{Rezension} Love Me Tomorrow
(Bd. 1 der „Love Me Tomorrow“-Dilogie)

Love Me Tomorrow
(Bd. 1 der „Love Me Tomorrow“-Dilogie)
von Emiko Jean

FISCHER Sauerländer
Paperback
Jugendbuch
416  Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-7587_0
Ersterscheinung: 25.03.2026

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich dich vom ersten Moment an geliebt.

Inhalt:
Emma Nakamura-Thatcher hat nach der Scheidung ihrer Eltern den Glauben an die Liebe verloren. Beim Tanabata-Fest wünscht sie sich deshalb nichts sehnlicher als einen Beweis dafür, dass wahre Liebe überhaupt existiert. Kurz darauf erhält sie einen mysteriösen Brief von jemandem, der behauptet, ihre große Liebe aus der Zukunft zu sein. Zunächst hält Emma das Ganze für einen schlechten Scherz, doch die Nachrichten enthalten Details, die eigentlich niemand wissen kann. Während des Sommers versucht sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Delia herauszufinden, wer hinter den Botschaften steckt. Dabei rücken drei Jungen in den Fokus: ihr Kindheitsfreund Theo, der sich plötzlich verändert hat, der talentierte und beliebte Musiker Ezra, für den sie schon lange schwärmt, und der reiche, zunächst unsympathisch wirkende Colin, der mehr Tiefe besitzt, als Emma erwartet hätte.

Meinung:
Dieses Buch hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Emma ist keine typische Protagonistin, die kopfüber in romantische Gefühle stolpert – im Gegenteil: Sie hält Abstand, analysiert, zweifelt. Gerade das hat sie für mich so authentisch gemacht. Ihre Angst vor der Liebe ist greifbar, weil sie aus echten Erfahrungen stammt. Die Scheidung ihrer Eltern hat Spuren hinterlassen, und diese emotionale Grundlage zieht sich spürbar durch die gesamte Geschichte. Besonders gefallen hat mir, wie vielschichtig die Beziehungen dargestellt werden. Theo, Ezra und Colin sind keine bloßen „Optionen“, sondern jeweils eigenständige Charaktere mit Ecken, Kanten und echter Bedeutung für Emma. Theo steht für Vertrautheit und Vergangenheit, Ezra für Sehnsucht und vielleicht auch Idealisierung, während Colin eine überraschende Entwicklung durchmacht und zeigt, wie trügerisch erste Eindrücke sein können. Ich fand es spannend, dass es sich nicht wie ein klassisches Liebesdreieck angefühlt hat, sondern eher wie eine Reise zu der Frage: Was bedeutet Liebe eigentlich für mich? Die Briefe aus der Zukunft waren für mich das absolute Highlight. Sie verleihen der Geschichte eine sanfte, fast magische Komponente, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Stattdessen regen sie zum Nachdenken an: Wie sehr sollte man sich von einer möglichen Zukunft beeinflussen lassen? Und lebt man vielleicht am eigentlichen Leben vorbei, wenn man nur auf das „Was wird sein?“ fixiert ist? Neben der Romantik behandelt die Geschichte auch ernstere Themen wie finanzielle Sorgen, familiäre Verantwortung und Identität. Emma kümmert sich um ihre Mutter und ihren Großvater Jiji, arbeitet hart und stellt ihre eigenen Träume oft hinten an. Diese Bodenständigkeit hat der Geschichte eine Tiefe gegeben, die ich so nicht erwartet hätte. Gleichzeitig lockern Humor und charmante Dialoge die Handlung immer wieder auf, sodass sich das Buch trotz seiner emotionalen Themen leicht lesen lässt. Was mich besonders beeindruckt hat, ist Emmas Entwicklung. Sie bleibt nicht stehen, reflektiert ihr eigenes Verhalten, macht Fehler und wächst daran. Am Ende geht es nicht nur darum, wen sie liebt, sondern ob sie bereit ist, Liebe überhaupt wieder zuzulassen. Und genau das macht die Geschichte so besonders: Sie ist weniger eine klassische Liebesgeschichte als vielmehr eine über Selbstfindung, Mut und das Loslassen von Angst.

Fazit:
„Love Me Tomorrow“ von Emiko Jean ist eine gefühlvolle, kluge und zugleich leichte Young-Adult-Geschichte, die Romantik mit Selbstfindung und einer Prise Magie verbindet. Besonders die Briefe aus der Zukunft sorgen für Spannung und eine einzigartige Atmosphäre. Ein berührender Roman über Liebe, Zweifel und das Hier und Jetzt – von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sternchen.

Lieblingszitat:
„Das Leben besteht aus einer Reihe von Entscheidungen. Aber manche trifft man nicht selbst.“ (S. 18)

{Rezension} Lucky – Was ich dir sagen will
(Bd. 2 der „Junos Bay“-Reihe)

Lucky – Was ich dir sagen will
(Bd. 2 der „Junos Bay“-Reihe)
von Dagmar Bach

Fischer Sauerländer
Paperback
Jugendbuch
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4371-8
Ersterscheinung: 25.03.2025

Inhalt:
Die erfolgreiche Schauspielerin Bailey Harris führt eigentlich ein durchgeplantes Leben voller Erfolg und Aufmerksamkeit – bis ein Stalker beginnt, ihr immer näherzukommen und alles aus dem Gleichgewicht bringt. Zu ihrem Schutz wird ihr ausgerechnet Jackson als Bodyguard zugeteilt, mit dem sie bereits in der Vergangenheit ständig aneinandergeraten ist. Zwischen hitzigen Wortgefechten und unausgesprochener Anziehung müssen die beiden plötzlich eng zusammenarbeiten. Als die Situation eskaliert, fliehen Bailey und Jackson nach Junos Bay, einem besonderen Küstenort mit einer ganz eigenen Magie. Doch dort wird Bailey nicht nur mit ihren Gefühlen konfrontiert, sondern auch mit einem Geheimnis aus Jacksons Vergangenheit, das alles verändert.

Meinung:
Ich habe mich unglaublich darauf gefreut, wieder nach Junos Bay zurückzukehren, und genau dieses Gefühl von „Nachhausekommen“ war auch sofort wieder da. Dieser Ort hat einfach eine ganz besondere Atmosphäre, die einen direkt einfängt und durch die gesamte Geschichte trägt. Auch diesmal schafft es die Autorin, dieses sommerliche, fast schon magische Setting lebendig werden zu lassen. Bailey Harris fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Trotz ihres Ruhms wirkt sie greifbar und authentisch – sie ist ehrgeizig, manchmal impulsiv und gleichzeitig verletzlich. Gerade die Bedrohung durch den Stalker bringt eine neue Seite an ihr zum Vorschein, die sie deutlich nahbarer macht. Man merkt, wie sehr sie versucht, die Kontrolle zu behalten, obwohl ihr alles zu entgleiten droht. Jackson ist dagegen das komplette Gegenteil: verschlossen, mürrisch und schwer zu durchschauen. Genau diese „grumpy“-Art macht ihn aber auch so spannend. Hinter seiner Fassade steckt offensichtlich mehr, und dieses Geheimnis sorgt dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Ich mochte besonders, dass seine Geschichte nicht sofort offengelegt wird, sondern sich nach und nach entfaltet – auch wenn ich mir stellenweise ein etwas früheres Aufbrechen gewünscht hätte. Die Chemie zwischen Bailey und Jackson ist für mich eines der größten Highlights. Was mir ein kleines bisschen gefehlt hat, war die stärker ausgeprägte Magie von Junos Bay, die im ersten Band noch präsenter war. Hier rückt stattdessen die Stalker-Thematik stärker in den Vordergrund. Das sorgt für zusätzliche Spannung, auch wenn dieser Handlungsstrang anfangs eher im Hintergrund bleibt und sich erst später richtig entfaltet. Der Showdown hat mich dafür umso mehr überrascht, denn der war deutlich packender und intensiver, als ich erwartet hatte. Der Schreibstil ist wieder wunderbar leicht und flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, ohne dass es oberflächlich wirkt. Die Mischung aus Romantik und Spannung ist insgesamt sehr stimmig, auch wenn die Geschichte zwischendurch etwas ruhiger und fast schon zu unbeschwert wirkt – was die späteren dramatischen Momente aber umso stärker hervorhebt.

Fazit:
„Lucky – Was ich dir sagen will“ von Dagmar Bach überzeugt als gefühlvolle und unterhaltsame Fortsetzung rund um Bailey Harris und Jackson. Die beiden Protagonisten tragen die Geschichte mit ihrer lebendigen Dynamik und sorgen für viele emotionale und spannende Momente. Auch wenn die magischen Elemente etwas in den Hintergrund treten, bleibt Junos Bay ein besonderer Schauplatz. Insgesamt eine gelungene Mischung aus Romance und Spannung, weshalb ich gerne 4 von 5 Sternchen vergebe.

{Rezension} Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden

Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
von Lynn Painter

Penguin Verlag
Hardcover
Kinderbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Originaltitel: The Wish Switch
ISBN: 978-3-328-30429-6
Ersterscheinung: 25.03.2026

Inhalt:
Emma fiebert seit Monaten auf den Moment hin, an dem sich endlich ihre größten Wünsche erfüllen sollen. Die Hinweise ihrer verstorbenen Oma haben sie zu einem magischen Ritual geführt, das angeblich vier Wünsche wahr werden lässt. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen setzt sie alles daran, dass dieses Schuljahr das beste ihres Lebens wird. Doch statt bei ihr scheinen die Wünsche ausgerechnet bei Jackson anzukommen – dem neuen Mitschüler, der Emma von Anfang an auf die Nerven geht. Um herauszufinden, was schiefgelaufen ist und wie sich das magische Durcheinander wieder beheben lässt, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten.

Meinung:
Als ich von der Grundidee des Buches gelesen habe, war ich sofort neugierig. Vier Wünsche, ein bisschen Magie und ein Sommer voller Chaos – das klang nach einer Geschichte, die nicht nur Kinder begeistern kann. Und tatsächlich hat mich das Buch positiv überrascht. Der Schreibstil von Lynn Painter ist wunderbar leicht, locker und humorvoll. Die Geschichte liest sich unglaublich schnell weg und schafft es, genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Witz und Emotionen zu bieten. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ihre Figuren so lebendig gestaltet. Emma wirkt authentisch und altersgerecht. Ihre Wünsche nach mehr Selbstbewusstsein, Beliebtheit und einem glücklicheren Leben für ihre Mutter sind nachvollziehbar und spiegeln viele Gedanken wider, die Kinder und Jugendliche in diesem Alter beschäftigen. Am meisten Spaß gemacht hat mir jedoch die Dynamik zwischen Emma und Jackson. Anfangs begegnen sich die beiden mit einer ordentlichen Portion Skepsis, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr entwickelt sich eine sehr schöne Freundschaft. Jackson war mir schnell sympathisch, weil er deutlich mehr Tiefgang besitzt, als Emma ihm zunächst zugestehen möchte. Die gemeinsamen Szenen sorgen für viele unterhaltsame Momente und treiben die Handlung angenehm voran. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte trotz ihrer magischen Grundlage eigentlich von ganz anderen Themen erzählt. Es geht um Freundschaft, Verlust, Familie, Veränderungen und darum, herauszufinden, wer man eigentlich sein möchte. Immer wieder wird deutlich, dass manche Wünsche zwar verlockend erscheinen, aber nicht zwangsläufig das sind, was einen wirklich glücklich macht. Diese Botschaft wird nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt, sondern auf eine natürliche und kindgerechte Weise in die Handlung eingebunden. Auch Emmas Trauer um ihre verstorbene Oma hat mich berührt. Die Erinnerungen an sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verleihen dem Buch eine emotionale Ebene, die über das reine magische Abenteuer hinausgeht. Gleichzeitig bleibt der Ton stets warmherzig und hoffnungsvoll. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, insbesondere bei einigen Nebenfiguren. Emmas Freundinnen bleiben für mein Empfinden etwas blass und hätten gerne mehr Raum bekommen dürfen. Zudem bleiben am Ende ein paar Fragen offen, bei denen ich mir noch einen kleinen Epilog oder ein paar zusätzliche Seiten gewünscht hätte. Das hat meinen Lesespaß zwar nicht geschmälert, aber ich hätte die Figuren gerne noch ein wenig länger begleitet. Insgesamt ist es aber genau die Art von Kinderbuch, die man mit einem Lächeln zuschlägt. Es ist witzig, fantasievoll, emotional und vermittelt ganz nebenbei einige schöne Botschaften über das Erwachsenwerden. Vor allem junge Leserinnen und Leser dürften Emma und Jackson schnell ins Herz schließen.

Fazit:
„Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden“ von Lynn Painter ist ein warmherziges, humorvolles und magisches Kinderbuch, das weit mehr bietet als eine Geschichte über erfüllte Wünsche. Für mich ist es eine bezaubernde Coming-of-Age-Geschichte mit viel Herz und verdient 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Offside – Rules of the Game
(Bd. 1 der „Rules of the Game“-Reihe)

Offside
Rules of the Game
(Bd. 1 der „Rules of the Game“-Reihe)
von Avery Keelan

Ravensburger Buchverlag
Paperback
Spicy Sports Romance
704 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-473-58712-4
Ersterscheinung: 31.03.2026

Inhalt:
Nachdem Bailey James an ihrem 21. Geburtstag von ihrem Freund verlassen wird, sucht sie nach Ablenkung – und landet ausgerechnet bei Chase Carter, dem berüchtigten Eishockeystar, der der größte Rivale ihres Ex‘ ist. Was als impulsiver Rebound beginnt und zunächst nur als inszenierter Kuss gedacht ist, zieht schnell weitere Kreise. Bailey gerät mitten in die hitzige Rivalität zweier Teams, während sie und Chase versuchen, ihre wachsende Anziehung zu ignorieren. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwieriger wird es, zwischen Loyalität, Erwartungen und echten Gefühlen zu unterscheiden.

Meinung:
Ich habe dieses Buch wirklich schnell ins Herz geschlossen – vor allem wegen Bailey und Chase. Ihre Dynamik lebt von genau diesem „Wir sollten das auf keinen Fall tun“-Gefühl, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Gerade weil von Anfang an klar ist, wie kompliziert alles werden kann, fiebert man umso mehr mit. Bailey mochte ich besonders, weil sie nicht einfach nur die typische „verlassene Freundin“ ist. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter, lernt, für sich selbst einzustehen, und muss sich gleichzeitig damit auseinandersetzen, wie ihr Umfeld auf ihre Entscheidungen reagiert. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke hat sie für mich sehr authentisch gemacht. Chase war für mich eine positive Überraschung. Klar, er startet als klassischer Bad Boy: charmant, selbstbewusst, mit einem gewissen Ruf. Aber je mehr man über ihn erfährt, desto mehr bröckelt diese Fassade. Sein Ehrgeiz, der Druck durch seine Karriereziele und die Erwartungen seines Umfelds geben ihm deutlich mehr Tiefe, als man anfangs vermutet. Besonders schön fand ich, wie geduldig er im Umgang mit Bailey ist – das nimmt ihm dieses klischeehafte Image und macht ihn greifbarer. Die Beziehung der beiden entwickelt sich angenehm schrittweise. Es ist nicht dieses sofortige „Alles ist perfekt“, sondern eher ein vorsichtiges Herantasten, bei dem Vertrauen erst entstehen muss. Gleichzeitig knistert es ordentlich und die spicy Szenen sind definitiv präsent – manchmal vielleicht ein bisschen zu häufig im Mittelteil, aber insgesamt passend zur Stimmung. Was mir auch hängen geblieben ist, ist der soziale Konflikt rund um Bailey. Ihre Erfahrung, wie schnell sich Freundschaften verändern oder sogar zerbrechen, wenn man sich gegen Erwartungen stellt, fand ich ziemlich realistisch und teilweise auch echt hart zu lesen. Das hat der Geschichte mehr Tiefe gegeben, als man bei einer klassischen Sports Romance vielleicht erwarten würde. Der Schreibstil ist sehr flüssig, fast schon süchtig machend. Durch die wechselnden Perspektiven von Bailey und Chase bekommt man beide Seiten intensiv mit, was viele Situationen emotional verstärkt. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich die Länge, denn an manchen Stellen hätte man die Story etwas straffen können. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend gut unterhalten.

Fazit:
„Offside – Rules of the Game“ von Avery Keelan überzeugt mit Bailey James und Chase Carter als starke, greifbare Protagonisten, deren Geschichte emotional mitreißt. Die Mischung aus College-Setting, Eishockey-Rivalität und intensiver Liebesgeschichte funktioniert sehr gut, auch wenn sich die Geschichte etwas zieht. Besonders die Charakterentwicklung und die spürbare Chemie zwischen den beiden machen das Buch zu einem Highlight. Insgesamt gibt es von mir eine klare Empfehlung mit 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} The Knockout Contract
(Bd. 1 der „Terms of Attraction“-Dilogie)

The Knockout Contract
(Bd. 1 der „Terms of Attraction“-Dilogie)
von Stefanie Santer

‎Moon Notes
Paperback
Sports Romance
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: ‎ ‎978-3-96976-091-8
Ersterscheinung: 13.03.2026

We agreed on rules.
But we broke all of them.

Inhalt:
Medizinstudentin Lainey Jones steckt mitten im Chaos aus Studium, Familie und Vergangenheit. Ausgerechnet zur Hochzeit ihrer Stiefschwester braucht sie dringend ein Date, um unangenehmen Situationen und den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entgehen. Ihre Wahl fällt auf Parker Westfield, einen erfolgreichen College-Boxer, dem sie eigentlich lieber aus dem Weg gehen würde, seit sich ihre Wege im Krankenhaus unter schlechten Umständen gekreuzt haben. Die beiden einigen sich auf eine Fake-Dating-Vereinbarung mit klaren Regeln. Keine echten Gefühle, keine Komplikationen. Doch während sie gemeinsam mehrere Tage im Hochzeitssetting verbringen, kommen sie sich näher als geplant. Zwischen Familienkonflikten, alten Verletzungen und Parkers wichtigem Kampf verschwimmen die Grenzen ihres Deals immer mehr, bis sie sich fragen müssen, ob ihre Abmachung überhaupt noch Bestand hat.

Meinung:
Ich mochte die Geschichte insgesamt wirklich gern, vor allem weil sie sich leicht lesen lässt und einfach ein angenehmes Wohlfühlgefühl vermittelt. Besonders positiv ist mir direkt das Setting aufgefallen. Eine Sports Romance rund ums Boxen ist mal etwas anderes und genau das hat für mich einen frischen Reiz gehabt. Auch wenn ich mir hier und da gewünscht hätte, dass sowohl der Sport als auch das Medizinstudium noch etwas mehr Tiefe bekommen, fand ich die Mischung grundsätzlich spannend. Lainey ist eine Protagonistin, mit der ich mich gut anfreunden konnte. Sie wirkt ehrgeizig, verletzlich und gleichzeitig ziemlich schlagfertig. Gerade im Umgang mit ihrer Familie hatte ich oft das Gefühl, dass sie viel mehr aushalten muss, als sie zeigt, was sie für mich greifbar gemacht hat. Parker hingegen ist für mich ganz klar kein klassischer Bad Boy. Ehrlich gesagt habe ich dieses Image zu keinem Zeitpunkt wirklich gefühlt. Er ist charmant, aufmerksam und hat eine sehr loyale, fast schon sanfte Seite. Für mich eher ein absoluter Green-Flag-Charakter als jemand mit Ecken und Kanten. Die Dynamik zwischen Lainey und Parker hat mir gut gefallen. Ihr Schlagabtausch ist unterhaltsam, oft witzig und sorgt für viele schöne Momente. Gerade diese kleinen, leichten Szenen haben für mich den größten Charme des Buches ausgemacht. Gleichzeitig hatte ich aber öfter das Gefühl, dass emotionale Entwicklungen ein bisschen zu schnell gehen oder nicht ganz ausgeschöpft werden. Manche Themen wurden angerissen, aber nicht so tief ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch die Entwicklung rund um ihre gespielte Beziehung funktioniert gut. Man bekommt genau das, was man erwartet: Nähe, Verwirrung und langsam aufkommende echte Gefühle. Trotzdem bleibt vieles eher auf einer angenehmen, aber etwas oberflächlichen Ebene. Mir hat manchmal dieses gewisse Extra gefehlt, das die Geschichte wirklich intensiv macht. Was ich dafür sehr mochte, war die generelle Atmosphäre. Es ist eine Mischung aus Humor, ein bisschen Drama und vielen typischen Romance-Momenten, die einfach Spaß machen. Besonders die Hochzeitsszenen bringen nochmal Dynamik rein, auch wenn die Nebencharaktere teilweise wirklich anstrengend sind. Insgesamt ist es für mich ein Buch, das gut unterhält und sich schnell lesen lässt, aber nicht in allen Punkten sein volles Potenzial ausschöpft. Gerade in Bezug auf Tiefe und emotionale Intensität wäre noch mehr möglich gewesen.

Fazit:
„The Knockout Contract“ von Stefanie Santer ist eine unterhaltsame Sports Romance mit frischem Setting und sympathischen Figuren. Die Geschichte liest sich leicht und macht Spaß, auch wenn es stellenweise an Tiefe fehlt. Insgesamt eine schöne, kurzweilige Romance für zwischendurch, die ich mit 4 von 5 Sternchen bewerte.