{Rezension} Worst Date Ever

Worst Date Ever
von Kasie West

Ravensburger Buchverlag
Paperback
New Adult Romance
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Originaltitel: We met like this
ISBN: 978-3-473-58688-2
Ersterscheinung: 26.05.2026

Inhalt:
Margot träumt nicht nur davon, als Literaturagentin den nächsten großen Liebesroman zu entdecken, sondern wünscht sich auch für ihr eigenes Leben eine romantische Liebesgeschichte wie aus einem Buch. Dating-Apps sind dabei eigentlich nicht ihr Ding, denn die große Liebe sollte ihrer Meinung nach auf eine viel romantischere Weise entstehen. Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet Oliver, mit dem sie einst das schlimmste Date ihres Lebens hatte, immer wieder ihren Weg kreuzt. Obwohl die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten und vieles gegen sie spricht, lässt sich die Anziehung zwischen ihnen nicht ignorieren. Zwischen chaotischen Gefühlen, beruflichen Herausforderungen und jeder Menge humorvoller Schlagabtausche müssen Margot und Oliver herausfinden, ob Gegensätze sich tatsächlich anziehen.

Meinung:
Ich habe Kasie Wests Jugendbücher schon immer geliebt und bin quasi mit ihren Geschichten aufgewachsen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie nun auch für ein erwachseneres Publikum schreibt. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen begeistert. Der Schreibstil ist einfach fantastisch. Locker, leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich hatte das Buch gefühlt in einem Atemzug durchgelesen. Genau diese Leichtigkeit gepaart mit emotionalen Momenten macht für mich den besonderen Charme von Kasie West aus. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Margot und Oliver. Die beiden könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Margot ist romantisch, etwas chaotisch, verträumt und oft von ihren eigenen Vorstellungen davon beeinflusst, wie die große Liebe auszusehen hat. Oliver dagegen wirkt bodenständig, ruhig und rational. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – harmonieren die beiden unglaublich gut miteinander. Ihre Dynamik war für mich das absolute Highlight der Geschichte. Vor allem die Dialoge und Nachrichten zwischen den beiden haben mich begeistert. Sie sind witzig, schlagfertig und voller Charme. Man spürt das Knistern von Anfang an und fiebert jeder neuen Unterhaltung entgegen. Gleichzeitig entwickeln die beiden eine Vertrautheit, die sich unglaublich authentisch anfühlt. Ihre Beziehung wirkt nie konstruiert, sondern wächst auf eine natürliche und glaubwürdige Weise. Auch die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Besonders Sloane war eine wunderbare beste Freundin, die Margot unterstützt, ihr aber auch ehrlich die Meinung sagt. Solche Charaktere geben einer Geschichte noch mehr Tiefe und machen die Handlung lebendig. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte nicht ausschließlich von der Liebesgeschichte lebt. Margots berufliche Entwicklung, ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Chef und die Dynamik innerhalb ihrer Familie sorgen für zusätzliche emotionale Ebenen. Gerade Margots persönliches Wachstum fand ich sehr gelungen. Zu sehen, wie sie immer mehr für sich selbst einsteht und lernt, ihren eigenen Wert zu erkennen, war mindestens genauso schön wie die romantische Handlung. Für mich war dieses Buch ein absolutes Wohlfühlbuch. Es hat mich zum Lachen gebracht, zum Schwärmen und immer wieder mitfiebern lassen. Es erinnert daran, dass Liebe manchmal dort auftaucht, wo man sie am wenigsten erwartet, und dass nicht jede perfekte Liebesgeschichte einem perfekten Plan folgen muss. Wer den Glauben an die große Liebe noch nicht aufgegeben hat, wird dieses Buch wahrscheinlich genauso ins Herz schließen wie ich.

Fazit:
Mit „Worst Date Ever“ beweist Kasie West einmal mehr, warum sie zu meinen liebsten Romance-Autorinnen gehört. Die Geschichte von Margot und Oliver ist romantisch, humorvoll, herzerwärmend und voller liebenswerter Momente, die noch lange nach dem Lesen ein Lächeln hinterlassen. Dank des wunderbaren Schreibstils, der großartigen Chemie zwischen den Protagonisten und der perfekten Mischung aus Gefühl und Humor ist dieses Buch für mich ein absolutes Highlight und Wohlfühlbuch geworden. Von mir gibt es dafür ganz klar 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Hold Me Tight
(Bd. 3 der „Richmond Deers“-Reihe)

Hold Me Tight
(Bd. 3 der „Richmond Deers“-Reihe)
von Maike Voß

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
448 Seiten
ISBN: 978-3-453-44261-0
Ersterscheinung: 16.04.2026

Sie will sich nie wieder verlieben.
Doch er ist fest entschlossen, um ihr Herz zu kämpfen.

Inhalt:
Allie Weston ist die Managerin der Richmond Deers und hat ihr Leben normalerweise fest im Griff. Doch nachdem sie ihren Ehemann Owen beim Fremdgehen erwischt hat, steht plötzlich alles auf dem Kopf. Während sie mitten in der Scheidung steckt, kommt sie dem Fußballspieler Neilan Scott näher. Was für Allie zunächst nur eine einmalige Ablenkung sein soll, bedeutet für Neilan deutlich mehr. Er ist schon seit langer Zeit in sie verliebt und nutzt die Chance, ihr endlich näherzukommen. Doch während Neilan offen zu seinen Gefühlen steht, kämpft Allie noch mit den Verletzungen ihrer Vergangenheit und der Frage, ob sie bereit ist, ihr Herz erneut zu öffnen.

Meinung:
Mit diesem Band endet die „Richmond Deers“-Reihe, und obwohl mich die Geschichte nicht ganz so begeistern konnte, war es dennoch ein schöner und emotionaler Abschluss. Besonders Neilan hat für mich das Buch getragen. Er ist vermutlich die größte Green Flag der gesamten Reihe: loyal, geduldig, aufmerksam und immer darauf bedacht, Allie den Raum zu geben, den sie braucht. Gleichzeitig konnte ich allerdings nie ganz nachvollziehen, wie er sich auf eine Situation einlassen konnte, in der er von Anfang an deutlich mehr Gefühle investiert als sie. Seine Hoffnung, dass Allie ihn irgendwann vielleicht ebenfalls lieben könnte, wirkte auf mich stellenweise fast schon unrealistisch selbstlos. Umso mehr habe ich ihm sein Happy End gegönnt. Mit Allie hatte ich dagegen immer wieder meine Schwierigkeiten. Ihre Verletzungen und Ängste nach dem Ende ihrer Ehe waren nachvollziehbar, und ich konnte verstehen, warum sie sich emotional nur langsam auf etwas Neues einlassen wollte. Trotzdem machte sie mir das ständige Hin und Her rund um Owen nicht immer leicht. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass sie dadurch unfair gegenüber Neilan handelte, obwohl dieser ihr durchgehend mit Verständnis begegnete. Dadurch blieb sie für mich stellenweise etwas weniger sympathisch, als ich es mir gewünscht hätte. Positiv hervorheben möchte ich erneut das Fußball-Setting. Wie schon in den Vorgängern ist der Sport nicht bloß Kulisse, sondern fest in die Handlung eingebunden. Das Mannschaftsgefühl, die bekannten Figuren aus den vorherigen Bänden und die Dynamik innerhalb des Teams haben dafür gesorgt, dass sich die Geschichte wie eine Rückkehr zu alten Bekannten angefühlt hat. Gerade als Fan der Reihe war es schön, die vertrauten Charaktere noch einmal begleiten zu dürfen. Weniger überzeugen konnte mich die Handlung rund um das Thema Kinderwunsch. Dieser Aspekt wirkte auf mich etwas zu gewollt und wurde für mein Empfinden nicht ganz so natürlich in die Geschichte integriert wie andere Konflikte. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich selbst aktuell keinen persönlichen Bezug zu diesem Thema habe, dennoch fühlte es sich stellenweise etwas aufgesetzt an. Emotional hat mich die Geschichte dennoch erreicht. Vor allem die Nebenfiguren, die familiären Themen und die Entwicklung von Neilan haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Gleichzeitig fehlte mir manchmal etwas mehr Tiefe in der eigentlichen Liebesgeschichte, da einige Entwicklungen recht schnell gingen und manche Konflikte sich etwas zu lange im Kreis drehten. Trotzdem war ich bis zum Schluss gerne Teil der „Richmond Deers“-Welt und habe mit den Figuren mitgefiebert.

Fazit:
„Hold Me Tight“ von Maike Voß ist ein gefühlvoller Abschluss der „Richmond Deers“-Reihe, der vor allem durch den liebenswerten Neilan Scott und das vertraute Fußball-Setting punktet. Während mich Allies ständiges Schwanken und einige Handlungsaspekte nicht vollständig überzeugen konnten, bietet die Geschichte dennoch viele emotionale Momente und einen gelungenen Abschied von den Deers. Nicht mein Lieblingsband der Reihe, aber ein schöner Abschluss mit viel Herz und liebenswerten Figuren. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Offside – Rules of the Game
(Bd. 1 der „Rules of the Game“-Reihe)

Offside
Rules of the Game
(Bd. 1 der „Rules of the Game“-Reihe)
von Avery Keelan

Ravensburger Buchverlag
Paperback
Spicy Sports Romance
704 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-473-58712-4
Ersterscheinung: 31.03.2026

Inhalt:
Nachdem Bailey James an ihrem 21. Geburtstag von ihrem Freund verlassen wird, sucht sie nach Ablenkung – und landet ausgerechnet bei Chase Carter, dem berüchtigten Eishockeystar, der der größte Rivale ihres Ex‘ ist. Was als impulsiver Rebound beginnt und zunächst nur als inszenierter Kuss gedacht ist, zieht schnell weitere Kreise. Bailey gerät mitten in die hitzige Rivalität zweier Teams, während sie und Chase versuchen, ihre wachsende Anziehung zu ignorieren. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwieriger wird es, zwischen Loyalität, Erwartungen und echten Gefühlen zu unterscheiden.

Meinung:
Ich habe dieses Buch wirklich schnell ins Herz geschlossen – vor allem wegen Bailey und Chase. Ihre Dynamik lebt von genau diesem „Wir sollten das auf keinen Fall tun“-Gefühl, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Gerade weil von Anfang an klar ist, wie kompliziert alles werden kann, fiebert man umso mehr mit. Bailey mochte ich besonders, weil sie nicht einfach nur die typische „verlassene Freundin“ ist. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter, lernt, für sich selbst einzustehen, und muss sich gleichzeitig damit auseinandersetzen, wie ihr Umfeld auf ihre Entscheidungen reagiert. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke hat sie für mich sehr authentisch gemacht. Chase war für mich eine positive Überraschung. Klar, er startet als klassischer Bad Boy: charmant, selbstbewusst, mit einem gewissen Ruf. Aber je mehr man über ihn erfährt, desto mehr bröckelt diese Fassade. Sein Ehrgeiz, der Druck durch seine Karriereziele und die Erwartungen seines Umfelds geben ihm deutlich mehr Tiefe, als man anfangs vermutet. Besonders schön fand ich, wie geduldig er im Umgang mit Bailey ist – das nimmt ihm dieses klischeehafte Image und macht ihn greifbarer. Die Beziehung der beiden entwickelt sich angenehm schrittweise. Es ist nicht dieses sofortige „Alles ist perfekt“, sondern eher ein vorsichtiges Herantasten, bei dem Vertrauen erst entstehen muss. Gleichzeitig knistert es ordentlich und die spicy Szenen sind definitiv präsent – manchmal vielleicht ein bisschen zu häufig im Mittelteil, aber insgesamt passend zur Stimmung. Was mir auch hängen geblieben ist, ist der soziale Konflikt rund um Bailey. Ihre Erfahrung, wie schnell sich Freundschaften verändern oder sogar zerbrechen, wenn man sich gegen Erwartungen stellt, fand ich ziemlich realistisch und teilweise auch echt hart zu lesen. Das hat der Geschichte mehr Tiefe gegeben, als man bei einer klassischen Sports Romance vielleicht erwarten würde. Der Schreibstil ist sehr flüssig, fast schon süchtig machend. Durch die wechselnden Perspektiven von Bailey und Chase bekommt man beide Seiten intensiv mit, was viele Situationen emotional verstärkt. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich die Länge, denn an manchen Stellen hätte man die Story etwas straffen können. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend gut unterhalten.

Fazit:
„Offside – Rules of the Game“ von Avery Keelan überzeugt mit Bailey James und Chase Carter als starke, greifbare Protagonisten, deren Geschichte emotional mitreißt. Die Mischung aus College-Setting, Eishockey-Rivalität und intensiver Liebesgeschichte funktioniert sehr gut, auch wenn sich die Geschichte etwas zieht. Besonders die Charakterentwicklung und die spürbare Chemie zwischen den beiden machen das Buch zu einem Highlight. Insgesamt gibt es von mir eine klare Empfehlung mit 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} The Knockout Contract
(Bd. 1 der „Terms of Attraction“-Dilogie)

The Knockout Contract
(Bd. 1 der „Terms of Attraction“-Dilogie)
von Stefanie Santer

‎Moon Notes
Paperback
Sports Romance
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: ‎ ‎978-3-96976-091-8
Ersterscheinung: 13.03.2026

We agreed on rules.
But we broke all of them.

Inhalt:
Medizinstudentin Lainey Jones steckt mitten im Chaos aus Studium, Familie und Vergangenheit. Ausgerechnet zur Hochzeit ihrer Stiefschwester braucht sie dringend ein Date, um unangenehmen Situationen und den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entgehen. Ihre Wahl fällt auf Parker Westfield, einen erfolgreichen College-Boxer, dem sie eigentlich lieber aus dem Weg gehen würde, seit sich ihre Wege im Krankenhaus unter schlechten Umständen gekreuzt haben. Die beiden einigen sich auf eine Fake-Dating-Vereinbarung mit klaren Regeln. Keine echten Gefühle, keine Komplikationen. Doch während sie gemeinsam mehrere Tage im Hochzeitssetting verbringen, kommen sie sich näher als geplant. Zwischen Familienkonflikten, alten Verletzungen und Parkers wichtigem Kampf verschwimmen die Grenzen ihres Deals immer mehr, bis sie sich fragen müssen, ob ihre Abmachung überhaupt noch Bestand hat.

Meinung:
Ich mochte die Geschichte insgesamt wirklich gern, vor allem weil sie sich leicht lesen lässt und einfach ein angenehmes Wohlfühlgefühl vermittelt. Besonders positiv ist mir direkt das Setting aufgefallen. Eine Sports Romance rund ums Boxen ist mal etwas anderes und genau das hat für mich einen frischen Reiz gehabt. Auch wenn ich mir hier und da gewünscht hätte, dass sowohl der Sport als auch das Medizinstudium noch etwas mehr Tiefe bekommen, fand ich die Mischung grundsätzlich spannend. Lainey ist eine Protagonistin, mit der ich mich gut anfreunden konnte. Sie wirkt ehrgeizig, verletzlich und gleichzeitig ziemlich schlagfertig. Gerade im Umgang mit ihrer Familie hatte ich oft das Gefühl, dass sie viel mehr aushalten muss, als sie zeigt, was sie für mich greifbar gemacht hat. Parker hingegen ist für mich ganz klar kein klassischer Bad Boy. Ehrlich gesagt habe ich dieses Image zu keinem Zeitpunkt wirklich gefühlt. Er ist charmant, aufmerksam und hat eine sehr loyale, fast schon sanfte Seite. Für mich eher ein absoluter Green-Flag-Charakter als jemand mit Ecken und Kanten. Die Dynamik zwischen Lainey und Parker hat mir gut gefallen. Ihr Schlagabtausch ist unterhaltsam, oft witzig und sorgt für viele schöne Momente. Gerade diese kleinen, leichten Szenen haben für mich den größten Charme des Buches ausgemacht. Gleichzeitig hatte ich aber öfter das Gefühl, dass emotionale Entwicklungen ein bisschen zu schnell gehen oder nicht ganz ausgeschöpft werden. Manche Themen wurden angerissen, aber nicht so tief ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch die Entwicklung rund um ihre gespielte Beziehung funktioniert gut. Man bekommt genau das, was man erwartet: Nähe, Verwirrung und langsam aufkommende echte Gefühle. Trotzdem bleibt vieles eher auf einer angenehmen, aber etwas oberflächlichen Ebene. Mir hat manchmal dieses gewisse Extra gefehlt, das die Geschichte wirklich intensiv macht. Was ich dafür sehr mochte, war die generelle Atmosphäre. Es ist eine Mischung aus Humor, ein bisschen Drama und vielen typischen Romance-Momenten, die einfach Spaß machen. Besonders die Hochzeitsszenen bringen nochmal Dynamik rein, auch wenn die Nebencharaktere teilweise wirklich anstrengend sind. Insgesamt ist es für mich ein Buch, das gut unterhält und sich schnell lesen lässt, aber nicht in allen Punkten sein volles Potenzial ausschöpft. Gerade in Bezug auf Tiefe und emotionale Intensität wäre noch mehr möglich gewesen.

Fazit:
„The Knockout Contract“ von Stefanie Santer ist eine unterhaltsame Sports Romance mit frischem Setting und sympathischen Figuren. Die Geschichte liest sich leicht und macht Spaß, auch wenn es stellenweise an Tiefe fehlt. Insgesamt eine schöne, kurzweilige Romance für zwischendurch, die ich mit 4 von 5 Sternchen bewerte.

{Rezension} The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)

The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)
von Stephanie Archer

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
464 Seiten
ISBN: 978-3-453-44366-2
Ersterscheinung: 11.03.2026

Er ist ihr bester Freund. Ihr Flirt-Coach. Und plötzlich alles, was sie will.

Inhalt:
Darcy Andersen steht nach dem Ende einer langjährigen Beziehung vor einem Neuanfang. Unsicher, aber fest entschlossen, sich selbst wiederzufinden, möchte sie endlich das Datingleben erkunden. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet von Hayden Owens – Eishockeyprofi, Frauenschwarm und ihr bester Freund. Als ihr persönlicher Wingman nimmt Hayden seine Rolle sehr ernst: Er bringt Darcy bei, wie man flirtet, gibt ihr Datingtipps und steht ihr bei jedem Schritt zur Seite. Was als unverbindliches „Training“ beginnt, inklusive Übungsküssen und überraschend intensiven Lektionen, entwickelt jedoch schnell eine eigene Dynamik. Während Darcy zunehmend an Selbstvertrauen gewinnt und sich auf neue Begegnungen einlässt, merkt Hayden, dass ihm das Ganze weniger gleichgültig ist, als er dachte. Zwischen ihnen entstehen Spannungen, die sich nicht länger mit Freundschaft erklären lassen. Und je mehr Grenzen verschwimmen, desto drängender wird die Frage, ob ihre Verbindung vielleicht schon lange mehr ist als das.

Meinung:
Dieses Buch fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen – zurück zur Vancouver-Storm-Familie, die man spätestens seit dem zweiten Band ins Herz geschlossen hat. Was diesen dritten Band besonders stark macht, ist das Zusammenspiel aus vertrauter Dynamik und emotionaler Weiterentwicklung. Die Entwicklung zwischen Darcy und Hayden wirkt dabei authentisch und organisch. Es gibt kein überdramatisiertes Hin und Her, sondern ein langsames, manchmal zögerliches Annähern, das stark von Unsicherheiten, verpassten Momenten und inneren Konflikten geprägt ist. Darcy ist eine unglaublich greifbare Figur. Ihre Selbstzweifel nach einer Beziehung, in der sie sich selbst verloren hat, ziehen sich glaubwürdig durch die Geschichte. Besonders schön ist, wie viel Raum ihre persönliche Entwicklung bekommt: vom unsicheren „Ich weiß nicht, wer ich ohne ihn bin“ hin zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Dass sie zusätzlich beruflich als analytischer Kopf im Hintergrund des Teams arbeitet, gibt ihr noch eine spannende, eigenständige Ebene. Hayden ist dabei das perfekte Gegenstück, denn statt klassischem Bad-Boy-Vibe bringt er eher „Golden Retriever Energy“ mit: aufmerksam, fürsorglich, loyal. Gerade seine kleinen Gesten (Blumen, Unterstützung, echtes Zuhören) machen ihn zu einem dieser Bookboyfriends, die nicht laut sein müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, wie sehr auch er mit seinen Gefühlen kämpft – vor allem, wenn Darcy beginnt, andere Männer zu daten. Was besonders hervorsticht, ist die Dynamik zwischen den beiden: das Neckische, die Insider, die Vertrautheit. Es macht einfach Spaß, den beiden zuzusehen, selbst wenn man sie manchmal am liebsten anschreien möchte, endlich ehrlich zu sein. Ein weiterer Pluspunkt sind die Nebenfiguren. Bekannte Gesichter wie Hazel und Rory tauchen wieder auf und verstärken das Gefühl, Teil eines größeren, warmen Freundeskreises zu sein.

Fazit:
„The Wingman“ von Stephanie Archer ist eine gefühlvolle, humorvolle und angenehm prickelnde Sports Romance, die vor allem durch ihre Figuren und deren Entwicklung überzeugt. Darcy und Hayden erzählen eine Geschichte über Selbstfindung, verpasste Chancen und den Mut, das Offensichtliche endlich zuzulassen. Die Geschichte fühlt sich leicht an, ohne oberflächlich zu sein, und reiht sich nahtlos in die Stärken der Reihe ein. Eine klare Empfehlung für alle, die sich nach einer warmen, charmanten Liebesgeschichte sehnen, die gleichzeitig zum Lächeln und Mitfiebern einlädt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.