{Rezension} Erwachen des Lichts
(Götterleuchten, Bd. 1)

Erwachen des Lichts
(Götterleuchten, Bd. 1)
von Jennifer L. Armentrout

MIRA Taschenbuch
Broschiert
448 Seiten
Altersempfehlung: 14 – 16 Jahre
Originaltitel: The Return
ISBN: 978-3-7457-0114-2
Ersterscheinung: 28.12.2020

Inhalt:
Für Josie ändert sich das Leben schlagartig, als sie erfährt, dass sie eine Halbgöttin ist. Sie wurde dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Nun muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Zur Seite steht ihr dabei Seth, ein attraktiver Unbekannter.

Meinung:
Dieser Auftakt der „Götterleuchten“-Fantasysreihe von Jennifer L. Armentrout ist von der ersten Seite an spannend, fesselnd und äußerst vielversprechend. Ein wundervoller erster Band einer wunderschönen Story. Geschichten rund um die griechische Mythologie fand ich schon immer faszinierend. Josie und Seth mochte ich tatsächlich gleich von Anfang an unglaublich gerne. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich berührt, mich schmunzeln lassen, aber auch an den Rand der Verzweiflung gebracht. Vor allem hat sie aber auch mein Herz erwärmt.  Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt wird, konnte ich tief in Josies und Seths Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Auch die beiden Welten, die der Götter und die der Sterblichen, wurden von der Autorin hervorragend beschrieben, sodass ich mir alles sehr bildlich vorstellen konnte. Dennoch hätte ich mir vielleicht insgesamt ein klein wenig mehr Spannung gewünscht, denn die kam erst gegen Ende etwas auf. Ich gehe aber davon aus, dass in den Folgebänden noch mehr kommt.

Fazit:
Mit „Erwachen des Lichts“ ist Jennifer L. Armentrout ein fantasiereicher und atmosphärischer Auftakt gelungen. Viele Spannungsmomente, ein wenig Humor und jede Menge Emotionen machen mich neugierig auf den zweiten Band der „Götterleuchten“-Reihe. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Harper Collins für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Mia
und das große Halligalli der Gefühle (Bd. 14)

Mia
und das große Halligalli der Gefühle (Bd. 14)
von Susanne Fülscher

Carlsen Verlag
Hardcover
Kinder- und Jugendbuch
240 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-551-65079-5
Ersterscheinung: 18.03.2021

Inhalt:
Mia ist total in ihren Freund Max verliebt und deshalb verbringen sie jede freie Minute miteinander. Vor lauter Schmetterlingen im Bauch darf Mia allerdings ihre Freundinnen nicht vernachlässigen, doch das ist im Halligalli der Gefühle nicht immer einfach. Gerade jetzt braucht ihre allerallerbeste Freundin Jette dringend ihre Unterstützung, denn Jettes Au-pair-Mädchen muss zurück nach Polen. Eine Katastrophe, denn Justyna ist auch Mia ans Herz gewachsen. Außerdem ist Jette mal wieder verknallt. Und dann bekommt Mia endlich ihr erstes eigenes Zimmer und alle helfen mit. Ist das nicht toll?! Ein neues, aber auch das letzte Abenteuer aus dem Leben einer 13-Jährigen beginnt…

Meinung:
Oh Mia, meine Mia – was werde ich dich vermissen. Mia Hansen, die sympathisch-chaotische Heldin dieser bezaubernden Reihe, muss man einfach lieb haben. Ich habe mich zwar riesig gefreut, endlich diesen 14. Band in meinen Händen halten zu können, jedoch bin ich zugleich auch etwas traurig, denn es ist leider auch der Abschluss der erfolgreichen „Mia“-Reihe. Die Geschichte ist auch dieses Mal wieder total giga-genial und wir Mädchen der Zielgruppe können uns wunderbar in Mias Gefühle und Gedanken hineinversetzen. Wie immer hat mich das Buch völlig mitgenommen und gefesselt, denn der Schreibstil der Autorin ist jugendlich frisch und herrlich leicht. Mias Abenteuer sind humorvoll und süß, lustig und spannend, witzig und äußerst unterhaltsam. Die einzelnen Bände sind zwar alle in sich abgeschlossene Geschichten und man muss diese nicht in chronologischer Reihenfolge lesen, jedoch macht es Sinn, da man als Leserin mit Mia wachsen und reifen kann. Mia und ihre Freundinnen Jette, Alina und Leonie, ihre Familie, ihr Freund Max und natürlich ihre quirlige Omi Olga sind mir mittlerweile so sehr ans Herz gewachsen, dass mir nun das Herz blutet. Der Abschied fällt mir wirklich schwer. Liebste Mia, mein Leben war einfach giga-gigantisch schön mit dir. Danke, dass du meine Herzensfreundin warst – du wirst es auch immer bleiben. Heute, morgen und bestimmt auch noch in hundert Jahren. Großes Schmetterlingsehrenwort!

Fazit:
Mit „Mia und das große Halligalli der Gefühle“ ist Susanne Fülscher ein wunderschöner Abschluss der beliebten „Mia“-Reihe gelungen. Auch dieser letzte Band bringt Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren zum Lachen und zum Schmunzeln, denn Mia ist witzig und chaotisch, vorlaut und liebenswert. Diese Reihe ist nicht nur großartig, sondern einfach giga-genial! Und weil ich gemeinsam mit Miss Butterfly das große Halligalli der Gefühle durchleben durfte, verabschiede ich mich nun mit einer kleinen Träne im Auge und vergebe ein letztes Mal mega-giga-irre 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Wie ausgetauscht

Wie ausgetauscht
von Sofie Cramer und Sven Ulrich

Carlsen Verlag
Broschiert mit Klappe
Jugendbuch
272 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-551-31961-6
Ersterscheinung: 25.02.2021

Mein Lieblingszitat:
Liebe ist so, wie du bist“ (S. 267)

Inhalt:
Marie steht kurz vor ihrem Jahr als Austauschschülerin und fährt deshalb zum Vorbereitungstreffen für drei Tage nach Berlin. Dort lernt sie Henry kennen. Die erste Begegnung verläuft zwar etwas schräg, aber beide entwickeln sofort große Gefühle füreinander. Marie und Henry sind sehr nervös, freuen sich aber dennoch irgendwie auf das Jahr in den USA. Vor allem wollen die beiden aber in Kontakt bleiben. Doch dann macht Marie einen Rückzieher und bleibt in Deutschland. Während Henry im Flugzeug nach New York sitzt und denkt, dass Marie auf dem Weg nach Indianapolis ist, bringt sie es nicht übers Herz, ihm zu gestehen, dass sie das Jahr nicht in den USA verbringen wird. In unzähligen Nachrichten verstrickt sie sich in zahllosen Lügen, bis er eines Tages spontan nach Indianapolis reist, um seine Freundin zu besuchen. Dort erfährt er von der Gastfamilie, dass deren Austauschschülerin nicht Marie, sondern Claudia heißt. Hat Marie ihn etwa die ganze Zeit belogen? Liebt sie Henry überhaupt? Heißt Marie überhaupt Marie?

Meinung:
Wie lange habe ich auf dieses Buch gewartet und endlich war es da – sogar einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin. Ich war total aus dem Häuschen, denn ich bin ein großer Fan von Sofie Cramers Büchern. Werke wie „SMS für Dich“, „Sternschnuppengeflüster“ oder auch „Honigblütentage“ sind Geschichten, die man immer wieder mal zwischendurch lesen kann und sich dann nach dem Lesen irgendwie glücklich fühlt. Das liegt wahrscheinlich am Schreibstil der Autorin, denn der ist federleicht und wirkt irgendwie entspannend auf mich. Nachdem mich nicht nur das traumhaft schöne Cover, sondern auch der Klappentext im Vorfeld bereits richtig begeistert haben, muss ich nun ehrlich zugeben, dass ich vielleicht zu viel erwartet habe. Fangen wir mal bei den Protagonisten an, die eigentlich bis auf Maries weißes Shirt und die überdimensional große Sonnenbrille eigentlich nichts mit den beiden Coverdarstellern gemeinsam haben. Marie ist ein nettes, schüchternes Mädchen und noch nicht bereit für die große weite Welt. Sie ist eigentlich recht sympathisch und dennoch konnte ich sie nicht ganz in mein Herz schließen. Erst zum Ende der Geschichte macht sie eine Entwicklung, die ihr gutgetan und mich zufriedengestellt hat. Henry hingegen war mir von Anfang an recht sympathisch, der nette Junge von nebenan, den man kaum bemerkt, aber doch irgendwie gernhat. Dass die beiden sich gefunden haben, ist ein großer Zufall und pures Glück. Zwischendurch dachte ich nur „Hoffentlich hält eure Liebe tatsächlich ein Leben lang.“ Aber so eine Geschichte hat immer ein Happyend und so musste ich dementsprechend kaum etwas befürchten. Nebencharaktere gab es tatsächlich genügend, allerdings fehlte allen ein klein wenig Tiefe. Schrecklich fand ich Henrys Gastfamilie, bei denen ich es wahrscheinlich kaum eine Nacht ausgehalten hätte, auch wenn Henrys Zimmer mit Blick auf den Central Park bestimmt der absolute Hammer war. Den Rest von New York habe ich beim Lesen leider nur am Rande wahrgenommen, es wurden zwar touristisch interessante Punkte erwähnt, aber näher darauf eingegangen ist das Autorenduo nicht. Auch die Erzählperspektive konnte mich nicht ganz überzeugen, obwohl ich eigentlich Bücher aus zwei Perspektiven liebe, denn so kann man grundsätzlich eine viel engere Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Der Gedanken- und Gefühlsaustausch war hier aber aus zwei Gründen nicht möglich, denn zum einen waren die jeweiligen Kapitel ziemlich kurz – und mit kurz meine ich wirklich kurz, denn dem Leseniveau ab 12 Jahren entsprechend erwarte ich schon mehr als zwei Seiten pro Kapitel. Kaum hat man sich daran gewöhnt, dass wieder die Perspektive gewechselt wurde, kam abermals der nächste Wechsel. Zum anderen hat es mich dann doch sehr gestört, dass nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, sondern immer in der dritten Person. Dann haben mich zusätzlich gewisse Floskeln, die sich ständig wiederholt haben, richtig tierisch genervt. Denn, wenn man gerade erst auf Seite 89 ankommt und Marie sich bereits das vierte oder fünfte Mal (und es bleibt nicht das letzte Mal) nervös auf die Lippe beißt, dann wird es irgendwann recht schwierig, das Buch wirklich so zu lieben, wie man es eigentlich lieben wollte. Im Grunde stimmt der Klappentext schon mit der Geschichte überein, aber dennoch lässt dieser einen ganz anderen Verlauf der Geschichte vermuten. Zumal mich echt gestört hat, dass der eigentlich interessante Teil der Geschichte nur ganz kurz und nebensächlich am Ende dahinplätscherte. Erst auf Seite 198 (und dabei hat das Buch gerade mal knapp 270 Seiten) fliegt Henry tatsächlich nach New York. Wie im Sauseschritt wird dann alles schnell durchgezogen und schwupps ist ein Jahr vergangen und wenn sie nicht gestorben sind, dann… Nein, Spaß bei Seite, aber man kann doch nicht 200 Seiten Spannung aufbauen und dann war’s das! Wäre „Wie ausgetauscht“ das echte Leben, würde ich mir für Marie und Henry tatsächlich die ewige Liebe wünschen, aber für einen perfekten Jugendroman hat es leider nicht gereicht. Zu wenig Witz, zu wenig Charme, zu wenig von allem. Schade. Eine tolle Idee, die aber leider an der Umsetzung gescheitert ist.

Fazit:
„Wie ausgetauscht“ von Sofie Cramer und Sven Ulrich ist eine lustige Geschichte über die erste Liebe für das Lesealter ab 12 Jahren. Leichte Turbulenzen, die dennoch zum Happyend führen, haben mich gut unterhalten, aber leider nicht vollkommen begeistern können. Deshalb vergebe ich diesmal leider nur 3,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Schule, Ballett & Handykuss

Schule, Ballett & Handykuss
von Sissi Flegel

Thienemann-Esslinger Verlag
Taschenbuch
Kinderbuch
224 Seiten
Altersempfehlung: 12 – 13 Jahre
ISBN: 978-3-522-50021-0
Ersterscheinung: 18.09.2007

Inhalt:
Bille ist ein wenig traurig, dass ihr Freund Tino gerade wenig Zeit für sie hat. Tino steht kurz vor der Aufnahmeprüfung für die Ballettakademie und Bille hat natürlich größtes Verständnis dafür, denn auch sie tanzt Ballett. Doch bei der Faschingsparty der John Cranko-Schule, an der Bille Ballett tanzt, taucht Tino einfach nicht auf. Weil sie dann aber denkt, dass ein maskierter Junge ihr Freund Tino sei, küsst sie versehentlich diesen. Dies hat natürlich verheerende Folgen. Werden Bille und Tino sich wieder versöhnen?

Meinung:
Bei dieser Geschichte handelt es sich um ein Buch aus der Reihe „Freche Mädchen – freche Bücher!“. Gefallen hat mir natürlich der Ort der Handlung, denn es gibt nicht gar so viele Bücher mit einem Setting in Stuttgart. Ich konnte mir dementsprechend alle Schauplätze richtig gut vorstellen. Die Hauptprotagonistin Bille war mir von Anfang an sympathisch. Sie versucht sich (so gut es eben geht) im Leben zurechtzufinden, denn die Pubertät ist alles andere als einfach. Der Schreibstil der Autorin ist nicht nur locker und leicht, sondern auch sehr amüsant. Für mich war Billes und Tinos Geschichte ein recht unterhaltsames Leseerlebnis. Übrigens finde ich auch das Lesezeichen zum Ausschneiden auf der Innenseite des Umschlags richtig praktisch.

Fazit:
„Schule, Ballett & Handykuss“ von Sissi Flegel ist eine unterhaltsame Geschichte über die erste Liebe und große Missverständnisse. Dieses Buch empfehle ich vor allem Mädchen ab 12 Jahren, die ein Faible für Ballett haben. Von mir gibt es gute 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Martin Baier für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Ein Kleid aus Seide und Sternen
(Bd. 1 der „Blut der Sterne“-Dilogie)

Ein Kleid aus Seide und Sternen
(Bd. 1 der „Blut der Sterne“-Dilogie)
von Elizabeth Lim

Carlsen Verlag
Broschiert mit Klappe
Jugendbuch
448 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: Spin the Dawn
ISBN: 978-3-551-58415-1
Ersterscheinung: 02.07.2020

Mein Lieblingszitat:
„Alle Märchen besitzen einen Funken Wahrheit. Manchmal auch mehr als einen Funken.“ (S. 249)

Inhalt:
Maia Tamarin liegt der Umgang mit Nadel und Faden im Blut, denn als Tochter eines ehemals renommierten Schneiders in A’landi lernt sie das Nähen von ihrem Vater bereits von klein auf. Sie träumt davon, die beste Schneiderin des Reiches zu werden, doch die Ausübung dieses Handwerks ist ihr als Mädchen untersagt. Als eines Tages ein kaiserlicher Bote ihren Vater in den Palast beordert, damit dieser am Wettstreit um den Posten des Hofschneiders teilnimmt, verkleidet sich Maia und reist als ihr Bruder Keton an den kaiserlichen Hof. Der geheimnisvolle Magier Edan scheint allerdings ihre Verkleidung zu durchschauen und um die letzte Aufgabe des Wettbewerbs zu meistern, begibt er sich gemeinsam mit Maia auf eine gefährliche Reise…

Meinung:
Manchmal habe ich direkt nach dem Lesen schon eine vorgefertigte Rezension im Kopf, aber bei manchen Geschichten kann ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich die Story tatsächlich gut finde oder eher nicht. Ich bin zwiegespalten und weiß daher nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Als ich das Cover zum ersten Mal erblickte, war ich mehr als fasziniert. Ihr wisst ja, dass ich schönen Covern nicht widerstehen kann. Nachdem ich mir dann auch noch von einigen befreundeten Bloggern mehrfach anhören musste, dass ich als großer Fan von Geschichten wie Mulan oder auch Aladdin diese magische Geschichte der jungen Maia Tamarin, die sich als Mann ausgeben muss, unbedingt lesen sollte, habe ich mir das Buch im Herbst gekauft. Leider gilt bei mir noch immer die Regel, dass Rezensionsexemplare Vorrang haben, weshalb ich auf das Lesen erst einmal verzichtet habe und das Buch seinen Platz auf meinem SuB fand – ziemlich weit unten. Da wäre das Buch wahrscheinlich auch noch ein Weilchen geblieben, wenn sich nicht drei zauberhafte Bloggerinnen dazu entschlossen hätten, den Carlsen Buchclub zu gründen. Die Idee, jeden Monat ein Buch aus dem Carlsen Verlag gemeinsam mit anderen zu lesen, fand ich mega. Ich liebe ja Lesegruppen und den Austausch mit anderen Buchbloggern. Vor allem war ich glücklich darüber, dass ich alle drei Bücher, die im Januar zur Auswahl standen, auch in meinem Buchregal stehen hatte. Die Wahl fiel schließlich auf „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ von Elizabeth Lim und ich hatte mich für das Lesen in drei Abschnitten entschieden, was recht passend war, da das Buch aus den drei Teilen „Die Prüfung“, „Die Reise“ und „Der Schwur“ besteht. Wie bereits erwähnt ist das Buch rein optisch allererste Sahne. Die zauberhafte Veredelung auf dem Cover und die wunderschöne Gestaltung des gesamten Buchumschlags verdienen definitiv 5 von 5 Sternchen. Da hat Alexander Kopainski wirklich mal wieder ein Kunstwerk erschaffen. Voller Vorfreude betrachtete ich dann die innenliegende Karte und hatte da schon tatsächlich die ersten Schwierigkeiten. So viele Orte mit so vielen unaussprechlichen Namen – oje! Wer soll sich das denn alles merken können? Nun gut, dafür ist die Karte ja da. Also fing ich mit dem Lesen an und war vom ersten Abschnitt richtig begeistert. Der gnadenlose Wettkampf um die schönsten Kleider ließ mich in Maias Welt eintauchen. Doch dann kam die endlos lange Reise im zweiten Teil. Ich weiß nicht, ob es an der späten Uhrzeit am Abend lag, als ich das Buch las, oder aber ob es wirklich so zäh und langweilig war. Ich ertappte mich tatsächlich dabei, dass ich vor lauter Langeweile ganze Sätze, ja sogar ganze Absätze übersprungen habe. Das mache ich sonst nie! Aber was das Unfassbare an alledem war, ich hatte das Gefühl, nichts verpasst zu haben. Drei schier unlösbare Aufgaben und eigentlich hätte mir der Atem stocken müssen, aber ich fing an, zu gähnen. Der Ansatz war recht gut, aber teilweise ergaben einige Szenen für mich gar keinen Sinn. Die sich anbahnende Lovestory zwischen Maia und Edan war zeitweise noch das Spannendste, denn der bunte Mix aus Magie, Göttern und Dämonen war mir persönlich einfach etwas zu viel des Guten. Zum dritten und letzten Teil hin wurde es wieder etwas mitreißender und somit unterhaltsamer. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass das Ende viel zu schnell und überhastet von der Autorin erzählt wurde. Lag es an der vorgegebenen Seitenanzahl? Dann hätte man im Vorfeld eigentlich den zweiten Teil doch etwas kürzen können, um das Ende etwas runder zu gestalten. Und dann kam zu guter Letzt noch ein Cliffhanger – was in diesem Fall ein kluger Schachzug war, denn nun werde ich förmlich dazu gezwungen, den zweiten Band doch noch zu lesen.

Fazit:
„Ein Kleid aus Seide und Sternen“ ist der erste Band der „Blut der Sterne“-Dilogie von Elizabeth Lim. Dieses magische Abenteuer ist spannend, mitreißend, fantasievoll, atmosphärisch und poetisch. Dennoch konnte mich die Liebesgeschichte zwischen der jungen Schneiderin Maia Tamarin und dem geheimnisvollen Magier Edan nicht vollständig überzeugen, weshalb es leider nur sehr gute 3,5 von 5 Sternchen von mir gibt.