{Rezension} Die Zauberkicker
#fußballverrückt (Bd. 6)

Die Zauberkicker
#fußballverrückt (Bd. 6)
von Benjamin Schreuder
mit Illustrationen von COMICON S.L. / David Enebral + Eva Blank

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinderbuch
128 Seiten
Altersempfehlung: 8 – 11 Jahre
ISBN: 978-3-440-17892-8
Ersterscheinung: 18.03.2024

Inhalt:
Im Fußballinternat Tannwald ist plötzlich alles anders: Anstelle von Trainer Taylor steht nun Herr Stackenberg an der Seitenlinie – und der hat ganz andere Vorstellungen vom Fußballtraining. Disziplin, Ehrgeiz und Leistung um jeden Preis stehen nun im Mittelpunkt, während Werte wie Fairness, Teamgeist und Spaß völlig in den Hintergrund rücken. Zusätzlich sorgt ein professionelles Social-Media-Team für Aufsehen, das die Kinder bei jeder Gelegenheit filmt und für Werbezwecke nutzt. Plötzlich dreht sich alles nur noch ums Gewinnen und gut Aussehen vor der Kamera. Doch dann taucht ein neues, magisches Maskottchen auf – ein kugeliges Gürteltier – und die Zauberkicker bekommen Verstärkung im Kampf um ihre Akademie, ihre Freundschaft und ihre Werte.

Meinung:
Dass die Fußballreihe um Ben und seine Freunde mehr als reine Sportgeschichten sind, zeigt sich ganz besonders in diesem sechsten Band. Die Probleme, mit denen sich die Kinder auseinandersetzen müssen, sind nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch sehr nah an der Lebenswelt vieler Kinder. Der plötzliche Wechsel zu einem autoritären Trainer, der nur auf Leistung und äußere Wirkung setzt, wirft wichtige Fragen auf: Worum geht es eigentlich im Sport? Und wie viel Raum bleibt noch für Fairness, Freundschaft und individuelle Entwicklung, wenn plötzlich Klickzahlen und Sponsoren im Mittelpunkt stehen?
Ich fand diesen Aspekt sehr gelungen umgesetzt – kindgerecht, aber mit klarer Haltung. Die Kritik am zunehmenden Druck durch Social Media ist dezent, aber präsent und regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken.
Natürlich kommt auch der magische Teil der Geschichte nicht zu kurz. Das neue Maskottchen bringt frischen Wind in die Handlung und ergänzt das Team rund um Waschbär Pelé wunderbar. Es ist schön zu sehen, dass die Reihe sich immer wieder neue kreative Elemente einfallen lässt, um die Geschichte lebendig zu halten. Auch Mika und Robin bleiben wichtige Figuren, deren Loyalität zu Ben und ihre persönlichen Stärken in dieser chaotischen Zeit besonders zur Geltung kommen.
Der Schreibstil bleibt gewohnt flüssig und gut lesbar, perfekt geeignet zum Selberlesen oder Vorlesen. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schwarz-Weiß-Illustrationen fügen sich wieder hervorragend in die Geschichte ein. Für Neueinsteiger könnte es allerdings anfangs etwas schwerer sein, die Charaktere direkt einzuordnen, da es wenig Rückblick auf frühere Ereignisse gibt. Das ist bei einer fortlaufenden Reihe aber zu erwarten.

Fazit:
Mit „Die Zauberkicker: #fußballverrückt“ ist Benjamin Schreuder ein spannender, moderner und zugleich tiefgründiger sechster Band gelungen. Themen wie Leistungsdruck, Teamgeist und die Auswirkungen von Social Media werden kindgerecht behandelt und geschickt mit der bekannten Mischung aus Fußball und Magie verbunden. Die Reihe bleibt eine absolute Empfehlung für Kinder ab 8 Jahren, besonders für junge Fußballfans. Von mir gibt es auch für diesen Band 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Die Zauberkicker
Eigentor? (Bd. 3)

Die Zauberkicker
Eigentor? (Bd. 3)
erzählt von Fabian Lenk
mit Illustrationen von COMICON S.L. / Beroy + San Julian

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinderbuch
128 Seiten
Altersempfehlung: 8 – 11 Jahre
ISBN: 978-3-440-17784-6
Ersterscheinung: 20.07.2023

Inhalt:
Ben ist fest entschlossen, sich im Fußballinternat Akademie Tannwald zu beweisen – doch ein Missverständnis wirbelt alles durcheinander. Durch eine Namensverwechslung wird ausgerechnet Benno, Bens alter Gegenspieler, zur Probewoche eingeladen. Plötzlich steht Ben nicht nur sportlich unter Druck, sondern muss auch gegen seinen Rivalen antreten. Während das große Entscheidungsspiel näher rückt, liegt es an Ben, nicht nur seinen Platz im Internat zu verteidigen, sondern auch das magische Geheimnis um Pelé, das Waschbär-Maskottchen, zu bewahren.

Meinung:
Schon mit den ersten beiden Bänden hat mich die Reihe rund um die Fußballakademie Tannwald positiv überrascht – und auch der dritte Band bleibt dem gelungenen Mix aus Sport, Spannung und einem Hauch Magie treu. Besonders gefallen hat mir hier, wie emotional nah die Rivalität zwischen Ben und Benno geschildert wird. Es geht nicht einfach nur ums Gewinnen, sondern um Selbstzweifel, Vertrauen und das Gefühl, sich behaupten zu müssen. Diese innere Zerrissenheit macht Ben als Figur sehr greifbar, gerade für junge Lesende, die sich mit ähnlichen Unsicherheiten auseinandersetzen. Auch Mika und Robin bringen wieder frischen Wind in die Geschichte, wobei Mika wie immer mit Selbstbewusstsein und Fairness glänzt und Robin mit seinem Mut für dynamische Momente sorgt.
Das magische Element rund um Pelé fügt sich erneut gut ein – nicht zu dominant, aber doch so präsent, dass der Fantasieanteil erhalten bleibt. Besonders spannend fand ich, wie das Thema Verantwortung für ein Geheimnis in den Mittelpunkt rückt: Ben muss Entscheidungen treffen, die über das Fußballfeld hinausreichen.
Der Schreibstil bleibt gewohnt flüssig und altersgerecht, die Kapitel sind angenehm kurz und die Illustrationen sind erneut eine wunderbare Ergänzung zur Geschichte. Einziger kleiner Kritikpunkt: Auch dieser Band endet ziemlich abrupt. Es scheint ein Markenzeichen der Reihe zu sein, die Spannung konstant hochzuhalten – allerdings könnte ein etwas runderer Schluss helfen, die Geschichte besser „sacken“ zu lassen, bevor der nächste Band beginnt.

Fazit:
Mit „Die Zauberkicker: Eigentor?“ gelingt Fabian Lenk eine mitreißende Fortsetzung, die durch emotionale Tiefe, sportliche Action und ein Quäntchen Magie überzeugt. Die Themen Freundschaft, Fairness und Selbstvertrauen stehen im Mittelpunkt und machen das Buch nicht nur spannend, sondern auch wertvoll für Kinder ab 8 Jahren. Die Reihe bleibt ein echter Volltreffer – von mir gibt es auch für den dritten Band 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Kicken wie die Profis

Kicken wie die Profis:
Alles, was du auf dem Weg zum Bundesligastar wirklich wissen musst
Mit den wichtigsten Tipps und Tricks von den besten Profimachern
von Kai Psotta

Heyne Verlag
Taschenbuch
288 Seiten
ISBN: 978-3-453-60554-1
Ersterscheinung: 08.03.2021

Inhalt:
Dieses Buch richtet sich an alle jungen Fußballer und deren Eltern, die den Traum haben, eines Tages auf den ganz großen Bühnen wie der Bundesliga zu spielen. Es zeigt in klaren, ehrlichen Worten, was es braucht, um den Sprung vom Nachwuchsspieler zum Profi zu schaffen: Talent, Disziplin, mentale Stärke, Durchhaltevermögen und einen realistischen Blick auf die Chancen und Herausforderungen. Anhand zahlreicher Stimmen aus dem Profi-Umfeld – darunter Trainer, Funktionäre, Berater und ehemalige Spieler – werden konkrete Tipps, Strategien und Einblicke gegeben, die direkt aus der Praxis stammen. Dabei kommen Experten zu Wort, die bei namhaften Vereinen wie dem FC Bayern, RB Leipzig oder der Nationalmannschaft tätig waren oder sind.

Meinung:
Für mich persönlich ist dieses Buch ein echtes Meisterwerk – nicht, weil es romantisiert, sondern gerade weil es ehrlich ist. Die Welt des Profi-Fußballs wird oft als glamourös dargestellt, aber Kai Psotta gelingt es, mit großem journalistischem Feingefühl die andere Seite zu beleuchten: die harte Arbeit, der tägliche Druck, die zahllosen Rückschläge – und die winzig kleine Chance, es tatsächlich zu schaffen. Besonders eindrücklich fand ich die Aussage: „Alle [Talente] bekommen das identische Treatment. Dabei schafft es weniger als einer von tausend in die Bundesliga.“ Solche Sätze hallen nach und sorgen dafür, dass man sich intensiv mit der Realität auseinandersetzt. Die Interviews mit Größen wie Oliver Bierhoff, Miroslav Klose, Julian Nagelsmann oder Erik ten Hag geben dem Buch Tiefe und Authentizität. Psotta schreibt nicht über den Fußball – er ist mittendrin. Seine jahrzehntelange Erfahrung als Journalist und Berater merkt man jeder Seite an. Man bekommt nicht nur praktische Tipps (Training, Ernährung, mentale Stärke), sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der Nachwuchsleistungszentren und Entscheidungsprozesse in Profiklubs. Natürlich merkt man, dass das Buch nicht mehr ganz aktuell ist – einige der erwähnten Persönlichkeiten haben inzwischen neue Funktionen oder private Veränderungen durchlebt: Hansi Flick ist längst nicht mehr beim FC Bayern, Julian Nagelsmann lebt heute nicht mehr mit seiner damaligen Frau Verena zusammen. Doch all das schmälert den Wert des Buches in keiner Weise. Denn es geht nicht um flüchtige Schlagzeilen, sondern um Prinzipien und Einblicke, die zeitlos sind. Gerade das Zitat: „Dieses Buch soll grundsätzlich ermutigen, aber auch nicht verschweigen, wie gering die Chance ist, es zu schaffen“ fasst die Stärke des Buches gut zusammen: Es macht Mut – ohne zu blenden. Hervorheben möchte ich noch die Danksagung am Ende. Sie ist ein kleiner, aber feiner Beweis dafür, wie viel Arbeit, Recherche und Herzblut in dieses Projekt geflossen sind. Psotta bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Wegbegleitern – und man spürt: Dieses Buch ist keine schnelle Veröffentlichung, sondern ein Herzensprojekt.

Fazit:
„Kicken wie die Profis“ von Kai Psotta ist weit mehr als ein Fußballratgeber. Es ist ein ehrlicher, fundierter und extrem motivierender Blick hinter die Kulissen des deutschen Profi-Fußballs. Trotz einiger veralteter Details bleibt es inhaltlich hochaktuell und wertvoll – vor allem wegen der Vielzahl an Insiderstimmen und der klaren, realistischen Botschaft. Ein Muss für jeden talentierten Kicker, für engagierte Eltern und für alle, die den Fußball lieben. Von mir gibt es verdientermaßen 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Mein Fußball Quiz:
300 Fragen für echte Fußballfans

Mein Fußball Quiz:
300 Fragen für echte Fußballfans
von Jonas Kozinowski

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinder- / Jugendbuch
256 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-440-18315-1
Ersterscheinung: 24.06.2025

Inhalt:
Dieses Buch bietet eine spannende Mischung aus unterhaltsamem Quizspaß und informativem Fußballwissen für junge Lesende. In insgesamt 300 Multiple-Choice-Fragen werden sowohl klassische Fakten als auch kuriose Anekdoten, überraschende Rekorde und historische Highlights rund um das Thema Fußball behandelt. Eingestreut finden sich informative Abschnitte, die Regeln, Geschichte und besondere Momente des Sports erklären – ein Buch, das spielerisch Wissen vermittelt und gleichzeitig jede Spielpause sinnvoll füllt.

Meinung:
Dieses Buch ist genau die richtige Mischung aus Spiel, Spaß und Lernen – und trifft damit einen Nerv bei fußballbegeisterten Kindern ab etwa 8 Jahren. Was mich besonders überzeugt hat, ist die kindgerechte Aufbereitung: Die Fragen sind abwechslungsreich, mal knifflig, mal kurios und oft auch einfach witzig. Das Buch überfordert nicht, sondern motiviert durch seine klare Struktur und das Erfolgserlebnis, wenn man selbst oder im Freundeskreis eine Antwort richtig errät. Was aber noch wichtiger ist: Es geht hier nicht nur um reines Abfragen von Wissen. Viele Fragen regen zum Nachdenken an oder machen neugierig, mehr über die Hintergründe zu erfahren. Die zusätzlichen Infoseiten sind ein echtes Highlight – sie brechen das Quizformat angenehm auf und liefern Hintergrundwissen, das nicht trocken oder belehrend wirkt, sondern anschaulich und leicht verständlich erklärt wird. Das macht das Buch fast schon zu einem Fußball-Sachbuch im Quizformat. Besonders in einer Zeit, in der Kinder sich oft schwer motivieren lassen, zu einem Buch zu greifen, kann dieses Quiz einen echten Unterschied machen – weil es interaktiv ist, sofort belohnt und nicht wie klassischer Schulstoff daherkommt. Gerade für Kinder, die ohnehin schon ein Herz für Fußball haben, ist es ein Türöffner zum Lesen und Lernen. Auch gemeinsam in der Familie oder mit Freunden bringt es großen Spaß – man fiebert regelrecht mit.

Fazit:
„Mein Fußball Quiz: 300 Fragen für echte Fußballfans“ von Jonas Kozinowski ist ein gelungenes Wissens- und Rätselbuch, das Fußballbegeisterung mit Lesefreude kombiniert. Durch die Mischung aus Quizfragen und spannend aufbereiteten Informationen entsteht ein echtes Mitmachbuch für Kinder ab 8 Jahren. Es ist witzig, lehrreich und motivierend – ein Volltreffer für alle kleinen und großen Fußballfreunde. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Playing the Field

Playing the Field
von Ivy Bailey aka Katy Birchall

Fischer Sauerländer
Paperback
Jugendbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7335-0913-2
Ersterscheinung: 25.06.2025

Im Fußball und in der Liebe ist alles erlaubt.

Inhalt:
Sadie hat ein klares Ziel vor Augen: Mit ihrer Uni-Fußballmannschaft den dritten Meistertitel in Folge holen – nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für ihren an Demenz erkrankten Vater, dem sie damit eine große Freude machen möchte. Ablenkung kann sie dabei überhaupt nicht gebrauchen – schon gar nicht in Form des neuen Spielers der Männermannschaft, der mit seinem Talent, seinem Charme und seinem losen Mundwerk alles durcheinanderwirbelt. Als sie gezwungen ist, mehr Zeit mit Arlo zu verbringen, beginnt sie zu erkennen, dass Gefühle sich nicht immer planen lassen. Zwischen sportlichem Ehrgeiz und aufkeimender Nähe stellt sich bald die Frage: Muss man manchmal etwas loslassen, um wirklich zu gewinnen?

Meinung:
Ich hatte richtig Lust auf diese Geschichte: Fußball, Uni-Setting, Rom-Com-Vibes und dann auch noch Edinburgh im Hintergrund? Genau mein Ding! Sadie war für mich von Anfang an eine nahbare, starke Protagonistin. Ihr Ehrgeiz, ihre Verantwortung fürs Team und die stille Angst um ihren Vater wirken nie aufgesetzt, sondern tief verwurzelt. Ihre Zielstrebigkeit ist ansteckend – gleichzeitig aber auch ihre Unsicherheit, sobald Arlo ins Spiel kommt. Das hat sie für mich unglaublich menschlich gemacht. Arlo ist am Anfang der typische „Too cool for school“-Typ, aber unter der Oberfläche steckt so viel mehr. Ich mochte, wie sich seine Figur Schritt für Schritt entfaltet – ohne plötzliche Wendung, sondern glaubwürdig und mit leisen Zwischentönen. Die Dynamik zwischen ihm und Sadie lebt vom Kontrast, denn sie ist diszipliniert, er eher instinktiv. Aber gerade das macht ihre Chemie aus. Die erzwungene Nähe durchs Einzeltraining ist ein klassischer Tropus, der hier aber mit viel Witz und Feingefühl umgesetzt wird. Und ja – die Dialoge! Ich musste wirklich oft grinsen. Katy Birchalls (bzw. Ivy Baileys) Humor sitzt einfach. Was mir allerdings ein kleines bisschen gefehlt hat, war die emotionale Tiefe in den Nebenhandlungen. Einige Nebenfiguren oder Konflikte werden nur angerissen und schnell aufgelöst. Ich hätte mir gewünscht, dass gewisse Szenen mehr Raum bekommen, um sich emotional zu entfalten. Es fühlte sich stellenweise an, als wolle das Buch zu viel in kurzer Zeit erzählen. Dennoch: Die Themen Freundschaft, Teamgeist, Verlustängste und Selbstzweifel wurden berührend eingeflochten und haben dem Ganzen mehr gegeben als nur Herzklopfen-Romantik. Kleine persönliche Randnotiz: Dass die Geschichte teilweise in Edinburgh spielt, hat in mir schon so richtiges Urlaubsfeeling geweckt – in drei Wochen bin ich mit meinen Mädels dort, und ich werde jetzt wahrscheinlich mit einem noch breiteren Grinsen durch die Gassen laufen, weil ich Sadie und Arlo im Kopf dabei haben werde.

Fazit:
„Playing the Field“ von Ivy Bailey ist eine herzerfrischende Sports Romance, die mit viel Gefühl und authentischem Fußball-Setting punktet. Die Chemie zwischen Sadie und Arlo stimmt von Anfang an, und auch die ernsteren Untertöne verleihen der Geschichte eine echte Tiefe. Trotz kleiner Längen in der Ausarbeitung einiger Nebenstränge bleibt der Roman eine rundum gelungene Wohlfühllektüre. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternchen.

Lieblingszitate:
„»Außerdem vergisst du, dass Fußballtraining für mich nicht unter Arbeit fällt. Für mich gibt es nichts Besseres. Für mich ist Fußball einfach … alles.«“ (S. 8)
und
„»Und was bekommst du, wenn du gewinnst und ich tatsächlich den schönsten Abend meines Lebens habe?« Er lehnt sich über den Tisch und senkt die Stimme, sodass nur ich ihn hören kann. »Wenn ich mit dir tanze und du den schönsten Abend deines Lebens erlebst«, sagt er, und seine Augen funkeln mich gefährlich an, »dann habe ich schon gewonnen.«“ (S. 218 f.)