{Rezension} Mia
und das große Halligalli der Gefühle (Bd. 14)

Mia
und das große Halligalli der Gefühle (Bd. 14)
von Susanne Fülscher

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinder- und Jugendbuch
240 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-551-65079-5
Ersterscheinung: 18.03.2021

Inhalt:
Mia ist total in ihren Freund Max verliebt und deshalb verbringen sie jede freie Minute miteinander. Vor lauter Schmetterlingen im Bauch darf Mia allerdings ihre Freundinnen nicht vernachlässigen, doch das ist im Halligalli der Gefühle nicht immer einfach. Gerade jetzt braucht ihre allerallerbeste Freundin Jette dringend ihre Unterstützung, denn Jettes Au-pair-Mädchen muss zurück nach Polen. Eine Katastrophe, denn Justyna ist auch Mia ans Herz gewachsen. Außerdem ist Jette mal wieder verknallt. Und dann bekommt Mia endlich ihr erstes eigenes Zimmer und alle helfen mit. Ist das nicht toll?! Ein neues, aber auch das letzte Abenteuer aus dem Leben einer 13-Jährigen beginnt…

Meinung:
Oh Mia, meine Mia – was werde ich dich vermissen. Mia Hansen, die sympathisch-chaotische Heldin dieser bezaubernden Reihe, muss man einfach lieb haben. Ich habe mich zwar riesig gefreut, endlich diesen 14. Band in meinen Händen halten zu können, jedoch bin ich zugleich auch etwas traurig, denn es ist leider auch der Abschluss der erfolgreichen „Mia“-Reihe. Die Geschichte ist auch dieses Mal wieder total giga-genial und wir Mädchen der Zielgruppe können uns wunderbar in Mias Gefühle und Gedanken hineinversetzen. Wie immer hat mich das Buch völlig mitgenommen und gefesselt, denn der Schreibstil der Autorin ist jugendlich frisch und herrlich leicht. Mias Abenteuer sind humorvoll und süß, lustig und spannend, witzig und äußerst unterhaltsam. Die einzelnen Bände sind zwar alle in sich abgeschlossene Geschichten und man muss diese nicht in chronologischer Reihenfolge lesen, jedoch macht es Sinn, da man als Leserin mit Mia wachsen und reifen kann. Mia und ihre Freundinnen Jette, Alina und Leonie, ihre Familie, ihr Freund Max und natürlich ihre quirlige Omi Olga sind mir mittlerweile so sehr ans Herz gewachsen, dass mir nun das Herz blutet. Der Abschied fällt mir wirklich schwer. Liebste Mia, mein Leben war einfach giga-gigantisch schön mit dir. Danke, dass du meine Herzensfreundin warst – du wirst es auch immer bleiben. Heute, morgen und bestimmt auch noch in hundert Jahren. Großes Schmetterlingsehrenwort!

Fazit:
Mit „Mia und das große Halligalli der Gefühle“ ist Susanne Fülscher ein wunderschöner Abschluss der beliebten „Mia“-Reihe gelungen. Auch dieser letzte Band bringt Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren zum Lachen und zum Schmunzeln, denn Mia ist witzig und chaotisch, vorlaut und liebenswert. Diese Reihe ist nicht nur großartig, sondern einfach giga-genial! Und weil ich gemeinsam mit Miss Butterfly das große Halligalli der Gefühle durchleben durfte, verabschiede ich mich nun mit einer kleinen Träne im Auge und vergebe ein letztes Mal mega-giga-irre 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} BECOMING
Erzählt für die nächste Generation

BECOMING
Erzählt für die nächste Generation
Neuausgabe für Jugendliche mit exklusivem Vorwort
und bisher unveröffentlichtem Bildmaterial
von Michelle Obama

cbj Kinder- und Jugendbuchverlag
Hardcover mit Schutzumschlag
Biografie
608 Seiten
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-570-16630-7
Ersterscheinung: 02.03.2021

Inhalt:
In dieser Biografie erzählt Michelle Obama jungen Menschen ihre Geschichte. In ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art nimmt sie uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der Frau gemacht haben, die sie heute ist.

Meinung:
Biografien lese ich in der Regel sehr selten, obwohl mich der Blick hinter die Fassade eines Menschen eigentlich interessiert. Aber unter einer Biografie verstehe ich wohl etwas anderes als viele Möchtegern-Promis. Leider war da in letzter Zeit kaum was Interessantes dabei, kaum etwas, das mich faszinieren konnte. Glücklicherweise bin ich nun auf die mittlerweile überarbeitete und gekürzte Neuausgabe der beeindruckenden Autobiografie von Michelle Obama gestoßen. Sie war nicht nur die erste afro-amerikanische First Lady der USA und die starke Ehefrau hinter Barack Obama – nein, bei Weitem nicht, denn sie ist eine einzigartige Frau und ein Vorbild für viele Menschen. Warmherzig und offen erzählt Michelle Obama unverblümt von ihrer Kindheit und Jugend, dann von den Jahren als Anwältin sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und schließlich von der Zeit als First Lady. Das Bildmaterial und die Einblicke hinter die Kulissen des Weißen Hauses fand ich absolut faszinierend. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, vor allem gefällt mir die ehrliche und authentische Darstellung ihres Lebens. Michelle Obama ist eine starke, selbstbewusste und zutiefst beeindruckende Frau, deren Biografie in mir ein Gefühl der Bewunderung auslöste.

Fazit:
„BECOMING – Erzählt für die nächste Generation“ von Michelle Obama ist eine beeindruckende Biografie und die inspirierende Geschichte einer starken Frau. Diese überarbeitete und gekürzte Neuausgabe empfehle ich jungen Lesern und Leserinnen ab 13 Jahren. Die ehemalige First Lady der USA ermuntert vor allem Mädchen, an sich selbst zu glauben und gibt ihnen Mut, nichts unversucht zu lassen, um an ihre Träume und Ziele zu gelangen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Die Nacht in der Schule

Die Nacht in der Schule
von Anja Janotta

Gulliver von Beltz & Gelberg
Hardcover
Kinder- / Jugendbuch
80 Seiten
Altersempfehlung: 11 – 13 Jahre
ISBN: 978-3-407-82387-8
Ersterscheinung: 10.02.2021

Inhalt:
Übernachtungsparty in der Schule? Klar, dass alle Jamies Idee richtig cool finden. Heimlich in der Schule zu übernachten und darüber auch noch ein YouTube-Video zu drehen, klingt nach einer ganzen Menge Spaß. Doch die Schüler der 6b sind nicht allein im Schulhaus, denn plötzlich tauchen die Zwölftklässler auf, die einen Abistreich planen. Als dann auch noch die Polizei erscheint, wird dringend eine rettende Idee benötigt.

Meinung:
Vor genau zwei Jahren habe ich die Rezension zu „Meine Checkliste zum Verlieben“ von Anja Janotta veröffentlicht. Eine Geschichte über Freundschaft, alltägliche Familienprobleme und vor allem über die erste Liebe. Ein amüsantes Buch, das zum Nachdenken anregt. Von diesem Jugendroman bin ich nach wie vor begeistert, weshalb ich natürlich auch gleich das neue Werk der Autorin lesen wollte. Inspiriert von einer fünften Klasse aus Heilbronn, die während einer Lesung die ursprüngliche Idee zu diesem Buch hatte, entstand dieses Schulabenteuer voller Turbulenzen. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, wie alle Bücher aus der super lesbaren Reihe von Gulliver. Mir hat dieses spannende Leseabenteuer, das aufgrund der kurzen und knappen Sätze und der etwas größeren Schrift auch die weniger geübten Leser mitreißt, unheimlich gut gefallen. Diese herrlich-amüsante und aufregend-turbulente Story hat mir ein unvergessliches Leseerlebnis beschert. Ich wäre dann bereit für die Übernachtungsparty in der Schule. Nun weiß ich ja, wie es geht. 😉

Fazit:
„Die Nacht in der Schule“ von Anja Janotta ist ein spannendes und einfallsreiches Schulabenteuer aus der Reihe der super lesbaren Bücher von Gulliver für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren. Eine geheime und völlig aus dem Ruder laufende Übernachtungsparty mit Rockkonzert im Musiksaal oder Marshmallows-Grillen über dem Bunsenbrenner wäre auch mein heimlicher Traum. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und natürlich 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Anja Janotta für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Mitten im Dschungel

Mitten im Dschungel
von Katherine Rundell

Carlsen Verlag
Taschenbuch
Jugendbuch
304 Seiten
Altersempfehlung: 11 – 15 Jahre
ISBN: 978-3-551-31992-0
Ersterscheinung: 18.03.2021

Inhalt:
Eine kleine Propellermaschine stürzt mitten im Dschungel ab und die einzigen Überlebenden sind Fred, Con, Lila und ihr kleiner 5-jähriger Bruder Max. Die vier Kinder begeben sich nun auf das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens, denn keines der Kinder hat eine Ahnung, wie man im Dschungel überleben kann. Wird es ihnen gelingen, sich alleine in der Wildnis zurecht zu finden?

Meinung:
Cover und Titel passen wunderbar zusammen. Vor allem aber verspricht der Klappentext ein unfassbar spannendes Abenteuer irgendwo mitten im Dschungel. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und jugendlich, sie beschreibt sehr bildlich und detailliert die Schönheit des Dschungels – über die vier Protagonisten erfährt der Leser dafür umso weniger. Am Ende des Buches angelangt, frage ich mich immer noch, wie alt die drei älteren Kinder eigentlich waren. Wieso sind die vier Kinder überhaupt ohne ihre Eltern geflogen? Alles in allem ist die Idee hinter dieser Geschichte nicht gerade neu, aber als Lektüre für zwischendurch ganz unterhaltsam. Eigentlich hatte ich mir ein actiongeladenes Abenteuer erhofft, aber leider nur eine mäßig fesselnde Handlung vorgefunden. Die Themen Freundschaft und Mut stehen im Vordergrund der Geschichte, aber auch die Schönheit unserer Natur. Die tiefgründige Botschaft ist sehr wohl bei mir angekommen, aber dennoch konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen.

Fazit:
„Mitten im Dschungel“ von Katherine Rundell ist eine spannende Geschichte für Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren, die sich gerne auf ein Abenteuer mitten im Dschungel einlassen. Mich hat die mäßig fortlaufende Handlung nicht in einen Bann ziehen können, weshalb es von mir leider nur 3,5 von 5 Sternchen gibt.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Wie ausgetauscht

Wie ausgetauscht
von Sofie Cramer und Sven Ulrich

Carlsen Verlag
Broschiert mit Klappe
Jugendbuch
272 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-551-31961-6
Ersterscheinung: 25.02.2021

Mein Lieblingszitat:
Liebe ist so, wie du bist“ (S. 267)

Inhalt:
Marie steht kurz vor ihrem Jahr als Austauschschülerin und fährt deshalb zum Vorbereitungstreffen für drei Tage nach Berlin. Dort lernt sie Henry kennen. Die erste Begegnung verläuft zwar etwas schräg, aber beide entwickeln sofort große Gefühle füreinander. Marie und Henry sind sehr nervös, freuen sich aber dennoch irgendwie auf das Jahr in den USA. Vor allem wollen die beiden aber in Kontakt bleiben. Doch dann macht Marie einen Rückzieher und bleibt in Deutschland. Während Henry im Flugzeug nach New York sitzt und denkt, dass Marie auf dem Weg nach Indianapolis ist, bringt sie es nicht übers Herz, ihm zu gestehen, dass sie das Jahr nicht in den USA verbringen wird. In unzähligen Nachrichten verstrickt sie sich in zahllosen Lügen, bis er eines Tages spontan nach Indianapolis reist, um seine Freundin zu besuchen. Dort erfährt er von der Gastfamilie, dass deren Austauschschülerin nicht Marie, sondern Claudia heißt. Hat Marie ihn etwa die ganze Zeit belogen? Liebt sie Henry überhaupt? Heißt Marie überhaupt Marie?

Meinung:
Wie lange habe ich auf dieses Buch gewartet und endlich war es da – sogar einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin. Ich war total aus dem Häuschen, denn ich bin ein großer Fan von Sofie Cramers Büchern. Werke wie „SMS für Dich“, „Sternschnuppengeflüster“ oder auch „Honigblütentage“ sind Geschichten, die man immer wieder mal zwischendurch lesen kann und sich dann nach dem Lesen irgendwie glücklich fühlt. Das liegt wahrscheinlich am Schreibstil der Autorin, denn der ist federleicht und wirkt irgendwie entspannend auf mich. Nachdem mich nicht nur das traumhaft schöne Cover, sondern auch der Klappentext im Vorfeld bereits richtig begeistert haben, muss ich nun ehrlich zugeben, dass ich vielleicht zu viel erwartet habe. Fangen wir mal bei den Protagonisten an, die eigentlich bis auf Maries weißes Shirt und die überdimensional große Sonnenbrille eigentlich nichts mit den beiden Coverdarstellern gemeinsam haben. Marie ist ein nettes, schüchternes Mädchen und noch nicht bereit für die große weite Welt. Sie ist eigentlich recht sympathisch und dennoch konnte ich sie nicht ganz in mein Herz schließen. Erst zum Ende der Geschichte macht sie eine Entwicklung, die ihr gutgetan und mich zufriedengestellt hat. Henry hingegen war mir von Anfang an recht sympathisch, der nette Junge von nebenan, den man kaum bemerkt, aber doch irgendwie gernhat. Dass die beiden sich gefunden haben, ist ein großer Zufall und pures Glück. Zwischendurch dachte ich nur „Hoffentlich hält eure Liebe tatsächlich ein Leben lang.“ Aber so eine Geschichte hat immer ein Happyend und so musste ich dementsprechend kaum etwas befürchten. Nebencharaktere gab es tatsächlich genügend, allerdings fehlte allen ein klein wenig Tiefe. Schrecklich fand ich Henrys Gastfamilie, bei denen ich es wahrscheinlich kaum eine Nacht ausgehalten hätte, auch wenn Henrys Zimmer mit Blick auf den Central Park bestimmt der absolute Hammer war. Den Rest von New York habe ich beim Lesen leider nur am Rande wahrgenommen, es wurden zwar touristisch interessante Punkte erwähnt, aber näher darauf eingegangen ist das Autorenduo nicht. Auch die Erzählperspektive konnte mich nicht ganz überzeugen, obwohl ich eigentlich Bücher aus zwei Perspektiven liebe, denn so kann man grundsätzlich eine viel engere Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Der Gedanken- und Gefühlsaustausch war hier aber aus zwei Gründen nicht möglich, denn zum einen waren die jeweiligen Kapitel ziemlich kurz – und mit kurz meine ich wirklich kurz, denn dem Leseniveau ab 12 Jahren entsprechend erwarte ich schon mehr als zwei Seiten pro Kapitel. Kaum hat man sich daran gewöhnt, dass wieder die Perspektive gewechselt wurde, kam abermals der nächste Wechsel. Zum anderen hat es mich dann doch sehr gestört, dass nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, sondern immer in der dritten Person. Dann haben mich zusätzlich gewisse Floskeln, die sich ständig wiederholt haben, richtig tierisch genervt. Denn, wenn man gerade erst auf Seite 89 ankommt und Marie sich bereits das vierte oder fünfte Mal (und es bleibt nicht das letzte Mal) nervös auf die Lippe beißt, dann wird es irgendwann recht schwierig, das Buch wirklich so zu lieben, wie man es eigentlich lieben wollte. Im Grunde stimmt der Klappentext schon mit der Geschichte überein, aber dennoch lässt dieser einen ganz anderen Verlauf der Geschichte vermuten. Zumal mich echt gestört hat, dass der eigentlich interessante Teil der Geschichte nur ganz kurz und nebensächlich am Ende dahinplätscherte. Erst auf Seite 198 (und dabei hat das Buch gerade mal knapp 270 Seiten) fliegt Henry tatsächlich nach New York. Wie im Sauseschritt wird dann alles schnell durchgezogen und schwupps ist ein Jahr vergangen und wenn sie nicht gestorben sind, dann… Nein, Spaß bei Seite, aber man kann doch nicht 200 Seiten Spannung aufbauen und dann war’s das! Wäre „Wie ausgetauscht“ das echte Leben, würde ich mir für Marie und Henry tatsächlich die ewige Liebe wünschen, aber für einen perfekten Jugendroman hat es leider nicht gereicht. Zu wenig Witz, zu wenig Charme, zu wenig von allem. Schade. Eine tolle Idee, die aber leider an der Umsetzung gescheitert ist.

Fazit:
„Wie ausgetauscht“ von Sofie Cramer und Sven Ulrich ist eine lustige Geschichte über die erste Liebe für das Lesealter ab 12 Jahren. Leichte Turbulenzen, die dennoch zum Happyend führen, haben mich gut unterhalten, aber leider nicht vollkommen begeistern können. Deshalb vergebe ich diesmal leider nur 3,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.