{Rezension} Zeitenzauber
Die goldene Brücke (Bd. 2)

Zeitenzauber
Die goldene Brücke (Bd. 2)
von Eva Völler

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0149-5
Ersterscheinung: 24.06.2022

Eine magische Brücke,
eine verbotene Affäre,
ein Reisender, der in der Zeit feststeckt.

Inhalt:
Seit Annas Abenteuer in Venedig ist nun ein Jahr vergangen. Zwischenzeitlich hat sie sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen und gemeinsam mit Sebastiano übernimmt sie immer wieder kleine Aufträge. Ausgerechnet während ihrer Abiturprüfung erhält Anna die schreckliche Nachricht, dass ihr Freund Sebastiano in Paris im Jahr 1625 feststeckt – und er kann sich an nichts mehr erinnern. Wird Anna Sebastiano helfen können…

Meinung:
Das Cover zum zweiten Band ist wunderschön und vor allem passend zum Reihenauftakt. Die Cover der Neuauflage ähneln zwar den alten, aber ich finde die Farbwahl nun viel gelungener. Ging es im ersten Band noch auf eine Reise nach Venedig ins Jahr 1499, schickt uns die Autorin dieses Mal auf eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert. Eva Völler hat mit Paris die perfekte Kulisse für dieses magische Abenteuer gewählt. Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, soll Anna, die sich gerade mitten in ihrer Abiturprüfung befindet, ihren verschollenen Freund Sebastiano in die Gegenwart zurückbringen. Dieser hält sich für einen Musketier des Königs Ludwig XIII. und möchte das Jahr 1625 nicht verlassen. Mit den beiden Protagonisten Anna und Sebastiano hat Eva Völler zwei Charaktere erschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Anna ist sehr mutig und humorvoll, aber auch selbstkritisch. Man schließt sie schnell ins Herz und kann sich gut mit ihr in der Ich-Perspektive identifizieren. Von der ersten Seite an hat mich diese humorvolle und leicht verrückte Geschichte in einen Bann gezogen und mir wundervolle Lesestunden beschert. Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Die abwechslungsreiche Handlung ist äußerst spannend und es gibt viele unvorhergesehene Wendungen und Intrigen. Anna und Sebastiano stecken wieder mittendrin in einem Abenteuer voller Romantik, Verrat und Freundschaft. Ich freue mich jetzt schon auf das spannende Finale der Trilogie.

Fazit:
„Die goldene Brücke” von Eva Völler ist die fantastische Fortsetzung der „Zeitenzauber”-Reihe. Diese romantische und zugleich spannende Zeitreise empfehle ich Jugendlichen ab 14 Jahren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Bloggerjury für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Zeitenzauber
Die magische Gondel (Bd. 1)

Zeitenzauber
Die magische Gondel (Bd. 1)
von Eva Völler

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0148-8
Ersterscheinung: 25.03.2022

Inhalt:
Die siebzehnjährige Anna Berg verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, wo es eigentlich nur schwarze Gondeln gibt, weshalb ihr eine rote Gondel auch sofort ins Auge sticht. Als Anna dann im Gedränge ins Wasser gestoßen wird, wird sie von einem gut aussehenden jungen Mann gerettet und ausgerechnet in diese rote Gondel gezogen. Sie wacht schließlich im Jahre 1499 auf, wo sie eine Aufgabe zu erfüllen hat…

Meinung:
Bereits auf den ersten Blick lässt uns das Cover erkennen, dass sich das Setting der Geschichte im wunderschönen Venedig befindet. Ich selbst war noch nie in Venedig, bin aber seit der fünften Klasse, als wir „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke als Schullektüre gelesen haben, ein ganz großer Fan dieser italienischen Stadt. Eva Völler hat mit Venedig die perfekte Kulisse für dieses magische Abenteuer gewählt. Ich konnte mir die Schauplätze der Geschichte bildlich vorstellen und fühlte mich teilweise, als wäre ich mittendrin in Venedig. Mit den beiden Protagonisten Anna und Sebastiano hat Eva Völler zwei Charaktere erschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Anna ist sehr mutig und humorvoll, aber auch selbstkritisch. Man schließt sie schnell ins Herz und kann sich gut mit ihr in der Ich-Perspektive identifizieren. Ich muss allerdings gestehen, dass mir die Liebesgeschichte der beiden dann doch etwas zu schnell ging. Von der ersten Seite an hat mich diese humorvolle und leicht verrückte Geschichte in einen Bann gezogen und mir wundervolle Lesestunden beschert. Der Schreibstil der Autorin ist großartig, denn die Erzählweise ist flüssig und leicht, aber auch mitreißend und lustig zugleich. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band der Trilogie.

Fazit:
„Die magische Gondel” von Eva Völler ist der grandiose Auftakt der „Zeitenzauber”-Reihe. Diese romantische und zugleich spannende Zeitreise empfehle ich Jugendlichen ab 14 Jahren. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Bloggerjury für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Ich, die Jungs und die Sache mit dem Coolsein

Ich, die Jungs und die Sache mit dem Coolsein
von Yvonne Struck

Boje Verlag
Hardcover
Erzählendes Jugendbuch
224 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-414-82640-4
Ersterscheinung: 27.05.2022

Liebeschaos auf der Klassenfahrt

Inhalt:
Lena ist vierzehn Jahre alt und möchte endlich geküsst werden – am liebsten von Justin, dem coolsten Jungen der Klasse. Das wäre ein Traum! Leider sind Lena und ihre beste Freundin Amira aber nicht besonders cool und deshalb gehören sie auch nicht zur supercoolen Clique rund um Justin. Die Klassenfahrt wäre der ideale Zeitpunkt, um dies zu ändern. Allerdings kommen Lena langsam Zweifel auf, ob es wirklich eine so tolle Idee war, cool zu werden. Irgendwie hat sie sich das alles spaßiger vorgestellt. Und von Justin geküsst zu werden, ist irgendwie auch kein Highlight mehr.

Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir richtig gut, denn man ist direkt mittendrin im Geschehen. Alles beginnt mir der Abfahrt, und da Lena alles minutengenau und in Tagebuchform erzählt, entgeht uns auch kein einziges Detail der chaotischen Klassenfahrt. Die Protagonisten muss man nicht kennen und dennoch kommen sie einem ziemlich bekannt vor. Einen Justin und eine Fabienne hat es nämlich in jeder Klasse. Justin, der supercoole Schönling, den alle Mädchen toll finden, und Fabienne, die Oberzicke, die von allen angehimmelt wird, obwohl sie meistens fies und gemein ist. Schade, dass so liebenswerte Charaktere wie Paula, Selina und Simon immer als Streber und Nerds abgestempelt werden. Viel zu oft schließt man vom äußeren Erscheinungsbild auf den Charakter und dann man macht sich ein Bild von einer Person, ohne tatsächlich je ein Wort mit dieser Person geredet zu haben. Das muss auch Lena feststellen, als sie merkt, dass Simon eigentlich ein ganz netter Junge ist. Oder auch Nadja, die leider nur zu schwach ist, um der selbstbewussten Fabienne auch mal die Meinung zu sagen. Ich mag die kurzen Einträge, denn Geschichten in Tagebuchform klingen irgendwie immer witzig und authentisch. Der Karaokeabend hat mir direkt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, weil ich dazu direkt ein eigenes Erlebnis vor meinem inneren Auge gesehen habe. Was ich toll finde, ist übrigens die Tatsache, dass das Buch wirklich altersentsprechend geschrieben wurde. Meist ist es leider so, dass Erwachsene leider nicht so genau wissen, was im Kopf eines Teenagers vorgeht. In diesem Buch passt aber fast alles und ich fühle mich komplett an meine eigene Klasse und an meine Paraklassen erinnert. In Lenas Leben und in den paar Tagen auf Klassenfahrt geht alles drunter und drüber. Eigentlich ganz normal für einen Teenager. Wenn die Gefühle Achterbahn fahren, weil die Hormone schon wieder verrückt spielen, kann es schon mal sein, dass man merkt, dass man sich vielleicht doch in den falschen Jungen verliebt hat. Dass Lena also endlich merkt, dass Justin nur eine Luftpumpe ist, fand ich prima. Den mochte ich von Anfang an nicht. Es gibt so viele nette Jungs auf dieser Welt, da muss man sich nicht an einen binden, der einen ständig auslacht und doofe Dinge zu einem sagt. Oder man macht es wie Paula, denn die findet Jungs überhaupt nicht interessant, sondern eher Mädchen. Wie man es aber auch dreht und wendet, Liebe kann so schön sein, aber bis man den Richtigen oder sogar die Richtige gefunden hat, ist es eine lange, chaotische, manchmal auch peinliche und verzweifelte Suche.

Fazit:
„Ich, die Jungs und die Sache mit dem Coolsein” von Yvonne Struck ist eine witzige Geschichte aus dem Leben eines Teenagers für Jugendliche ab 12 Jahren. Sehr authentisch erleben wir Lenas Gefühlschaos hautnah mit und begleiten sie und ihre Freunde auf Klassenfahrt. Ich wurde sehr gut unterhalten und vergebe liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an LovelyBooks für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Eliza Moore
Flüsternde Schatten (Bd. 1)

Eliza Moore
Flüsternde Schatten (Bd. 1)
von Valentina Fast

One Verlag
Hardcover
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
400 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0143-3
Ersterscheinung: 25.03.2022

Inhalt:
Die achtzehnjährige Eliza Moore will mit der Liga, die in Dublin das letzte Tor zur Seelenwelt bewacht, nichts mehr zu tun haben. Doch als sich die Geschehnisse überschlagen, wird sie zur Hüterin dieses Tors. Ihr zur Seite steht ihr Seelenverwandter Conor…

Meinung:
Von Valentina Fast habe ich zuvor eigentlich nur die „Secret Academy“-Reihe, eine spannende und hochemotionale Agentengeschichte, gelesen, sodass ich nun gespannt auf den Auftakt dieser neuen Urban-Fantasy-Dilogie war. Das Cover wirkt relativ schlicht und dennoch edel, die kleinen, versteckten Details sind wunderschön und passen farblich sehr gut zum Setting im irischen Dublin. Auch der Schreibstil der Autorin ist leicht und jugendlich, sodass man angenehm von einer Seite zur nächsten gleitet. Während man über die magische Welt nur sehr wenig erfährt, nimmt Elizas Liebesgeschichte sehr viel Raum ein. Nicht dass ich was gegen große Gefühle hätte, aber etwas mehr Handlung habe ich eigentlich schon erwartet. Vor allem hat mich auch ein klein wenig gestört, dass eigentlich kein einziger Handlungsstrang abgeschlossen wurde. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und ich kann nur hoffen, dass die Fortsetzung das Potenzial der Geschichte ausschöpft.

Fazit:
„Flüsternde Schatten“ ist der Auftakt der „Eliza Moore“-Dilogie von Valentina Fast und ein magischer Einstieg in eine fantasiereiche Welt. Obwohl die Story vielversprechend klingt, zieht sich die ganze Geschichte viel zu sehr in die Länge und endet mit einem für mich ziemlich enttäuschenden Cliffhanger. Das Buch ist spannend, romantisch und für Jugendliche ab 14 Jahren bestens geeignet. Von mir gibt es allerdings nur lieb gemeinte 3,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Das Avery Shaw Experiment
(Bd. 1 der „Science Squad“-Dilogie)

Das Avery Shaw Experiment
(Bd. 1 der „Science Squad“-Dilogie)
von Kelly Oram
übersetzt von Stephanie Pannen

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
272 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: The Avery Shaw Experiment
ISBN: 978-3-8466-0129-7
Ersterscheinung: 30.07.2021

Hör auf dein Herz!

Inhalt:
Avery und Aiden sind seit jeher die besten Freunde, doch als sie ihm endlich gestehen will, dass sie in ihn verliebt ist, bricht er ihr das Herz und stößt sie von sich weg. Mit Hilfe der Wissenschaft will Avery nun die sieben Phasen der Trauer durchlaufen, um ihr gebrochenes Herz zu heilen. Dabei bekommt sie unerwartete Unterstützung von Aidens Bruder Grayson, der sich ihr als Projektpartner anbietet. Im Gegenzug erhält er von ihr Nachhilfe in Physik und plötzlich passiert etwas, womit Avery am allerwenigsten gerechnet hat…

Meinung:
Nachdem ich ganz begeistert von „Cinder & Ella“ oder auch von „Girl at Heart“ von Kelly Oram war, musste ich mir dieses Buch unbedingt kaufen. Leider blieb es dann sehr lange ungelesen auf meinem SuB liegen, weil ich einige negative Meinungen dazu gehört hatte. In der Regel lasse ich mich nicht beeinflussen und lese die Bücher trotzdem, weil ich mir selbst ein Bild machen möchte. Und genau darüber bin ich nun froh, denn das Buch ist absolut lesenswert. Bereits die ersten Seiten haben mich gefesselt und ich verliebte mich in die beiden Protagonisten Avery Shaw und Grayson Kennedy. Avery ist ein absolut faszinierendes Mädchen. Es war also nur eine Frage der Zeit, dass Grayson das auch endlich merkt und sie nicht nur als siamesischen Zwilling seines Bruders Aiden sieht. Grayson ist für mich übrigens der absolute Star dieses Romans, denn er bestreitet wohl die größte Entwicklung dieser Geschichte. Vom heiß begehrten Sportler, der eigentlich schon fast jedes Mädchen der Schule gedatet hat, macht er eine 180-Grad-Drehung. Verblüffend, aber ich habe ihm den Sinneswandel wirklich abgenommen und geglaubt. Vor allem habe ich seine Aufmunterungen geliebt. Grayson ist einfach ein Typ, der weiß, wie er andere Menschen glücklich machen kann. Das hat mich sehr für Avery gefreut, denn sie hat einen guten Menschen an ihrer Seite verdient. Insgesamt ist diese zuckersüße High School-Romanze wirklich klasse, auch wenn mir der wissenschaftliche Aspekt doch etwas zu kurz kam. Gerne hätte ich einen kleinen Blick in Graysons Aufzeichnungen, die er nicht ganz so wissenschaftlich niedergeschrieben hat, gelesen. Denn wenn dieser Bericht sogar Averys Mutter zum Weinen bringt, müssen seine Worte und sein Liebesgeständnis der absolute Wahnsinn gewesen sein. Grundsätzlich bin ich mehr als begeistert von der Story und natürlich auch von den beiden Protagonisten, die ich so lieb gewonnen habe, dass ich im Normalfall eigentlich die volle Bewertungspunktzahl vergeben hätte. Ich kann es aber nicht. Zum einen gibt es in diesem Buch sehr, sehr viele Fehler, die den Lesefluss stören, denn es sind nicht nur Flüchtigkeitsfehler, sondern auch gravierende Fehler wie unvollständige oder komplett verdrehte Sätze – und das nicht nur einmal. Hierbei handelt es sich übrigens um Fehler, die vom Verlag nicht ausgebessert wurden, als das Buch in die zweite Auflage ging. Außerdem wäre da aber noch die Tatsache, dass mir diese Geschichte wie ein billiger Abklatsch von „The Kissing Booth“ erscheint. Der Schreibstil der Autorin ist charmant, witzig und federleicht und Kelly Oram hat die einzigartige Gabe, mir beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, aber wenn wir ehrlich sind, dann ist der gesamte Anfang dieser Geschichte eins zu eins von „The Kissing Booth“ kopiert worden. Von einer Autorin wie Kelly Oram erwarte ich Einzigartigkeit und Originalität. Deshalb gibt es für diesen liebenswerten Roman nicht die Höchstbewertung, sondern leider nur mittelmäßige drei Sternchen und das sind eigentlich auch noch drei Sternchen zu viel, denn wenn ich in der Schule bei einer Klausur von meinen Mitschülern abschreiben würde, dann gäbe es ohne Diskussion eine Sechs – durchgefallen und nicht bestanden!

Fazit:
„Das Avery Shaw Experiment“ von Kelly Oram ist eine herzerwärmende und überaus lustige Lovestory mit liebenswerten und äußerst sympathischen Charakteren. Dieser romantische Young Adult Roman ist leicht vorhersehbar und verläuft ohne große Überraschungen oder unvorhergesehene Wendungen, ist aber dennoch unterhaltsam und absolut lesenswert. Von mir gibt es aber aufgrund der zuvor genannten Gründe leider nur 3 von 5 Sternchen.