{Rezension} Alles muss raus
Notizen vom Rand der Welt

Alles muss raus
Notizen vom Rand der Welt
von Thilo Mischke

Droemer HC
Hardcover mit Schutzumschlag
208 Seiten
ISBN: 978-3-426-27872-7
Ersterscheinung: 01.03.2022

Aufzeichnungen von unterwegs oder:
was ich sage, wenn mich jemand fragt, wie es mir geht
.

Inhalt:
Als Journalist hat Thilo Mischke bereits mehr als 100 Länder dieser Welt bereist. In diesem Buch verarbeitet er seine Erlebnisse und widmet sich dabei Themen wie der Liebe, dem Altwerden, der Religion, der Familie, dem Tod, den Drogen und der Freundschaft.

Meinung:
Ich lese viel – sehr viel sogar. Um es in den Worten des Autors auszudrücken: Ich nehme meine Kopfhörer, ein Buch und fange an zu lesen. Ich lese immer und überall (S. 160). Meist sind es Bücher aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich, da ich als buchbloggende Teenagerin diese beiden Genres am besten präsentieren und repräsentieren kann. Ob kunterbunte und lustige Kinderbücher oder Action- und Liebesabenteuer für Jugendliche, ob real und authentisch oder auch fantasievoll und magisch – eigentlich alles, was ein Kinderherz erfreut. Aber manchmal, da gibt es einfach Tage, an denen ich Lust auf einfühlsame, emotionale und ehrliche Reportagen aus dem echten und wahren Leben habe. Mit Thilo Mischkes „Notizen vom Rand der Welt“ kann man nicht nur die Welt mit ihm und seinen Berichten bereisen, sondern tatsächlich hautnah alle Gefühle des Autors miterleben. Wenn wir mal die Sache mit dem Kiffen und dem LSD außer Acht lassen, dann ist Thilo Mischke eins meiner journalistischen Vorbilder. Während ich früher noch dachte, dass ich eher Sportjournalistin werden könnte, bin ich mehr und mehr von Thilo Mischkes Reisereportagen fasziniert. Also, wer weiß, wohin es mich eines Tages verschlägt. Noch mehr von der Welt zu sehen, steht auf jeden Fall auf meiner To-do-Liste, denn ich habe bis dato ja erst 14 Länder bereist und im Vergleich zu den 109 Ländern, die Thilo Mischke in seinem Leben besucht hat, ist das noch relativ wenig. Ich selbst stehe noch am Anfang meines jungen Lebens und somit auch am Anfang meiner Lebensreise, aber wenn ich eins beim Lesen dieser eindrücklichen Reisereportagen gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass auf jeder Reise etwas geschieht, das mich verändern wird (S. 161) oder es immer die kleinen Momente sind, die mich an das Schöne in der Welt glauben lassen (S. 165). Wir bereisen mit dem Reporter, Globetrotter, Abenteurer und Autor Thilo Mischke in 10 Kapiteln die ganze Welt und erkennen, dass die Welt nicht schwarz und weiß ist, sondern so grau, dass es schwierig wird, Kontraste zu erkennen (S. 109). In jedem einzelnen Kapitel verarbeitet der Autor einzelne Erlebnisse seiner Reisen, wobei er uns zwischendurch auch immer wieder private Einblicke ins Familien- und Liebesleben gewährt. Hierbei hätte ich mir tatsächlich gerne Zeitangaben gewünscht, denn viele Geschehnisse konnte ich nur durch Eigenrecherche im Internet zuordnen. Das hat dann manchmal den Lesefluss gestört, wobei ich dann meist die Gelegenheit genutzt habe, um das Gelesene zu reflektieren und mich mit philosophischen Fragen zu beschäftigen, denn Wie soll ich lieben? Was soll ich lieben? Und die wichtigste Frage: Wer bin ich? (S. 111) lässt mich die Welt nun aus anderen Augen betrachten.

Fazit:
„Alles muss raus – Notizen vom Rand der Welt“ von Thilo Mischke ist eine beeindruckende Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Eindrucksvoll, persönlich und ungeschönt begibt sich der Autor auf die Suche nach Antworten auf einige große Fragen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und somit natürlich 5 von 5 Sternchen.

Meine Lieblingszitate:
„Aber wer mich nicht nach dem fragt, was ich erlebe, kann auch nicht einschätzen, wie er mit mir umgehen soll, und damit nicht erkennen, ob es mir gut geht. (S. 16)
und
„Wer pauschalisiert, macht sich schuldig.“
(S. 107)
und
„Das Leben ist wie ein Bergwerk, wir bauen darin ab, holen die Kohle aus den Tiefen unserer menschlichen Substanz, wandeln sie in Energie und nennen das, was wir mit ihr erzeugen, Karriere, Familie, Glück.“
(S. 116 f.)
und
„Das Einzige in meinem Leben, das mir mehr Angst einjagt als die Möglichkeit, jemanden zu töten, ist die Einsamkeit. Die einzige Angst, die ich wirklich noch habe, ist, mit meinen Gedanken alleine gelassen zu werden.“
(S. 164)
und
„Als würden wir die Phase des allmählichen Verspießerns überspringen und direkt spießig sein. Als würden wir alles ablegen, was wir als cool empfinden, nur weil Pandemie ist. Dieses Land zog kollektiv seine Trainingshose an, aber nicht mehr aus.“
(S. 167 f.)

Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} If you believe
Die Autobiografie

If you believe
Die Autobiografie
von Sasha Röntgen-Schmitz

Knaur HC
Hardcover mit Schutzumschlag
272 Seiten
ISBN: 978-3-426-28606-7
Ersterscheinung: 01.12.2021

Der deutsche Weltstar mit Herz und Humor: die große Autobiografie zu Sashas 50. Geburtstag.

Inhalt:
In dieser Biografie erzählt uns Sasha seine Geschichte. In seinen eigenen Worten und auf seine ganz eigene Art nimmt er uns mit in seine Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist.

Meinung:
Biografien lese ich in der Regel sehr selten, obwohl mich der Blick hinter die Fassade eines Menschen eigentlich interessiert. Aber unter einer Biografie verstehe ich meist etwas anderes als viele Möchtegern-Promis. Sasha Röntgen-Schmitz hat es aber sehr gut hingekriegt und sehr ehrlich und unterhaltsam aus seinem Leben berichtet. Der Musiker ist nämlich nicht schon seit jeher berühmt, sondern hat sich seinen Weg selbst geebnet. Eine sehr bemerkenswerte Geschichte, die ich äußerst spannend fand. Warmherzig und offen erzählt Sasha unverblümt von seiner Kindheit und seiner Jugend, dann von den Jahren als Pop-Sänger, als Rock’n’Roller und als TV-Entertainer sowie von seinem Leben als später Vater und Ehemann. Das Bildmaterial und die Einblicke hinter die Kulissen fand ich absolut faszinierend. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, vor allem gefällt mir die ehrliche und authentische Darstellung seines Lebens. Sasha ist eine starke, selbstbewusste und zutiefst beeindruckende Person. Seine Biografie hat mich wirklich verblüfft, denn ich habe Details erfahren, die ich bisher nicht kannte, die ich aber immens spannend fand.

Fazit:
„If you believe – Die Autobiografie“ von Sasha Röntgen-Schmitz ist eine beeindruckende Biografie und die inspirierende Geschichte eines aufsteigenden Musikers. Diesen Bericht über Sashas bisheriges Leben empfehle ich Lesern und Leserinnen ab 12 Jahren. Der Musiker ermuntert seine Fans, an sich selbst zu glauben und gibt ihnen Mut, nichts unversucht zu lassen, um an ihre Träume und Ziele zu gelangen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Verboten gut!
Jenny Elvers
Trash-TV

Verboten gut!
Jenny Elvers
Trash-TV
»Das ist nichts weniger als die tägliche Dosis des ganz normalen Wahnsinns.«

Knaur TB
Hardcover
80 Seiten
ISBN: 978-3-426-79134-9
Ersterscheinung: 01.10.2021

Inhalt:
In diesem Buch aus der Reihe „Verboten gut!“ erzählt uns Jenny Elvers alles Wissenswerte über Trash TV-Formate.

Meinung:
Kaum jemand kennt das Geschäft mit den verboten guten Shows so gut wie Jenny Elvers. Sie ist nämlich nicht nur liebend gerne Zuschauerin, sondern hat tatsächlich selbst an zahlreichen Reality-Formaten wie „Promi Big Brother“ und „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ teilgenommen. Die Schauspielerin, Reality-Show-Darstellerin, Autorin und Moderatorin erzählt uns frei von der Zunge weg, was sich vor aber auch hinter der Kamera abspielt. Sie weiß natürlich über alle verrückten C-Promis und deren Peinlichkeiten Bescheid und lässt uns humorvoll daran teilhaben. Für mich war dieser kurze Auszug allerdings keine besonders gelungene Unterhaltung, da ich selbst ein großer Trash TV-Konsument bin und dementsprechend eigentlich nichts erfahren habe, was ich nicht schon irgendwo mal gesehen oder gehört hätte. Jenny Elvers schreibt sehr authentisch und amüsant und sie erscheint mir eine recht sympathische und liebenswerte Persönlichkeit zu sein, aber das Büchlein hat mich leider nicht überzeugen können. Sorry Jenny!

Fazit:
Mit „Trash-TV” aus der Reihe „Verboten gut!“ lernen wir Jenny Elvers von ihrer witzigen und charmanten Seite kennen. Dieser kurzweilige und humorvolle Auszug über trashige TV-Formate war leider nicht sonderlich unterhaltsam und deshalb erhält die liebe Jenny leider nur 3 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Verboten gut!
Lilly Becker
Home, sweet home

Verboten gut!
Lilly Becker
Home, sweet home
»Tausche High Heels gegen Jogginghose.«

Knaur TB
Hardcover
80 Seiten
ISBN: 978-3-426-79150-9
Ersterscheinung: 01.10.2021

Inhalt:
Aus der Reihe „Verboten gut!“ erzählt uns Lilly Becker, wie sie während des Lockdowns ihre High Heels gegen eine Jogginghose getauscht hat.

Meinung:
Lilly Becker – wer kennt sie nicht? Immerzu fröhlich und lustig tritt sie sehr oft in unzähligen Fernsehshows auf. Auch auf dem roten Teppich sieht man sie häufig, immerzu chic und elegant gekleidet. Dass sie auch anders kann, erzählt sie uns frei von der Zunge weg in diesem kleinen Büchlein. Es sind nicht viele Seiten und es ist tatsächlich nur ein sehr kleiner, überschaubarer Auszug ihres Lebens, aber es hat mir ausgereicht, um mir ein neues Bild von Lilly Becker machen zu können. Die Frau hat Humor! Und zwar einen recht guten. Sie berichtet locker und humorvoll über gemütliche Nachmittage im Jogginganzug, über Spielabende mit ihrer Nichte und über die Erkenntnis, dass TikTok nicht nur stupide, sondern äußerst unterhaltsam sein kann. Ich selbst habe vor genau 6 Monaten TikTok für mich entdeckt und deshalb konnte ich mich wahnsinnig gut in Lilly reinversetzen. Ihre Nichte weigert sich nämlich, ihr bei den peinlichen Videos zu helfen, genau wie meine Schwester bei mir. Meine kleine Schwester meint, ich wäre nicht kreativ, sondern „krank“. Ja, ich weiß, sie schüttelt eigentlich ständig ihren Kopf, aber am Ende des Tages muss sie meist dennoch über meine TikTok-Videos lachen. Ich bin wirklich sehr überrascht über Lilly Beckers Schreib- und Erzählstil und ich mochte vor allem die Stellen, wo man spürt, wie sehr sie ihre Familie liebt. Lilly Becker ist ein Familienmensch durch und durch und kommt wahnsinnig sympathisch rüber. Es bleibt für mich nur eine Frage nun offen: Lilly, was ist passiert? Wieso hast du mit TikTok aufgehört? You’re so funny!

Fazit:
Mit „Home, sweet home” aus der Reihe „Verboten gut!“ lernen wir Lilly Becker von einer überraschend witzigen und charmanten Seite kennen. Dieser kurzweilige und humorvolle Auszug aus ihrem Leben war tatsächlich sehr amüsant und deshalb erhält die liebe Lilly 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Kopf hoch, kleiner Waschbär

Kopf hoch, kleiner Waschbär
(„Die Abenteuer des kleinen Waschbären“, Bd. 5)
von Lea Käßmann
mit Illustrationen von Jana Walczyk

bene! Verlag
Hardcover
Kinderbuch
20 Seiten
Altersempfehlung: 2 – 4 Jahre
ISBN: 978-3-96340-175-6
Ersterscheinung: 01.09.2021

Mein Lieblingszitat:
„Ich erzähl dir mal eine Geschichte“, sagte der Fink und flog neben dem kleinen Waschbären weiter durch den Wald: „Der liebe Gott hat allen Tieren eine Farbe gegeben: Die Füchse hat er orange angemalt, die Bären braun und euch Waschbären grau und weiß. Nur für uns Finken war keine Farbe mehr übrig. Da hat ein Distelfink gesagt: „Dann gib uns doch von allen Farben den letzten kleinen Klecks, der noch übrig ist. So haben wir wenigstens von allen Farben ein bisschen was.“ Das machte Gott dann auch. Und so sind wir die farbenfrohesten Vögel überhaupt geworden.“ (S. 10 f.)

Inhalt:
Der kleine Waschbär ist traurig, denn der kleine Fuchs, sein bester Freund, musste mit seiner Familie das Revier wechseln. Doch während der Waschbär Trübsal bläst, begegnet ihm der Distelfink. Dieser versucht, ihm Mut zu machen, sodass er gute Laune hat und nicht mehr so traurig ist. Doch wird der kleine Waschbär je wieder glücklich, ohne seinen besten Freund?

Meinung:
Endlich gibt es wieder eine Fortsetzung dieser zuckersüßen und putzigen Reihe. Die Botschaften, die hinter den Abenteuern des kleinen Waschbären stecken, kommen in diesem Buch ganz klar zum Vorschein, denn mit leicht verständlichen Texten wird auf kindgerechte Weise eine liebenswerte und herzerwärmende Geschichte erzählt. Gerade dann, wenn man einen guten Freund verliert, benötigen Kinder viel Kraft, um darüber zu reden. Mir gefiel vor allem, wie der Distelfink versucht hat, dem kleinen Waschbären wieder Mut zu machen und zu zeigen, dass er nicht alles verloren hat. Auch die großflächigen Illustrationen von Jana Walczyk sind traumhaft schön und laden zum gemeinsamen Erkunden ein.

Fazit:
„Kopf hoch, kleiner Waschbär“ von Lea Käßmann ist ein zauberhaft illustriertes Bilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. Diese Geschichte kann ich allen Familien mit auf den Weg geben, die ihren Kindern vermitteln möchten, dass es auch okay ist, Freunde zu verlieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und somit auch 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar.