{Rezension} Autumn Secrets
(Bd. 2 der „Seasons by the Sea“-Reihe)

Autumn Secrets
(Bd. 2 der „Seasons by the Sea“-Reihe)
von Sarah Fulmar

Lübbe
Paperback
Slow Burn Romance
320 Seiten
ISBN: 978-3-757-70229-8
Ersterscheinung: 31.08.2026

Inhalt:
Penelope Anderson lebt und arbeitet als ehrgeizige Unternehmensberaterin in London und hat ihren beruflichen Weg fest im Blick. Nach einer besonders stressigen Zeit nimmt sie sich jedoch eine Auszeit und kehrt dafür nach St. Ives in Cornwall zurück. Dort übernimmt sie die Organisation der traditionellen Herbstwanderung und trifft dabei ausgerechnet auf Nathan Reeve, ihren ehemaligen Jugendschwarm und den besten Freund ihres Bruders. Nathan ist Farmer, dreizehn Jahre älter als Penelope und fest in St. Ives verwurzelt. Die beiden geraten zunächst immer wieder aneinander, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwieriger wird es, die gegenseitige Anziehung zu ignorieren. Während zwischen ihnen langsam alte Gefühle und neue Nähe entstehen, stellt sich allerdings die Frage, ob ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe überhaupt miteinander vereinbar sind. Denn während Penelope ihre Zukunft in London sieht, hängt Nathans Herz an Cornwall.

Meinung:
Auf diesen zweiten Band der Reihe hatte ich mich bereits im Vorfeld vor allem deshalb gefreut, weil mich die Kombination aus Cornwall, Herbst, einer Cozy Romance und einer langsamen Annäherung sofort angesprochen hat. Das Setting in St. Ives hat auch diesmal wieder etwas sehr Wohliges an sich. Ich konnte mir die Küste, die Landschaft und die kleinen Wege rund um den Ort gut vorstellen und hatte beim Lesen durchaus dieses Gefühl, gedanklich für eine Weile nach Cornwall zu reisen. Gerade die Szenen rund um die Herbstwanderung haben mir dabei besonders gut gefallen, weil hier das Setting und die Geschichte schön miteinander verbunden wurden. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass bei mir das große Herbstgefühl, das ich mir aufgrund des Titels und der Aufmachung erhofft hatte, nicht ganz angekommen ist. Es gibt natürlich herbstliche Elemente, aber ich hatte mir insgesamt noch mehr davon gewünscht. Für mich stand tatsächlich St. Ives als Küstenort stärker im Vordergrund als der Herbst selbst. Das fand ich ein bisschen schade, weil ich gerade bei einer Cozy Romance mit diesem Thema auf ganz viel Herbststimmung gehofft hatte: Auf Spaziergänge durch buntes Laub, kalte Herbsttage, gemütliche Abende, warme Getränke und dieses typische Gefühl, das man bekommt, wenn man sich am liebsten mit einem Buch und einer Decke einkuscheln möchte. Penelope und Nathan waren für mich dabei eine interessante, aber nicht ganz unkomplizierte Kombination. Nathan mochte ich insgesamt sehr gerne. Seine eher verschlossene, grummelige Art, sein trockener Humor und seine kurzen Bemerkungen haben mir gut gefallen. Hinter seiner zunächst etwas abweisenden Fassade steckt deutlich mehr, und je besser man ihn kennenlernt, desto nachvollziehbarer wird, warum er Menschen lieber auf Abstand hält. Gerade seine Vergangenheit und die Verantwortung, die er trägt, machen ihn zu einer Figur, die für mich etwas mehr Tiefe bekommen hat. Auch seine Hündin Mopey fand ich einfach sympathisch. Mit Penelope hatte ich dagegen so meine Schwierigkeiten. Ich konnte ihren Ehrgeiz und ihren Wunsch nach einer erfolgreichen Karriere grundsätzlich nachvollziehen. Auch der Gedanke, das eigene Leben nicht für eine Beziehung komplett aufgeben zu wollen, ist für mich absolut verständlich und eigentlich ein interessanter Konflikt. Trotzdem hat mich ihre Art an einigen Stellen ziemlich genervt. Gerade ihre teilweise bissige und sture Art Nathan gegenüber konnte ich nicht immer nachvollziehen. Es gab Momente, in denen ich mir gewünscht hätte, dass sie etwas mehr über ihre eigenen Wünsche und Motive nachdenkt, anstatt sich so sehr an ihrem bisherigen Lebensplan festzuhalten. Genau dieser Konflikt zwischen Penelope und Nathan war für mich gleichzeitig eine der interessantesten Seiten der Geschichte. Denn eigentlich geht es gar nicht nur um die Frage, ob die beiden Gefühle füreinander haben. Viel spannender ist die Frage, ob zwei Menschen mit so unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben überhaupt einen gemeinsamen Weg finden können, ohne dass einer von beiden sich selbst aufgeben muss. Penelope gehört nach London, zu ihrer Karriere und ihrem bisherigen Leben, während Nathan in St. Ives verwurzelt ist. Das hätte meiner Meinung nach sehr viel emotionales Potenzial gehabt. Leider wurde dieses Potenzial für mich nicht immer vollständig ausgeschöpft. Besonders bei der Liebesgeschichte hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Die Entwicklung zwischen Penelope und Nathan ging teilweise schneller voran, als es für eine Slow-Burn-Romance für mich passend gewesen wäre. Ich hätte gerne mehr von den kleinen Momenten zwischen ihnen gelesen, mehr Gespräche, mehr gegenseitiges Kennenlernen und vor allem mehr von dem Gefühl, warum ausgerechnet diese beiden füreinander wichtig werden. Es gab durchaus schöne Szenen, aber emotional hat mir an einigen Stellen einfach noch etwas gefehlt. Auch die Kommunikation zwischen den beiden hätte für mich besser funktionieren dürfen. Es gab Situationen, in denen ich beide am liebsten einmal ordentlich geschüttelt hätte. Gerade weil sie an anderen Stellen durchaus vernünftig miteinander sprechen konnten, fand ich es manchmal schade, dass sie sich ihre Probleme unnötig schwer gemacht haben. Der Schreibstil hat mir dagegen wieder gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig, locker und angenehm. Die eher kurzen Kapitel haben zusätzlich dafür gesorgt, dass ich immer wieder schnell weiterlesen konnte. Ich mag es, wenn ein Buch sich so unkompliziert lesen lässt und man ohne große Anstrengung in die Geschichte zurückfindet. Dadurch war „Autumn Secrets“ für mich trotz meiner Kritik ein richtig guter Roman für gemütliche Lesestunden. Was mir ebenfalls gefallen hat, war die Entwicklung der Figuren. Auch wenn ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen konnte, fand ich den Gedanken schön, dass Penelope und Nathan im Laufe der Geschichte ihre bisherigen Vorstellungen hinterfragen müssen. Beide beginnen zu erkennen, dass das Leben nicht unbedingt nach dem Plan verlaufen muss, den man sich irgendwann einmal zurechtgelegt hat. Gerade diese Botschaft hat für mich gut zur Geschichte gepasst. Das Ende war für mich allerdings wieder etwas zu schnell. Nachdem vorher vieles relativ ausführlich aufgebaut wurde, ging mir gerade zum Schluss einiges zu plötzlich. Ich hätte mir gewünscht, dass bestimmte Entscheidungen und Veränderungen noch etwas mehr Raum bekommen und man stärker miterlebt, wie Penelope und Nathan zu ihren jeweiligen Entscheidungen kommen. Dadurch hätte die Geschichte für mich emotional noch einmal deutlich gewinnen können. Insgesamt hatte ich also durchaus schöne Lesestunden in St. Ives. „Autumn Secrets“ ist für mich kein schlechtes Buch – ganz im Gegenteil. Es ist eine angenehme, locker zu lesende Romance mit einem tollen Schauplatz, sympathischen Nebenfiguren und einem interessanten Konflikt rund um Liebe, Karriere und unterschiedliche Lebensentwürfe. Allerdings haben mir an einigen Stellen die Tiefe, die Intensität der Gefühle und das ganz besondere Herbstgefühl gefehlt. Nach dem Lesen bleibt bei mir deshalb vor allem das Gefühl zurück, dass die Geschichte wirklich nett war, aber mit etwas mehr emotionaler Ausarbeitung noch viel stärker hätte sein können.

Fazit:
„Autumn Secrets“ von Sarah Fulmar ist eine gemütliche Cornwall-Romance mit einem schönen Setting, sympathischem Kleinstadtflair und einer interessanten Geschichte über unterschiedliche Lebensentwürfe. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Summer Tides
(Bd. 1 der „Seasons by the Sea“-Reihe)

Summer Tides
(Bd. 1 der „Seasons by the Sea“-Reihe)
von Sarah Fulmar

Lübbe
Paperback
Slow Burn Romance
320 Seiten
ISBN: 978-3-757-70223-6
Ersterscheinung: 30.03.2026

Inhalt:
Scarlett hat genug von ihrem bisherigen Leben. Ihre Beziehung zu Eric gibt ihr längst nicht mehr das Gefühl, wirklich gesehen oder geschätzt zu werden, und auch beruflich tritt sie seit Jahren auf der Stelle. Deshalb wagt sie einen mutigen Schritt: In St. Ives in Cornwall möchte sie sich mit einem Strandkiosk einen Neuanfang aufbauen. Doch kaum angekommen, läuft alles anders als geplant und ihre Zukunftspläne geraten ins Wanken. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation begegnet sie Jonah wieder, dem Bruder ihrer ehemaligen Ferienfreundin. Jonah arbeitet als Rettungsschwimmer und trägt selbst einige ungelöste Konflikte mit sich herum. Während Scarlett versucht, ihren Platz im Leben zu finden, und Jonah von einem Leben ohne feste Bindungen träumt, entwickelt sich zwischen ihnen eine immer stärker werdende Anziehung. Doch Scarlett hat noch immer eine Verbindung zu ihrem Leben in London und Jonah kämpft mit seiner Angst, jemanden wirklich an sich heranzulassen.

Meinung:
Dieses Buch hat für mich genau das verkörpert, was ich mir von einer sommerlichen Cozy Romance wünsche. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, selbst in Cornwall zu sein, das Meeresrauschen zu hören und die salzige Luft zu spüren. Die Atmosphäre ist unglaublich gelungen und trägt die Geschichte von Anfang bis Ende. Besonders begeistert hat mich der Schreibstil von Sarah Fulmar. Er ist harmonisch, leicht und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Die Seiten fliegen förmlich dahin, ohne dass die Geschichte gehetzt wirkt. Im Gegenteil: Die Autorin nimmt sich bewusst Zeit für ihre Figuren, ihre Gedanken und ihre Entwicklung. Gerade dadurch entfaltet die Slow-Burn-Romance ihre Wirkung besonders gut. Scarlett ist eine Protagonistin, die nicht immer perfekte Entscheidungen trifft. Manchmal wirkte sie auf mich etwas naiv oder impulsiv, doch genau das machte sie auch menschlich. Ihre Unsicherheiten, ihre Zweifel und ihr Wunsch nach einem echten Neuanfang waren für mich sehr nachvollziehbar. Besonders schön fand ich ihre persönliche Entwicklung. Sie lernt im Laufe der Geschichte, für sich selbst einzustehen und ihren eigenen Wert zu erkennen, was für mich fast noch wichtiger war als die eigentliche Liebesgeschichte. Jonah habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Hinter seiner ruhigen und oft zurückhaltenden Art verbirgt sich ein Mann, der mit seiner Vergangenheit hadert und sich selbst immer wieder im Weg steht. Seine innere Zerrissenheit wirkte glaubwürdig und verlieh seiner Figur zusätzliche Tiefe. Die Dynamik zwischen ihm und Scarlett hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Gefühle entwickeln sich langsam, ohne künstlich hinausgezögert zu wirken, und jede Begegnung zwischen den beiden hatte dieses angenehme Knistern, das eine gute Slow Burn Romance ausmacht. Ein weiteres Highlight waren für mich die Nebenfiguren. Die Bewohner von St. Ives, Jonahs Familie, Emily und die vielen kleinen zwischenmenschlichen Momente sorgen für ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl. Genau diese Herzlichkeit macht die Geschichte so gemütlich und warm. Man hat das Gefühl, Teil einer kleinen Küstengemeinschaft zu werden, in der man willkommen ist. Die Handlung selbst überrascht zwar nicht ständig mit unerwarteten Wendungen und folgt teilweise bekannten Romance-Mustern, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Der Fokus liegt hier vielmehr auf Atmosphäre, Emotionen und persönlicher Entwicklung. Wer eine tiefgründige, dramatische Handlung sucht, wird vielleicht etwas vermissen. Wer jedoch Lust auf eine gefühlvolle Sommergeschichte mit Wohlfühlcharakter hat, wird hier definitiv fündig.

Fazit:
Mit Summer Tides“ gelingt Sarah Fulmar ein wunderschöner Auftakt ihrer „Seasons by the Sea“-Reihe. Die Geschichte überzeugt vor allem durch ihren grandiosen, harmonischen Schreibstil, das traumhafte Cornwall-Setting und die sympathischen Figuren. Kleine Schwächen bei der Tiefe der Handlung ändern nichts daran, dass dieser Roman wunderbar unterhält und Lust auf die Folgebände macht. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Grumpy Darling
(Bd. 2 der „Darling Devils“-Reihe)

Grumpy Darling
(Bd. 2 der „Darling Devils“-Reihe)
von Alexandra Moody

One Verlag
Paperback
Junge Erwachsene / Sports Romance
464 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0299-7
Ersterscheinung: 19.03.2026

Inhalt:
Paige hat für ihr letztes Highschool-Jahr eine Bucket List erstellt und fast alle Punkte erfolgreich abgehakt. Nur eine Sache fehlt noch: Sie wurde noch nie geküsst. Für sie ist schnell klar, dass sich das endlich ändern muss. Allerdings gestaltet sich die Partnersuche schwieriger als gedacht, denn ihr bester Freund Grayson Darling sorgt mit seinem einschüchternden Ruf als Eishockeyspieler ungewollt dafür, dass sich kaum jemand traut, Paige näherzukommen. Also bittet sie ausgerechnet ihn um Hilfe bei ihren ersten Schritten in die Datingwelt. Was Paige jedoch nicht ahnt: Grayson ist längst nicht so unbeteiligt, wie er vorgibt zu sein, denn hinter seiner grimmigen Fassade verbergen sich Gefühle, die er seit Jahren für sie hegt.

Meinung:
Nachdem mich bereits der erste Band der Reihe vollkommen begeistern konnte, war ich unglaublich gespannt auf die Geschichte von Paige und Grayson. Schon in „Rival Darling“ haben die beiden als Nebenfiguren mein Interesse geweckt, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, endlich mehr über sie zu erfahren. Und was soll ich sagen? Alexandra Moody hat es erneut geschafft, mich vollkommen in ihre Geschichte hineinzuziehen. Besonders begeistert hat mich die Dynamik zwischen Paige und Grayson. Ihre jahrelange Freundschaft bildet ein wunderschönes Fundament für die Liebesgeschichte. Man spürt von der ersten Seite an, wie sehr die beiden einander vertrauen und wie selbstverständlich sie Teil des Lebens des jeweils anderen geworden sind. Genau deshalb funktioniert die Entwicklung von Freundschaft zu Liebe hier so hervorragend. Paige war für mich eine unglaublich sympathische Protagonistin. Sie ist lebensfroh, herzlich, manchmal etwas chaotisch und gleichzeitig sehr authentisch. Besonders ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Zukunft nach der Schule macht sie greifbar und nahbar. Während ihre Mutter von ihr erwartet, längst einen konkreten Lebensplan zu haben, versucht Paige zunächst herauszufinden, wer sie eigentlich sein möchte. Diese Selbstfindung verleiht der Geschichte zusätzlich Tiefe und sorgt dafür, dass sie weit mehr ist als nur eine romantische Liebesgeschichte. Grayson Darling hat mein Herz allerdings komplett erobert. Nach außen wirkt er verschlossen, mürrisch und teilweise sogar einschüchternd. Doch hinter dieser grummeligen Fassade verbirgt sich ein unglaublich loyaler, fürsorglicher und liebevoller Charakter. Besonders sein Beschützerinstinkt gegenüber Paige war einfach zum Dahinschmelzen. Jede Szene, in der er Paige dabei helfen soll, einen anderen Jungen näher kennenzulernen, war gleichermaßen süß, schmerzhaft und unterhaltsam. Der Slow-Burn-Aspekt wurde meiner Meinung nach nahezu perfekt umgesetzt. Alexandra Moody nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Gefühle und setzt dabei auf viele kleine Momente, Blicke, Gespräche und Gesten. Gerade diese scheinbar unspektakulären Szenen haben bei mir für das meiste Herzklopfen gesorgt. Die Spannung zwischen Paige und Grayson ist durchgehend spürbar, ohne dass die Geschichte künstlich dramatisch wirken muss. Auch das Eishockey-Setting hat mir wieder sehr gefallen. Der Sport bleibt zwar eher ein ergänzender Bestandteil der Handlung, sorgt aber dennoch für eine tolle Atmosphäre und stärkt vor allem die Dynamik innerhalb der Darling-Familie. Genau wie schon im ersten Band habe ich die Szenen mit den Darling-Brüdern geliebt. Ihr Zusammenhalt, ihre Neckereien und ihre Loyalität füreinander bringen unglaublich viel Wärme und Humor in die Geschichte. Besonders hervorheben möchte ich außerdem, dass das Buch komplett ohne Spice auskommt. Stattdessen stehen die emotionale Entwicklung, die Freundschaft und die Gefühle der Figuren im Mittelpunkt. Für mich hat das perfekt funktioniert, weil es wunderbar zur Geschichte und zum Alter der Charaktere passt. Die Liebesgeschichte lebt von ihrer emotionalen Intensität und hätte durch explizite Szenen nichts gewonnen. Ein kleiner Kritikpunkt wäre höchstens, dass sich einige innere Konflikte – insbesondere Grays Angst, Paige durch ein Geständnis zu verlieren – stellenweise etwas wiederholen. Wirklich gestört hat mich das jedoch kaum, da ich seine Sorgen durchaus nachvollziehen konnte. Insgesamt überwogen die emotionalen und humorvollen Momente für mich deutlich.

Fazit:
Mit „Grumpy Darling“ ist Alexandra Moody eine wundervolle Friends-to-Lovers Sports Romance gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Besonders die liebevolle Freundschaft der beiden und Grays heimliche Gefühle haben mein Herz im Sturm erobert. Für mich ist dieser Roman ein absolutes Wohlfühlbuch und erhält daher verdiente 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Kill Joy

Kill Joy
von Holly Jackson

One Verlag
Schmuckausgabe
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
160  Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0262-1
Ersterscheinung: 31.01.2025

Inhalt:
Pippa Fitz-Amobi ist eigentlich nicht wirklich begeistert, als sie zu einem Krimi-Dinner eingeladen wird. Statt an ihrem Schulprojekt zu arbeiten, nimmt sie widerwillig teil, doch schnell wird der fiktive Mordfall zu einer wahren Leidenschaft für sie. In den 1920er Jahren gekleidet und mit ihrer gewohnten Scharfsinnigkeit beginnt Pippa, den Mord aufzuklären. Doch während sie Hinweise sammelt und das Spiel immer mehr in den Vordergrund rückt, kommt sie auf eine Idee, die sie zu ihrem zukünftigen Projekt führen wird: die Untersuchung des Mordes an Andie Bell und die dunklen Geheimnisse rund um Sal Singh. Ein scheinbar harmloser Abend wird zu einem Wendepunkt in Pippas Leben.

Meinung:
Ich habe „Kill Joy“ vor allem als kleine, aber feine Entdeckung genossen. Die Geschichte ist so wunderbar leicht und dennoch fesselnd geschrieben, dass sie mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Besonders gut gefällt mir, wie Pippa als Charakter hier ihre Leidenschaft für das Ermitteln entdeckt. Es war fast wie ein „Aha-Moment“ zu sehen, wie ihr detektivischer Spürsinn zum Leben erwacht – etwas, das später die gesamte „A Good Girl’s Guide to Murder“-Reihe prägen wird. Die Atmosphäre des Krimi-Dinners ist perfekt eingefangen, mit einem Hauch von Spannung, Witz und Nostalgie der 1920er Jahre, was für mich als Leserin ein echtes Highlight war. Auch wenn die Geschichte natürlich keine großen Wendungen wie in der Hauptreihe bietet, so ist es dennoch sehr unterhaltsam, Pippa und ihre Freunde in einem so anderen Setting zu erleben. Ich liebe es, wie sie jeden Hinweis wie ein Puzzle zusammensetzt und dabei so viel Freude daran hat – ihre Leidenschaft für Details ist einfach ansteckend. Die Charaktere, die wir aus den anderen Büchern schon kennen, wirken auch hier wieder authentisch und liebenswert. Vor allem die Interaktionen zwischen Pippa und ihren Freunden haben mir gefallen. Und auch wenn wir nichts allzu Neues über sie erfahren, ist es schön, sie in einem weniger dramatischen, aber trotzdem spannungsgeladenen Kontext zu erleben. Das Krimi-Dinner ist die perfekte Bühne, um Pippas Begeisterung für Verbrechen und Rätsel zu zeigen, und ich konnte mit ihr mitfiebern, auch wenn die „Lösung“ des Spiels nicht wirklich überraschend war.

Fazit:
„Kill Joy“ von Holly Jackson ist eine Kurzgeschichte und das Prequel der „A Good Girl’s Guide to Murder“-Reihe. Hier erleben wir, wie Pippa Fitz-Amobi zu der leidenschaftlichen Ermittlerin wird, die wir in der Hauptreihe kennen und lieben. Das Krimi-Dinner und die 1920er-Jahre-Atmosphäre machen das Buch zu einem charmanten Leseerlebnis. Es gibt zwar keine großen Überraschungen, aber Fans der Reihe werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Eine nette und spannende Ergänzung zur Reihe mit einem kleinen, aber feinen Einblick in Pippas Anfänge als Detektivin. Ich gebe der Geschichte 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Stardust Academy
Hüter der Sterne (Bd. 1)

Stardust Academy
Hüter der Sterne (Bd. 1)
von Francesca Peluso

Baumhaus Verlag
Hardcover
Erzählendes Kinderbuch 
304  Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8339-0868-2
Ersterscheinung: 29.02.2024

Inhalt:
Der zwölfjährige Aaron ist wie jedes Jahr im Sommercamp, obwohl er dieses Mal überhaupt keine Lust darauf hat. Doch während eines Lagerfeuers entdeckt er etwas Unerklärliches am Himmel: Sterne, die sich bewegen, als würden sie tanzen. Kurz darauf wird das Camp von einem lebendigen Sternbild angegriffen, und Aaron erhält ein geheimnisvolles Zeichen auf seiner Stirn. Es stellt sich heraus, dass er auserwählt wurde, die Stardust Academy zu besuchen, eine Schule, an der er zu einem „Hüter der Sterne“ ausgebildet werden soll. Dort erwarten ihn gefährliche Prüfungen und neue, mysteriöse Bedrohungen, da es andere Sternbilder ebenfalls auf die Menschen abgesehen haben.

Meinung:
Als Aaron das erste Mal das tanzende Sternbild sah, war ich genauso fasziniert wie er. Die Mischung aus Magie, Astronomie und Abenteuer hat mich direkt in den Bann gezogen. Aaron selbst ist ein sehr glaubwürdiger Protagonist. Ich mochte seine eher zurückhaltende, unsichere Art zu Beginn der Geschichte – er ist kein übermächtiger Held, sondern ein Junge mit ganz normalen Ängsten und Zweifeln. Diese Authentizität macht ihn unglaublich sympathisch und lässt mich als Leserin seine Entwicklung umso mehr mitverfolgen. Der Einstieg in die Welt der Stardust Academy hat mir gefallen. Die Autorin beschreibt die Akademie und ihre Geheimnisse so bildhaft, dass ich mich in dieser fantastischen Welt fast selbst wiedergefunden habe. Besonders spannend fand ich die Verbindung zwischen den Sternzeichen und den Menschen – die Idee, die Sterne als lebendige Wesen darzustellen, die Einfluss auf das Schicksal der Menschen haben, hat einen sehr interessanten Twist in die Geschichte gebracht. Auch die dynamische Beziehung zwischen Aaron und seinen neuen Freunden war unterhaltsam. Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders bei den Nebencharkteren. Auch die Geschwindigkeit, mit der die Geschichte voranschreitet, hat hin und wieder dazu geführt, dass ich mir mehr Zeit für bestimmte Szenen gewünscht hätte, um die Charaktere und die Welt noch weiter zu vertiefen. Aber insgesamt war der Lesefluss nie gestört – es bleibt immer spannend und unterhaltsam.

Fazit:
„Stardust Academy – Hüter der Sterne“ von Francesca Peluso ist ein gelungener Auftakt in eine faszinierende Fantasy-Welt, die Magie, Astronomie und Abenteuer geschickt miteinander verbindet. Die sympathischen Charaktere, insbesondere der Protagonist Aaron, und die geheimnisvolle Akademie machen das Buch zu einem unterhaltsamen Erlebnis. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternchen.