
The Knockout Contract
(Bd. 1 der „Terms of Attraction“-Dilogie)
von Stefanie Santer
Moon Notes
Paperback
Sports Romance
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-96976-091-8
Ersterscheinung: 13.03.2026

We agreed on rules.
But we broke all of them.
Inhalt:
Medizinstudentin Lainey Jones steckt mitten im Chaos aus Studium, Familie und Vergangenheit. Ausgerechnet zur Hochzeit ihrer Stiefschwester braucht sie dringend ein Date, um unangenehmen Situationen und den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entgehen. Ihre Wahl fällt auf Parker Westfield, einen erfolgreichen College-Boxer, dem sie eigentlich lieber aus dem Weg gehen würde, seit sich ihre Wege im Krankenhaus unter schlechten Umständen gekreuzt haben. Die beiden einigen sich auf eine Fake-Dating-Vereinbarung mit klaren Regeln. Keine echten Gefühle, keine Komplikationen. Doch während sie gemeinsam mehrere Tage im Hochzeitssetting verbringen, kommen sie sich näher als geplant. Zwischen Familienkonflikten, alten Verletzungen und Parkers wichtigem Kampf verschwimmen die Grenzen ihres Deals immer mehr, bis sie sich fragen müssen, ob ihre Abmachung überhaupt noch Bestand hat.
Meinung:
Ich mochte die Geschichte insgesamt wirklich gern, vor allem weil sie sich leicht lesen lässt und einfach ein angenehmes Wohlfühlgefühl vermittelt. Besonders positiv ist mir direkt das Setting aufgefallen. Eine Sports Romance rund ums Boxen ist mal etwas anderes und genau das hat für mich einen frischen Reiz gehabt. Auch wenn ich mir hier und da gewünscht hätte, dass sowohl der Sport als auch das Medizinstudium noch etwas mehr Tiefe bekommen, fand ich die Mischung grundsätzlich spannend. Lainey ist eine Protagonistin, mit der ich mich gut anfreunden konnte. Sie wirkt ehrgeizig, verletzlich und gleichzeitig ziemlich schlagfertig. Gerade im Umgang mit ihrer Familie hatte ich oft das Gefühl, dass sie viel mehr aushalten muss, als sie zeigt, was sie für mich greifbar gemacht hat. Parker hingegen ist für mich ganz klar kein klassischer Bad Boy. Ehrlich gesagt habe ich dieses Image zu keinem Zeitpunkt wirklich gefühlt. Er ist charmant, aufmerksam und hat eine sehr loyale, fast schon sanfte Seite. Für mich eher ein absoluter Green-Flag-Charakter als jemand mit Ecken und Kanten. Die Dynamik zwischen Lainey und Parker hat mir gut gefallen. Ihr Schlagabtausch ist unterhaltsam, oft witzig und sorgt für viele schöne Momente. Gerade diese kleinen, leichten Szenen haben für mich den größten Charme des Buches ausgemacht. Gleichzeitig hatte ich aber öfter das Gefühl, dass emotionale Entwicklungen ein bisschen zu schnell gehen oder nicht ganz ausgeschöpft werden. Manche Themen wurden angerissen, aber nicht so tief ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch die Entwicklung rund um ihre gespielte Beziehung funktioniert gut. Man bekommt genau das, was man erwartet: Nähe, Verwirrung und langsam aufkommende echte Gefühle. Trotzdem bleibt vieles eher auf einer angenehmen, aber etwas oberflächlichen Ebene. Mir hat manchmal dieses gewisse Extra gefehlt, das die Geschichte wirklich intensiv macht. Was ich dafür sehr mochte, war die generelle Atmosphäre. Es ist eine Mischung aus Humor, ein bisschen Drama und vielen typischen Romance-Momenten, die einfach Spaß machen. Besonders die Hochzeitsszenen bringen nochmal Dynamik rein, auch wenn die Nebencharaktere teilweise wirklich anstrengend sind. Insgesamt ist es für mich ein Buch, das gut unterhält und sich schnell lesen lässt, aber nicht in allen Punkten sein volles Potenzial ausschöpft. Gerade in Bezug auf Tiefe und emotionale Intensität wäre noch mehr möglich gewesen.
Fazit:
„The Knockout Contract“ von Stefanie Santer ist eine unterhaltsame Sports Romance mit frischem Setting und sympathischen Figuren. Die Geschichte liest sich leicht und macht Spaß, auch wenn es stellenweise an Tiefe fehlt. Insgesamt eine schöne, kurzweilige Romance für zwischendurch, die ich mit 4 von 5 Sternchen bewerte.

