The Holiday Switch: Vielleicht braucht Liebe doch Ferien von Julia McKay
dtv Taschenbuch Winterromance 336 Seiten Meine persönliche Altersempfehlung: ab 16 Jahren ISBN: 978-3-423-22097-2 Ersterscheinung: 12.09.2024
Zwei beste Freundinnen, ein Tausch und ein Jahresende, das sie so nicht haben kommen sehen.
Inhalt: Holly und Ivy sind seit Jahren beste Freundinnen, die nicht nur viele Gemeinsamkeiten haben, sondern sich auch äußerlich sehr ähnlich sehen. Dies kommt den beiden zugute, als Holly einen Abend vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten sitzengelassen wird und Ivy nun in die Flitterwochen nach Hawaii fliegen soll. Wäre doch schade, wenn die teure Hochzeitsreise verfällt. Holly hingegen tritt Ivys eigentlich geplanten Kunstretreat im verschneiten Hudson Valley an, um im Kleinstädtchen Krimbo etwas zur Ruhe zu kommen. Und obwohl Holly und Ivy sich jeweils geschworen haben, die Weihnachtsfeiertage alleine zu verbringen, liegt plötzlich Liebe in der Luft…
Meinung: Als ich erfahren habe, dass dieses Buch eine Mischung aus dem Film „Liebe braucht keine Ferien“, einem meiner Lieblingsfilme, und aus dem Buch „The Unhoneymooners“ sein soll, wusste ich bereits, dass ich dieses Buch lieben würde. Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass dieses Buch komplett vorhersehbar und dementsprechend sehr einfach gestrickt ist. Die Story ist nicht sonderlich tiefgründig und eher eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, aber genau das habe ich gesucht und erwartet. Das Setting und all die liebenswerten und sympathischen Charaktere machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis. Für mich war dieser Roman eine willkommene Abwechslung und perfekt für ein paar gemütliche Lesestunden.
Fazit: „The Holiday Switch: Vielleicht braucht Liebe doch Ferien“ von Julia McKay ist eine Liebesgeschichte, die mich sehr an den Film „Liebe braucht keine Ferien“ erinnert hat. In der Story geht es um Neuanfänge und den Mut, seinem Herzen zu folgen und sich selbst treu zu bleiben. Leichte Turbulenzen, die dennoch zum Happy End führen, haben mich gut unterhalten und auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt. Deshalb vergebe ich liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen.
Lieblingszitate: „Außerdem ähnelt seine Aufmerksamkeitsspanne der einer Fruchtfliege.“ (S. 17 – ganz mein Humor) und „Meiner Erfahrung nach ist Leben das, was man daraus macht.“ (S. 249) und „Auf die Liebe und die Freundschaft. Die beiden wichtigsten Dinge auf dieser Welt.“ (S. 325)
Even if I fall von Abigail Johnson übersetzt von Michaela Kolodziejcok
dtv Paperback Jugendbuch 384 Seiten Altersempfehlung: ab 14 Jahren ISBN: 978-3-423-74114-9 Ersterscheinung: 12.09.2024
Freundschaft ist keine Option, aber Liebe erst recht nicht?
Inhalt: Brookes Welt ist zusammengebrochen, als ihr geliebter Bruder den Mord an seinem besten Freund gestand, während Heaths Welt stehenblieb, als sein älterer Bruder Calvin umgebracht wurde. Brooke wird von allen gemieden, sie hat niemanden zum Reden. Alle haben sich von ihr abgewendet. Doch als sie Calvins jüngerem Bruder Heath begegnet, ändert sich alles. Bald treffen sie sich heimlich und neben seiner Wut und ihrer Schuld beginnen sie Gefühle füreinander zu entwickeln, mit denen beide nicht gerechnet haben.
Meinung: Brooks Geschichte hat mich tief berührt. Ich konnte nicht nur mitfühlen, sondern tatsächlich Brookes Emotionen spüren. Das Buch hat mich alles fühlen lassen: Trauer, Wut und zum Schluss auch Hoffnung. Tatsächlich stand Brookes und Heaths Liebesgeschichte nicht im Fokus, was mir sehr gut gefallen hat, da es andere Themen gab, die wichtiger waren und mehr Raum verdient und auch bekommen haben. Genau wie Brooke habe ich an Jasons Schuld immer wieder gezweifelt und deshalb gehofft, dass er unschuldig im Gefängnis sitzt. Als Brooke endlich erfährt, was in jener Nacht wirklich geschehen ist, war ich für einen Moment geschockt, denn das habe ich nicht kommen sehen. Es passiert im Grunde nicht viel und dennoch mochte ich die Geschichte. Denn auch wenn ich zuvor schon viel traurigere Bücher gelesen habe, fühlte sich dieser Roman ehrlich und authentisch an. Was mir eventuell etwas zu kurz kam, waren Heaths Gedanken und Gefühle. Hier hätten vielleicht ein paar Kapitel aus seiner Sicht geholfen, um die Perspektive der „Opferfamilie“ darzustellen. Und leider muss ich noch etwas anmerken, was mich schier wahnsinnig gemacht hat: die Schmuckklappe. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Verlagsvorschau erblickt hatte, dachte ich mir, dass ich selten so einen schönen Farbschnitt gesehen habe. Nun denn, ich habe dann schließlich auch irgendwann festgestellt, dass es kein Farbschnitt, sondern eine Schmuckklappe ist, die schön aussieht, aber sonst eher ein Störfaktor ist. Wie soll man denn die Klappe biegen bzw. knicken, um das Buch lesen zu können? Bis zur letzten Seite bin ich nicht dahintergekommen.
Fazit: „Even if I fall“ von Abigail Johnson hat mich tief berührt. Sehr intensiv und unglaublich ergreifend transportieren die Worte der Autorin Bilder und Emotionen, die man nicht so schnell vergisst. Dieses Buch über ein Mädchen, deren Leben sich quasi über Nacht und ohne eigenes Verschulden ändert, hat mich nicht nur aufgewühlt, sondern auch zum Nachdenken angeregt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und natürlich 4,5 von 5 Sternchen.
Lieblingszitat: „Ich weiß, wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber dich in meinem Leben zu haben, hilft mir. Es hilft mir, mich weniger allein zu fühlen. Empfindest du nicht … genauso?“ (S. 221)
Pippa Moon Ich halt hier nur die Klappe von Lotte Schweizer mit Illustrationen von Isabelle Metzen
dtv Hardcover Kinder-/Jugendbuch 288 Seiten Altersempfehlung: ab 11 Jahren ISBN: 978-3-423-76547-3 Ersterscheinung: 11.07.2024
POV: Du machst ein Praktikum am Filmset und alles geht schief
Inhalt: Pippas Eltern streiten sich gerade ständig, weshalb die Vierzehnjährige vorübergehend zu ihrem Opa aufs Hausboot zieht. Normalerweise würde Pippa sich bei ihrer besten Freundin Mell ausheulen, doch die hat sich für ein Austauschjahr in die USA verabschiedet. Und dann merkt Pippa, dass sie sich noch gar nicht um die Bewerbung für ein Schulpraktikum gekümmert hat. Zum Glück weiß Opa Günther Rat und organisiert ihr eine Stelle am Set eines Films, wo Pippa dem süßen Teenie-Superstar Freddy begegnet. Doch leider ist sie nicht die einzige Praktikantin – ihre Erzfeindin Cara macht tatsächlich bei der gleichen Produktion ihr Praktikum – und natürlich findet sie Freddy auch ganz toll. Tja, und während Cara alles perfekt meistert, tritt Pippa von einem Fettnäpfchen ins nächste.
Meinung: Es gab drei Gründe, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: das Cover, der Klappentext und vor allem der Titel. Die liebenswerte und manchmal leicht chaotische Pippa ist unsagbar lustig und sie schafft es immer wieder, in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten, sodass ich mich vor Lachen kaum halten konnte. Die Story ist authentisch und lässt sich wunderbar leicht lesen. Wer also noch auf der Suche nach einer unterhaltsamen Urlaubslektüre ist, sollte unbedingt Pippa kennenlernen!
Fazit: „Pippa Moon – Ich halt hier nur die Klappe“ von Lotte Schweizer empfehle ich Mädchen ab 11 Jahren, die gerne Geschichten aus dem Leben eines pubertierenden Teenagers lesen. Ich wurde bestens unterhalten und vergebe daher sehr gerne 4,5 von 5 Sternchen.
Princess of Souls Zwei Todfeinde. Zwei Leben, untrennbar verbunden. von Alexandra Christo übersetzt von Petra Koob-Pawis
dtv Paperback Enemies-to-Lovers-Romantasy 464 Seiten Altersempfehlung: ab 14 Jahren ISBN: 978-3-423-74109-5 Ersterscheinung: 16.05.2024
»Ich bin keine Prinzessin. Ich bin etwas viel Tödlicheres.«
Inhalt: Selestra Somniatis verfügt als königliche Hexe über eine unvorstellbare Macht. Ihre Bestimmung ist es, das Erbe ihrer Mutter anzutreten und als Hexe des Königs beim Schicksalsfest den Tod der Gäste vorherzusagen. Wer diesem Schicksal entkommt, hat einen Wunsch frei. Wer jedoch stirbt, dessen Seele raubt der König, um seine Unsterblichkeit zu sichern. Nox Laederic ist Soldat, ein Krieger der Letzten Armee – charmant, furchtlos und im Kampf scheinbar unbesiegbar. Er sinnt auf Rache, denn Nox will die königliche Familie auslöschen, angefangen mit Selestra. Eigentlich sind sie Todfeinde, doch als Selestra Nox in ihrer allerersten Vorhersage berührt, verflechten sich ihre Schicksale. Selestra erkennt, dass ihr Leben mit seinem Leben verbunden ist. Nur wenn beide zusammenarbeiten, können sie lange genug überleben, um dem dunklen Schicksal und dem unsterblichen König zu entkommen, der sie jetzt jagt.
Meinung:
Bei diesem Buch hat bereits auf den ersten Blick alles zusammengepasst: das Cover mit der hochwertigen Veredelung ist ein Traum und der Klappentext klingt äußerst vielversprechend. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass es enttäuschte Meinungen geben wird, weil man eventuell „etwas mehr“ erwartet hat. Daher hier der Hinweis: Es handelt sich um ein Jugendbuch für das Lesealter ab 14 Jahren! Ich verstehe nicht, weshalb ich immer wieder Bewertungen im Internet lesen muss, die schlecht ausfallen, nur weil „zu wenig“ passiert oder die Protagonisten keine tiefgründigen Gespräche führen. Wenn man sich vor dem Kauf mit dem Buch und der Beschreibung auseinandersetzen würde, könnte einem die Altersempfehlung schon auffallen. Ich persönlich finde es vollkommen richtig, dass in Büchern für dieses Lesealter nur Küsse ausgetauscht werden und nicht mehr. Wer mehr möchte, sollte nicht zu Jugendbüchern greifen. Ich – als Jugendliche – kann dieses Buch mit gutem Gewissen allen Fantasy-Fans empfehlen. Mir gefiel die Dynamik der Story und die Entwicklung der Charaktere.
Selestra und Nox, Todfeinde, die nach und nach Verbündete und dann sogar Freunde und Liebende werden, waren für mich ein interessantes Paar. Die neu entstandene Freundschaft sowie die Bereitschaft sich selbst zu opfern für eine neue, friedlichere Welt, ließ mich mitfiebern. Selestra erscheint mir mit ihren 16 Jahren zwar recht jung, jedoch auch sehr authentisch und wahnsinnig sympathisch. Nox hingegen ist ein wahrer Draufgänger, der das Abenteuer sucht und den Tod nicht scheut. Seine Loyalität gegenüber seinem besten Freund Micah fand ich bemerkenswert. Wenn man solche Freunde hat, kann man sich glücklich schätzen.
Fazit: „Princess of Souls“ ist eine mitreißende Enemies-to-Lovers-Romantasy der TikTok-Erfolgsautorin Alexandra Christo. Atemberaubende Reisen, spannende Schlachten und mächtige Magie konnten mich restlos begeistern und deshalb vergebe ich liebend gerne 5 von 5 Sternchen.
Lieblingszitate: „Von uns beiden scheine nur ich ein Interesse daran zu haben, nicht zu sterben. … Er versucht nicht, dem Tod zu entkommen, er marschiert ihm entgegen.“ (S. 182) und „In Nox’ Augen leuchtet etwas Helles, Neues, während wir uns festhalten. Sein Blick lässt meinen ganzen Körper erschauern. Manche Menschen haben das Abenteuer in ihren Knochen. Nox ist einer von ihnen, und wenn ich mit ihm zusammen bin, habe ich das Gefühl, dass auch ich eine von ihnen sein könnte.“ (S. 242) und „»Sieh mal, du kannst weder die Vergangenheit noch andere Menschen ändern«, sagt Nox. »Aber du kannst dich selbst ändern. Wer du jetzt bist, heute. Wenn es das ist, was du wirklich willst.«“ (S. 252) und „»Egal wo du bist, die Sonne muss immer aufgehen«, sage ich. »Nicht einmal die düstersten Tage sind von Dauer.«“ (S. 328) und „Schönheit ist nicht immer etwas, das man sieht – manchmal spürt man sie auch. Und ich spüre sie, wenn ich mit ihr zusammen bin.“ (S. 350) und „Egal was andere denken mögen, Selestra ist stark. Sie ist würdig. Und während sich alle Sterne des Firmaments über uns versammeln, brauche ich keine Prüfung, um genau zu wissen, was sie ist. Eine Hexe. Eine Prinzessin. Eine Königin.“ (S. 351)
Broken Heart Summer – Sunset Days (Bd. 1 der „Broken Heart Summer“-Dilogie) von Tonia Krüger
dtv Paperback Romance / New Adult 416 Seiten Altersempfehlung: ab 14 Jahren ISBN: 978-3-423-74107-1 Ersterscheinung: 16.05.2024
Was tust du, wenn du dein Herz am anderen Ende der Welt verlierst?
Inhalt: Rea und Maya verbringen den Sommer auf Hawaii. Eigentlich wollen die beiden Freundinnen Mayas Vater finden, doch dann begegnen sie Cam und plötzlich ist alles anders: Rea blüht auf und genießt ihre neu entdeckten Gefühle. Als Maya ihr jedoch ein unerwartetes Geständnis macht, droht das Ende des Urlaubs. Doch Rea ist nicht dazu bereit, ihre große Liebe Cam zu verlieren und schon gar nicht ihre Freundin Maya…
Meinung: Ich selbst war noch nie in Hawaii, dem wohl schönsten Bundesstaat der USA. Die dramatischen Klippen der Napali Coast auf Kauai, die lebhaften Ufer des Waikiki Beach auf Oahu, die kilometerlangen weißen Sandstrände von Papohaku Beach auf Molokai, das delphinfreundliche Wasser der Hulopoe Bay auf Lanai, der Haleakala Gipfel auf Maui, die ursprüngliche Energie des Hawaii-Vulkan-Nationalparks auf der Insel Hawaii – mit meinen eigenen Augen möchte ich die Vielfalt der Inseln sehen, das Meer rauschen hören und den feinen Sand zwischen meinen Zehen spüren. Ich will den Tag mit Surfen, Wandern oder Fallschirmspringen verbringen, die Gegend bei einem Hubschrauberflug erkunden, paddeln gehen, Wale beobachten oder mich auf eine der Seilrutschen wagen. Ja, irgendwann werde ich das alles erleben, aber bis dahin bin ich froh, mit Geschichten wie dieser verreisen zu können. Ich war hin und weg. Tonia Krüger hat sich mit dieser New Adult-Romance einen direkten Weg in mein Herz geschrieben. Mitreißend und leidenschaftlich wurden sowohl Gefühle als auch Handlungen ausgemalt, sodass diese jederzeit authentisch und nachvollziehbar erschienen. Die Anziehung zwischen Rea und Cam war vom allerersten Moment an greifbar. Dieser Roman ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte mit einem traumhaften Setting, es ist ein Buch über Freundschaft, Eifersucht, Vertrauen und Selbstfindung. Ich bin unendlich gespannt auf die Fortsetzung, die Mitte August erscheint.
Fazit: „Sunset Days“ von Tonia Krüger ließ mich für einen Moment abtauchen und alles um mich herum vergessen, ich konnte loslassen und einfach genießen. Die Beschreibung des traumhaften Hawaii-Settings und die lebendige Darstellung der Charaktere haben es mir leicht gemacht, mich in die Geschichte zu verlieben. Für mich ist dieser Auftakt der „Broken Heart Summer“-Dilogie eine absolut lesenswerte Geschichte über die Suche nach der Liebe und sich selbst und deshalb vergebe ich auch sehr gerne 5 von 5 Sternchen.
Lieblingszitate: „Am Ende des Regenbogens findest du das, was du dir am meisten wünschst.“ (S. 21) und „Du willst doch nicht ewig nur in Bibliotheken hocken, oder? Das Leben hat so viel mehr zu bieten. Wenn du das Meer immer meidest, verpasst du was, glaub mir.“ (S. 38) und „Weil in meinem Bauch Sterne kribbeln, wenn ich in deiner Nähe bin. Und eigentlich auch, wenn ich nicht in deiner Nähe bin – nur weil ich an dich denke. Und manchmal auch einfach so. Weil ich dich fühle.“ (S. 151) und „Ich versuche jeden Tag etwas zu erleben, das mich glücklich macht. Spätestens, wenn mir das bis zum Abend nicht gelungen ist, schnappe ich mir mein Surfboard und fahre noch mal runter zum Strand.“ (S. 176 f.) und „»Sieh, was du siehst. Hör, was du hörst. Fühl, was du fühlst.« Sein Daumen streicht über meine Haut. Es ist intim und aufwühlend, aber gleichzig tröstlich und schön.“ (S. 179) und „Ich bin noch nicht vielen Menschen so nahegekommen, aber ich weiß ganz intuitiv, dass das hier mehr als ein Kuss ist. Ein Kuss sagt mir vielleicht, dass Cam sich zu mir hingezogen fühlt. Aber so eine Umarmung … Die verrät mit vor allem, dass er mich mag.“ (S. 179) und „Ich glaube, ich brauche diesen einen Sommer. Einen Sommer, in dem ich nicht nur denke, nicht nur meinen Kopf benutze, sondern auch meinen Körper. Einen Sommer, um Dinge zu tun, einfach weil sie Spaß machen. Ohne schlechtes Gewissen, weil mir das Geld, das ich ausgebe, fürs Studium fehlt. Ein einziger Sommer, in dem ich mich ganz fühle. Ein bisschen flirten, ein bisschen das Leben genießen, Sonnenlicht schmecken, Blütenduft einatmen, Sternschnuppenregen fühlen. Ein Sommer ohne Bücher. Dafür mit Cam. Ein Flirt ohne Konsequenzen. Wenn es nicht mehr ist als das, wird es auch niemandem wehtun, oder?“ (S. 198) und „Ich mag, wie stark du bist. Dass deine Augen manchmal dunkel sind wie der tiefste Regenwald und manchmal hell wie Hibiskusblätter im Sonnenlicht. Ich mag, dass deine Haare nach Lavendel duften, wenn sie in der Sonne trocknen.“ (S. 215) und „Mit einem frustrierten Laut lasse ich den Kopf zurückfallen. Gerade habe ich keine Ahnung, ob ich noch ich bin. Oder ob ich zum ersten Mal seit meiner Kindheit wieder ich bin.“ (S. 247) und „Herzen können nicht brechen, würde ich ihr am liebsten nachrufen. Das sind Muskeln. Andererseits… Meins fühlt sich gerade an, als wäre es schockgefrostet worden und dann in tausend Stücke zersprungen.“ (S. 372)