{Rezension} Summer Tides
(Bd. 1 der „Seasons by the Sea“-Reihe)

Summer Tides
(Bd. 1 der „Seasons by the Sea“-Reihe)
von Sarah Fulmar

Lübbe
Paperback
Slow Burn Romance
320 Seiten
ISBN: 978-3-757-70223-6
Ersterscheinung: 30.03.2026

Inhalt:
Scarlett hat genug von ihrem bisherigen Leben. Ihre Beziehung zu Eric gibt ihr längst nicht mehr das Gefühl, wirklich gesehen oder geschätzt zu werden, und auch beruflich tritt sie seit Jahren auf der Stelle. Deshalb wagt sie einen mutigen Schritt: In St. Ives in Cornwall möchte sie sich mit einem Strandkiosk einen Neuanfang aufbauen. Doch kaum angekommen, läuft alles anders als geplant und ihre Zukunftspläne geraten ins Wanken. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation begegnet sie Jonah wieder, dem Bruder ihrer ehemaligen Ferienfreundin. Jonah arbeitet als Rettungsschwimmer und trägt selbst einige ungelöste Konflikte mit sich herum. Während Scarlett versucht, ihren Platz im Leben zu finden, und Jonah von einem Leben ohne feste Bindungen träumt, entwickelt sich zwischen ihnen eine immer stärker werdende Anziehung. Doch Scarlett hat noch immer eine Verbindung zu ihrem Leben in London und Jonah kämpft mit seiner Angst, jemanden wirklich an sich heranzulassen.

Meinung:
Dieses Buch hat für mich genau das verkörpert, was ich mir von einer sommerlichen Cozy Romance wünsche. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, selbst in Cornwall zu sein, das Meeresrauschen zu hören und die salzige Luft zu spüren. Die Atmosphäre ist unglaublich gelungen und trägt die Geschichte von Anfang bis Ende. Besonders begeistert hat mich der Schreibstil von Sarah Fulmar. Er ist harmonisch, leicht und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Die Seiten fliegen förmlich dahin, ohne dass die Geschichte gehetzt wirkt. Im Gegenteil: Die Autorin nimmt sich bewusst Zeit für ihre Figuren, ihre Gedanken und ihre Entwicklung. Gerade dadurch entfaltet die Slow-Burn-Romance ihre Wirkung besonders gut. Scarlett ist eine Protagonistin, die nicht immer perfekte Entscheidungen trifft. Manchmal wirkte sie auf mich etwas naiv oder impulsiv, doch genau das machte sie auch menschlich. Ihre Unsicherheiten, ihre Zweifel und ihr Wunsch nach einem echten Neuanfang waren für mich sehr nachvollziehbar. Besonders schön fand ich ihre persönliche Entwicklung. Sie lernt im Laufe der Geschichte, für sich selbst einzustehen und ihren eigenen Wert zu erkennen, was für mich fast noch wichtiger war als die eigentliche Liebesgeschichte. Jonah habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Hinter seiner ruhigen und oft zurückhaltenden Art verbirgt sich ein Mann, der mit seiner Vergangenheit hadert und sich selbst immer wieder im Weg steht. Seine innere Zerrissenheit wirkte glaubwürdig und verlieh seiner Figur zusätzliche Tiefe. Die Dynamik zwischen ihm und Scarlett hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Gefühle entwickeln sich langsam, ohne künstlich hinausgezögert zu wirken, und jede Begegnung zwischen den beiden hatte dieses angenehme Knistern, das eine gute Slow Burn Romance ausmacht. Ein weiteres Highlight waren für mich die Nebenfiguren. Die Bewohner von St. Ives, Jonahs Familie, Emily und die vielen kleinen zwischenmenschlichen Momente sorgen für ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl. Genau diese Herzlichkeit macht die Geschichte so gemütlich und warm. Man hat das Gefühl, Teil einer kleinen Küstengemeinschaft zu werden, in der man willkommen ist. Die Handlung selbst überrascht zwar nicht ständig mit unerwarteten Wendungen und folgt teilweise bekannten Romance-Mustern, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Der Fokus liegt hier vielmehr auf Atmosphäre, Emotionen und persönlicher Entwicklung. Wer eine tiefgründige, dramatische Handlung sucht, wird vielleicht etwas vermissen. Wer jedoch Lust auf eine gefühlvolle Sommergeschichte mit Wohlfühlcharakter hat, wird hier definitiv fündig.

Fazit:
Mit Summer Tides“ gelingt Sarah Fulmar ein wunderschöner Auftakt ihrer „Seasons by the Sea“-Reihe. Die Geschichte überzeugt vor allem durch ihren grandiosen, harmonischen Schreibstil, das traumhafte Cornwall-Setting und die sympathischen Figuren. Kleine Schwächen bei der Tiefe der Handlung ändern nichts daran, dass dieser Roman wunderbar unterhält und Lust auf die Folgebände macht. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Till Summer Do Us Part
Urlaub mit dem Fake-Ehemann

Till Summer Do Us Part
Urlaub mit dem Fake-Ehemann
von Meghan Quinn

Heyne Verlag
Paperback
Romance
496 Seiten
ISBN: 978-3-453-44434-8
Ersterscheinung: 10.06.2026

Inhalt:
Scottie Price steckt nach einer schmerzhaften Trennung in einem neuen Job fest, in dem sie als einzige Frau von scheinbar perfekt verheirateten Männern umgeben ist. Um nicht ständig als Außenseiterin dazustehen, erfindet sie kurzerhand einen Ehemann. Was als kleine Notlüge beginnt, entwickelt sich jedoch zu einem riesigen Problem, als ihre Chefin ihr eine Sitzung bei einem renommierten Eheberater empfiehlt. Um ihre Geschichte aufrechtzuerhalten, braucht Scottie innerhalb kürzester Zeit einen Fake-Ehemann. Die Lösung kommt in Form von Wilder, dem jüngeren Bruder ihres besten Freundes. Gemeinsam spielen sie das glückliche Ehepaar, doch nach dem Beratungsgespräch wartet eine unerwartete Überraschung auf sie: ein einwöchiges Ehe-Camp mit gemeinsamen Aktivitäten, vielen neugierigen Blicken und nur einem Bett für das angebliche Paar.

Meinung:
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an unglaublich gut unterhalten. Die Grundidee ist schon herrlich verrückt, aber die Autorin schafft es, daraus eine romantische Komödie zu machen, die weit mehr bietet als nur lustige Missverständnisse und prickelnde Momente. Besonders begeistert haben mich Scottie und Wilder. Scottie ist eine Protagonistin, mit der man schnell mitfühlt. Sie wirkt authentisch, verletzlich und manchmal herrlich chaotisch. Ihre Unsicherheiten und die Folgen ihrer vergangenen Beziehung machen sie greifbar und sympathisch. Gleichzeitig ist sie keineswegs schwach, sondern entwickelt sich im Verlauf der Geschichte spürbar weiter. Wilder war für mich über weite Strecken ein echtes Highlight. Er besitzt diese unbeschwerte, lebensfrohe Art, die sofort gute Laune verbreitet. Seine Schlagfertigkeit, sein Humor und seine Geduld im Umgang mit Scottie machen ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter. Besonders gefallen hat mir, dass er nicht nur als attraktiver Love Interest fungiert, sondern auch emotionale Tiefe mitbringt. Seine Beziehung zu seinem Bruder und einige persönliche Themen verleihen ihm zusätzliche Facetten. Auch wenn ich im späteren Verlauf nicht jede Entwicklung seiner Figur gleichermaßen mochte, blieb er für mich dennoch ein wichtiger und insgesamt gelungener Bestandteil der Geschichte. Die Dynamik zwischen den beiden hat hervorragend funktioniert. Die Wortgefechte sind witzig, die Dialoge sprühen vor Charme und die Chemie ist von Anfang an spürbar. Gerade das Fake-Marriage-Trope wurde hier besonders unterhaltsam umgesetzt, weil die beiden nicht nur eine Beziehung, sondern direkt eine Ehe vorspielen müssen. Dadurch entstehen unzählige peinliche, absurde und gleichzeitig unglaublich romantische Situationen. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist die Balance zwischen Humor und ernsteren Themen. Während ich an manchen Stellen wirklich laut lachen musste, gibt es immer wieder Momente, die emotionaler werden und den Figuren mehr Tiefe verleihen. Themen wie Selbstzweifel, Vergangenheitsbewältigung und Selbstliebe werden angenehm in die Handlung integriert, ohne die Leichtigkeit der Geschichte zu zerstören. Der Schreibstil liest sich dabei wunderbar flüssig. Meghan Quinn versteht es einfach, Dialoge lebendig und humorvoll zu gestalten, sodass kaum Längen entstehen. Ein größerer Kritikpunkt für mich war jedoch die Entwicklung der romantischen und insbesondere der sexuellen Dynamik im späteren Verlauf. Der Spice-Anteil nimmt sehr viel Raum ein und wirkte auf mich stellenweise deutlich übertrieben. Viele der expliziten Szenen hätten für meinen Geschmack keinen wirklichen Mehrwert für die Handlung oder die Figurenentwicklung geboten, sondern schienen vor allem darauf ausgelegt zu sein, die Intensität immer weiter zu steigern. Dadurch veränderte sich auch mein Eindruck von Wilder ein wenig. Einige Verhaltensweisen wirkten auf mich später stellenweise zu besitzergreifend, wodurch ein Teil seines anfänglichen Charmes für mich verloren ging. Auch bei manchen intimen Situationen hätte ich mir eine ausgewogenere Dynamik gewünscht, in der Scotties Wünsche und Perspektive noch stärker im Vordergrund stehen. Zwar stimmt sie den Situationen zu, dennoch fühlte sich das Zusammenspiel der beiden für mich nicht immer vollkommen ausgeglichen an.

Fazit:
„Till Summer Do Us Part – Urlaub mit dem Fake-Ehemann“ von Meghan Quinn ist eine herrlich unterhaltsame Romantic Comedy mit jeder Menge Sommerfeeling, großartigem Humor und einer wundervollen Fake-Marriage-Geschichte. Scottie und Wilder sorgen für zahlreiche lustige, romantische und emotionale Momente, und besonders die humorvolle Dynamik der beiden konnte mich begeistern. Abzüge gibt es für den sehr dominanten Spice-Anteil, der für meinen Geschmack oft über das Ziel hinausschoss und teilweise zulasten der eigentlichen Liebesgeschichte ging. Zudem wirkte Wilder in manchen Situationen unnötig besitzergreifend, was nicht immer angenehm zu lesen war. Ich vergebe deshalb nur 3,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} The French Escape – Love & Lavender(Bd. 1 der „Love & Lavender“-Dilogie)

The French Escape
Love & Lavender
(Bd. 1 der „Love & Lavender“-Dilogie)
von Sarah Fleury

Ravensburger Buchverlag
Paperback
New Adult Romance
544 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-473-58700-1
Ersterscheinung: 24.02.2026

Eine Parfümdynastie.
Ein charmanter Erbe.
Und ein längst vergessener Duft.

Inhalt:
Timothée Colinard ist der Erbe einer berühmten französischen Parfümdynastie. Nach einem folgenschweren Misserfolg bei seiner Ausbildung zum Parfümeur versucht er, den Erwartungen seiner Familie zu entkommen, und flüchtet nach Cannes. Dort trifft er während der Filmfestspiele auf Amber Green, einen gefeierten Hollywoodstar, die trotz ihres Erfolgs mit Einsamkeit und den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Als die beiden sich näherkommen, entsteht zunächst eine Zweckgemeinschaft, die ihnen jeweils Vorteile bringen soll. Doch zwischen glamourösen Veranstaltungen, dem Duft der Côte d’Azur und ungelösten Familiengeheimnissen entwickeln sich Gefühle, die schon bald nicht mehr gespielt sind.

Meinung:
Dieses Buch hat mich vor allem mit seinem Schreibstil begeistert. Sarah Fleury schreibt unglaublich atmosphärisch, bildhaft und fesselnd. Die Beschreibungen der Côte d’Azur, der Lavendelfelder, der luxuriösen Villen und vor allem der Welt der Düfte haben dafür gesorgt, dass ich völlig in die Geschichte eintauchen konnte. Man spürt förmlich die warme Mittelmeerluft und meint manchmal sogar, die beschriebenen Parfums riechen zu können. Besonders gut gefallen hat mir das ungewöhnliche Setting rund um die Parfümerie. Das hebt die Geschichte angenehm von vielen anderen New-Adult-Romanen ab. Timothées Leidenschaft für Düfte verleiht der Handlung eine besondere Note, und auch die Einblicke in die traditionsreiche Familiengeschichte der Colinards fand ich sehr spannend. Timothée und Amber mochte ich als Protagonisten ebenfalls sehr. Beide tragen ihr eigenes Päckchen mit sich herum und wirken trotz ihres glamourösen Lebens erstaunlich nahbar. Timothées Kampf mit den Erwartungen seiner Familie und seinem Wunsch nach Selbstbestimmung war für mich besonders greifbar. Amber konnte mich ebenfalls überzeugen, da hinter ihrer erfolgreichen Hollywood-Fassade viele Unsicherheiten und Verletzungen verborgen liegen. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig, was hervorragend zum Slow-Burn-Charakter der Geschichte passt. Allerdings ist genau dieses langsame Erzähltempo gleichzeitig auch mein größter Kritikpunkt. Obwohl ich die ruhige Entwicklung der Beziehung grundsätzlich mochte, hatte das Buch für meinen Geschmack einige deutliche Längen. Gerade im Mittelteil ziehen sich manche Szenen, ohne dass die Handlung wirklich voranschreitet. Dadurch wirkte die Geschichte stellenweise etwas langatmig. Hinzu kommt, dass viele der aufgebauten Geheimnisse und Konflikte am Ende noch gar nicht aufgelöst werden. Während des Lesens wächst die Spannung rund um die Familiengeschichte, die Parfümdynastie und verschiedene offene Fragen immer weiter an. Umso enttäuschender fand ich es, dass der Roman schließlich mit einem Cliffhanger endet und viele Antworten bewusst zurückhält. Nach den zahlreichen Andeutungen hatte ich mir zumindest etwas mehr Aufklärung im ersten Band gewünscht. Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt sehr gut unterhalten. Der wunderschöne Schreibstil, die besondere Atmosphäre und die sympathischen Figuren haben dafür gesorgt, dass ich die Geschichte gerne gelesen habe und nun natürlich wissen möchte, wie es weitergeht.

Fazit:
„The French Escape – Love & Lavender“ von Sarah Fleury ist ein atmosphärischer und gefühlvoller Auftakt, der mit einem grandiosen Schreibstil, einem außergewöhnlichen Parfüm-Setting und einer glaubwürdigen Slow-Burn-Romance punktet. Besonders die Entwicklung von Amber und Timothée sowie das sommerliche Flair der Côte d’Azur machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman. Aufgrund einiger Längen und des recht offenen Cliffhanger-Endes blieb bei mir jedoch ein kleiner Wermutstropfen zurück. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Worst Date Ever

Worst Date Ever
von Kasie West

Ravensburger Buchverlag
Paperback
New Adult Romance
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Originaltitel: We met like this
ISBN: 978-3-473-58688-2
Ersterscheinung: 26.05.2026

Inhalt:
Margot träumt nicht nur davon, als Literaturagentin den nächsten großen Liebesroman zu entdecken, sondern wünscht sich auch für ihr eigenes Leben eine romantische Liebesgeschichte wie aus einem Buch. Dating-Apps sind dabei eigentlich nicht ihr Ding, denn die große Liebe sollte ihrer Meinung nach auf eine viel romantischere Weise entstehen. Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet Oliver, mit dem sie einst das schlimmste Date ihres Lebens hatte, immer wieder ihren Weg kreuzt. Obwohl die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten und vieles gegen sie spricht, lässt sich die Anziehung zwischen ihnen nicht ignorieren. Zwischen chaotischen Gefühlen, beruflichen Herausforderungen und jeder Menge humorvoller Schlagabtausche müssen Margot und Oliver herausfinden, ob Gegensätze sich tatsächlich anziehen.

Meinung:
Ich habe Kasie Wests Jugendbücher schon immer geliebt und bin quasi mit ihren Geschichten aufgewachsen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie nun auch für ein erwachseneres Publikum schreibt. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen begeistert. Der Schreibstil ist einfach fantastisch. Locker, leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich hatte das Buch gefühlt in einem Atemzug durchgelesen. Genau diese Leichtigkeit gepaart mit emotionalen Momenten macht für mich den besonderen Charme von Kasie West aus. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Margot und Oliver. Die beiden könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Margot ist romantisch, etwas chaotisch, verträumt und oft von ihren eigenen Vorstellungen davon beeinflusst, wie die große Liebe auszusehen hat. Oliver dagegen wirkt bodenständig, ruhig und rational. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – harmonieren die beiden unglaublich gut miteinander. Ihre Dynamik war für mich das absolute Highlight der Geschichte. Vor allem die Dialoge und Nachrichten zwischen den beiden haben mich begeistert. Sie sind witzig, schlagfertig und voller Charme. Man spürt das Knistern von Anfang an und fiebert jeder neuen Unterhaltung entgegen. Gleichzeitig entwickeln die beiden eine Vertrautheit, die sich unglaublich authentisch anfühlt. Ihre Beziehung wirkt nie konstruiert, sondern wächst auf eine natürliche und glaubwürdige Weise. Auch die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Besonders Sloane war eine wunderbare beste Freundin, die Margot unterstützt, ihr aber auch ehrlich die Meinung sagt. Solche Charaktere geben einer Geschichte noch mehr Tiefe und machen die Handlung lebendig. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte nicht ausschließlich von der Liebesgeschichte lebt. Margots berufliche Entwicklung, ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Chef und die Dynamik innerhalb ihrer Familie sorgen für zusätzliche emotionale Ebenen. Gerade Margots persönliches Wachstum fand ich sehr gelungen. Zu sehen, wie sie immer mehr für sich selbst einsteht und lernt, ihren eigenen Wert zu erkennen, war mindestens genauso schön wie die romantische Handlung. Für mich war dieses Buch ein absolutes Wohlfühlbuch. Es hat mich zum Lachen gebracht, zum Schwärmen und immer wieder mitfiebern lassen. Es erinnert daran, dass Liebe manchmal dort auftaucht, wo man sie am wenigsten erwartet, und dass nicht jede perfekte Liebesgeschichte einem perfekten Plan folgen muss. Wer den Glauben an die große Liebe noch nicht aufgegeben hat, wird dieses Buch wahrscheinlich genauso ins Herz schließen wie ich.

Fazit:
Mit „Worst Date Ever“ beweist Kasie West einmal mehr, warum sie zu meinen liebsten Romance-Autorinnen gehört. Die Geschichte von Margot und Oliver ist romantisch, humorvoll, herzerwärmend und voller liebenswerter Momente, die noch lange nach dem Lesen ein Lächeln hinterlassen. Dank des wunderbaren Schreibstils, der großartigen Chemie zwischen den Protagonisten und der perfekten Mischung aus Gefühl und Humor ist dieses Buch für mich ein absolutes Highlight und Wohlfühlbuch geworden. Von mir gibt es dafür ganz klar 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Grumpy Darling
(Bd. 2 der „Darling Devils“-Reihe)

Grumpy Darling
(Bd. 2 der „Darling Devils“-Reihe)
von Alexandra Moody

One Verlag
Paperback
Junge Erwachsene / Sports Romance
464 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0299-7
Ersterscheinung: 19.03.2026

Inhalt:
Paige hat für ihr letztes Highschool-Jahr eine Bucket List erstellt und fast alle Punkte erfolgreich abgehakt. Nur eine Sache fehlt noch: Sie wurde noch nie geküsst. Für sie ist schnell klar, dass sich das endlich ändern muss. Allerdings gestaltet sich die Partnersuche schwieriger als gedacht, denn ihr bester Freund Grayson Darling sorgt mit seinem einschüchternden Ruf als Eishockeyspieler ungewollt dafür, dass sich kaum jemand traut, Paige näherzukommen. Also bittet sie ausgerechnet ihn um Hilfe bei ihren ersten Schritten in die Datingwelt. Was Paige jedoch nicht ahnt: Grayson ist längst nicht so unbeteiligt, wie er vorgibt zu sein, denn hinter seiner grimmigen Fassade verbergen sich Gefühle, die er seit Jahren für sie hegt.

Meinung:
Nachdem mich bereits der erste Band der Reihe vollkommen begeistern konnte, war ich unglaublich gespannt auf die Geschichte von Paige und Grayson. Schon in „Rival Darling“ haben die beiden als Nebenfiguren mein Interesse geweckt, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, endlich mehr über sie zu erfahren. Und was soll ich sagen? Alexandra Moody hat es erneut geschafft, mich vollkommen in ihre Geschichte hineinzuziehen. Besonders begeistert hat mich die Dynamik zwischen Paige und Grayson. Ihre jahrelange Freundschaft bildet ein wunderschönes Fundament für die Liebesgeschichte. Man spürt von der ersten Seite an, wie sehr die beiden einander vertrauen und wie selbstverständlich sie Teil des Lebens des jeweils anderen geworden sind. Genau deshalb funktioniert die Entwicklung von Freundschaft zu Liebe hier so hervorragend. Paige war für mich eine unglaublich sympathische Protagonistin. Sie ist lebensfroh, herzlich, manchmal etwas chaotisch und gleichzeitig sehr authentisch. Besonders ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Zukunft nach der Schule macht sie greifbar und nahbar. Während ihre Mutter von ihr erwartet, längst einen konkreten Lebensplan zu haben, versucht Paige zunächst herauszufinden, wer sie eigentlich sein möchte. Diese Selbstfindung verleiht der Geschichte zusätzlich Tiefe und sorgt dafür, dass sie weit mehr ist als nur eine romantische Liebesgeschichte. Grayson Darling hat mein Herz allerdings komplett erobert. Nach außen wirkt er verschlossen, mürrisch und teilweise sogar einschüchternd. Doch hinter dieser grummeligen Fassade verbirgt sich ein unglaublich loyaler, fürsorglicher und liebevoller Charakter. Besonders sein Beschützerinstinkt gegenüber Paige war einfach zum Dahinschmelzen. Jede Szene, in der er Paige dabei helfen soll, einen anderen Jungen näher kennenzulernen, war gleichermaßen süß, schmerzhaft und unterhaltsam. Der Slow-Burn-Aspekt wurde meiner Meinung nach nahezu perfekt umgesetzt. Alexandra Moody nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Gefühle und setzt dabei auf viele kleine Momente, Blicke, Gespräche und Gesten. Gerade diese scheinbar unspektakulären Szenen haben bei mir für das meiste Herzklopfen gesorgt. Die Spannung zwischen Paige und Grayson ist durchgehend spürbar, ohne dass die Geschichte künstlich dramatisch wirken muss. Auch das Eishockey-Setting hat mir wieder sehr gefallen. Der Sport bleibt zwar eher ein ergänzender Bestandteil der Handlung, sorgt aber dennoch für eine tolle Atmosphäre und stärkt vor allem die Dynamik innerhalb der Darling-Familie. Genau wie schon im ersten Band habe ich die Szenen mit den Darling-Brüdern geliebt. Ihr Zusammenhalt, ihre Neckereien und ihre Loyalität füreinander bringen unglaublich viel Wärme und Humor in die Geschichte. Besonders hervorheben möchte ich außerdem, dass das Buch komplett ohne Spice auskommt. Stattdessen stehen die emotionale Entwicklung, die Freundschaft und die Gefühle der Figuren im Mittelpunkt. Für mich hat das perfekt funktioniert, weil es wunderbar zur Geschichte und zum Alter der Charaktere passt. Die Liebesgeschichte lebt von ihrer emotionalen Intensität und hätte durch explizite Szenen nichts gewonnen. Ein kleiner Kritikpunkt wäre höchstens, dass sich einige innere Konflikte – insbesondere Grays Angst, Paige durch ein Geständnis zu verlieren – stellenweise etwas wiederholen. Wirklich gestört hat mich das jedoch kaum, da ich seine Sorgen durchaus nachvollziehen konnte. Insgesamt überwogen die emotionalen und humorvollen Momente für mich deutlich.

Fazit:
Mit „Grumpy Darling“ ist Alexandra Moody eine wundervolle Friends-to-Lovers Sports Romance gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Besonders die liebevolle Freundschaft der beiden und Grays heimliche Gefühle haben mein Herz im Sturm erobert. Für mich ist dieser Roman ein absolutes Wohlfühlbuch und erhält daher verdiente 5 von 5 Sternchen.