Interview mit Bianca Wege

Am 19. November 2025 haben wir in der Alten Kelter in Winnenden die Gelegenheit, in das „Today“-Universum von Bianca Wege einzutauchen und den dritten Band ihrer SPIEGEL Bestseller-Reihe kennenzulernen. In „Today I’ll fall for him“ trifft Sports Romance auf Strangers to Lovers. Perfektionistin Lina läuft nach ihrer überstürzten Flucht aus der Großstadt in Harpersville Volleyball-Coach Riven in die Arme, der ihr gehörig einen Strich durch ihre To-Do-Listen macht… Um sich auf die Veranstaltung einzustimmen, habe ich mich mit der Autorin über die „Today“-Reihe und ihre zukünftigen Projekte unterhalten.

Leonie: Bianca, du hast schon sehr jung mit dem Schreiben begonnen. Erinnerst du dich noch, wann du das erste Mal gedacht hast: „Ich will Autorin werden“?

Bianca: Ich wusste schon sehr früh, dass „Geschichten erzählen“ Teil meines Lebens sein muss, aber den tatsächlichen Wunsch, Autorin zu werden, hatte ich, glaube ich, als ich das erste Mal mein Buch in den Händen gehalten habe. Damals hat meine Mama mir zum Geburtstag geschenkt, dass wir mein fertig geschriebenes Buch binden lassen und das war wirklich ein tolles Gefühl. 

Leonie: Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Bianca: Ich telefoniere meistens mit Freundinnen oder meinen Schwestern. Dann erzähle ihnen, wo ich nicht weiterkomme, und meistens hilft mir das schon total, das einfach nur schildern. Weil ich dann schon merke, wo ich stocke. Dann erörtern wir gemeinsam die Probleme. 

Leonie: Wie viel von dir steckt in deinen Figuren?

Bianca: Ich würde sagen, ich gebe immer ein kleines bisschen von mir mit. Bei Layla aus „Today I’ll talk to him“ ist es das Overthinking und die Liebe zu Sims, bei India das Pflanzenmorden und bei Lina die miserablen Kochkünste (wobei ich nicht ganz so schlimm bin :D). 

Leonie: Gab es eine Rückmeldung aus deiner Community oder eine Rezension, die dich besonders berührt hat?

Bianca: Auf der Buchmesse kam einmal eine Leserin zu mir und meinte, dass ihr „Today“ so viel bedeute, weil sie dadurch selbst mutiger geworden ist – und sich getraut hat, mich anzusprechen. Da war ich sehr gerührt. Und eine Leserin hat mir einen kleinen Bert Jr. – ein Kaktus, der in der Today-Reihe eine Rolle spielt – gehäkelt. Das hat mich auch total gefreut. Aber allgemein freue ich mich jedes Mal über die Lese-Updates und die lieben Nachrichten der Lesenden. Das sind immer Highlights! 

Leonie: Was dürfen deine Fans als Nächstes erwarten? Arbeitest du schon an einem neuen Projekt?

Bianca: Ich schreibe momentan an einer Dilogie, die in Leipzig im Setting eines Fernsehsenders spielt. Es wird wieder humorvoll und gemütlich und ich mag den Vibe sehr. Die beiden Protagonisten aus Band 1 rivalisieren um einen Job und spielen sich gegenseitig Streiche, um sich auszustechen. 

Leonie: Welches Buch hast du zuletzt gelesen, und warum hat es dich beeindruckt?

Bianca: Das war „Wen der Rabe ruft“. So ein tolles, magisches und besonderes Buch!

Leonie: Gibt es eine kleine Anekdote oder Gewohnheit, die kaum jemand von dir kennt?

Bianca: Ich halte morgens immer verschlafen meine Träume per Memo (in einer Gruppe mit mir selbst) fest, um mir alles für Inspiration zu merken. Und theoretisch beweisen zu können, dass ich einen Traum doppelt hatte. 

Ein großes Dankeschön an Bianca Wege, dass sie sich die Zeit genommen hat, so viele spannende Einblicke in ihre Arbeit zu geben.

{Rezension} Scoring for Love
(Bd. 2 der „San Diego Lightnings“-Reihe)

Scoring for Love
(Bd. 2 der „San Diego Lightnings“-Reihe)
von Tracy Wolff

Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Paperback
Sports Romance
320 Seiten
Originaltitel: Hot & Heavy
ISBN: 978-3-7341-1437-3
Ersterscheinung: 19.06.2025

Gegensätze ziehen sich an… und können sich ergänzen!

Inhalt:
Shawn Wilson, Profi-Footballer und Adrenalinjunkie, kämpft noch immer mit den Nachwirkungen einer Tragödie, die sein Leben aus der Bahn geworfen hat. Als eine Verletzung ihn zum Yoga zwingt, steht er plötzlich wieder Sage gegenüber – der faszinierenden Frau, mit der er eine leidenschaftliche, ungeplante Nacht verbracht hat. Sage führt ein ruhiges, klar strukturiertes Leben und möchte eigentlich nichts mit Shawns chaotischer Welt zu tun haben. Doch während sie ihm helfen soll, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen, flammt ihre alte Anziehung stärker denn je auf…

Meinung:
Was mich an dieser Geschichte sofort eingenommen hat, ist der kraftvolle Kontrast zwischen Shawn und Sage. Shawn lebt, als würde jeder neue Adrenalinkick ihn ein Stück weiter von seinen inneren Dämonen entfernen. Er ist energiegeladen, manchmal kopflos, aber seine Verletzlichkeit schimmert immer wieder so deutlich durch, dass man ihn einfach nicht als bloßen „Risk-Taker“ abstempeln kann. Er ist ein Mensch, der versucht, Schmerz mit Geschwindigkeit zu überholen – und gerade deshalb berührt er. Sage dagegen strahlt eine Ruhe aus, die man in Romance-Büchern viel zu selten bekommt. Sie ist nicht naiv, nicht übervorsichtig, sondern schlicht jemand, der gelernt hat, Stabilität selbst zu schaffen, weil niemand sonst es für sie getan hat. Ich mochte ihre Balance aus Stärke und Selbstzweifel, aus Pflichtbewusstsein und dem vorsichtigen Mut, sich für Shawn zu öffnen. Ihre Dynamik hat für mich genau deshalb funktioniert, weil sie nicht auf Drama setzt, sondern auf ehrliche Entwicklung. Die hitzigen Dialoge, die humorvollen Spitzen und die vorsichtigen Annäherungen wirken lebendig und nachvollziehbar. Und da ich Tracy Wolff als Mensch unglaublich sympathisch finde – warmherzig, witzig, echt – spürt man für mich diesen Charakterzug auch eindeutig in der Art, wie sie ihre Figuren aufeinandertreffen lässt. Was ich allerdings sagen muss: Der Spice-Anteil ist wirklich nicht ohne. Für meinen Geschmack waren manche Szenen etwas zu explizit oder hätten auch reduziert gut funktioniert. Aber das ist eben typisch Tracy und man sollte wissen, dass man bei ihr immer eine gute Portion Hitze bekommt. Für Fans genau das Richtige, aber wer es etwas dezenter mag, wird hier definitiv merken, dass es stellenweise intensiver zur Sache geht, als es für die Handlung zwingend nötig wäre.

Fazit:
„Scoring for Love“ von Tracy Wolff ist eine prickelnde Opposites-Attract-Sports-Romance, die mit Charme, Emotion und einem gelungenen Mix aus Chaos und Ruhe überzeugt. Sage und Shawn haben mich als Duo absolut gepackt – mit ihren Wunden, ihrem Humor und ihrer Chemie. Auch wenn nicht jede Szene in die Tiefe geht, trägt die Geschichte viele liebevoll gesetzte Momente, die nachhallen. Für mich ist es eine leidenschaftliche, herzerwärmende Fortsetzung der San-Diego-Lightnings-Reihe. Deshalb vergebe ich liebend gerne 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Keep Me Close
(Bd. 1 der „Richmond Deers“-Reihe)

Keep Me Close
(Bd. 1 der „Richmond Deers“-Reihe)
von Maike Voß

Heyne Verlag
Paperback
Sports Romance
352 Seiten
ISBN: 978-3-453-44259-7
Ersterscheinung: 15.10.2025

In der Hitze des Spiels wird jede Entscheidung zur Herzensangelegenheit

Inhalt:
Pepper Hunt hat endlich ihren Traumjob ergattert: Sie wird Social-Media-Managerin beim aufstrebenden Premier-League-Team der Richmond Deers. Alles läuft perfekt, bis Ridge Burton, der neue Torhüter der Mannschaft und Peppers erste große Liebe, plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht. Vor Jahren hatte Ridge sich für seine Fußballkarriere entschieden und Pepper mit gebrochenem Herzen zurückgelassen. Nun treffen sie im Trainingslager erneut aufeinander, und alte Gefühle flammen auf. Während Pepper versucht, professionell zu bleiben und ihre Karriere nicht zu gefährden, kämpft Ridge um eine zweite Chance…

Meinung:
Als Fußballfan durch und durch hat mich dieses Buch sofort angesprochen – allein schon, weil Maike Voß spürbar versteht, was dieses Spiel für so viele Menschen bedeutet. Der Satz aus ihrem Vorwort („Deshalb ist es nie nur Fußball“) hat mich direkt abgeholt, weil ich mich darin absolut wiederfinde. Fußball ist mehr als ein Sport – er ist Leidenschaft, Identität, manchmal auch Trost. Diese Stimmung transportiert das Buch wunderbar. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, modern und hat genau das richtige Maß an Emotion, um einen von Anfang an mitzunehmen. Besonders gut gefiel mir, wie authentisch die Teamdynamik und der Alltag im Profifußball beschrieben werden. Man merkt, dass hier jemand mit echter Begeisterung und Verständnis für den Sport schreibt. Die Liebesgeschichte zwischen Pepper und Ridge ist süß, vertraut und von einer gewissen Reife geprägt. Ich mochte die Art, wie die beiden miteinander umgehen – vorsichtig, aber mit viel unausgesprochener Sehnsucht. Trotzdem fehlte mir an manchen Stellen ein wenig das Knistern, das bei einer Second-Chance-Romance normalerweise für Spannung sorgt. Einige Konflikte lösen sich zu schnell, und auch manche Szenen wirkten etwas vorhersehbar. Die spicy Passagen empfand ich persönlich als überflüssig. Sie nahmen mir eher Tempo und Emotionalität, statt sie zu verstärken. Was mich hingegen wirklich gestört hat, war der Umgang mit dem Thema Cybermobbing. Ich finde es großartig, dass es überhaupt aufgegriffen wurde – gerade weil es im Zusammenhang mit Social Media und öffentlicher Wahrnehmung im Sport so relevant ist. Aber die Art, wie das Problem gelöst wurde, fühlte sich zu einfach, fast schon oberflächlich an. Das Thema hätte so viel mehr Tiefe verdient, gerade weil es eine echte Chance für emotionale Wucht und Reflexion geboten hätte. So blieb es für mich ein Ansatz mit Potenzial, der aber zu schnell verpuffte. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich sehr viel Freude beim Lesen. Das Buch ist leicht, unterhaltsam und schafft es, sowohl romantische als auch sportliche Elemente glaubwürdig zu verbinden. Es ist kein Roman, der emotional alles aufbricht, aber einer, der mit Herz, Leidenschaft und einem klaren Gespür für Atmosphäre überzeugt.

Fazit:
„Keep Me Close“ von Maike Voß ist ein gefühlvoller Auftakt der „Richmond Deers“-Reihe, der mit sympathischen Figuren, einem realistischen Fußball-Setting und einem tollen Schreibstil begeistert. Auch wenn manche Konflikte zu glatt gelöst sind und das ernste Thema Cybermobbing etwas zu kurz kommt, ist es eine herzerwärmende Second-Chance-Romance, die sich wunderbar weglesen lässt. Ein Wohlfühlroman mit Stadionflair und jeder Menge Herzblut. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Glorious Rivals
Liebe ist ein gefährliches Spiel
(Bd. 2 der „The Grandest Game“-Reihe)

Glorious Rivals
Liebe ist ein gefährliches Spiel
(Bd. 2 der „The Grandest Game“-Reihe)
von Jennifer Lynn Barnes

cbt
Taschenbuch
Jugendbuch
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31609-2
Ersterscheinung: 13.08.2025

Eine Familie –
Unzählige Geheimnisse –
Ein Spiel um Millionen

Inhalt:
Das „Grandest Game“ geht in die entscheidende Phase: Die restlichen Spieler auf Hawthorne Island stehen unter enormem Druck, denn nicht nur Millionen, sondern auch ihre eigenen Geheimnisse und Beziehungen stehen auf dem Spiel. Die Konkurrenz wird härter, die Rätsel komplexer und im Hintergrund ziehen unbekannte Mächte ihre Strippen. Vertrauen ist riskant, jede Entscheidung kann alles verändern.

Meinung:
Schon mit den ersten Seiten war ich wieder mitten in der Welt der Hawthornes – vertraut und gleichzeitig voller neuer Spannungsmomente. Besonders gefallen hat mir, wie der zweite Band noch stärker auf mehrere Perspektiven setzt: Lyra, Grayson, Rohan und Ginny geben dem Geschehen unterschiedliche emotionale Tiefen und motivische Facetten. Gerade Lyra und Grayson – zwischen Anziehung, Loyalität und persönlichen Dämonen – haben mich sehr mitgenommen. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Mischung aus psychologischem Spiel, Romantik und emotionalen Abgründen. Gleichzeitig habe ich aber auch gespürt, dass der Fokus etwas weg von den eigentlichen Rätseln geht, was ich einerseits spannend fand (weil es mehr um Charakterentwicklung geht), andererseits aber das typische Miträtseln erschwert. Einige Wendungen fühlten sich dadurch weniger logisch nachvollziehbar an. Das hat mich an ein, zwei Stellen aus dem Lesefluss gerissen. Trotzdem erzeugen die Atmosphäre, die unterschwellige Bedrohung durch externe Kräfte und das Gefühl, dass niemandem zu trauen ist, einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Die Dynamik zwischen den Figuren wirkt reifer, komplexer, manchmal auch tragischer. Und obwohl ich mir bei manchen Nebencharakteren mehr Tiefe gewünscht hätte, war ich am Ende wieder voll investiert – auch emotional.

Fazit:
„Glorious Rivals – Liebe ist ein gefährliches Spiel“ von Jennifer Lynn Barnes bleibt spannend, überraschend und emotional, auch wenn es sich stärker auf Beziehungen als auf Rätsel konzentriert. Die neue Generation an Charakteren überzeugt durch ihre Vielschichtigkeit und der Cliffhanger sorgt für große Vorfreude auf Band 3. Kleine Logiklücken und ein geringerer Rätselanteil trüben das Gesamtbild leicht, aber nicht gravierend. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Today I’ll Steal His Heart
(Bd. 2 der „Today“-Reihe)

Today I’ll Steal His Heart
(Bd. 2 der „Today“-Reihe)
von Bianca Wege

Arena Verlag
Taschenbuch
Romance
416  Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-401-60705-4
Ersterscheinung: 11.10.2024

Inhalt:
India hat ein Problem: Für die Hochzeit ihrer Mutter braucht sie dringend ein Date, denn schließlich hat sie ihrer Familie bereits einen Freund präsentiert, der allerdings nur in ihrer Fantasie existiert. Hilfe naht in Form einer neuen Uni-Dating-App, auf der sie Brian matcht. Doch dann kreuzt ausgerechnet Asher Woods, Volleyballspieler und notorischer Charmeur, ihren Weg und mischt ihr ohnehin schon chaotisches Liebesleben ordentlich auf. Als er vorschlägt, sie auf die Hochzeit zu begleiten, wird es ernst, denn plötzlich steht India nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen Kopf und Herz.

Meinung:
Ich hatte große Lust auf eine humorvolle Fake-Dating-Romance und genau das habe ich bekommen. Aber ich habe auch etwas Tieferes gefunden, das ich so gar nicht erwartet hatte. India war mir zu Beginn ehrlich gesagt gar nicht so sympathisch. Sie wirkte verschlossen, fast schon abweisend, mit einem zynischen Unterton, der sich durch ihre Gedankenwelt zieht. Aber gerade das hat sie für mich letztlich so greifbar gemacht. Denn ihre Art ist kein Selbstzweck – sie schützt sich. Ihre Mauern sind das Resultat aus Unsicherheiten, Enttäuschungen und einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr wuchs mir India ans Herz. Sie war nicht leicht zu lieben, aber genau das machte es so besonders, ihr beim „Weicherwerden“ zuzusehen. Asher hingegen ist das genaue Gegenteil: ein absoluter Good Guy, bei dem man sich fragt, ob er zu perfekt ist, um realistisch zu wirken – und dann doch staunt, wie glaubwürdig Bianca Wege ihn gezeichnet hat. Kein Bad Boy, keine toxische Masche, sondern jemand, der hartnäckig, charmant und emotional offen um India kämpft. Besonders gelungen fand ich, dass er selbst nicht nur als Love Interest fungiert, sondern eigene Themen wie Verletzlichkeit, Druck durch den Leistungssport und Selbstzweifel mitbringt. Und seine „Mission India“ ist nicht nur süß, sondern durchweg herzerwärmend. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich wunderbar funktioniert. Wortgefechte, zaghafte Annäherungen, stille Verletzlichkeit – ein Spiel zwischen Nähe und Distanz, das emotional total gepasst hat. Besonders mochte ich, dass ihre Entwicklung nicht überhastet wirkte. Es war kein „Er liebt sie, sie liebt ihn und dann Ende“, sondern ein echter Prozess mit Rückschlägen, Zweifeln, und langsamen Schritten. Das macht die Liebesgeschichte nicht nur glaubwürdig, sondern auch tiefgründig – trotz der eher leichten, humorvollen Grundstimmung. Der Schreibstil von Bianca Wege ist dabei ein echtes Highlight. Locker, modern, mit Witz und gleichzeitig Gefühl. Ich musste oft schmunzeln und gleichzeitig hatte ich immer wieder einen Kloß im Hals, wenn die emotionale Tiefe durchbrach. Auch die kleinen, kreativen Details wie das Pflanzentagebuch oder Ashers Schrittzähler-Aktion fand ich einfach nur liebenswert. Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Der „Plottwist“ rund um Brian war relativ früh vorhersehbar. Wirklich überraschend war da nichts. Und auch wenn ich die langsame Entwicklung bei India nachvollziehbar fand, dauerte es doch recht lange, bis man emotional bei ihr „ankommt“. Der Einstieg hätte also etwas zugänglicher sein dürfen. Dennoch: Das emotionale Payoff zum Schluss war diese Geduld definitiv wert.

Fazit:
„Today I’ll Steal His Heart“ von Bianca Wege ist eine charmante, humorvolle und gleichzeitig gefühlvolle Fake-Dating-Romance, die mit einer starken, aber verletzlichen Heldin und einem absolut liebenswerten Love Interest punktet. Zwar ist die Handlung nicht immer überraschend und India braucht etwas, um einem ans Herz zu wachsen, doch gerade das macht die Geschichte so authentisch und berührend. Von mir gibt es deshalb 4,5 von 5 Sternchen.

Lieblingszitat:
„Und mach dir keine Sorgen um mich. Du hast mich nicht darum gebeten, mein Herz zu riskieren. Auch das war meine eigene Entscheidung.“ (S. 296)