{Rezension} Die gute Fee mit der schlechten Laune
Der Wunschperlen-Auftrag (Bd. 1)

Die gute Fee mit der schlechten Laune
Der Wunschperlen-Auftrag (Bd. 1)
von Emma Flint
mit Vignetten von Pernille Ørum

Arena Verlag
Hardcover
Kinderbuch
152  Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-401-60828-0
Ersterscheinung: 03.07.2026

Inhalt:
Molli ist eine Fee, die so gar nicht in das Bild einer perfekten guten Fee passen will. Während alle anderen fröhlich sind, Zuckerwatte lieben und sich brav an sämtliche Feenregeln halten, sehnt sie sich nach Abenteuern und findet den Alltag im Feenreich ziemlich langweilig. Als sie endlich die Chance erhält, ihren ersten Auftrag in der Menschenwelt zu übernehmen, geht für sie ein großer Traum in Erfüllung. Allerdings wird ihr mit dem überheblichen Wandelwicht Pepito, der sich in einen Königspudel verwandelt, ein strenger Aufpasser zur Seite gestellt. Gemeinsam geraten die beiden von einer chaotischen Situation in die nächste, während Molli beweisen möchte, dass sie ihren ganz eigenen Weg gehen kann.

Meinung:
Molli war mir vom ersten Moment an unglaublich sympathisch. Sie ist keine typische Bilderbuchfee, sondern herrlich eigensinnig, neugierig und voller Tatendrang. Gerade weil sie nicht perfekt ist, macht sie als Hauptfigur so viel Spaß. Ihre schlechte Laune entsteht nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Langeweile – und das macht sie sehr authentisch. Viele Kinder werden sich vermutlich genau darin wiederfinden, denn nicht jeder passt immer in vorgegebene Erwartungen. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte vermittelt, dass Anderssein nichts Schlechtes ist. Molli versucht zwar immer wieder, den Erwartungen gerecht zu werden, bleibt dabei aber ihrer eigenen Persönlichkeit treu. Diese Botschaft wird ganz natürlich in die Handlung eingebunden und wirkt nie belehrend. Stattdessen zeigt das Buch mit viel Humor, dass gerade die kleinen Ecken und Kanten einen Menschen (oder eben eine Fee) besonders machen. Die Dynamik zwischen Molli und Pepito sorgt immer wieder für witzige Wortgefechte. Pepito nimmt seine Aufgabe als Aufpasser sehr ernst, weiß scheinbar alles besser und bringt Molli damit regelmäßig auf die Palme. Genau dieser Gegensatz macht die beiden aber zu einem unterhaltsamen Gespann. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich ihre Zusammenarbeit glaubwürdig weiter, sodass man beide schnell ins Herz schließt. Auch die Menschenwelt sorgt für viele überraschende und turbulente Momente. Kaum glaubt man, Molli hätte eine Situation im Griff, geht schon wieder etwas schief. Dadurch bleibt die Handlung ständig in Bewegung und wird nie langweilig. Die Mischung aus Magie, Humor und kleinen Missgeschicken hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ein echtes Highlight sind außerdem die kreativen Wortschöpfungen, die immer wieder auftauchen. Sie verleihen der Geschichte ihren ganz eigenen Charme und bringen einen häufig zum Schmunzeln. Gerade beim Vorlesen dürften diese fantasievollen Begriffe für viele Lacher sorgen. Auch optisch ist das Buch wunderschön gestaltet. Das liebevoll gestaltete Cover macht sofort neugierig und die Vignetten von Pernille Ørum lockern den Text wunderbar auf. Die Illustrationen unterstreichen die märchenhafte Atmosphäre, ohne vom Lesen abzulenken. Zusammen mit den hervorgehobenen Wörtern entsteht ein sehr abwechslungsreiches Gesamtbild, das besonders für jüngere Lesende ansprechend ist. Die Geschichte richtet sich zwar an Kinder ab acht Jahren, konnte mich aber ebenfalls bestens unterhalten. Sie verbindet Spannung, Humor und liebenswerte Figuren mit einer wichtigen Botschaft über Individualität und Freundschaft. Gleichzeitig endet das Abenteuer so, dass sofort die Vorfreude auf den nächsten Band geweckt wird.

Fazit:
„Die gute Fee mit der schlechten Laune – Der Wunschperlen-Auftrag“ von Emma Flint ist ein zauberhafter Reihenauftakt mit einer herrlich unperfekten Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Die Mischung aus Magie, Humor, Freundschaft und turbulenten Abenteuern sorgt für beste Unterhaltung und vermittelt ganz nebenbei eine schöne Botschaft über das Anderssein. Liebevolle Illustrationen und viele witzige Ideen machen das Buch zusätzlich zu einem echten Hingucker. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen und eine klare Empfehlung für alle, die humorvolle Fantasygeschichten mit starken Figuren lieben.

{Rezension} Der Zauber der Schokomagie (Bd. 4)

Der Zauber der Schokomagie
(Bd. 4)
von Mareike Allnoch

arsEdition
Hardcover
Kinder- / Jugendbuch
272  Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8458-6953–7
Ersterscheinung: 23.04.2026

„Wer braucht schon Superkräfte, wenn man die Welt mit Schokolade retten kann?“

Inhalt:
Mila steht plötzlich vor einem riesigen Problem: Ihre besondere Fähigkeit als Duftseherin ist wie vom Erdboden verschluckt. Stattdessen sind es nun ausgerechnet ihre Freunde Liz, Louis und Cem, die mit magischen Kräften klarkommen müssen – und dabei läuft natürlich nicht alles glatt. Um diesen seltsamen Tausch rückgängig zu machen, braucht es eine geheimnisvolle und äußerst mächtige Kakaobohne. Doch diese ist heiß begehrt, und ein zwielichtiger Wissenschaftler ist ebenfalls hinter ihr her. Gemeinsam machen sich Mila und ihre Freunde in Paris auf die Suche und geraten dabei in ein turbulentes Abenteuer voller schokoladiger Pannen, unerwarteter Gefahren und gut gehüteter Geheimnisse.

Meinung:
Auch im vierten Band hat mich diese Reihe wieder vollkommen abgeholt und ich hätte ehrlich gesagt nichts anderes erwartet. Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen, wenn man wieder mit Mila, Liz, Louis und Cem durch die Straßen von Paris stolpert. Nur dass diesmal alles ein kleines bisschen chaotischer ist. Aber genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Besonders gut gefallen hat mir die Idee, die magischen Fähigkeiten zu „vertauschen“. Dadurch entsteht eine ganz neue Dynamik innerhalb der Gruppe. Mila, die sonst immer diejenige mit der besonderen Gabe ist, muss plötzlich ohne sie klarkommen, während Liz, Louis und Cem eher unfreiwillig in diese Rolle hineinwachsen. Das sorgt nicht nur für viele lustige Momente, sondern bringt auch eine schöne Botschaft mit sich: Jeder hat seine Stärken, auch wenn man sie manchmal erst entdecken muss. Der Humor ist wieder absolut on point. Diese kleinen Missgeschicke, die schokoladigen Katastrophen und die oft herrlich chaotischen Situationen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig schafft es die Autorin aber auch, eine gewisse Spannung aufzubauen. Für die Zielgruppe ist das genau die richtige Mischung aus Abenteuer und Nervenkitzel. Was ich besonders liebe, ist die Atmosphäre. Paris wird erneut so lebendig und detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Straßen zu laufen. Dazu kommt dieser ganz eigene „Schokomagie“-Zauber, der sich durch die gesamte Geschichte zieht und einfach gute Laune macht. Die Charaktere sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Mila bleibt eine unglaublich sympathische Protagonistin, die man gerne begleitet – gerade weil sie nicht perfekt ist. Liz, Louis und Cem bringen jeweils ihre ganz eigenen Eigenschaften mit ein, sodass die Gruppe wunderbar harmoniert, auch wenn es mal drunter und drüber geht. Ihre Freundschaft wirkt authentisch und ist das emotionale Herz der Geschichte. Klar, auch hier gilt wieder: Die Handlung ist nicht komplett unvorhersehbar. Aber das ist in diesem Fall überhaupt kein Kritikpunkt. Diese Reihe lebt von ihrem Charme, ihrem Humor und diesem warmen Gefühl, das sie beim Lesen hinterlässt. Und genau das funktioniert auch im vierten Band wieder hervorragend.

Fazit:
Mit „Der Zauber der Schokomagie“ hat Mareike Allnoch eine zauberhafte und durchweg unterhaltsame Fortsetzung geschaffen. Die neue Dynamik innerhalb der Freundesgruppe sorgt für frischen Wind und viele humorvolle Momente. Gleichzeitig bleibt die Geschichte ihrer magischen Atmosphäre und ihren wichtigen Botschaften treu. Ein wundervolles Leseerlebnis für Jung und Alt, weshalb ich gerne 5 von 5 zuckersüßen Sternchen vergebe.

{Rezension} Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden

Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
von Lynn Painter

Penguin Verlag
Hardcover
Kinderbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Originaltitel: The Wish Switch
ISBN: 978-3-328-30429-6
Ersterscheinung: 25.03.2026

Inhalt:
Emma fiebert seit Monaten auf den Moment hin, an dem sich endlich ihre größten Wünsche erfüllen sollen. Die Hinweise ihrer verstorbenen Oma haben sie zu einem magischen Ritual geführt, das angeblich vier Wünsche wahr werden lässt. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen setzt sie alles daran, dass dieses Schuljahr das beste ihres Lebens wird. Doch statt bei ihr scheinen die Wünsche ausgerechnet bei Jackson anzukommen – dem neuen Mitschüler, der Emma von Anfang an auf die Nerven geht. Um herauszufinden, was schiefgelaufen ist und wie sich das magische Durcheinander wieder beheben lässt, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten.

Meinung:
Als ich von der Grundidee des Buches gelesen habe, war ich sofort neugierig. Vier Wünsche, ein bisschen Magie und ein Sommer voller Chaos – das klang nach einer Geschichte, die nicht nur Kinder begeistern kann. Und tatsächlich hat mich das Buch positiv überrascht. Der Schreibstil von Lynn Painter ist wunderbar leicht, locker und humorvoll. Die Geschichte liest sich unglaublich schnell weg und schafft es, genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Witz und Emotionen zu bieten. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ihre Figuren so lebendig gestaltet. Emma wirkt authentisch und altersgerecht. Ihre Wünsche nach mehr Selbstbewusstsein, Beliebtheit und einem glücklicheren Leben für ihre Mutter sind nachvollziehbar und spiegeln viele Gedanken wider, die Kinder und Jugendliche in diesem Alter beschäftigen. Am meisten Spaß gemacht hat mir jedoch die Dynamik zwischen Emma und Jackson. Anfangs begegnen sich die beiden mit einer ordentlichen Portion Skepsis, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr entwickelt sich eine sehr schöne Freundschaft. Jackson war mir schnell sympathisch, weil er deutlich mehr Tiefgang besitzt, als Emma ihm zunächst zugestehen möchte. Die gemeinsamen Szenen sorgen für viele unterhaltsame Momente und treiben die Handlung angenehm voran. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte trotz ihrer magischen Grundlage eigentlich von ganz anderen Themen erzählt. Es geht um Freundschaft, Verlust, Familie, Veränderungen und darum, herauszufinden, wer man eigentlich sein möchte. Immer wieder wird deutlich, dass manche Wünsche zwar verlockend erscheinen, aber nicht zwangsläufig das sind, was einen wirklich glücklich macht. Diese Botschaft wird nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt, sondern auf eine natürliche und kindgerechte Weise in die Handlung eingebunden. Auch Emmas Trauer um ihre verstorbene Oma hat mich berührt. Die Erinnerungen an sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verleihen dem Buch eine emotionale Ebene, die über das reine magische Abenteuer hinausgeht. Gleichzeitig bleibt der Ton stets warmherzig und hoffnungsvoll. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, insbesondere bei einigen Nebenfiguren. Emmas Freundinnen bleiben für mein Empfinden etwas blass und hätten gerne mehr Raum bekommen dürfen. Zudem bleiben am Ende ein paar Fragen offen, bei denen ich mir noch einen kleinen Epilog oder ein paar zusätzliche Seiten gewünscht hätte. Das hat meinen Lesespaß zwar nicht geschmälert, aber ich hätte die Figuren gerne noch ein wenig länger begleitet. Insgesamt ist es aber genau die Art von Kinderbuch, die man mit einem Lächeln zuschlägt. Es ist witzig, fantasievoll, emotional und vermittelt ganz nebenbei einige schöne Botschaften über das Erwachsenwerden. Vor allem junge Leserinnen und Leser dürften Emma und Jackson schnell ins Herz schließen.

Fazit:
„Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden“ von Lynn Painter ist ein warmherziges, humorvolles und magisches Kinderbuch, das weit mehr bietet als eine Geschichte über erfüllte Wünsche. Für mich ist es eine bezaubernde Coming-of-Age-Geschichte mit viel Herz und verdient 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Kommissar Pfote ermittelt
Schnüffler mit Schnauze (Bd. 1)

Kommissar Pfote ermittelt
Schnüffler mit Schnauze (Bd. 1)
von Katja Reider
mit Illustrationen von Dirk Hennig

LOEWE Verlag
Hardcover
Kinderbuch
144  Seiten
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-7432-2175-8
Ersterscheinung: 12.03.2026

Inhalt:
Was machen Polizeihunde, wenn ihr Arbeitstag eigentlich schon vorbei ist? Für Pepper ist die Antwort ganz klar: weiter ermitteln! Polizeihund Pepper gründet gemeinsam mit Lulu, Harras und dem pensionierten Spürhund Charlie eine Detektei. Schon bald wartet der erste Fall auf das tierische Team, denn immer mehr Hunde werden plötzlich von ihren Besitzern getragen oder dürfen nicht mehr frei herumlaufen. Besonders das Verhalten von Rosies Herrchen kommt ihnen seltsam vor. Was steckt dahinter? Die Spürnasen nehmen die Ermittlungen auf und folgen jeder noch so kleinen Fährte.

Meinung:
Auch in dieser neuen Reihe rund um Kommissar Pfote zeigt Katja Reider wieder ihr Gespür für unterhaltsame und kindgerechte Geschichten. Besonders hervorzuheben ist der Comicstil des Buches, der sich deutlich von der ursprünglichen Reihe abhebt und vor allem Kinder anspricht, die sich von langen Texten schnell überfordert fühlen. Die Mischung aus kurzen, leicht verständlichen Texten und den großformatigen, farbenfrohen Illustrationen von Dirk Hennig sorgt für ein dynamisches und motivierendes Leseerlebnis. Die Geschichte ist spannend, humorvoll und kindgerecht erzählt. Durch die direkte Ansprache der Lesenden wird man aktiv in die Ermittlungen einbezogen, was das Miträtseln besonders reizvoll macht. Auch die Figuren sind wieder wunderbar ausgearbeitet: Pepper ist clever und charmant, Lulu liebenswert, Harras herrlich besserwisserisch und Charlie ein souveräner Anführer. Das Zusammenspiel der vier sorgt für viele unterhaltsame Momente und zeigt ganz nebenbei, wie wichtig Teamarbeit ist. Gerade für Erstlesende oder Kinder, die Comics lieben, ist dieses Buch ein echtes Highlight. Es bietet einen einfachen Einstieg ins Lesen und schafft es gleichzeitig, Spannung und Witz perfekt zu kombinieren.

Fazit:
Mit „Kommissar Pfote ermittelt – Schnüffler mit Schnauze“ ist der Autorin Katja Reider ein wunderbarer Auftakt einer neuen, erfrischenden Reihe rund um den beliebten Polizeihund Pepper gelungen. Der Comicstil, die liebevollen Illustrationen von Dirk Hennig und die spannende, kindgerechte Geschichte machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Besonders für Erstlesende ab 7 Jahren bietet es einen motivierenden Einstieg ins Lesen, weshalb ich Kommissar Pfote sehr gerne 5 von 5 Pfötchen vergebe.

{Rezension} Racing Legends
Max Verstappen (Bd. 2)

Racing Legends
Max Verstappen (Bd. 2)
von Maurice Hamilton
mit Illustrationen von Cat Sims

Loewe Verlag
Hardcover
Kinderbuch
192 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-7432-2517-6
Ersterscheinung: 12.03.2026

Inhalt:
Der zweite Band der Reihe widmet sich dem Aufstieg des Formel-1-Fahrers Max Verstappen und verfolgt seinen außergewöhnlich frühen Einstieg in den Profisport bis hin zu seinen Erfolgen als mehrfacher Weltmeister. Dabei werden sowohl wichtige Stationen seiner Karriere als auch persönliche Herausforderungen und prägende Einflüsse thematisiert. Ergänzend zur biografischen Darstellung vermittelt das Buch grundlegendes Wissen rund um die Formel 1. Dazu zählen unter anderem technische Hintergründe, Rennstrategien, berühmte Strecken sowie die Abläufe innerhalb eines Teams.

Meinung:
Ich hatte beim Lesen schnell das Gefühl, dass dieser Band noch einmal eine ganz eigene Dynamik mitbringt. Während andere Geschichten oft den klassischen „vom Traum zum Erfolg“-Weg erzählen, wirkt hier vieles intensiver und direkter – was natürlich auch gut zur Persönlichkeit von Max Verstappen passt. Genau das fängt das Buch meiner Meinung nach sehr gelungen ein. Besonders gefallen hat mir, wie der Fokus nicht nur auf Erfolgen liegt, sondern auch auf dem Weg dorthin. Gerade weil Verstappen so früh in die Formel 1 eingestiegen ist, entsteht eine spannende Mischung aus Talent, Druck und Entwicklung. Das macht die Geschichte greifbar und hebt sie von einer reinen Aufzählung von Siegen ab. Auch die Wissensvermittlung ist wieder richtig gut gelungen. Die Einblicke in Technik, Strategie und Teamarbeit sind so erklärt, dass sie neugierig machen, ohne zu überfordern. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der den Motorsport wirklich versteht und dieses Wissen sinnvoll für ein jüngeres Publikum herunterbrechen kann. Die Illustrationen von Cat Sims tragen erneut viel zur Wirkung bei. Sie geben dem Buch Tempo und Leichtigkeit, sodass selbst sachlichere Abschnitte nie trocken wirken. Gerade für Kinder, die vielleicht noch nicht so viel lesen, ist das ein großer Pluspunkt. Was mir persönlich besonders positiv aufgefallen ist: Das Buch schafft es, Begeisterung für den Motorsport zu wecken, ohne dabei kompliziert zu werden. Es fühlt sich motivierend an, ohne belehrend zu wirken – und genau das macht es so stark. Wenn man überhaupt etwas anmerken möchte, dann höchstens, dass man sich an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe wünschen könnte. Aber auch hier gilt: Für die Zielgruppe ist das Niveau absolut passend und sinnvoll gewählt.

Fazit:
„Racing Legends – Max Verstappen“ von Maurice Hamilton ist eine spannende und motivierende Einführung in die Welt der Formel 1. Die Mischung aus persönlicher Geschichte, fundiertem Hintergrundwissen und lebendiger Gestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Besonders der mitreißende Einblick in die Karriere von Max Verstappen macht das Buch zu einem echten Highlight für junge Motorsportfans. Insgesamt ein rundum gelungenes Leseerlebnis mit 4,5 von 5 Sternchen.