{Rezension} Racing Legends
Max Verstappen (Bd. 2)

Racing Legends
Max Verstappen (Bd. 2)
von Maurice Hamilton
mit Illustrationen von Cat Sims

Loewe Verlag
Hardcover
Kinderbuch
192 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-7432-2517-6
Ersterscheinung: 12.03.2026

Inhalt:
Der zweite Band der Reihe widmet sich dem Aufstieg des Formel-1-Fahrers Max Verstappen und verfolgt seinen außergewöhnlich frühen Einstieg in den Profisport bis hin zu seinen Erfolgen als mehrfacher Weltmeister. Dabei werden sowohl wichtige Stationen seiner Karriere als auch persönliche Herausforderungen und prägende Einflüsse thematisiert. Ergänzend zur biografischen Darstellung vermittelt das Buch grundlegendes Wissen rund um die Formel 1. Dazu zählen unter anderem technische Hintergründe, Rennstrategien, berühmte Strecken sowie die Abläufe innerhalb eines Teams.

Meinung:
Ich hatte beim Lesen schnell das Gefühl, dass dieser Band noch einmal eine ganz eigene Dynamik mitbringt. Während andere Geschichten oft den klassischen „vom Traum zum Erfolg“-Weg erzählen, wirkt hier vieles intensiver und direkter – was natürlich auch gut zur Persönlichkeit von Max Verstappen passt. Genau das fängt das Buch meiner Meinung nach sehr gelungen ein. Besonders gefallen hat mir, wie der Fokus nicht nur auf Erfolgen liegt, sondern auch auf dem Weg dorthin. Gerade weil Verstappen so früh in die Formel 1 eingestiegen ist, entsteht eine spannende Mischung aus Talent, Druck und Entwicklung. Das macht die Geschichte greifbar und hebt sie von einer reinen Aufzählung von Siegen ab. Auch die Wissensvermittlung ist wieder richtig gut gelungen. Die Einblicke in Technik, Strategie und Teamarbeit sind so erklärt, dass sie neugierig machen, ohne zu überfordern. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der den Motorsport wirklich versteht und dieses Wissen sinnvoll für ein jüngeres Publikum herunterbrechen kann. Die Illustrationen von Cat Sims tragen erneut viel zur Wirkung bei. Sie geben dem Buch Tempo und Leichtigkeit, sodass selbst sachlichere Abschnitte nie trocken wirken. Gerade für Kinder, die vielleicht noch nicht so viel lesen, ist das ein großer Pluspunkt. Was mir persönlich besonders positiv aufgefallen ist: Das Buch schafft es, Begeisterung für den Motorsport zu wecken, ohne dabei kompliziert zu werden. Es fühlt sich motivierend an, ohne belehrend zu wirken – und genau das macht es so stark. Wenn man überhaupt etwas anmerken möchte, dann höchstens, dass man sich an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe wünschen könnte. Aber auch hier gilt: Für die Zielgruppe ist das Niveau absolut passend und sinnvoll gewählt.

Fazit:
„Racing Legends – Max Verstappen“ von Maurice Hamilton ist eine spannende und motivierende Einführung in die Welt der Formel 1. Die Mischung aus persönlicher Geschichte, fundiertem Hintergrundwissen und lebendiger Gestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Besonders der mitreißende Einblick in die Karriere von Max Verstappen macht das Buch zu einem echten Highlight für junge Motorsportfans. Insgesamt ein rundum gelungenes Leseerlebnis mit 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Racing Legends
Lewis Hamilton (Bd. 1)

Racing Legends
Lewis Hamilton (Bd. 1)
von Maurice Hamilton
mit Illustrationen von Cat Sims

Loewe Verlag
Hardcover
Kinderbuch
192 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-7432-2516-9
Ersterscheinung: 12.03.2026

Inhalt:
Der erste Band dieser neuen Reihe widmet sich dem Werdegang des Formel-1-Fahrers Lewis Hamilton und zeichnet seinen Weg von den Anfängen im Kartsport bis hin zu seinen großen Erfolgen in der Königsklasse des Motorsports nach. Dabei werden zentrale Stationen seiner Karriere sowie die Bedeutung von Training, Disziplin und Zielstrebigkeit dargestellt. Neben der biografischen Erzählung vermittelt das Buch grundlegende Informationen über die Formel 1, darunter technische Aspekte der Fahrzeuge, Rennstrategien, bekannte Strecken und die Abläufe innerhalb eines Teams.

Meinung:
Ich finde, dieses Buch schafft etwas, das gar nicht so leicht ist: Es verbindet eine inspirierende Lebensgeschichte mit spannender Wissensvermittlung – und das auf eine Weise, die Kinder wirklich anspricht. Besonders gelungen ist, wie die Geschichte nicht nur die glänzenden Momente zeigt, sondern auch den Weg dorthin. Dadurch wirkt alles greifbarer und motivierender, weil man merkt, dass Erfolg nicht einfach „passiert“, sondern erarbeitet wird. Was mir persönlich sehr gefallen hat, ist die Balance zwischen Information und Unterhaltung. Die Einblicke in die Formel 1 sind weder zu kompliziert noch zu oberflächlich. Gerade für Kinder, die sich vielleicht zum ersten Mal für Motorsport interessieren, ist das ein richtig guter Einstieg. Gleichzeitig können auch Erwachsene noch das eine oder andere Detail mitnehmen. Die Illustrationen von Cat Sims lockern den Text wunderbar auf. Sie geben dem Ganzen einen modernen, fast schon comicartigen Stil, der perfekt zur Dynamik des Themas passt. Dadurch wirkt das Buch nie trocken, sondern lebendig und energiegeladen. Ein weiterer Punkt, der mir positiv aufgefallen ist: Die Sprache ist bewusst einfach gehalten, ohne dabei langweilig zu werden. Das macht das Buch ideal für Leseanfänger und sorgt gleichzeitig dafür, dass man beim Lesen schnell durch die Kapitel fliegt. Wenn ich etwas kritisch anmerken müsste, dann vielleicht, dass erfahrene Motorsportfans sich an manchen Stellen etwas mehr Tiefe wünschen könnten. Aber das ist auch gar nicht der Anspruch des Buches, denn es richtet sich klar an ein jüngeres Publikum, und für diese Zielgruppe funktioniert es wirklich hervorragend.

Fazit:
„Racing Legends – Lewis Hamilton“ von Maurice Hamilton ist ein gelungener Einstieg in die Welt der Formel 1 für Kinder ab 8 Jahren. Es verbindet eine inspirierende Lebensgeschichte mit spannendem Hintergrundwissen und ansprechenden Illustrationen. Insgesamt ein unterhaltsames und lehrreiches Leseerlebnis mit 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Falling for No. 89
(Bd. 2 der „L.A. Vipers“-Reihe)

Falling for No. 89
(Bd. 2 der „L.A. Vipers“-Reihe)
von Alicia Sommer

LYX Verlag
Paperback
New Adult / Sports Romamce
432 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-2547-0
Ersterscheinung: 26.09.2025

Inhalt:
Kayce James, Tight End der L.A. Vipers, lebt den Traum eines jeden Profisportlers: Erfolg in der NFL, Ruhm und finanzielle Sicherheit. Doch hinter seiner selbstbewussten Fassade verbergen sich massive Versagensängste und Panikattacken, die zunehmend seine Leistung auf dem Feld beeinträchtigen. Der Druck, immer funktionieren zu müssen, droht ihn zu zerbrechen. Als Shaila Sterling, angehende Sportmedizinerin, ein Praktikum beim Team beginnt, treffen die beiden nach Jahren erstmals wieder aufeinander. Sie stammen aus derselben Kleinstadt und teilen eine schmerzhafte Vergangenheit: Kayce verließ damals ohne Abschied seine Familie – und auch Shaila. Während sie nun seine Verletzungen behandelt, erkennt sie schnell, dass nicht nur sein Körper leidet, sondern auch seine Seele. Zwischen Trainingsplatz, Behandlungsraum und gemeinsamen Erinnerungen kommen alte Gefühle wieder an die Oberfläche. Doch Kayce hütet ein Geheimnis, das ihre vorsichtige Annäherung zu zerstören droht. Können sie sich der Vergangenheit stellen und einander wirklich vertrauen?

Meinung:
Was mich an diesem zweiten Band der „L.A. Vipers“-Reihe besonders berührt hat, ist die intensive Auseinandersetzung mit Leistungsdruck und Mental Health im Profisport. Kayces innere Kämpfe wirken erschreckend real: die Angst zu versagen, der Druck, immer stark zu sein, das Gefühl, als Profisportler keine Schwäche zeigen zu dürfen. Seine Panikattacken und Selbstzweifel werden nicht dramatisiert, sondern ernst und respektvoll behandelt. Das hat der Geschichte für mich eine besondere Tiefe verliehen. Shaila ist dabei keine typische laute Heldin, sondern eine eher stille, sehr reflektierte Figur. Gerade ihre ruhige Art macht sie so authentisch. Sie beobachtet genau, spürt zwischen den Zeilen und erkennt bei Kayce Dinge, die andere übersehen. Besonders die eingestreuten Tagebucheinträge aus ihrer Jugend haben mir gefallen, weil sie ihre langjährigen Gefühle greifbar gemacht und die gemeinsame Vergangenheit emotional unterfüttert haben. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und basiert weniger auf reiner Anziehung als auf gegenseitigem Verständnis. Ich mochte, dass beide einander nicht „retten“, sondern lernen, sich Halt zu geben, während sie ihre eigenen Baustellen angehen. Das fühlt sich erwachsener an als viele klassische Sports-Romance-Dynamiken. Allerdings hätte ich mir stellenweise eine offenere Kommunikation gewünscht. Einige Konflikte ziehen sich länger als nötig, und gerade die Ereignisse aus der Vergangenheit hätten für meinen Geschmack noch etwas intensiver aufgearbeitet werden können. Hier blieb für mich ein kleines emotionales Potenzial ungenutzt. Dennoch überwiegt für mich klar das Positive: die sensible Umsetzung ernster Themen, das glaubwürdige Football-Setting und zwei Figuren, die verletzlich sein dürfen. Die Mischung aus emotionaler Schwere und warmen, fast schon cozy Momenten hat mich insgesamt sehr abgeholt.

Fazit:
„Falling for No. 89“ von Alicia Sommer verbindet eine berührende Second-Chance-Liebesgeschichte mit einer sensiblen Darstellung von Leistungsdruck und psychischer Belastung im Profisport. Kayce und Shaila sind zwei vielschichtige Charaktere, deren Entwicklung emotional nachvollziehbar gestaltet ist. Trotz kleiner Schwächen in der Konfliktaufarbeitung überzeugt der Roman durch Tiefe, Gefühl und authentisches Football-Setting. Insgesamt vergebe ich deshalb 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Strike Me Right
(Bd. 2 der „Richmond Deers“-Reihe)

Strike Me Right
(Bd. 2 der „Richmond Deers“-Reihe)
von Maike Voß

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
464 Seiten
ISBN: 978-3-453-44260-3
Ersterscheinung: 14.01.2026

Er lässt ihr Herz höher schlagen.
Doch sie hat nie gelernt, es zu verschenken.

Inhalt:
Rowan arbeitet als Physiotherapeutin beim Fußballverein Richmond Deers und hat sich geschworen, ihr Herz nicht noch einmal aufs Spiel zu setzen. Als sich jedoch Stürmer Silvano Bianchi verletzt und auf ihre Unterstützung angewiesen ist, geraten ihre Vorsätze ins Wanken. Zwischen Reha und hitzigen Wortwechseln entsteht eine intensive Anziehung. Rowan verbirgt, dass sie in Liebesdingen völlig unerfahren ist – ein Umstand, der Silvano zu einem gewagten Vorschlag verleitet. Was als kontrollierter Deal beginnt, entwickelt sich schneller als gedacht zu etwas Emotionalem. Doch Gefühle passen weder in Rowans Sicherheitsdenken noch in Silvanos ursprüngliche Pläne.

Meinung:
Nach dem gelungenen ersten Band war meine Erwartungshaltung natürlich hoch – vielleicht sogar ein kleines bisschen zu hoch. Der Schreibstil von Maike Voß ist auch hier wieder wunderbar flüssig, modern und angenehm zu lesen. Bis auf einige Schreibfehler, die nicht hätten sein müssen (Cliffhänger statt Cliffhanger oder dum statt dumm), machte der Text dennoch einen insgesamt soliden Eindruck. Ich kam schnell in die Geschichte hinein, die Dialoge fühlten sich lebendig an und das Setting rund um den Verein kam mir wieder sehr vertraut vor. Dieses Wiedersehen mit den Richmond Deers hatte definitiv seinen Reiz. Silvano mochte ich als Figur wirklich gerne. Seine fürsorgliche, respektvolle Art, gerade im Umgang mit Rowan, hebt ihn positiv von vielen typischen Sports-Romance-Bookboyfriends ab. Er ist aufmerksam, geduldig und emotional greifbar. Dennoch hatte ich gerade bei ihm das Gefühl, dass enormes Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Im ersten Band wurde seine Verletzung bereits thematisiert, und ich hatte gehofft, dass seine Selbstzweifel, seine mentale Belastung und vor allem seine Therapie hier mehr Raum bekommen würden. Stattdessen wurde dieser Aspekt für mein Empfinden zu schnell abgehandelt. Gerade im Profisport – und besonders im Fußball – sind mentale Prozesse nach Verletzungen so entscheidend. Da hätte ich mir mehr Tiefe, mehr innere Kämpfe, mehr echte Auseinandersetzung gewünscht. Ein weiterer Punkt, der mich persönlich beschäftigt hat: Es ist eine Sports Romance – doch der Sport rückte für mein Gefühl zu sehr in den Hintergrund. Natürlich steht die Beziehung im Fokus, aber der Fußball wirkte stellenweise wie Kulisse statt wie Herzstück. Gerade nach dem Auftaktband hatte ich gehofft, dass beides stärker miteinander verwoben wird. Und ja, ich muss ehrlich sein, mir war es stellenweise zu spicy. Manche Szenen hätten für mich nicht diese Ausführlichkeit gebraucht. Nicht, weil sie schlecht geschrieben wären, sondern weil sie für mein Empfinden die emotionale Entwicklung eher ersetzt als vertieft haben. Ich hätte mir gewünscht, dass stattdessen mehr Raum für Gespräche, für innere Prozesse und für langsames, glaubwürdiges Zusammenwachsen genutzt wird. Apropos Glaubwürdigkeit: Drei Wochen Beziehung und dann schon das Gefühl, die Liebe des Lebens gefunden zu haben? Das ging mir persönlich etwas zu schnell. Ich hätte mir hier eine längere Entwicklung gewünscht, vielleicht mehr Zweifel, mehr Hürden – einfach mehr Zeit. Was mich außerdem ein wenig enttäuscht hat, war der Umgang mit Allie. *Achtung! Kleiner Spoiler.* Wir erfahren quasi nebenbei, dass sie sich von Owen hat scheiden lassen. Aber was ist in der Aussprache passiert? Was wurde gesagt? Wie kam es emotional zu diesem endgültigen Schritt? Zwischen Gespräch und Scheidung klafft für mich eine spürbare Lücke. Gerade weil Nebenfiguren in dieser Reihe so viel Potenzial haben, hätte ich mir hier mehr Einblicke gewünscht. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich durchaus schöne Lesemomente. Die Chemie zwischen Rowan und Silvano ist spürbar, manche Szenen sind zärtlich und liebevoll, und das italienische Familienflair bringt Wärme in die Geschichte. Emotional hätte ich mir insgesamt mehr Tiefgang gewünscht – weniger Tempo, mehr Nachhall.

Fazit:
„Strike Me Right“ von Maike Voß ist eine gefühlvolle Fortsetzung der „Richmond Deers“-Reihe mit einem charmanten, respektvollen Love Interest und einer spürbaren Anziehung zwischen den Hauptfiguren. Der Schreibstil überzeugt erneut durch Leichtigkeit und angenehmen Lesefluss. Dennoch hätte ich mir mehr sportliche Tiefe, eine intensivere Auseinandersetzung mit Silvanos Selbstzweifeln und eine langsamere, glaubwürdigere Beziehungsentwicklung gewünscht. Insgesamt eine schöne, unterhaltsame Sports Romance mit kleinen Schwächen, weshalb ich 4 von 5 Sternchen vergebe.

{Rezension} Fighting for Love
(Bd. 3 der „San Diego Lightnings“-Reihe)

Fighting for Love
(Bd. 3 der „San Diego Lightnings“-Reihe)
von Tracy Wolff

Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Paperback
Sports Romance
336 Seiten
Originaltitel: Rough & Ready
ISBN: 978-3-7341-1444-1
Ersterscheinung: 20.08.2025

Können zwei gebrochene Herzen trotz ihrer Narben zueinander finden?

Inhalt:
Elara Vance, ehemalige Basketballprofispielerin und engagierte Leiterin eines Jugend-Sportzentrums, sieht sich mit einem massiven Problem konfrontiert: Spendengelder bleiben aus, weil großzügige Förderer ihr Geld lieber in die prestigeträchtigen Projekte von Footballstar Tanner Green investieren. Für Elara fühlt sich das wie ein persönlicher Schlag an, denn ihr Zentrum ist auf jede Unterstützung angewiesen. Tanner wiederum ist sich der Tragweite seines Ruhms zunächst kaum bewusst. Als die Situation eskaliert, sucht er Elara auf, um die Fronten zu klären. Aus der angespannten Konfrontation entwickelt sich eine intensive Verbindung, bei der schnell deutlich wird, dass beide nicht nur ihre Leidenschaft für den Sport teilen, sondern auch tiefe emotionale Wunden aus der Vergangenheit.

Meinung:
Mich hat vor allem die Ausgangssituation der Geschichte überzeugt, weil sie moralisch interessant und ungewöhnlich für eine Sports Romance ist. Tanner ist kein klassischer „Schuldiger“, sondern jemand, der ungewollt von einem System profitiert, in dem Bekanntheit mehr zählt als tatsächlicher Bedarf. Das macht den Konflikt vielschichtig und glaubwürdig. Elara dagegen steht sinnbildlich für all jene, die mit Herzblut kämpfen, aber im Schatten großer Namen übersehen werden. Elara ist für mich eine starke, leidenschaftliche Protagonistin, deren Wut und Frustration absolut nachvollziehbar sind. Ihre Hingabe an das Jugendzentrum gibt der Geschichte emotionales Gewicht. Tanner hingegen ist ruhig, reflektiert und erstaunlich sensibel. Gerade seine Unsicherheit im Umgang mit seinem eigenen Einfluss hat ihn für mich sehr sympathisch gemacht. Dass er Elara nicht einfach mit Charme oder Geld „retten“ will, sondern wirklich zuhört und lernt, ist ein großer Pluspunkt. Die Beziehung zwischen Elara und Tanner entwickelt sich langsam und über Reibung, was ich sehr mochte. Ihre Dialoge sind schlagfertig, emotional und oft von unterschwelliger Spannung geprägt. Besonders gelungen fand ich, wie Tracy Wolff das Trope Shared Trauma einbindet: Beide Figuren tragen Verletzungen aus dem Profisport mit sich herum, gehen damit aber sehr unterschiedlich um. Auch hier hätte ich mir stellenweise noch mehr Tiefe gewünscht, doch die emotionale Grundstimmung hat mich trotzdem erreicht. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, intensiv und mit genau der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit.

Fazit:
„Fighting for Love“ von Tracy Wolff ist eine emotionale Sports Romance, die zeigt, wie Macht, Ruhm und gute Absichten ungewollt Schaden anrichten können. Die Liebesgeschichte von Elara Vance und Tanner Green lebt von starken Charakteren, ehrlichen Konflikten und spürbarer Leidenschaft für den Sport. Auch wenn einige Themen noch mehr Raum verdient hätten, ist es ein berührender Abschluss der „San Diego Lightnings“-Reihe. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.