{Rezension} Mein Spiel

Mein Spiel
von Luka Modrić mit Robert Matteoni

Edel Sports (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Hardcover mit Schutzumschlag
Biografie
400 Seiten
ISBN: 978-3-98588-079-9
Ersterscheinung: 06.05.2023

Inhalt:
Luka Modrić ist Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft, Mittelfeldstratege bei Real Madrid und außerdem mein absoluter Lieblingsspieler. In seiner Autobiografie erzählt er unverblümt seine Geschichte von einem kleinen Jungen, der davon träumt, Fußballprofi zu werden, bis hin zu einem der erfolgreichsten Spieler der Welt, der im Finale der Weltmeisterschaft stand und den Ballon d‘Or gewinnt.

Meinung:
In dieser Autobiografie erzählt Luka Modrić davon, wie er seinen Traum verfolgt hat und Fußballprofi geworden ist, auch wenn es einige Hürden zu überwinden gab. Er berichtet von seiner frühen Kindheit, vom Krieg im damaligen Jugoslawien geprägt, und dem Wunsch, Fußballprofi zu werden, von seinen Anfängen als Amateurfußballer und schließlich von seinen ersten Schritten als Profi. Ganz offen und ehrlich teilt Luka Modrić seine Erfahrungen und Gedanken über die Herausforderungen, die er auf seinem Weg zum Erfolg gemeistert hat. Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil, der es einem erlaubt, tief in die Geschichte einzutauchen. Man kann Luka Modrić praktisch auf seinem Weg zum Profi begleiten und bekommt alles hautnah mit. Er bindet beispielsweise viele Anekdoten aus seinem Leben abseits des Fußballplatzes ein und schreibt sehr viel über seine Familie und wie sie ihn im Laufe der Jahre immer unterstützt hat. Der Teil, der mir am meisten gefallen hat, war seine Sicht der Dinge über die Weltmeisterschaft 2018, bei der er als Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft mit den „Vatreni“ das Finale erreichte, in der Zeit danach aber auch noch viele persönliche Ehrungen entgegennehmen durfte. „Mein Spiel“ ist eine tolle Biografie, das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und es gab auch eine kleine Fotogalerie in der Mitte des Buchs. Auch die Vorworte von Toni Kroos, Sir Alex Ferguson und Zvonimir Boban waren sehr eindrucksvoll. Das Einzige, das mir nicht so gut gefallen hat, waren die zahlreichen Fehler – ich rede hier nicht von Rechtschreibfehlern! Ich meine eher die Fehler, die beim Übersetzen dieser Biografie entstanden sind. Ich finde es recht problematisch, wenn in solch einem Buch Namen falsch geschrieben werden. Hier ein Beispiel, das dürfte ein Fehler bei der Übersetzung aufgrund der kroatischen Grammatik gewesen sein: Luka Modrić wurde viele Jahre von Slaven Bilić trainiert, hier wurde er jedoch Slavena Bilića geschrieben. Und ein weiterer Namensfehler, der mir innerhalb der Fotogalerie aufgefallen ist, betrifft den WM-Dritten von 1998, denn aus Zvonimir Boban wurde Zvonomir Boban. Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Es ist natürlich vor allem etwas für Fußballfans. Was ich persönlich inspirierend finde, ist die Tatsache, dass Modrić auch stark auf Themen eingeht, die ihm wichtig sind, beispielsweise Familie, Freundschaft und Mentalität. Er betont vielmals auch die Bedeutung von Durchhaltevermögen und Entschlossenheit, vor allem zeigt er aber, wie wichtig der Glaube an sich selbst ist, denn nur wenn man an sich selbst glaubt, schafft man es auch, erfolgreich zu werden und zu sein.

Fazit:
„Mein Spiel“ von Luka Modrić mit Robert Matteoni ist eine sehr empfehlenswerte Autobiografie, die einen tiefen Einblick in das Leben des erfolgreichen Fußballspielers gewährt. Die Geschichte von Luka Modrić ist sehr inspirierend und motivierend und seine ehrlichen Gedanken und Gefühle machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Ich vergebe 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Dann zeige ich es euch eben auf dem Platz
Wie ich meinen Traum lebe

Dann zeige ich es euch eben auf dem Platz
Wie ich meinen Traum lebe
von Alexandra Popp
mit Mara Pfeiffer

Droemer HC
Hardcover mit Schutzumschlag
Biografie
336 Seiten
ISBN: 978-3-426-21798-6
Ersterscheinung: 01.08.2023

Inhalt:
Spätestens seit der Europameisterschaft 2022 kennt nun jeder die Ausnahmestürmerin und Kapitänin unserer Fußballnationalmannschaft. Schon seit vielen Jahren spielt Alexandra „Poppi“ Popp beim VfL Wolfsburg und hat mit den Wölfinnen jede Trophäe im Clubfußball gewonnen. In dieser Autobiografie erzählt sie unverblümt die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das in einer Jungsmannschaft begonnen hat, Fußball zu spielen, bis hin zu einer der erfolgreichsten Spielerinnen, die sogar Olympia-Gold errungen hat. 

Meinung:
In ihrer Autobiografie erzählt uns Alexandra Popp, wie sie ihren Traum vom Fußballspielen verfolgt hat. Sie berichtet von ihrer frühen Kindheit, ihren Anfängen bei den Lehrgängen der Juniorinnen-Nationalmannschaften und schließlich von ihren ersten Schritten als Profi. Ganz offen und ehrlich teilt Poppi ihre Erfahrungen zuerst in einer Jungsmannschaft und später in Mädchenmannschaften oder auch ihre Gedanken über die Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg zum Erfolg und auch währenddessen gemeistert hat, wie zum Beispiel ihre Ausbildung zur Tierpflegerin neben ihrer Profikarriere. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die lustigen Anekdoten aus ihrem Privatleben und mit Teamkolleginnen, dabei sind mir beispielsweise einige Erzählungen aus dem Olympia-Dorf 2016 in Brasilien im Kopf geblieben. Man kann Alexandra Popp praktisch auf ihrem Weg zum Profi begleiten und bekommt alles hautnah mit. Sie berichtet über Erfolge sowie Rückschläge, sowohl mit ihren Teams als auch privat. Man lernt sie auch noch von einer anderen Seite kennen, denn Poppi ist auch eine große Tierliebhaberin. Karrieretechnisch gesehen kam in dem Buch ein guter Mix aus Verein und Nationalmannschaft vor, auch wenn ich mir teilweise ausführlichere Erzählungen gewünscht hätte. Als Kapitänin der Frauennationalmannschaft ist Poppi für viele fußballspielende Mädchen ein Vorbild. Auch für mich.

Fazit:
„Dann zeige ich es euch eben auf dem Platz – Wie ich meinen Traum lebe“ von Alexandra Popp mit Mara Pfeiffer ist eine sehr interessante Autobiografie, die einen Einblick in das Leben einer meiner absoluten Lieblingsspielerinnen gibt. Die Geschichte von Poppi ist sehr inspirierend und motivierend und ihre ehrlichen Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Ich vergebe 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Warum Frauen den besseren Fußball spielen

Warum Frauen den besseren Fußball spielen
von Weltmeisterin Nia Künzer und TV-Experte Bernd Schmelzer

Edel Sports (ein Verlag der Edel Verlagsgruppe)
Paperback
272  Seiten
ISBN: 978-3-98588-056-0
Ersterscheinung: 03.06.2023

Inhalt:
Nia Künzer, mehrfache deutsche Meisterin, DFB-Pokalsiegerin, UEFA-Cup-Siegerin und Weltmeisterin, und Bernd Schmelzer, Sportjournalist und Fußballkommentator, erläutern in ihrem Plädoyer über den Frauenfußball, warum man diesen nicht mit dem Männerfußball vergleichen sollte. Trotz vieler positiver Veränderungen, die in den letzten Jahren im Frauenfußball stattgefunden haben, gibt es immer noch viel Nachholbedarf. Die beiden berichten aber auch hautnah und ehrlich von eigenen Erfahrungen und lassen hinter die Kulissen blicken, blicken zugleich aber auch über den Tellerrand hinaus und z.B. zu anderen Fußballverbänden rund um die Welt.

Meinung:
Pünktlich zur Frauenweltmeisterschaft in Australien und Neuseeland ist mir dieses Buch von Nia Künzer und Bernd Schmelzer in die Hände gefallen. Das passt natürlich perfekt, denn der seit der EM 2022 entstandene Boom rund um den Frauenfußball in Deutschland lässt auch zur WM nicht nach. Jedoch gibt es dennoch viele Dinge, die im Frauenfußball noch Veränderungen bedürfen, auch wenn es bereits viele positive Veränderungen gab. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil man einen Blick hinter die Kulissen bekommt. Sowohl Nia Künzer, die selbst mit der deutschen Frauennationalmannschaft sogar Weltmeisterin geworden ist, berichtet davon, wie der Alltag im Frauenfußball früher aussah und heute aussieht, als auch Bernd Schmelzer, der seit Jahren die Frauenfußballspiele im Fernsehen kommentiert, lässt viele interessante Beiträge hineinfließen. Besonders interessant fand ich, zu lesen, dass er, um sich aufs Kommentieren vorzubereiten, von der Bundestrainerin oftmals sogar die Aufstellung bekommen hat, bevor die Spielerinnen Bescheid wussten, wer spielt. Diese privaten Gespräche zwischen Trainerstab und Journalisten gibt es im Männerfußball nicht. Allgemein wird deutlich, dass der Frauenfußball den männlichen Kollegen weit voraus ist was Fair Play angeht. Hier werden keine Showeinlagen zum Besten gegeben oder sich bei der Schiedsrichterin beschwert, nein. Den Spielerinnen geht es mehr um das Spiel selbst, als um die Show – die beiden schreiben, dass Frauenfußball der ehrlichere Fußball ist. Neben zahlreichen Anekdoten bestehend aus eigenen Erfahrungen und Geschehnissen im Frauenfußball werden auch viele abwechslungsreiche Zahlen und Fakten genannt. Gut fand ich übrigens, dass auch immer wieder betont wurde, dass nur die sportliche Ebene betrachtet wird und kein Vergleich zwischen dem Männer- und Frauenfußball gezogen wird, schließlich ist das in anderen Sportarten auch nicht der Fall. Aber auch die vielen Kurzporträts zu den einzelnen Spielerinnen und Persönlichkeiten haben mir gut gefallen. Was ich cool fand, war, dass es drei verschiedene Erzählformen gab. Manche Abschnitte hat Nia Künzer verfasst, manche sind aus der Sicht von Bernd Schmelzer geschrieben und manche Abschnitte wurden in der sachlichen dritten Perspektive erzählt. Es wurden in den einzelnen Kapiteln viele verschiedene Themen wie beispielsweise die Bezahlung im Frauenfußball (mega interessant und gleichzeitig auch schockierend), Fair Play, Familienplanung im Leistungssport oder Equal Pay näher beleuchtet – alles Themen, die gerade jetzt zur WM natürlich hochaktuell sind. So toll ich das Buch aber auch fand, so enttäuscht bin ich über die Schludrigkeit. Neben zahlreichen Rechtschreibfehlern, über die ich eventuell noch hätte hinwegsehen können, gab es noch einige immense Fehler, die in so einem Buch nicht vorkommen dürfen. Ein absolutes No-Go ist beispielsweise die Verwechslung von wichtigen Turnieren. Auf Seite 62 ist nämlich plötzlich von der „WM im Sommer 2022“ die Rede. Das mag vielleicht bloß ein Flüchtigkeitsfehler gewesen sein, aber schon ein sehr ungeschickter, wenn Welt- und Europameisterschaft miteinander vertauscht werden. Wie gesagt, die vielen Rechtschreibfehler lasse ich wirklich außer Acht, aber leider gab es noch zwei weitere große Fehler, bei denen ich echt den Kopf schütteln musste. In der Bildergalerie in der Mitte des Buches (die echt cool gemacht ist), ist ein Bild abgebildet, auf dem man Nia Künzer gemeinsam mit Angela Merkel, sowie einem Sockel, auf dem der Pokal steht, sieht. Darunter ist getitelt: „Nach dem Gewinn des UEFA Woman‘s Cup (heute Champions League) 2006 gratuliert mir Angela Merkel […]“ Blöd nur, wenn dummerweise auf dem Bild direkt darüber auf dem Sockel der korrekte Name des Turniers steht: „UEFA Women‘s Cup“. Außerdem bin ich beim Lesen noch über den kurzen Steckbrief der US-amerikanischen Spielerin Carli Lloyd gestolpert. Dort wurde Lloyd plötzlich zehn Jahre älter als sie eigentlich ist: Im Steckbrief steht, dass sie am 16. Juli 1972 geboren ist, Carli Lloyd ist jedoch 1982 geboren.

Fazit:
In ihrem Plädoyer „Warum Frauen den besseren Fußball spielen“ beleuchten die Weltmeisterin Nia Künzer und der Sportjournalist Bernd Schmelzer die verschiedensten Aspekte und Themen rund um den Frauenfußball. Gerade jetzt zur Frauenweltmeisterschaft natürlich ein brandaktuelles Thema. Mir hat das Buch mit den vielen Anekdoten, Fakten und Zahlen sehr gut gefallen, weshalb es von mir wohl verdiente 4,5 von 5 Sternchen erhält.

{Rezension} If we were a movie

If we were a movie
von Kelly Oram
übersetzt von Stephanie Pannen

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
416  Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: If we were a movie
ISBN: 978-3-8466-0129-7
Ersterscheinung: 29.07.2022

Eine Geschichte über zwei Herzen,
die im selben Takt schlagen

Inhalt:
Nate ist Musikstudent in New York und ein Drilling, der genervt davon ist, sich ein Zimmer im Wohnheim mit seinen zwei Brüdern teilen zu müssen. Chris und Tyler haben nichts als Partys und Frauen im Kopf, wohingegen Nate einfach nur seine Ruhe haben will, damit er sich seiner Musik widmen kann. Kurzerhand entscheidet er sich, bei Jordan einzuziehen, der einen Mitbewohner sucht. Doch als Nate vor Jordans Tür steht, muss er feststellen, dass Jordan kein Mann, sondern eine junge Frau ist. Die beiden verstehen sich auf Anhieb großartig, was seiner Freundin Sophie und auch seinen Brüdern nicht gefällt.

Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist charmant, witzig und federleicht und Kelly Oram hat die einzigartige Gabe, mir beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Doch wenn ich ehrlich sein soll, dann ist es schon sehr lange her, dass mich eins ihrer Bücher wirklich überzeugt hat. Vom ersten Band der „Science Squad“-Dilogie war ich nämlich maßlos enttäuscht und den zweiten Band hatte ich sogar abgebrochen. Ich hatte also sehr, sehr große Erwartungen an dieses Buch. Aber dieser Roman garantiert nicht nur Bauchkribbeln, sondern lässt die Schmetterlinge im Bauch Purzelbäume schlagen. Ich habe mich vom ersten Moment an in die beiden Protagonisten Nate und Jordan verliebt. Schön fand ich darüber hinaus, dass in diesem Roman Film und Musik aufeinandertreffen. Die Story selbst ist nicht sonderlich anspruchsvoll, jedoch erfüllt dieses Buch alles, was man sich von einer bezaubernden Young Adult Liebesgeschichte nur wünschen kann. Es gab keine unnötigen Dramen, keine unvorhersehbaren Überraschungen oder Wendungen, dafür aber eine sehr schöne Romanze mit Love-Story-Vibes à la Hollywood.

Fazit:
„If we were a movie“ von Kelly Oram ist eine herzerwärmende und überaus lustige Lovestory mit liebenswerten und äußerst sympathischen Charakteren. Dieser romantische Young Adult Roman ist leicht vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam und absolut lesenswert. Von mir gibt es filmreife 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} A Good Girl’s Guide to Murder (Bd. 1)

A Good Girl’s Guide to Murder (Bd. 1)
von Holly Jackson

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
480  Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0159-4
Ersterscheinung: 28.10.2022

Inhalt:
Was geschah wirklich vor 5 Jahren? Diese Frage stellt sich die siebzehnjährige Pippa, als sie für ein Schulprojekt einen längst abgeschlossenen Fall noch einmal aufrollt. Damals wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet – zumindest ist die Polizei sich sicher, dass es sich um einen Mordfall gehandelt haben muss, immerhin beging der Beschuldigte damals Selbstmord, was die Theorie der Polizei hinreichend bestätigte. Kann es aber vielleicht sein, dass der Mörder noch frei herumläuft? War Sals Selbstmord etwa auch ein Mord? Die Liste der Verdächtigen und Motive ist groß. Wird Pippa die Wahrheit ans Licht bringen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen?

Meinung:
Ich hatte bereits viel von diesem Jugendthriller im Vorfeld gehört. Viel Gutes – und genau davon wollte und musste ich mich selbst überzeugen. Allein schon der Titel machte mich sehr neugierig. Kaum hatte ich mit dem Lesen angefangen, wurde ich auch schon von der spannenden Story mitgerissen. Ich lese wirklich viele Bücher, doch so ein gelungenes und in sich stimmiges Buch habe ich schon lange nicht mehr in meinen Händen gehalten. Eins meiner neuen Lieblingsbücher und zum Glück erst der Anfang der packenden und nervenaufreibenden Krimi-Trilogie rund um Pip Fitz-Amobi, eine durchweg sympathische Protagonistin mit einem wahnsinnig guten Sinn für Humor. Authentisch und glaubhaft stellt die Autorin die Entwicklungen der Figuren in eine wahnsinnig spannende Rahmenhandlung. Das Ganze wird durch einen tollen, leicht zu lesenden, aber auch fesselnden Schreibstil untermauert. Der Roman wird einzig aus Pippas Sicht wiedergegeben, wobei die Berichte zur Abschlussarbeit aus der Ich-Perspektive geschildert werden und der restliche Teil der Geschichte aus der Erzählperspektive. Beim Lesen ist man immer ganz nah an Pippas Ermittlungen dran und somit auch am Schulprojekt. Wir lesen gemeinsam mit Pippa die Protokolle, Zeitungsartikel und Aufzeichnungen und wir befinden uns immer auf dem gleichen Wissensstand. Pippas Ermittlungen finden schließlich einen runden, unvorhergesehenen, aber nachvollziehbaren Abschluss. Am Ende sind alle offenen Fragen also geklärt und ich kann feudig und zufrieden dem zweiten Band der Reihe entgegenblicken.

Fazit:
Mit „A Good Girl’s Guide to Murder“ ist Holly Jackson ein grandioser Reihenauftakt gelungen. Diese fesselnde, in sich abgeschlossene Geschichte mit der siebzehnjährigen Pippa als Protagonistin ist ein wahres Lesehighlight. Jugendliche ab 14 Jahren werden diesen dynamischen und ungewöhnlichen Erzählstil lieben. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.