{Rezension} Till Summer Do Us Part
Urlaub mit dem Fake-Ehemann

Till Summer Do Us Part
Urlaub mit dem Fake-Ehemann
von Meghan Quinn

Heyne Verlag
Paperback
Romance
496 Seiten
ISBN: 978-3-453-44434-8
Ersterscheinung: 10.06.2026

Inhalt:
Scottie Price steckt nach einer schmerzhaften Trennung in einem neuen Job fest, in dem sie als einzige Frau von scheinbar perfekt verheirateten Männern umgeben ist. Um nicht ständig als Außenseiterin dazustehen, erfindet sie kurzerhand einen Ehemann. Was als kleine Notlüge beginnt, entwickelt sich jedoch zu einem riesigen Problem, als ihre Chefin ihr eine Sitzung bei einem renommierten Eheberater empfiehlt. Um ihre Geschichte aufrechtzuerhalten, braucht Scottie innerhalb kürzester Zeit einen Fake-Ehemann. Die Lösung kommt in Form von Wilder, dem jüngeren Bruder ihres besten Freundes. Gemeinsam spielen sie das glückliche Ehepaar, doch nach dem Beratungsgespräch wartet eine unerwartete Überraschung auf sie: ein einwöchiges Ehe-Camp mit gemeinsamen Aktivitäten, vielen neugierigen Blicken und nur einem Bett für das angebliche Paar.

Meinung:
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an unglaublich gut unterhalten. Die Grundidee ist schon herrlich verrückt, aber die Autorin schafft es, daraus eine romantische Komödie zu machen, die weit mehr bietet als nur lustige Missverständnisse und prickelnde Momente. Besonders begeistert haben mich Scottie und Wilder. Scottie ist eine Protagonistin, mit der man schnell mitfühlt. Sie wirkt authentisch, verletzlich und manchmal herrlich chaotisch. Ihre Unsicherheiten und die Folgen ihrer vergangenen Beziehung machen sie greifbar und sympathisch. Gleichzeitig ist sie keineswegs schwach, sondern entwickelt sich im Verlauf der Geschichte spürbar weiter. Wilder war für mich über weite Strecken ein echtes Highlight. Er besitzt diese unbeschwerte, lebensfrohe Art, die sofort gute Laune verbreitet. Seine Schlagfertigkeit, sein Humor und seine Geduld im Umgang mit Scottie machen ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter. Besonders gefallen hat mir, dass er nicht nur als attraktiver Love Interest fungiert, sondern auch emotionale Tiefe mitbringt. Seine Beziehung zu seinem Bruder und einige persönliche Themen verleihen ihm zusätzliche Facetten. Auch wenn ich im späteren Verlauf nicht jede Entwicklung seiner Figur gleichermaßen mochte, blieb er für mich dennoch ein wichtiger und insgesamt gelungener Bestandteil der Geschichte. Die Dynamik zwischen den beiden hat hervorragend funktioniert. Die Wortgefechte sind witzig, die Dialoge sprühen vor Charme und die Chemie ist von Anfang an spürbar. Gerade das Fake-Marriage-Trope wurde hier besonders unterhaltsam umgesetzt, weil die beiden nicht nur eine Beziehung, sondern direkt eine Ehe vorspielen müssen. Dadurch entstehen unzählige peinliche, absurde und gleichzeitig unglaublich romantische Situationen. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist die Balance zwischen Humor und ernsteren Themen. Während ich an manchen Stellen wirklich laut lachen musste, gibt es immer wieder Momente, die emotionaler werden und den Figuren mehr Tiefe verleihen. Themen wie Selbstzweifel, Vergangenheitsbewältigung und Selbstliebe werden angenehm in die Handlung integriert, ohne die Leichtigkeit der Geschichte zu zerstören. Der Schreibstil liest sich dabei wunderbar flüssig. Meghan Quinn versteht es einfach, Dialoge lebendig und humorvoll zu gestalten, sodass kaum Längen entstehen. Ein größerer Kritikpunkt für mich war jedoch die Entwicklung der romantischen und insbesondere der sexuellen Dynamik im späteren Verlauf. Der Spice-Anteil nimmt sehr viel Raum ein und wirkte auf mich stellenweise deutlich übertrieben. Viele der expliziten Szenen hätten für meinen Geschmack keinen wirklichen Mehrwert für die Handlung oder die Figurenentwicklung geboten, sondern schienen vor allem darauf ausgelegt zu sein, die Intensität immer weiter zu steigern. Dadurch veränderte sich auch mein Eindruck von Wilder ein wenig. Einige Verhaltensweisen wirkten auf mich später stellenweise zu besitzergreifend, wodurch ein Teil seines anfänglichen Charmes für mich verloren ging. Auch bei manchen intimen Situationen hätte ich mir eine ausgewogenere Dynamik gewünscht, in der Scotties Wünsche und Perspektive noch stärker im Vordergrund stehen. Zwar stimmt sie den Situationen zu, dennoch fühlte sich das Zusammenspiel der beiden für mich nicht immer vollkommen ausgeglichen an.

Fazit:
„Till Summer Do Us Part – Urlaub mit dem Fake-Ehemann“ von Meghan Quinn ist eine herrlich unterhaltsame Romantic Comedy mit jeder Menge Sommerfeeling, großartigem Humor und einer wundervollen Fake-Marriage-Geschichte. Scottie und Wilder sorgen für zahlreiche lustige, romantische und emotionale Momente, und besonders die humorvolle Dynamik der beiden konnte mich begeistern. Abzüge gibt es für den sehr dominanten Spice-Anteil, der für meinen Geschmack oft über das Ziel hinausschoss und teilweise zulasten der eigentlichen Liebesgeschichte ging. Zudem wirkte Wilder in manchen Situationen unnötig besitzergreifend, was nicht immer angenehm zu lesen war. Ich vergebe deshalb nur 3,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} Rowing for Love
Im Strom der Gefühle (Bd. 2)

Rowing for Love
Im Strom der Gefühle (Bd. 2)
von Lulu Moore

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
368 Seiten
ISBN: 978-3-453-44258-0
Ersterscheinung: 13.05.2026

Wenn die Liebe hohe Wellen schlägt

Inhalt:
Charlie hat eigentlich nur ein Ziel vor Augen: sein Studium in Oxford erfolgreich abzuschließen und sich voll auf das Rudern zu konzentrieren. Doch dann taucht plötzlich seine Ex-Freundin Evie wieder auf und bringt seine mühsam aufgebaute Ordnung komplett durcheinander. Um sich vor alten Gefühlen und neuem Chaos zu schützen, trifft Charlie eine spontane Entscheidung: Er bittet Violet, die Schwester seines besten Freundes, seine Fake-Freundin zu spielen. Für Violet, die schon lange heimlich Gefühle für Charlie hat, ist das allerdings leichter gesagt als getan. Während gemeinsame Auftritte, gespielte Nähe und kleine Momente immer echter werden, verschwimmen die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität zunehmend. Gleichzeitig müssen beide lernen, ehrlich mit ihren Gefühlen umzugehen und sich zu fragen, ob aus einer gespielten Beziehung vielleicht längst etwas Echtes geworden ist.

Meinung:
Nachdem ich den ersten Band wirklich geliebt habe, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Charlies Geschichte. Und auch wenn mich dieses Buch nicht ganz so sehr begeistern konnte wie der erste Band, hatte es trotzdem unglaublich viele Momente, die mein Herz weich gemacht haben. Vor allem Charlie und Violet zusammen waren einfach unfassbar süß. Was ich an der Geschichte besonders mochte, war die Dynamik zwischen den beiden. Violet ist keine typische zurückhaltende New-Adult-Heldin, sondern wirkt lebendig, leicht chaotisch und gleichzeitig sehr herzlich. Man spürt von Anfang an, wie lange sie Charlie schon liebt, ohne dass es jemals verzweifelt oder übertrieben wirkt. Ihre Gefühle sind leise, aber konstant, und genau das hat sie für mich so sympathisch gemacht. Charlie dagegen ist deutlich kontrollierter, strukturierter und in vieler Hinsicht das komplette Gegenteil von Violet. Gerade deshalb funktionieren sie zusammen aber so gut. Sie bringen gegenseitig Seiten im anderen hervor, die alleine vielleicht verborgen geblieben wären. Besonders Charlie hat mich überrascht. Ich mochte ihn schon im ersten Band, aber hier lernt man ihn noch einmal ganz anders kennen. Hinter seiner disziplinierten und manchmal etwas verschlossenen Art steckt ein unglaublich aufmerksamer und liebevoller Mensch. Diese kleinen Gesten waren es, die für mich die Beziehung getragen haben. Dass er backt, Shakespeare-Rehearsals besucht oder einfach präsent ist, ohne daraus eine große Sache zu machen, hat ihn unglaublich greifbar gemacht. Er ist keiner dieser übertrieben perfekten Book Boyfriends, sondern eher die Sorte Charakter, die durch Ruhe, Geduld und Ehrlichkeit überzeugt. Und genau das fand ich wunderschön. Generell lebt das Buch viel mehr von Atmosphäre und emotionaler Entwicklung als von großen dramatischen Wendungen. Die Fake-Dating-Thematik steht klar im Mittelpunkt und entwickelt sich langsam zu echten Gefühlen. Gerade dieser Slow-Burn-Aspekt hat mir sehr gefallen, weil sich nichts überstürzt anfühlt. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass sich die Geschichte in der Mitte teilweise etwas gezogen hat. Es passiert nicht wahnsinnig viel außerhalb der Beziehung zwischen Charlie und Violet, weshalb dem Buch stellenweise ein wenig Spannung gefehlt hat. Trotzdem hatte ich nie das Bedürfnis aufzuhören zu lesen, weil die beiden zusammen einfach so angenehm waren. Das Oxford-Setting hat mich wieder komplett abgeholt. Diese Mischung aus Elite-Uni, Traditionen, Rudersport und Theaterwelt erzeugt einfach eine besondere Atmosphäre. Gerade die Verbindung zwischen Charlies Welt im Ruderteam und Violets Leidenschaft fürs Schauspiel hat der Geschichte nochmal etwas Eigenes gegeben. Außerdem liebe ich die Freundesgruppe weiterhin sehr. Dass bekannte Figuren aus Band eins wieder auftauchen, hat sich wie ein kleines Wiedersehen angefühlt und die Reihe noch vertrauter gemacht. Das Buch verzichtet größtenteils auf übertriebenes Drama. Konflikte entstehen zwar, wirken aber nachvollziehbar und nicht künstlich in die Länge gezogen. Auch die Reaktionen von Hugo als Violets Bruder fand ich überraschend emotional, weil dahinter einfach echte Sorge und Freundschaft steckt. Dadurch fühlen sich die Beziehungen untereinander glaubwürdig an. Trotzdem hat mir im Vergleich zum ersten Band ein kleines bisschen dieses besondere Etwas gefehlt. Kate und Oz hatten für mich damals noch mehr emotionale Intensität und Spannung. Charlie und Violet sind dafür ruhiger, softer und deutlich mehr Wohlfühlroman als große emotionale Achterbahn. Und manchmal war mir genau das fast schon ein bisschen zu harmonisch.

Fazit:
„Rowing for Love – Im Strom der Gefühle“ von Lulu Moore ist eine charmante und emotionale College Sports Romance mit viel Herz, einem wunderschönen Oxford-Setting und zwei Hauptfiguren, die perfekt miteinander harmonieren. Besonders die ruhige Entwicklung zwischen Charlie und Violet, die vielen kleinen Gesten und die angenehme Wohlfühlatmosphäre machen das Buch zu einer wirklich schönen Slow-Burn-Liebesgeschichte. Auch wenn der Handlung stellenweise etwas Spannung fehlt und mich Band eins emotional noch stärker packen konnte, habe ich das Lesen sehr genossen. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden

Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
von Lynn Painter

Penguin Verlag
Hardcover
Kinderbuch
320 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Originaltitel: The Wish Switch
ISBN: 978-3-328-30429-6
Ersterscheinung: 25.03.2026

Inhalt:
Emma fiebert seit Monaten auf den Moment hin, an dem sich endlich ihre größten Wünsche erfüllen sollen. Die Hinweise ihrer verstorbenen Oma haben sie zu einem magischen Ritual geführt, das angeblich vier Wünsche wahr werden lässt. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen setzt sie alles daran, dass dieses Schuljahr das beste ihres Lebens wird. Doch statt bei ihr scheinen die Wünsche ausgerechnet bei Jackson anzukommen – dem neuen Mitschüler, der Emma von Anfang an auf die Nerven geht. Um herauszufinden, was schiefgelaufen ist und wie sich das magische Durcheinander wieder beheben lässt, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten.

Meinung:
Als ich von der Grundidee des Buches gelesen habe, war ich sofort neugierig. Vier Wünsche, ein bisschen Magie und ein Sommer voller Chaos – das klang nach einer Geschichte, die nicht nur Kinder begeistern kann. Und tatsächlich hat mich das Buch positiv überrascht. Der Schreibstil von Lynn Painter ist wunderbar leicht, locker und humorvoll. Die Geschichte liest sich unglaublich schnell weg und schafft es, genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Witz und Emotionen zu bieten. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ihre Figuren so lebendig gestaltet. Emma wirkt authentisch und altersgerecht. Ihre Wünsche nach mehr Selbstbewusstsein, Beliebtheit und einem glücklicheren Leben für ihre Mutter sind nachvollziehbar und spiegeln viele Gedanken wider, die Kinder und Jugendliche in diesem Alter beschäftigen. Am meisten Spaß gemacht hat mir jedoch die Dynamik zwischen Emma und Jackson. Anfangs begegnen sich die beiden mit einer ordentlichen Portion Skepsis, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr entwickelt sich eine sehr schöne Freundschaft. Jackson war mir schnell sympathisch, weil er deutlich mehr Tiefgang besitzt, als Emma ihm zunächst zugestehen möchte. Die gemeinsamen Szenen sorgen für viele unterhaltsame Momente und treiben die Handlung angenehm voran. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte trotz ihrer magischen Grundlage eigentlich von ganz anderen Themen erzählt. Es geht um Freundschaft, Verlust, Familie, Veränderungen und darum, herauszufinden, wer man eigentlich sein möchte. Immer wieder wird deutlich, dass manche Wünsche zwar verlockend erscheinen, aber nicht zwangsläufig das sind, was einen wirklich glücklich macht. Diese Botschaft wird nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt, sondern auf eine natürliche und kindgerechte Weise in die Handlung eingebunden. Auch Emmas Trauer um ihre verstorbene Oma hat mich berührt. Die Erinnerungen an sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verleihen dem Buch eine emotionale Ebene, die über das reine magische Abenteuer hinausgeht. Gleichzeitig bleibt der Ton stets warmherzig und hoffnungsvoll. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, insbesondere bei einigen Nebenfiguren. Emmas Freundinnen bleiben für mein Empfinden etwas blass und hätten gerne mehr Raum bekommen dürfen. Zudem bleiben am Ende ein paar Fragen offen, bei denen ich mir noch einen kleinen Epilog oder ein paar zusätzliche Seiten gewünscht hätte. Das hat meinen Lesespaß zwar nicht geschmälert, aber ich hätte die Figuren gerne noch ein wenig länger begleitet. Insgesamt ist es aber genau die Art von Kinderbuch, die man mit einem Lächeln zuschlägt. Es ist witzig, fantasievoll, emotional und vermittelt ganz nebenbei einige schöne Botschaften über das Erwachsenwerden. Vor allem junge Leserinnen und Leser dürften Emma und Jackson schnell ins Herz schließen.

Fazit:
„Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden“ von Lynn Painter ist ein warmherziges, humorvolles und magisches Kinderbuch, das weit mehr bietet als eine Geschichte über erfüllte Wünsche. Für mich ist es eine bezaubernde Coming-of-Age-Geschichte mit viel Herz und verdient 4,5 von 5 Sternchen.

{Rezension} The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)

The Wingman
(Bd. 3 der „Vancouver-Storm“-Reihe)
von Stephanie Archer

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
464 Seiten
ISBN: 978-3-453-44366-2
Ersterscheinung: 11.03.2026

Er ist ihr bester Freund. Ihr Flirt-Coach. Und plötzlich alles, was sie will.

Inhalt:
Darcy Andersen steht nach dem Ende einer langjährigen Beziehung vor einem Neuanfang. Unsicher, aber fest entschlossen, sich selbst wiederzufinden, möchte sie endlich das Datingleben erkunden. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet von Hayden Owens – Eishockeyprofi, Frauenschwarm und ihr bester Freund. Als ihr persönlicher Wingman nimmt Hayden seine Rolle sehr ernst: Er bringt Darcy bei, wie man flirtet, gibt ihr Datingtipps und steht ihr bei jedem Schritt zur Seite. Was als unverbindliches „Training“ beginnt, inklusive Übungsküssen und überraschend intensiven Lektionen, entwickelt jedoch schnell eine eigene Dynamik. Während Darcy zunehmend an Selbstvertrauen gewinnt und sich auf neue Begegnungen einlässt, merkt Hayden, dass ihm das Ganze weniger gleichgültig ist, als er dachte. Zwischen ihnen entstehen Spannungen, die sich nicht länger mit Freundschaft erklären lassen. Und je mehr Grenzen verschwimmen, desto drängender wird die Frage, ob ihre Verbindung vielleicht schon lange mehr ist als das.

Meinung:
Dieses Buch fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen – zurück zur Vancouver-Storm-Familie, die man spätestens seit dem zweiten Band ins Herz geschlossen hat. Was diesen dritten Band besonders stark macht, ist das Zusammenspiel aus vertrauter Dynamik und emotionaler Weiterentwicklung. Die Entwicklung zwischen Darcy und Hayden wirkt dabei authentisch und organisch. Es gibt kein überdramatisiertes Hin und Her, sondern ein langsames, manchmal zögerliches Annähern, das stark von Unsicherheiten, verpassten Momenten und inneren Konflikten geprägt ist. Darcy ist eine unglaublich greifbare Figur. Ihre Selbstzweifel nach einer Beziehung, in der sie sich selbst verloren hat, ziehen sich glaubwürdig durch die Geschichte. Besonders schön ist, wie viel Raum ihre persönliche Entwicklung bekommt: vom unsicheren „Ich weiß nicht, wer ich ohne ihn bin“ hin zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Dass sie zusätzlich beruflich als analytischer Kopf im Hintergrund des Teams arbeitet, gibt ihr noch eine spannende, eigenständige Ebene. Hayden ist dabei das perfekte Gegenstück, denn statt klassischem Bad-Boy-Vibe bringt er eher „Golden Retriever Energy“ mit: aufmerksam, fürsorglich, loyal. Gerade seine kleinen Gesten (Blumen, Unterstützung, echtes Zuhören) machen ihn zu einem dieser Bookboyfriends, die nicht laut sein müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, wie sehr auch er mit seinen Gefühlen kämpft – vor allem, wenn Darcy beginnt, andere Männer zu daten. Was besonders hervorsticht, ist die Dynamik zwischen den beiden: das Neckische, die Insider, die Vertrautheit. Es macht einfach Spaß, den beiden zuzusehen, selbst wenn man sie manchmal am liebsten anschreien möchte, endlich ehrlich zu sein. Ein weiterer Pluspunkt sind die Nebenfiguren. Bekannte Gesichter wie Hazel und Rory tauchen wieder auf und verstärken das Gefühl, Teil eines größeren, warmen Freundeskreises zu sein.

Fazit:
„The Wingman“ von Stephanie Archer ist eine gefühlvolle, humorvolle und angenehm prickelnde Sports Romance, die vor allem durch ihre Figuren und deren Entwicklung überzeugt. Darcy und Hayden erzählen eine Geschichte über Selbstfindung, verpasste Chancen und den Mut, das Offensichtliche endlich zuzulassen. Die Geschichte fühlt sich leicht an, ohne oberflächlich zu sein, und reiht sich nahtlos in die Stärken der Reihe ein. Eine klare Empfehlung für alle, die sich nach einer warmen, charmanten Liebesgeschichte sehnen, die gleichzeitig zum Lächeln und Mitfiebern einlädt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Book Journal

Book Journal
von Julia Myotte

Bassermann Verlag
Hardcover
Lesetagebuch
160 Seiten
ISBN: 978-3-8094-5349-9
Ersterscheinung: 25.02.2026

Inhalt:
Dieses liebevoll gestaltete Lesetagebuch bietet Platz für bis zu 100 Bücher, zu denen Gedanken, Bewertungen, Lieblingszitate und Annotationen eingetragen werden können. Darüber hinaus geht das Journal über ein klassisches Lesetagebuch hinaus: Es enthält zusätzliche Bereiche für Wunschlisten, einen Überblick über den eigenen SuB (Stapel ungelesener Bücher), einen Kalender für Neuerscheinungen sowie Seiten für persönliche Bestsellerlisten oder eigene Buchpreise. Ergänzt wird das Ganze durch kreative Elemente wie kleine Zeichenvorlagen, die zum Individualisieren und Gestalten einladen. Das Konzept richtet sich besonders an Lesende, die ihre Leseerfahrungen nicht nur festhalten, sondern aktiv und kreativ gestalten möchten.

Meinung:
Dieses Book Journal ist weit mehr als nur ein einfaches Notizbuch – es ist eher eine Mischung aus Lesetagebuch, Planer und kreativem Begleiter für alle, die Bücher lieben. Besonders gefallen hat mir, wie vielseitig es aufgebaut ist. Man merkt sofort, dass hier wirklich an alles gedacht wurde: von klassischen Rezensionseinträgen bis hin zu Wunschlisten und Challenges. Gerade dieser Mix macht das Journal so spannend. Es geht nicht nur darum, Bücher zu bewerten, sondern das eigene Leseverhalten bewusster wahrzunehmen und zu gestalten. Dinge wie der SuB-Tracker oder persönliche Bestsellerlisten motivieren zusätzlich und machen richtig Lust, sich intensiver mit dem eigenen Lesegeschmack auseinanderzusetzen. Ein großes Highlight ist für mich die kreative Freiheit. Das Journal ist zwar strukturiert, lässt aber gleichzeitig genug Raum, um es individuell zu gestalten – sei es durch Zeichnungen, eingeklebte Cover oder eigene kleine Designs. Dadurch wird jedes Exemplar zu etwas sehr Persönlichem. Auch optisch scheint das Journal bewusst „luftig-leicht“ gehalten zu sein, was ich sehr angenehm finde. Es wirkt nicht überladen, sondern eher inspirierend und lädt dazu ein, regelmäßig darin zu blättern und zu schreiben. Gerade für Bookstagram oder Buchbloggende ist es ein toller Begleiter, um Gedanken festzuhalten oder Content vorzubereiten. Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann vielleicht, dass dieses Lesetagebuch stark strukturiert ist. Wer komplett frei schreiben möchte, könnte sich durch die vorgegebenen Kategorien etwas eingeschränkt fühlen. Gleichzeitig ist genau diese Struktur aber auch das, was vielen hilft, dranzubleiben.

Fazit:
Das „Book Journal“ von Julia Myotte ist ein durchdachtes und inspirierendes Lesetagebuch, das Funktionalität und Kreativität wunderbar miteinander verbindet. Es eignet sich perfekt für alle, die ihre Leseerlebnisse nicht nur dokumentieren, sondern wirklich erleben und festhalten möchten. Ein Must-have für alle, die Bücher nicht nur lesen, sondern feiern möchten. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternchen.