{Rezension} Rowing for Love
Im Strom der Gefühle (Bd. 2)

Rowing for Love
Im Strom der Gefühle (Bd. 2)
von Lulu Moore

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
368 Seiten
ISBN: 978-3-453-44258-0
Ersterscheinung: 13.05.2026

Wenn die Liebe hohe Wellen schlägt

Inhalt:
Charlie hat eigentlich nur ein Ziel vor Augen: sein Studium in Oxford erfolgreich abzuschließen und sich voll auf das Rudern zu konzentrieren. Doch dann taucht plötzlich seine Ex-Freundin Evie wieder auf und bringt seine mühsam aufgebaute Ordnung komplett durcheinander. Um sich vor alten Gefühlen und neuem Chaos zu schützen, trifft Charlie eine spontane Entscheidung: Er bittet Violet, die Schwester seines besten Freundes, seine Fake-Freundin zu spielen. Für Violet, die schon lange heimlich Gefühle für Charlie hat, ist das allerdings leichter gesagt als getan. Während gemeinsame Auftritte, gespielte Nähe und kleine Momente immer echter werden, verschwimmen die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität zunehmend. Gleichzeitig müssen beide lernen, ehrlich mit ihren Gefühlen umzugehen und sich zu fragen, ob aus einer gespielten Beziehung vielleicht längst etwas Echtes geworden ist.

Meinung:
Nachdem ich den ersten Band wirklich geliebt habe, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Charlies Geschichte. Und auch wenn mich dieses Buch nicht ganz so sehr begeistern konnte wie der erste Band, hatte es trotzdem unglaublich viele Momente, die mein Herz weich gemacht haben. Vor allem Charlie und Violet zusammen waren einfach unfassbar süß. Was ich an der Geschichte besonders mochte, war die Dynamik zwischen den beiden. Violet ist keine typische zurückhaltende New-Adult-Heldin, sondern wirkt lebendig, leicht chaotisch und gleichzeitig sehr herzlich. Man spürt von Anfang an, wie lange sie Charlie schon liebt, ohne dass es jemals verzweifelt oder übertrieben wirkt. Ihre Gefühle sind leise, aber konstant, und genau das hat sie für mich so sympathisch gemacht. Charlie dagegen ist deutlich kontrollierter, strukturierter und in vieler Hinsicht das komplette Gegenteil von Violet. Gerade deshalb funktionieren sie zusammen aber so gut. Sie bringen gegenseitig Seiten im anderen hervor, die alleine vielleicht verborgen geblieben wären. Besonders Charlie hat mich überrascht. Ich mochte ihn schon im ersten Band, aber hier lernt man ihn noch einmal ganz anders kennen. Hinter seiner disziplinierten und manchmal etwas verschlossenen Art steckt ein unglaublich aufmerksamer und liebevoller Mensch. Diese kleinen Gesten waren es, die für mich die Beziehung getragen haben. Dass er backt, Shakespeare-Rehearsals besucht oder einfach präsent ist, ohne daraus eine große Sache zu machen, hat ihn unglaublich greifbar gemacht. Er ist keiner dieser übertrieben perfekten Book Boyfriends, sondern eher die Sorte Charakter, die durch Ruhe, Geduld und Ehrlichkeit überzeugt. Und genau das fand ich wunderschön. Generell lebt das Buch viel mehr von Atmosphäre und emotionaler Entwicklung als von großen dramatischen Wendungen. Die Fake-Dating-Thematik steht klar im Mittelpunkt und entwickelt sich langsam zu echten Gefühlen. Gerade dieser Slow-Burn-Aspekt hat mir sehr gefallen, weil sich nichts überstürzt anfühlt. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass sich die Geschichte in der Mitte teilweise etwas gezogen hat. Es passiert nicht wahnsinnig viel außerhalb der Beziehung zwischen Charlie und Violet, weshalb dem Buch stellenweise ein wenig Spannung gefehlt hat. Trotzdem hatte ich nie das Bedürfnis aufzuhören zu lesen, weil die beiden zusammen einfach so angenehm waren. Das Oxford-Setting hat mich wieder komplett abgeholt. Diese Mischung aus Elite-Uni, Traditionen, Rudersport und Theaterwelt erzeugt einfach eine besondere Atmosphäre. Gerade die Verbindung zwischen Charlies Welt im Ruderteam und Violets Leidenschaft fürs Schauspiel hat der Geschichte nochmal etwas Eigenes gegeben. Außerdem liebe ich die Freundesgruppe weiterhin sehr. Dass bekannte Figuren aus Band eins wieder auftauchen, hat sich wie ein kleines Wiedersehen angefühlt und die Reihe noch vertrauter gemacht. Das Buch verzichtet größtenteils auf übertriebenes Drama. Konflikte entstehen zwar, wirken aber nachvollziehbar und nicht künstlich in die Länge gezogen. Auch die Reaktionen von Hugo als Violets Bruder fand ich überraschend emotional, weil dahinter einfach echte Sorge und Freundschaft steckt. Dadurch fühlen sich die Beziehungen untereinander glaubwürdig an. Trotzdem hat mir im Vergleich zum ersten Band ein kleines bisschen dieses besondere Etwas gefehlt. Kate und Oz hatten für mich damals noch mehr emotionale Intensität und Spannung. Charlie und Violet sind dafür ruhiger, softer und deutlich mehr Wohlfühlroman als große emotionale Achterbahn. Und manchmal war mir genau das fast schon ein bisschen zu harmonisch.

Fazit:
„Rowing for Love – Im Strom der Gefühle“ von Lulu Moore ist eine charmante und emotionale College Sports Romance mit viel Herz, einem wunderschönen Oxford-Setting und zwei Hauptfiguren, die perfekt miteinander harmonieren. Besonders die ruhige Entwicklung zwischen Charlie und Violet, die vielen kleinen Gesten und die angenehme Wohlfühlatmosphäre machen das Buch zu einer wirklich schönen Slow-Burn-Liebesgeschichte. Auch wenn der Handlung stellenweise etwas Spannung fehlt und mich Band eins emotional noch stärker packen konnte, habe ich das Lesen sehr genossen. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)

The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)
von Stephanie Archer

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
464 Seiten
ISBN: 978-3-453-44366-2
Ersterscheinung: 11.03.2026

Er ist ihr bester Freund. Ihr Flirt-Coach. Und plötzlich alles, was sie will.

Inhalt:
Darcy Andersen steht nach dem Ende einer langjährigen Beziehung vor einem Neuanfang. Unsicher, aber fest entschlossen, sich selbst wiederzufinden, möchte sie endlich das Datingleben erkunden. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet von Hayden Owens – Eishockeyprofi, Frauenschwarm und ihr bester Freund. Als ihr persönlicher Wingman nimmt Hayden seine Rolle sehr ernst: Er bringt Darcy bei, wie man flirtet, gibt ihr Datingtipps und steht ihr bei jedem Schritt zur Seite. Was als unverbindliches „Training“ beginnt, inklusive Übungsküssen und überraschend intensiven Lektionen, entwickelt jedoch schnell eine eigene Dynamik. Während Darcy zunehmend an Selbstvertrauen gewinnt und sich auf neue Begegnungen einlässt, merkt Hayden, dass ihm das Ganze weniger gleichgültig ist, als er dachte. Zwischen ihnen entstehen Spannungen, die sich nicht länger mit Freundschaft erklären lassen. Und je mehr Grenzen verschwimmen, desto drängender wird die Frage, ob ihre Verbindung vielleicht schon lange mehr ist als das.

Meinung:
Dieses Buch fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen – zurück zur Vancouver-Storm-Familie, die man spätestens seit dem zweiten Band ins Herz geschlossen hat. Was diesen dritten Band besonders stark macht, ist das Zusammenspiel aus vertrauter Dynamik und emotionaler Weiterentwicklung. Die Entwicklung zwischen Darcy und Hayden wirkt dabei authentisch und organisch. Es gibt kein überdramatisiertes Hin und Her, sondern ein langsames, manchmal zögerliches Annähern, das stark von Unsicherheiten, verpassten Momenten und inneren Konflikten geprägt ist. Darcy ist eine unglaublich greifbare Figur. Ihre Selbstzweifel nach einer Beziehung, in der sie sich selbst verloren hat, ziehen sich glaubwürdig durch die Geschichte. Besonders schön ist, wie viel Raum ihre persönliche Entwicklung bekommt: vom unsicheren „Ich weiß nicht, wer ich ohne ihn bin“ hin zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Dass sie zusätzlich beruflich als analytischer Kopf im Hintergrund des Teams arbeitet, gibt ihr noch eine spannende, eigenständige Ebene. Hayden ist dabei das perfekte Gegenstück, denn statt klassischem Bad-Boy-Vibe bringt er eher „Golden Retriever Energy“ mit: aufmerksam, fürsorglich, loyal. Gerade seine kleinen Gesten (Blumen, Unterstützung, echtes Zuhören) machen ihn zu einem dieser Bookboyfriends, die nicht laut sein müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, wie sehr auch er mit seinen Gefühlen kämpft – vor allem, wenn Darcy beginnt, andere Männer zu daten. Was besonders hervorsticht, ist die Dynamik zwischen den beiden: das Neckische, die Insider, die Vertrautheit. Es macht einfach Spaß, den beiden zuzusehen, selbst wenn man sie manchmal am liebsten anschreien möchte, endlich ehrlich zu sein. Ein weiterer Pluspunkt sind die Nebenfiguren. Bekannte Gesichter wie Hazel und Rory tauchen wieder auf und verstärken das Gefühl, Teil eines größeren, warmen Freundeskreises zu sein.

Fazit:
„The Wingman“ von Stephanie Archer ist eine gefühlvolle, humorvolle und angenehm prickelnde Sports Romance, die vor allem durch ihre Figuren und deren Entwicklung überzeugt. Darcy und Hayden erzählen eine Geschichte über Selbstfindung, verpasste Chancen und den Mut, das Offensichtliche endlich zuzulassen. Die Geschichte fühlt sich leicht an, ohne oberflächlich zu sein, und reiht sich nahtlos in die Stärken der Reihe ein. Eine klare Empfehlung für alle, die sich nach einer warmen, charmanten Liebesgeschichte sehnen, die gleichzeitig zum Lächeln und Mitfiebern einlädt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Book Journal

Book Journal
von Julia Myotte

Bassermann Verlag
Hardcover
Lesetagebuch
160 Seiten
ISBN: 978-3-8094-5349-9
Ersterscheinung: 25.02.2026

Inhalt:
Dieses liebevoll gestaltete Lesetagebuch bietet Platz für bis zu 100 Bücher, zu denen Gedanken, Bewertungen, Lieblingszitate und Annotationen eingetragen werden können. Darüber hinaus geht das Journal über ein klassisches Lesetagebuch hinaus: Es enthält zusätzliche Bereiche für Wunschlisten, einen Überblick über den eigenen SuB (Stapel ungelesener Bücher), einen Kalender für Neuerscheinungen sowie Seiten für persönliche Bestsellerlisten oder eigene Buchpreise. Ergänzt wird das Ganze durch kreative Elemente wie kleine Zeichenvorlagen, die zum Individualisieren und Gestalten einladen. Das Konzept richtet sich besonders an Lesende, die ihre Leseerfahrungen nicht nur festhalten, sondern aktiv und kreativ gestalten möchten.

Meinung:
Dieses Book Journal ist weit mehr als nur ein einfaches Notizbuch – es ist eher eine Mischung aus Lesetagebuch, Planer und kreativem Begleiter für alle, die Bücher lieben. Besonders gefallen hat mir, wie vielseitig es aufgebaut ist. Man merkt sofort, dass hier wirklich an alles gedacht wurde: von klassischen Rezensionseinträgen bis hin zu Wunschlisten und Challenges. Gerade dieser Mix macht das Journal so spannend. Es geht nicht nur darum, Bücher zu bewerten, sondern das eigene Leseverhalten bewusster wahrzunehmen und zu gestalten. Dinge wie der SuB-Tracker oder persönliche Bestsellerlisten motivieren zusätzlich und machen richtig Lust, sich intensiver mit dem eigenen Lesegeschmack auseinanderzusetzen. Ein großes Highlight ist für mich die kreative Freiheit. Das Journal ist zwar strukturiert, lässt aber gleichzeitig genug Raum, um es individuell zu gestalten – sei es durch Zeichnungen, eingeklebte Cover oder eigene kleine Designs. Dadurch wird jedes Exemplar zu etwas sehr Persönlichem. Auch optisch scheint das Journal bewusst „luftig-leicht“ gehalten zu sein, was ich sehr angenehm finde. Es wirkt nicht überladen, sondern eher inspirierend und lädt dazu ein, regelmäßig darin zu blättern und zu schreiben. Gerade für Bookstagram oder Buchbloggende ist es ein toller Begleiter, um Gedanken festzuhalten oder Content vorzubereiten. Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann vielleicht, dass dieses Lesetagebuch stark strukturiert ist. Wer komplett frei schreiben möchte, könnte sich durch die vorgegebenen Kategorien etwas eingeschränkt fühlen. Gleichzeitig ist genau diese Struktur aber auch das, was vielen hilft, dranzubleiben.

Fazit:
Das „Book Journal“ von Julia Myotte ist ein durchdachtes und inspirierendes Lesetagebuch, das Funktionalität und Kreativität wunderbar miteinander verbindet. Es eignet sich perfekt für alle, die ihre Leseerlebnisse nicht nur dokumentieren, sondern wirklich erleben und festhalten möchten. Ein Must-have für alle, die Bücher nicht nur lesen, sondern feiern möchten. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Sturmhöhe

Sturmhöhe
von Emily Brontë

Anaconda Verlag
Hardcover
Schmuckausgabe mit Motivfarbschnitt
400 Seiten
ISBN: 978-3-7306-1651-2
Ersterscheinung: 11.02.2026

Inhalt:
Auf den windgepeitschten Höhen Yorkshires liegt das abgelegene Anwesen Wuthering Heights, ein Ort, der ebenso rau und unbarmherzig wirkt wie die Menschen, die dort leben. Als Mr. Earnshaw den Findling Heathcliff bei sich aufnimmt, verändert sich das Leben der Familie grundlegend. Zwischen Heathcliff und seiner Tochter Catherine entsteht eine tiefe, beinahe unzertrennliche Verbindung, die weit über gewöhnliche Zuneigung hinausgeht. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern. Stolz, gesellschaftliche Erwartungen und verletzte Gefühle treiben die Figuren auseinander – mit fatalen Folgen. Was bleibt, ist ein Geflecht aus Rache, Schmerz und Besessenheit, das sich über Generationen hinweg entfaltet und nicht nur die Beteiligten selbst, sondern auch ihre Nachkommen prägt.

Meinung:
Ich wollte dieses Buch schon sehr lange lesen – einfach, weil es zu den großen Klassikern gehört. Der Auslöser war dann letztlich der aktuelle Kinofilm Wuthering Heights, über den die Meinungen ja ziemlich auseinandergehen. Umso gespannter war ich, endlich die Originalgeschichte kennenzulernen. Und nun kann ich sagen: Dieses Buch ist definitiv nichts, was man „einfach so“ liest. Man erlebt es. Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht. Man wird recht direkt ins Geschehen geworfen, und die verschachtelte Erzählweise mit mehreren Erzählebenen erfordert zunächst etwas Aufmerksamkeit. Doch sobald man sich daran gewöhnt hat, entfaltet sich eine Geschichte, die eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Was mich besonders überrascht hat: Es handelt sich hier keineswegs um eine klassische Liebesgeschichte. Wer hier eine romantische, sanfte Beziehung erwartet, wird eher irritiert sein. Stattdessen zeigt der Roman die dunklen, beinahe zerstörerischen Seiten von Liebe – geprägt von Besessenheit, Stolz, Schmerz und Rache. Genau das macht ihn aber auch so faszinierend. Die Figuren sind dabei alles andere als einfach. Viele von ihnen handeln egoistisch, verletzend oder sogar grausam. Sympathieträger gibt es kaum und trotzdem (oder gerade deshalb) wirken sie unglaublich echt. Heathcliff ist dabei eine der eindrucksvollsten Figuren: gleichzeitig verletzlich und erschreckend rachsüchtig. Auch Catherine ist komplex, widersprüchlich und nicht immer leicht nachzuvollziehen. Diese Ambivalenz hat mich beim Lesen immer wieder herausgefordert, aber auch gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre. Die raue Moorlandschaft, das stürmische Wetter und die abgeschiedene Lage sind nicht nur Kulisse, sondern spiegeln die inneren Konflikte der Figuren wider. Man hat beim Lesen wirklich das Gefühl, den Wind zu spüren und mitten in dieser düsteren Welt zu stehen. Auch sprachlich merkt man natürlich, dass es sich um einen Klassiker handelt. Der Stil ist stellenweise etwas anspruchsvoller und ruhiger, was das Lesen manchmal verlangsamt. Gleichzeitig verleiht genau das der Geschichte eine besondere Tiefe und Intensität.

Fazit:
„Sturmhöhe“ von Emily Brontë ist ein Klassiker, der seinem Ruf absolut gerecht wird – allerdings auf eine ganz andere Weise, als man vielleicht erwartet. Es ist keine leichte, romantische Liebesgeschichte, sondern ein intensives, düsteres Drama über menschliche Abgründe, Generationenkonflikte und die zerstörerische Kraft von Gefühlen. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit und die psychologische Tiefe machen den Roman bis heute so besonders und zeitlos. Auch wenn der Einstieg etwas fordernd sein kann, lohnt es sich, dranzubleiben, denn die Geschichte entfaltet eine Wirkung, die lange nach dem Lesen nachhallt. Für mich war es definitiv eine Erfahrung, die man nicht nur liest, sondern spürt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Rowing for Love
Wenn die Liebe das Ruder übernimmt (Bd. 1)

Rowing for Love
Wenn die Liebe das Ruder übernimmt (Bd. 1)
von Lulu Moore

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
432 Seiten
ISBN: 978-3-453-44255-9
Ersterscheinung: 11.02.2026

Oxford gegen Cambridge:
Ein (un)mögliches Traumpaar?

Inhalt:
Kate kommt aus den USA nach Cambridge, um dort Medizin zu studieren und sich gleichzeitig ihren Platz im Ruderteam zu sichern. Gleich zu Beginn läuft sie Oz über den Weg und zwischen ihnen entsteht sofort eine besondere Verbindung. Die Gespräche sind leicht, vertraut und ziehen sich schnell in ihren Alltag hinein. Doch die Situation kippt, als Kate erfährt, dass Oz nicht nur einen zweifelhaften Ruf hat, sondern auch ausgerechnet das Oxford-Team anführt. Damit steht er auf der falschen Seite einer traditionsreichen Rivalität, die für Kate mehr als nur ein sportlicher Wettkampf ist. Trotz aller Bedenken kann sie ihre Gefühle nicht einfach abschalten. Während sie versucht, sich auf ihr Studium, ihr Stipendium und ihre Ziele zu konzentrieren, wird Oz immer mehr zu dem Menschen, an den sie zuerst denkt. Gleichzeitig beginnt Kate sich zu fragen, ob sie wirklich ihr eigenes Leben lebt oder nur Erwartungen erfüllt. Und ob es vielleicht doch möglich ist, Herz und Verstand in Einklang zu bringen.

Meinung:
Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt komplett überrascht, und zwar im allerbesten Sinne. Ich bin ohne große Erwartungen hineingegangen und wurde mit einer Geschichte belohnt, die sich unglaublich leicht, warm und gleichzeitig tiefgründig anfühlt. Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell ich emotional involviert war. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren ist von Anfang an spürbar, aber nicht überstürzt. Alles entwickelt sich ruhig und glaubwürdig, sodass man jeden Schritt mitfühlt. Was ich ganz besonders geliebt habe, ist die Dynamik zwischen Oz und Kate. Von Anfang an spürt man, wie sehr Oz für sie einsteht: leise, selbstverständlich und ohne großes Aufheben darum zu machen. Er ist aufmerksam, geduldig und zeigt auf eine unglaublich ehrliche Weise, was er fühlt. Gerade dieser Kontrast zu seinem Ruf als Playboy macht ihn umso faszinierender. Hinter dieser Fassade steckt jemand, der mit kleinen Gesten so viel ausdrückt, dass man gar keine großen Worte braucht. Es ist einfach wunderschön mitanzusehen, wie sehr er sich öffnet und wie echt sich seine Gefühle anfühlen. Für mich ganz klar ein absoluter Wohlfühl-Bookboyfriend. Aber auch Kate hat mich komplett überzeugt. Sie ist ehrgeizig, klug und sehr zielstrebig, gleichzeitig aber auch verletzlich. Ihre innere Zerrissenheit fühlt sich echt an und gibt der Geschichte eine emotionale Tiefe, die ich so nicht erwartet hätte. Besonders ihre Entwicklung im Laufe der Handlung hat mir richtig gut gefallen, weil sie nicht plötzlich passiert, sondern Schritt für Schritt. Das Setting war für mich ein weiteres Highlight. Diese britische Collegewelt mit ihren Traditionen, Freundschaften und der starken Rivalität wurde so lebendig beschrieben, dass ich komplett darin eintauchen konnte. Und das Rudern, ein Sport, über den man sonst kaum liest, war überraschend spannend. Spätestens beim großen Rennen war ich völlig gefesselt. Auch der Humor darf nicht fehlen. Die Dialoge sind witzig, die Neckereien machen Spaß und sorgen dafür, dass sich die Geschichte trotz emotionaler Themen immer leicht anfühlt. Gleichzeitig gibt es ruhige Momente, die zeigen, dass hier mehr erzählt wird als nur eine süße Liebesgeschichte. Was das Buch für mich besonders macht, ist die Balance. Es gibt Drama, aber nie zu viel. Es gibt Emotionen, aber sie wirken nie erzwungen. Und genau deshalb fühlt sich alles so echt und angenehm an.

Fazit:
„Rowing for Love – Wenn die Liebe das Ruder übernimmt“ von Lulu Moore ist eine gefühlvolle Sports Romance, die mit authentischen Figuren, viel Herz und einem besonderen Setting überzeugt. Die Geschichte von Kate und Oz ist gleichermaßen leicht und berührend und bleibt noch lange im Kopf. Vor allem die starke Chemie und die ruhige Entwicklung der Beziehung machen das Buch zu etwas Besonderem. Für mich ein absolutes Wohlfühlhighlight und ganz klar 5 von 5 Sternchen.