{Rezension} Kinder backen mit Christina

Kinder backen mit Christina
von Christina Bauer
mit Fotos von Nadja Hudovernik und Katharina Mühlbacher

Löwenzahn Verlag
Gebunden
176 Seiten
ISBN: 978-3-7066-2679-8
Ersterscheinung: 01.07.2020

Inhalt:
Christina Bauer hat unzählige Tipps parat, wie das Backen mit Kindern am besten klappt. Leben, entdecken, kosten, spielen, Spaß haben. 30 einfache Rezepte, die ganz sicher gelingen, und viele spannende Geschichten rund um den Bauernhof!

Meinung:
Wenn aus der Küche Kinderlachen ertönt und kleine Bäckermeister mit mehligen Nasenspitzen ein bisschen Teig aus der Schüssel stibitzen, dann habt ihr bestimmt das neue Backbuch von Christina Bauer ausprobiert. Ich bin wahrlich mit vielen Talenten gesegnet, nur die Küchenfee hat irgendwie den Weg zu mir nicht finden können. Dennoch versuche ich immer wieder mal einen Kuchen zu backen. Deshalb kannte ich auch schon das Buch „Kuchen backen mit Christina“, vor allem habe ich aber auch schon Bekanntschaft mit Christina und ihren YouTube-Backanleitungen gemacht. Da kann gar nichts schiefgehen! Sicherlich gibt es in diesem Backbuch auch aufwendigere Rezepte, die ich als Laie in der Küche auch sehr schnell überblättert habe. Jedoch gibt es auch zahlreiche Rezepte, die ziemlich einfach und schnell nachzubacken sind. Empfehlen kann ich die Turboschnecken-Biskuitroulade und die Sterntaler-Kekse am Stiel und das Sommereis mit Joghurt. Das Cover ist jetzt nicht gerade meins, es sieht schon arg gestellt aus – das geht definitiv etwas natürlicher, denn immerhin sind das Christina und ihre beiden Kinder. Von den Rezepten bin ich begeistert, allerdings habe ich bei der Dicke des Buches doch etwas mehr erwartet.

Hinweis:
Dieses Buch wird klimapositiv hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt und bleibt plastikfrei unverpackt.

Fazit:
„Kinder backen mit Christina“ ist bereits das vierte Backbuch der Autorin Christina Bauer, das jeder Hobbybäcker in seinem Bücherregal stehen haben sollte. Dieses Backbuch ist sowohl für Backanfänger als auch für fortgeschrittene Bäckermeister zu empfehlen. Für mich sind die Backanleitungen von Christina Bauer ein wahrer Glücksgriff. Nur schade, dass es so wenige Rezepte sind. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen gibt.

Herzlichen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Einfach Programmieren lernen mit Scratch

Einfach Programmieren lernen mit Scratch
von Dr. Diana Knodel und Dr. Philipp Knodel
mit Illustrationen von Jan Rademacher

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinderbuch
96 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-551-22083-7
Ersterscheinung: 01.04.2020

Inhalt:
Dieses Buch zeigt Kindern ab 8 Jahren, wie eigene Spiele mit der Programmiersprache Scratch programmiert werden können. Mit illustrierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Erklärvideos wird jedes Kind zum Programmierprofi.

Meinung:
Ein Anfänger bin ich nicht gerade, aber dennoch hatte ich wahnsinnig viel Spaß beim Programmieren von Spielen und animierten Grußkarten. Diese speziell für Kinder entwickelte Programmiersprache Scratch ist einfach zu verstehen und führt schnell zu Erfolgserlebnissen. Scratch läuft ganz einfach im Browser und es ist keine Installation von zusätzlichen Programmen notwendig. Über einen QR-Code können Kinder auf viele Erklärvideos zugreifen. Schritt für Schritt werden Grundlagen vermittelt, Aufgaben abgefragt und die erlernten Inhalte vertieft. Es gibt insgesamt fünf Projekte, die die Kinder selbstständig bearbeiten können. Einfach Programmieren lernen mit Scratch, denn mit Scratch wird jeder zum Programmierprofi!

Fazit:
Mit „Einfach Programmieren lernen mit Scratch“ von Dr. Diana Knodel und Dr. Philipp Knodel wird jedes Kind zum Programmierprofi, denn die zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind der spielerische Einstieg in die Programmierung für Kinder ab 8 Jahren. In kürzester Zeit habe ich gelernt, eine animierte Grußkarte zu erstellen oder auch Tiere um die Wette rennen zu lassen. Ich bin begeistert und vergebe 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Meine ersten Reitabzeichen Stufe 10 – 7
So klappt die Prüfung mit Spiel und Spaß

Meine ersten Reitabzeichen Stufe 10 – 7
So klappt die Prüfung mit Spiel und Spaß
von Kerstin Niemann

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinderbuch
80 Seiten mit 43 Farbfotos und 50 Farbzeichnungen
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-440-16823-3
Ersterscheinung: 13.02.2020

Inhalt:
Das Buch bietet ein erstes Pferde- und Reiterwissen, sodass junge Reitanfänger sich spielend auf das erste Reitabzeichen vorbereiten können.

Meinung:
Mit diesem Buch erhalten junge Reiterinnen und Reiter ein Basiswissen für die erste Abzeichenprüfung nach der neuen FN-Prüfungsordnung. Der Schreibstil ist sehr leicht zu verstehen und die zahlreichen Themen sind äußerst lehrreich. Die kurzen und übersichtlichen Kapitel sind informativ und ansprechend gestaltet. Schritt für Schritt lernt man alles, was man über Pferde und das Reiten wissen sollte. Auch die zahlreichen Farbfotos und Farbzeichnungen helfen dabei, sich das eben gelesene nochmals bildlich vorzustellen. Die Rätsel nach jedem Kapitel, das Reitabzeichen-Rätsel-Spiel und die 32 Lernkarten mit den wichtigsten Prüfungsfragen sind ein zusätzliches Extra, das Spaß beim Lernen macht.

Fazit:
„Meine ersten Reitabzeichen Stufe 10 – 7“ von Kerstin Niemann ist das ideale Buch zur Prüfungsvorbereitung. So klappt die Prüfung mit Spiel und Spaß, denn Pferde- und Reiterwissen wird mit spannenden Rätseln und kniffeligen Fragen kombiniert. Kleine Pferdefreunde ab 8 Jahren werden dieses Buch lieben. Deshalb vergebe ich auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den KOSMOS Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension}
Ich lerne REITEN
Vom Ausmisten bis zum ersten Ausritt

Ich lerne REITEN
Vom Ausmisten bis zum ersten Ausritt
von Judith Kern

KOSMOS Verlag
Hardcover
Kinderbuch + Hufkratzer, Striegel und Putzbeutel
64 Seiten mit 150 Farbfotos und 10 Farbzeichnungen
Altersempfehlung: 7-10 Jahre
EAN: 9783440160336
Ersterscheinung: 14.02.2019

Inhalt:
Diese Box enthält neben dem Buch „Ich lerne reiten – Vom Ausmisten bis zum ersten Ausritt“ von Judith Kern eine kleine Grundausstattung zum Pferdeputzen, bestehend aus Hufkratzer und Striegel mit passendem Putzbeutel zur Aufbewahrung des Putzzeugs. Das Buch bietet ein erstes Pferde- und Reiterwissen, sodass alles, was in der Reitschule erlernt wurde, nochmals nachgelesen und vertieft werden kann.

Meinung:
Auf den ersten Blick erschien mir das Buch relativ dünn. Wenn man allerdings bedenkt, dass es jungen Reitanfängern als erstes Basiswissen dienen soll, ist es einfach perfekt. Das Buch hat eine handliche Größe, der Schreibstil ist sehr leicht zu verstehen und die zahlreichen Themen sind äußerst lehrreich. Die Kapitellänge wurde so gewählt, dass jede Doppelseite ein neues Thema beinhaltet. Schritt für Schritt lernt man alles, was man über Pferde und das Reiten wissen sollte. Auch die zahlreichen Farbfotos und Farbzeichnungen helfen dabei, sich das eben gelesene nochmals bildlich vorzustellen. Überzeugt hat mich natürlich auch, dass die Autorin ihre jahrelangen Erfahrungen mit jungen Reitschülern in dieses Buch einfließen lassen konnte. Judith Kern ist nämlich selbst Reitlehrerin, die gemeinsam mit der Reitpädagogin Cordula Redmann einen Reiterhof betreibt.

Fazit:
Diese Starter-Box ist das ideale Geschenk für junge Reitanfänger. Das Buch bietet ein erstes Pferde- und Reiterwissen und mit dem Putzzeug erhalten junge Reiterinnen und Reiter gleich die Grundausstattung zum Pferdeputzen. Die kurzen, aber dennoch informativen Texte in Kombination mit den zahlreichen Farbfotos sind lehrreich und interessant. Kleine Pferdefreunde im Alter von 7-10 Jahren werden dieses Buch lieben. Deshalb vergebe ich diesem Set auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den KOSMOS Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Interview mit Miyabi Kawai
„Starke Frauen – Vorbilder für die Jugend“

Mit Miyabi Kawai über den Dächern Stuttgarts

Bereits vor 2 Monaten hatte ich das sagenhafte Glück, Miyabi Kawai im Rahmen ihrer Lesung zu ihrem aktuellen Buch „Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast“ ein paar Fragen stellen zu können. Miyabi Kawai ist ein wahres Multitalent, denn sie ist nicht nur Modedesignerin, Kostümbildnerin und Stylistin, sondern auch Autorin, die gerne ihre eigenen autobiografischen Anekdoten mit den vornehmlich weiblichen Leserinnen teilt, um diesen das Motto „Love yourself!“ näherzubringen. Dieses Interview ist der Start zu meiner neuen Serie „Starke Frauen – Vorbilder für die Jugend“. Heutzutage werden wir Kinder und Jugendlichen nahezu erdrückt von Bildern und Lebensweisheiten von Selbstdarstellern, die im Internet und Fernsehen eine Traumwelt präsentieren und dabei vergessen, dass sie eine Vorbildfunktion haben. Sie vergessen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die nicht stark genug sind, sich selbst und ihr eigenes Leben zu lieben, und auch nicht stark genug sind, um die Realität von der digitalen Scheinwelt unterscheiden zu können. Daher ist es wichtig, Menschen um sich zu haben, die einen in seinem Tun und Dasein bestärken und unterstützen. Miyabi Kawai ist einer dieser Menschen. Mittlerweile habe ich schon einige prominente Menschen zum Interview bitten dürfen, aber dieses mit Miyabi Kawai wird mir tatsächlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Miyabi hat mir das Gefühl gegeben, dass sie mich als Menschen wahrgenommen hat und das kommt auf Grund meines Alters sehr selten vor. Meistens werden Interviewanfragen belächelt oder gar ignoriert und nicht einmal beantwortet, und alles nur weil ich noch ein Kind bin. Miyabi Kawai hat aber keinen Moment an meiner Kompetenz gezweifelt und dafür danke ich ihr sehr.

Leo: Wie kam es dazu, dass du nach deinem ersten Buch „Finde deinen Style!nun ein Buch zum Thema „Selbstliebegeschrieben hast? Führte das eine zum anderen?

Miyabi Kawai: Auf jeden Fall führte das eine zum anderen. Das erste Buch entstand aus der Sendung „Schrankalarm, die wir gedreht haben. Und wenn man sich die Sendung ein bisschen angeguckt hat, dann merkt man auch, dass da sehr viel von der Message schon da ist, dass man sagt, du musst dich erst selbst annehmen, bevor wir hier über Mode reden und erst so kannst du deinen Style finden. Daher war das erste Buch ein bisschen die logische Konsequenz aus der Sendung, also die Anleitung, die wir in der Sendung gegeben haben, nur eben in ein Buch gefasst und unsere Philosophie über Selbstliebe war da natürlich schon erwähnt, das Buch war schließlich davon getragen. Danach kam sehr viel Gesprächsstoff, auch in der Community auf Instagram, und da habe ich gemerkt, da gibt es ein Bedürfnis. Und dann haben mein Verlag und ich beschlossen, dass ich ein Buch schreibe, in dem wir diesen Ratgeber und Modecharakter mal ein bisschen weglassen, und nur dieses Thema besprechen. Und dann ist daraus ein sehr persönliches Buch geworden.

Leo: Und was wünschst du dir von deinen Lesern? Kann wirklich jeder die Liebe zu sich selbst finden?

Miyabi Kawai: Das wäre tatsächlich mein größter Wunsch, das hast du gut erfasst. Ich hoffe, dass wenn man mein Buch liest, dass man sich erstens entspannt und zweitens merkt, das ist kein Lebensratgeber im Sinne von „Du musst das und das tun und das ist der einzige Weg. Ich möchte nicht noch weiteren Druck erzeugen. Sich selber anzunehmen ist in dieser Gesellschaft ja tatsächlich sehr schwierig und jede Frau, letztendlich auch jeder Mensch, empfindet den starken Druck, hier zu funktionieren. Ob das optisch ist, oder gesellschaftlich, zum Beispiel im Job, erfolgreich zu sein, was auch immer! Und wenn jetzt kommt, du musst dich auch noch selber lieben, dann empfinden das einige auch noch als zusätzlichen Druck. Aber das möchte ich nicht. Ich möchte zeigen, dass Selbstliebe eigentlich Druck rausnehmen bedeutet. Wenn ich meine Geschichte erzähle, dann erkennen sich einige darin vielleicht wieder und das würde mich dann wahnsinnig freuen, dass man sich da vielleicht eher entspannt, der Druck rausgeht und man merkt, da können wir vielleicht alle gemeinsam dran arbeiten.

Leo: Was würdest du jungen Mädchen und Frauen raten, die sich nicht trauen, etwas zu tun, weil sie Angst davor haben, zu scheitern oder ausgelacht zu werden?

Miyabi Kawai: Sie dürfen auf jeden Fall keine Angst vor der Angst haben. Denn das ist normal. Wenn man Druck hat, wenn man etwas erreichen will, wenn man weiß, es schauen andere Leute zu. Dann hat man Angst. Im besten Fall kann man diese Angst irgendwann mal besser greifen und verstehen, dass das eher eine Art von Respekt ist, die man vor dieser Aufgabe hat. Man muss keine Angst vorm Scheitern haben, man kann Respekt vor einer Sache haben. Und auf jeden Fall sollte man sich niemals beirren lassen. Denn wenn man an sich arbeitet, dann kann man die Kraft aus sich herausziehen und aus einem Umfeld, das man sich aussucht, das einem Kraft gibt, und die negativen Energien ein bisschen außen vor lassen. Und falls dann nochmal jemand kommt, ist man eigentlich gestärkt.

Leo: Du bist ja äußerst zufrieden mit dir selbst, aber wenn es eine Sache gäbe, die du sofort mit einem „Schnippändern könntest, was wäre das?

Miyabi Kawai: Nicht so viel. Ich glaube, ich würde wahnsinnig gerne aufwachen und gut sehen können. Ich trage ja immer Kontaktlinsen. Aber ich glaube, das fände ich super! Wenn ich die Augen aufmache würde und die Welt wäre scharf gestellt. Ich meine, das könnte ich machen, man kann ja lasern, aber davor habe ich ein bisschen Respekt.

Leo: Wie kommt es dazu, dass du jetzt erst deinen Führerschein machst?

Miyabi Kawai: Das ist eine gute Frage. Ich habe den Führerschein mit 17 schon einmal angefangen und hatte dann aber leider ein unschönes Erlebnis. Mein Fahrlehrer hat mich auf der Überlandfahrt sexuell belästigt. Wie du siehst, ich habe jetzt kein Problem, darüber zu reden, und vielleicht ist es auch wichtig, darüber zu reden, den Mund aufzumachen. Aber damals war das sehr traumatisch für mich, es kam auch am Ende nicht zum Gerichtsverfahren, weil es hin und her ging. Und man wird auch danach noch sehr eingeschüchtert, im Sinne von „Es ist ja nicht wirklich was passiert, du hast es ja noch weggeschafft!. Also, es war eine schwierige Zeit für mich und es war auch gleichzeitig mit meinem Schulabschluss verbunden, sodass ich dieses ganze Thema „Führerscheinvon mir weggeschoben habe. Und viel später ist es dann, wie das Leben oft so ist: man hat entweder die Zeit den zu machen, aber dann fehlt das Geld oder man könnte ihn machen und dann ist man mit allem anderen beschäftigt, außer eben mit dem Führerschein machen. Und das hat mich jetzt richtig genervt. Aber dann hab ich mir gedacht, man ist nie zu alt dafür, ich pack‘ das jetzt an!

Leo: Wenn du eine Heldin mit Superkräften wärst, welche Superkraft wäre das und was würdest du als erstes machen?

Miyabi Kawai: Ich würde gerne heilen können.

Leo: Und was würdest du dann heilen?

Miyabi Kawai: Naja, jeden der Heilung braucht. Ein bisschen versuche ich es ja jetzt schon, mit dem Buch, dass ich vielleicht ein bisschen dazu beitragen kann.

Leo: Gibt es Tage, an denen du schlecht gelaunt bist und am liebsten nicht aus dem Haus gehen magst, aber musst? Ich sage nur: „Lesereise. Da bist du tagelang unterwegs, ohne Ruhepausen und du bist ständig im Fokus. Hast du für solche Tage einen Gute-Laune-Tipp?

Miyabi Kawai: Ich habe auf jeden Fall Tage, an denen ich schlecht gelaunt bin und nicht vor die Tür gehen will. Aber das kann man sich ja oft nicht aussuchen, da hast du vollkommen Recht. Bei der Lesereise ist mir das noch nicht passiert, weil ich über zwei Dinge sehr glücklich bin. Das eine ist, dass ich liebe, was ich mache und dass mir die Lesungen so wahnsinnig viel geben und dass ich mich so darauf freue, sodass ich eigentlich gar keine schlechte Laune habe, auch wenn ich müde bin. Und das zweite ist, dass ich das Privileg genieße, mir über die Zeit die Leute, mit denen ich was mache, aussuchen zu dürfen. Wie zum Beispiel den Phil, meinen Manager. Und wenn ich mit Leuten mit positiver Energie, dann ist das ein großer Push. Das hilft. An anderen Tagen versuche ich es manchmal mit dieser Lächel-Therapie. Wenn es einem nicht so gut geht, dann muss man sich einfach mal zwingen, zu lächeln. Das setzt ja erwiesenermaßen etwas im Gehirn frei. Das funktioniert tatsächlich. Man muss zulassen, dass man nicht an jedem Tag 100% hat und gibt. Es gibt einfach auch mal Tage, da muss man es auch einfach nicht tun.

Leo: Kleider machen ja bekanntlich Leute. Aber Kleider sind meist nur eine Fassade, eine Hülle. Mir selbst ist aufgefallen, dass je nachdem, welches Outfit ich trage, werde ich selbst unterschiedlich wahrgenommen. In welchem Outfit magst du dich am liebsten?

Miyabi Kawai: Ich mag mich am liebsten in Outfits, in denen ich sichtbar bin, das kann man vielleicht auch an meinen Looks erkennen, in Outfits, in denen ich mich wohlfühle, in denen ich mich wie ich fühle. Das kann von Tag zu Tag variieren, deswegen bin ich froh, dass ich a) genug Sachen habe und dass ich b) vor allem so viel Freude an Mode habe, dass ich da aus Vollem schöpfen kann. Wenn ich mich in mir zu Hause fühle und die Kleidung gibt mir auch noch von außen den Push dazu, dann fühle ich mich wohl. Dann ist es das richtige.

Leo: Zum Abschluss hätte ich noch gerne einen persönlichen Styling-Tipp. Was darf im Kleiderschrank eines Teenagers nicht fehlen? Gibt es vielleicht ein Kleidungsstück, das du mir empfehlen könntest oder vielleicht auch eine Farbe, die meine Schokoladenseite unterstreichen würde?

Miyabi Kawai: Ich glaube, du brauchst auf jeden Fall ein Teil, das ist eigentlich ganz egal, was das für ein Kleidungsstück ist, in welchem du dich schön fühlst. Wenn du was anziehst und merkst: „Boah! Das ist toll!So ein Stück braucht jeder Teenager, das ist wie so eine Sicherheitsweste. Auch an Tagen, an denen du dich nicht so fühlst, das ist das Kleidungsstück, das mag ein Kleid sein, das mag eine Jacke sein, bei dem du denkst: „Damit habe ich Superkräfte! Darin fühle ich mich wohl!So etwas braucht jeder. Ich glaube, dass dir warme Töne super gut stehen, aber ich sehe an deinen pinken Fingernägeln, neon wäre auch was für dich. Auf jeden Fall hast du eine Präsenz und du hast Charme, du vermittelst Kompetenz, obwohl du noch so jung bist. Aufgrund deiner Art und deiner Ausstrahlung brauchst du gar nicht viel. Ich glaube nicht, dass du irgendetwas Wildes brauchst, sondern dass du etwas brauchst, womit du dich wie du selbst fühlst.

Ja, da hat die äußerst liebenswürdige Miyabi Kawai vollkommen Recht. Wer mit sich im Reinen ist, muss nicht unnötig viel und wild auftragen. Eine positive Ausstrahlung kommt von ganz allein, wenn man mit einem guten Herzen und einem Lächeln morgens das Haus verlässt.

Mein absolutes Lieblingsfoto