Dieser erste Band der „Darling Devils“-Reihe ist eine gefühlvolle, cozy Sportsromance ohne Spice, die stattdessen auf Nähe, Vertrauen und innere Konflikte setzt. Und genau das macht sie so wirkungsvoll.
Fazit: „Rival Darling“ von Alexandra Moody ist eine Sports Romance, die leise unter die Haut geht und lange im Herzen bleibt. Die Geschichte von Violet Sinclair und Reed Darling lebt von ehrlichen Gefühlen, starken Charakteren und einem emotionalen Knistern, das ganz ohne Spice auskommt. Trotz bekannter Tropes fühlt sich alles authentisch und nahbar an. Für mich ein absolutes Wohlfühl-Highlight, weshalb ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen vergebe.
Ob als Expertin für die deutsche Nationalmannschaft sowie Welt- und Europameisterschaften beim ZDF, als Bundesliga-Expertin bei MagentaSport oder als Expertin für die Spiele der Schweizer Herren-Nationalmannschaft beim SRF: Wer (Frauen-) Fußball in Deutschland und der Schweiz verfolgt, kommt um Kathrin Lehmann nicht herum. Doch Kathrin Lehmann ist nicht bloß TV-Expertin, sondern eine sehr beeindruckende Sportlerin. Sie ist die einzige Frau, die sowohl in der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball als auch im Eishockey einen Treffer erzielte, die einzige Frau, die sowohl im Fußball als auch im Eishockey den höchsten europäischen Club-Titel, die Champions League, gewann und zudem die einzige Frau, die sowohl im Fußball als auch im Eishockey gleichzeitig im selben Land Meister wurde. Kathrin Lehmann ist Schweizer Fußballerin des Jahres 1999 und hat die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft als Kapitänin zu den Olympischen Spielen geführt.
In unserem Gespräch hat sie mir erzählt, wie sie den Profifußball und den Profieishockey unter einen Hut bekommen hat, wie sie mit medialem Druck im Sport umgegangen ist und wie sie die Sportberichterstattung heute wahrnimmt.
Foto: Anija Schlichenmaier
Leo: Ich muss sagen, dass ich von Ihrer Karriere wirklich sehr, sehr beeindruckt bin. Ich habe mich gefragt, wie man das über so viele Jahre hinweg schafft, Profifußball, Profieishockey, Studium, Privatleben und und und allesamt unter einen Hut zu bekommen?
Kathrin Lehmann: Ich glaube, ich bin so ein bisschen ähnlich wie Sie. Ich mache etwas unglaublich gerne und dann lasse ich mir das von niemandem nehmen. Und ich habe eine Konstellation, die mir in die Karten gespielt hat, ohne die das gar nicht möglich gewesen wäre: Ich war im Fußball im Tor und im Eishockey im Sturm. Die Fußballposition ist eine Maximal- und Schnellkraft-Position und Eishockey ist eine Maximal- und Schnellkraft-Sportart. Das heißt, alles, was ich trainiert habe, habe ich immer für beides trainiert. Wäre ich im Fußball Außenverteidigerin gewesen, dann hätte ich das physisch nie und nimmer leisten können. Und so war es für mich einfach, am Freitagabend Eishockey zu spielen, am Samstag Fußball und am Sonntag wieder Eishockey. Weil das einfach eine ganz andere mentale Belastung ist, wenn ich im Fußballtor stehe. Ich hatte eine zweite Komponente, die mir sehr in die Karten gespielt hat: Ich war sehr gut. Das heißt, alle, die mich verpflichtet haben, wussten immer, man kauft das ganze Paket Kathrin Lehmann. Dadurch konnte ich immer recht gut verhandeln und es war eigentlich fast immer nur im März, April, wenn die Playoffs im Eishockey und die Eishockey-Weltmeisterschaft waren, dass es sich wirklich überschnitten hat. Ob ich im September, Oktober, November ein Eishockey-Spiel mehr oder weniger gespielt habe, war „nicht relevant“. Ich habe auch immer nur in Städten gespielt, wo beides auf höchster Stufe war und dann hatte ich ganz viel Glück mit den Spielplänen. Dass sowohl im Eishockey als auch im Fußball ein Heimspiel-Wochenende war. Dass ich nicht mit dem Fußball im Norden in Umeå war und ich hätte aber in Stockholm Eishockey gespielt. Es gab viele Zufälle, manchen Zufällen habe ich ein bisschen nachgeholfen, und so ist das gekommen. Und das Zweite ist: Nie hat man so viel Zeit, zu studieren, wie wenn man Spitzensportlerin oder Spitzensportler ist. Du verbringst so viel Zeit im Bus oder im Trainingslager und das ist etwas, um seine Gehirnzellen mit etwas anderem zu beschäftigen als nur mit Sprints von A nach B oder einem Pass von C nach D.
Leo: Das heißt, dass Sie die Inhalte für das Studium dann immer auf den Fahrten bearbeitet haben?
Kathrin Lehmann: Ja, ich war sehr, sehr kreativ, was Lernen anbelangt, auch schon während des Abiturs. Ich war in einer normalen Klasse, nicht in einer Sportklasse, und ich war schon immer sehr verspielt. Ich wusste, wenn mein Trainingsweg zehn Zugstationen hatte und ich musste Lateinvokabeln büffeln, dann habe ich zwischen Station eins und fünf die neuen Vokabeln gelernt, zwischen Station sechs und acht habe ich sie repetiert und zwischen Station neun und zehn waren die Wörter dran, die ich noch nicht konnte. Ich bin sehr kreativ im effizienten Nutzen von Zeit. Bei mir ist alles irgendwie ein Spiel. Deswegen habe ich gerne gelernt und lerne noch immer gerne. Ich habe viel gelernt und gelesen während Zugfahrten oder Krafttrainings. Mein erstes Studium war Literaturwissenschaften, Mediävistik und neue Geschichte – und Bücher lesen oder Texte schreiben, das kann ich überall.
Leo: Sehr beeindruckend. Sie haben den direkten Vergleich, weil Sie selbst sehr erfolgreiche Profispielerin waren und heute zahlreiche Spiele medial begleiten. Was würden Sie sagen, ist der größte Unterschied in der Sportberichterstattung? Was hat sich im Laufe der Zeit am meisten verändert, seit Sie mit dem Profisport begonnen haben?
Kathrin Lehmann: Social Media war und ist natürlich bahnbrechend für den Sport, insbesondere für den Frauensport, weil Social Media den Athletinnen und Athleten eine eigene Sichtbarkeit gibt. Dass ich damals 1999 eine eigene Webseite hatte, das war ja schon bahnbrechend, ich hatte einen eigenen Fanclub, ich habe Newsletter geschrieben. Dieses eigene Darstellen und die Sichtbarkeit des eigenen Tuns, das hat sich natürlich verändert. Ich finde, dass gerade im Frauenfußball, nehmen wir Deutschland, die EM 2022 für den Frauensport ein riesiger Turn Around war. Wir haben auch an der EM in diesem Jahr in der Schweiz gesehen, dass es sich von der Darstellung der Persönlichkeit der Spielerin, also der Geschichte an sich, zur sportlichen Analyse veränderte. Während die Berichterstattung früher einfach über die Persönlichkeiten war, haben wir jetzt Berichterstattung über den Sport. Natürlich immer noch mit dem Mitschwingen vom Persönlichen, genau das macht ja den Frauensport authentisch. Aber im Frauensport ist es angekommen, dass man hauptsächlich über das Sportliche berichtet, ohne die spannenden Hintergrundgeschichten zu vergessen.
Leo: Ich würde mal die These in den Raum stellen, dass trotzdem ein verstärkter medialer Druck auf den Spielerinnen lastet. Sie haben auch zahlreiche wichtige Turniere gespielt. Kann man den medialen Druck ausblenden oder belastet das einen vielleicht sogar? Wie kann man als Sportler oder Sportlerin damit zum Beispiel vor einem super wichtigen Spiel umgehen?
Kathrin Lehmann: Das ist sehr typenabhängig.
Leo: Und wie sind Sie damit umgegangen?
Kathrin Lehmann: Ich konnte das sehr gut ausblenden. Eine meiner großen Stärken war das Hier und Jetzt. Das hatte ich noch durch meinen permanenten Wechsel: Eishockey, Fußball, Eishockey, Fußball. Da war ich einem riesigen Druck ausgesetzt. Ich glaube, es geht auch darum, wie man mit den Medien umgeht und wie man sich selbst darstellt. Je realistischer man sich darstellt, desto weniger ist der Druck da und desto mehr verzeihen einem die Fans und die Medien, wenn es vielleicht mal nicht läuft. Ich glaube, gerade heutzutage mit Social Media, zahlt sich ehrliches Erzählen und ehrliche Selbstdarstellung auf den eigenen Plattformen aus in Momenten, wo es extrem ist. Ein Moment, der extrem ist, ist entweder der super Erfolg oder der super Misserfolg. Ich konnte super gut damit umgehen und ich kann nur bedingt nachvollziehen, wie sehr jemand daran zerbricht. Da ich immer Captain war und natürlich immer eine, die viel in den Medien war, auch schon zu meiner Zeit, haben sich natürlich viele unter meinem Flügel versteckt. Und das ist voll in Ordnung. Ich finde, jede Spielerin und jeder Spieler muss die Situation realistisch angehen: Kann ich damit umgehen, ja oder nein? Das ist ganz wichtig, das ist das Zentralste. Ich finde, jetzt sind wir in einer ganz spannenden Phase, denn nächste Woche spielt Deutschland gegen Spanien in der Nations League (Freitag, 28. November 2025, 20.30 Uhr). Und jetzt kommt diese Erwartungshaltung der deutschen Medien und der deutschen Gesellschaft, die momentan eigentlich keine Erwartungshaltung, sondern eher ein Wunsch, eine große Sehnsucht der deutschen Bevölkerung ist, die Besten zu sein. Jetzt spielt Deutschland gegen Spanien und ich glaube, dieses Spiel wird zeigen, inwiefern Medienarbeit gesteuert wird und wie dann tatsächlich der Showdown auf dem Platz ist. Das wird unglaublich spannend, zu sehen.
Leo: Welche Verantwortung tragen Medien und Journalisten und Journalistinnen Ihrer Meinung nach im Umgang mit Sportlern und Sportlerinnen und deren öffentlichem Bild?
Kathrin Lehmann: Eine sehr große Verantwortung. Auch ich als Expertin habe eine unglaubliche Verantwortung. Im Moment glaube ich, dass sehr viele Journalistinnen und Journalisten ihrer Sorgfaltspflicht wirklich sehr gut nachkommen. Es ist im Moment kein Sensationsjournalismus, sondern er ist momentan sehr realistisch, sachlich und behutsam. Das heißt, es ist ein guter Moment vor allem gegenüber dem Frauensport. Und sie tragen eine sehr große Verantwortung. Im Moment kann man als Journalistin oder Journalist im Frauensport, wenn wir jetzt insbesondere im Frauenfußball bleiben, sehr viel dazu beitragen, etwas aufzubauen, ohne sensationsgeil zu sein. Also sehr realistisch, kritisch, sorgfältig recherchiert, aber trotzdem dem Ganzen ein Bild und ein Gesicht gebend.
Foto: Tobias MühlsteffFoto: Tobias Mühlsteff
Leo: Sie haben das eben auch schon angesprochen, dass Sie die Sportberichterstattung in Deutschland und der Schweiz aktiv mitgestalten. Was würden Sie sich von der Sportberichterstattung der Zukunft wünschen, was würden Sie vielleicht gern verändern?
Kathrin Lehmann: Das ist eine gute Frage. Ich bin eben vielleicht auch zu sehr schon mittendrin mit allem. Ich finde, bleiben wir im Frauenfußball, dass da viele Journalisten und Journalistinnen doch schon seit einigen Jahren – und einige Jahre heißt für mich fünf aufwärts – in dem Geschehen drin sind und bei der Entwicklung, die seit 2022 passiert, dabei sind und deshalb alles gut einordnen können. Was wünsche ich mir? Dass auch die anderen Sportarten Journalistinnen und Journalisten haben, die aus der Sportart kommen und das Wachsen einordnen können. Ich finde das sehr spannend, ich kann das ja auch beurteilen, weil ich seit zehn Jahren Expertin der Herren-Nationalmannschaft der Schweiz bin. Ich begleite die Schweizer Herrennationalmannschaft teilweise länger als viele junge Journalisten und Journalistinnen von großen Tageszeitungen. Die können manche Dinge nicht in den Kontext setzen von vor vier oder fünf Jahren. Deswegen wünsche ich mir, dass solche „Journalistinnen-Dinos“ oder „Journalisten-Dinos“ in jeder Sportart noch lange mit dabei sind, die permanent etwas einordnen können.
Leo: Gerade die Entwicklung im Frauenfußball ist, wie Sie sagen, im Laufe der Jahre auch sehr beeindruckend zu sehen, da hoffe ich auch, dass sich da weiterhin ganz viel tut. Das ist gerade für ein Fußball spielendes Mädchen spannend, das so von außen zu beobachten.
Kathrin Lehmann: Absolut.
Leo: Sie veranstalten in der Schweiz seit 20 Jahren Ihre eigenen Sport-Camps. Was ist Ihnen am wichtigsten, den Teilnehmerinnen von jung bis etwas älter im Fußball und Eishockey mitzugeben?
Kathrin Lehmann: Gemeinsam spielen, lachen, lernen.
Leo: Das ist doch schön. Ich habe auch ganz lange Fußball gespielt und am Anfang auch recht lange in einem Jungsteam. Da haben die Spieler und Eltern der gegnerischen Teams schon immer mal wieder komisch geschaut, was denn das kleine 5-jährige Mädchen da eigentlich mitmischen will. Es hat sich in den letzten Jahren auf jeden Fall gebessert, aber sowohl der Fußball als auch Eishockey sind tendenziell doch eher männlich dominierte Sportarten. Sie haben auch als Frau in Männermannschaften gespielt. Wie war das so? Haben Sie da mal schlechte Erfahrungen damit gemacht? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?
Kathrin Lehmann: Es ist nach wie vor so, da müssen wir uns nichts vormachen. Auch der Fußball, auch wenn der Frauenfußball da auf einem vorstehenden Ast ist, ist immer noch männlich dominiert und das wird auch erstmal so bleiben. Wir sind zwar weit, aber so weit, dass wir sagen, es ist das Normalste auf der Welt, dass alle Mädchen auf dem Land Fußball spielen und dass man da einfach hinkommen kann, so weit sind wir noch nicht. Da dürfen wir nicht die Augen verschließen und alles gutreden. Das hat auch mit Kabinenaufteilung, Platzaufteilung und so weiter zu tun, auch im Eishockey, da sind wir noch meilenweit davon entfernt. Ich muss das leider immer wieder sagen, was heißt leider, aber ich war halt einfach gut, ich war sehr gut. Und wenn man gut ist, hat man nie ein Problem. Deswegen hatte ich insofern eigentlich keine verschlossenen Türen. Außer selbstverständlich dann irgendwann im Eishockey zwischen 14 und 16, als es hieß, ich darf nicht im A-Team spielen, weil ich einem guten Jungen den Platz wegnehme. Aber immer, wenn es um Auf- und Abstieg ging, dann musste ich natürlich schon schnell ins A-Team gehen. Also wenn es um Meistertitel ging oder darum, nicht abzusteigen, dann wurde ich immer hochtransferiert, weil ich eben doch die Beste war. Das ist mir schon widerfahren und ich weiß, dass es auch jetzt noch der Fall ist. Dieser Satz „Du nimmst einem guten Jungen den Platz weg!“, wird auch heute noch oft ausgesprochen.
Leo: Das ist tatsächlich einfach sehr schade.
Kathrin Lehmann: Ja und das ist immer noch so. Und solange da nicht in den Vorständen oder in der Geschäftsleitung einfach eine wertfreie Kultur gelebt wird, wird das weiterhin so bleiben. Es gibt auch viele coole Geschäftsführerinnen – meistens Geschäftsführer – oder Vorstände, aber momentan geht es meistens noch immer um das Geld, ob ich irgendwann mit irgendjemandem etwas verdienen kann. Und auch wenn alle Statistiken zeigen, dass es vielleicht nicht mal ein Prozent aller Jungen ist, die Fußball spielen, die überhaupt mal irgendwas machen. Und dennoch verschließt man sehr guten Mädchen fast alle Türen.
Leo: Dann ist es natürlich trotzdem schön, Vorbilder wie Sie im Sport zu haben.
Kathrin Lehmann: Dankeschön.
Leo: Sie waren 2006 (7. Platz) und 2010 (5. Platz) mit der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Turin und Vancouver. Man hört immer in den Medien von Olympia-Teilnehmern und -Teilnehmerinnen, wie sehr sie diese Erfahrung geprägt hat und was für ein besonderes Erlebnis diese Veranstaltung ist. Was sind Ihre besten Erinnerungen an die Turniere?
Kathrin Lehmann: Vancouver 2010, in der Geburtsstadt des Eishockeys an Olympischen Spielen teilzunehmen, ich war Kapitänin der Schweiz und wir hatten das Eröffnungsspiel gegen Kanada, also da kriege ich jetzt noch Gänsehaut. Ich meine, mehr geht nicht. Ich glaube, das ist mit das Größte und Emotionalste, was es gibt, was in unserer Reichweite war – es war verwegen, zu sagen, wir holen Olympia-Gold -, das habe ich erreicht. Ich bin unendlich dankbar, dass ich zweimal an den Olympischen Spielen teilnehmen konnte, weil du brauchst die ersten, um das Ganze einmal zu verarbeiten und um zu wissen, wie das alles läuft. Und beim zweiten Mal kannst du es richtig genießen.
Leo: Und es war ja auch recht erfolgreich.
Kathrin Lehmann: Ja, ich meine, wir haben zwei Olympische Diplome geholt, ich habe Tore erzielt, meine Schlittschuhe sind im Olympischen Museum, also es ist cool.
Leo: Sie wurden 2021 vom FC Bayern München angefragt, ob Sie nochmal als dritte Torhüterin einspringen könnten und sind dann am Ende der Saison mit 41 Jahren doch noch deutsche Meisterin geworden. Das sind alles wirklich beeindruckende Dinge, die Sie erreicht haben. Und durch den Sport haben Sie auch viele Orte gesehen. Ich habe gelesen, dass es ein Wunsch von Ihnen war, unter anderem in Schweden zu spielen. Gibt es rückblickend auf Ihre Sportkarriere vielleicht aber eine Sache, für die Sie bis heute am meisten dankbar sind, sie durch den Sport erlebt zu haben?
Kathrin Lehmann: Ich bin dankbar für meine Karriere. Und ich würde es wieder so machen, ich bereue nichts. Ich habe in vier verschiedenen Ländern gelebt. Also ich habe nicht nur dort gespielt, ich habe in vier verschiedenen Ländern gelebt: Schweiz, Schweden, Deutschland, USA. Und ich habe es geschafft, in jedem Land einen Titel mit dem Team und einen individuellen Titel zu gewinnen. Das heißt, es ist mir gelungen, meine eigene Identität zu bewahren und diesen Mehrwert, was es bedeutet, als Ausländerin in einem Land zu spielen – da ist der Druck unweigerlich größer -, ich habe meine Identität bewahrt, aber es geschafft, mich der Kultur anzupassen und daraus etwas mitzunehmen. Ich glaube, diese Fähigkeit oder dass ich das geschafft habe, ist wahrscheinlich auch die Gabe, die ich auch jetzt in meinem Leben genieße. Ich weiß, dass ich ich bleiben kann, aber ich bin fähig, zu adaptieren – egal, welche Kultur um mich herum ist.
Leo: Das ist einfach sehr cool. Vielen Dank für die spannenden Einblicke!
Während unseres Gesprächs ist mir wieder einmal klar geworden, was der Sport alles bewegen und auch was er für eine tolle Plattform sein kann. Auch wenn der Frauensport noch einen langen Weg gehen muss, bin ich als angehende Sportjournalistin sehr froh, dass es Vorbilder wie Kathrin Lehmann gibt, die die Sportberichterstattung erfrischend und fachlich präzise besser machen.