{Rezension} Kiss me now
(Folge 3 der „Kiss the Bodyguard“-Reihe)

Kiss me now
(Folge 3 der „Kiss the Bodyguard“-Reihe)
von Stella Tack
gelesen von Elise Eikermann und Jonas Minthe

Mit Bonus-Story: KISS ME ALEX!
gelesen von Niklas Heinecke

GOYAlibre aus dem Hause JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
2 mp3-CDs
Ungekürzte Lesung
Spielzeit: ca. 1.020 Minuten bzw. 17 Stunden
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8337-4453-2
Ersterscheinung: 18.05.2022

Inhalt:
Eve, die Prinzessin des kanadischen Königreichs Nova Scotia, trifft am Königshof auf den geheimnisvollen Kingsley. Dieser kommt eigentlich aus New York, doch wegen eines Vorfalls wird er zu seinem Vater, der als Eves Bodyguard arbeitet, geschickt. Eve und Kingsley kommen sich immer näher, doch bei einem Angriff schützt Kingsleys Vater Eve und stirbt dabei. King möchte nichts mehr von Eve wissen, da er der Meinung ist, dass alles ihre Schuld sei. Zwei Jahre später hingegen führt das Schicksal die beiden wieder zusammen und King bekommt die Anweisung, die Position seines Vaters zu übernehmen und als Eves Bodyguard zu arbeiten. Auf dem Internat, das Eve besucht, passieren mysteriöse Dinge… Wird Kingsley sie beschützen können? Und was wird aus der Liebe, die die beiden füreinander empfunden haben? Wird sie wieder aufflammen – wenn ja, was bedeutet das für Kingsleys Job?

Meinung:
Ich mochte die ersten beiden Teile der „Kiss the Bodyguard“-Reihe von Stella Tack sehr und ich muss sagen, dass ich ein wenig traurig bin, dass diese Folge nun das Ende sein soll. Ich fand die Reihe einfach klasse. Aber mit dieser finalen Folge erhält die Trilogie nun auf jeden Fall einen grandiosen Abschluss. Zu den Covern muss ich sicherlich nicht viel sagen, denn auch dieses ist ein Knaller – ein farblicher Eyecatcher, der hervorragend zu den ersten beiden Covern passt. Die Tatsache, dass wir den Charakteren immer wieder in den einzelnen Geschichten begegnen, finde ich toll. Man muss die ersten beiden Folgen zwar nicht gehört haben, um der Handlung folgen zu können, allerdings würde ich dennoch dazu raten, weil es einfach ein Hörgenuss ist. So haben wir bereits zuvor die Protagonistin Eve und ihren süßen Mops Sir Henry als Sidecharacter kennengelernt, da sie unter anderem die Cousine von Prescot, dem Protagonisten der zweiten Folge, ist. Die beiden Hauptcharaktere dieser Folge, Eve und Kingsley, muss man direkt ins Herz schließen, sie wirken so leidenschaftlich, authentisch und echt. Die Ausarbeitung der Charaktere ist der Autorin wirklich gut gelungen, ebenso auch die Handlung, die sehr gut strukturiert ist und in zwei Stränge aufgebaut wurde. Der erste Teil spielt vor dem Vorfall, bei dem Kingsleys Vater gestorben ist, der zweite Teil zwei Jahre später. Die Story gab mir wirklich alles, was ich mir von einer Young Adult Story wünsche und eigentlich noch viel mehr. Denn neben prickelnder Romantik mit viel Charme und noch mehr Schlagfertigkeit gab es in dieser Folge auch den spannenden Teil rund um „Eat the Rich“ und die Vorfälle im Internat. Was ich neben dem packenden Thrilleranteil der Geschichte mochte, war tatsächlich auch das Setting, denn anhand des Klappentextes konnte ich nicht herauslesen, dass die Geschichte mehr in England auf dem Internat statt im Palast in Nova Scotia spielt. Die Geschichte endet übrigens mit einem kleinen Cliffhanger rund um Ivy und Ryan aus „Kiss me once“. Zum Glück gibt es aber in der Bonusstory die Auflösung, wobei es in „Kiss me Alex!“ hauptsächlich um Alex, einen von Eves Cousins, und um seine Beziehung und die Beziehungsprobleme mit seinem langjährigen Freund Jeff geht. Die Geschichte hatte deutlich weniger Actionanteile als „Kiss me now“, jedoch fand ich die Story total süß. Die Stimmen von Elise Eikermann, die Eve spricht, Jonas Minthe, der King seine Stimme leiht, und Niklas Heinecke, der Alex in der Bonusstory zum Leben erweckt, wurden übrigens hervorragend ausgewählt, sie passen so gut zu den jeweiligen Charakteren.

Fazit:
„Kiss me now“ von Stella Tack ist eine gefühlvolle Lovestory mit starken Charakteren. Dieses unvergessliche Hörerlebnis empfehle ich allen Romance-Fans ab 14 Jahren, die romantische, spannende und aber zugleich auch süße Liebesgeschichten mögen. Von mir gibt es hochverdiente 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an den JUMBO Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Zeitenzauber
Das verborgene Tor (Bd. 3)

Zeitenzauber
Das verborgene Tor (Bd. 3)
von Eva Völler

One Verlag
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene / Jugendbuch
352 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0150-1
Ersterscheinung: 29.07.2022

Ein verborgenes Tor,
eine dunkle Bedrohung,
eine Reise durch die Zeit.

Inhalt:
Anna und Sebastiano befinden sich im Jahr 1813, um einen Auftrag zu erfüllen. Diesmal sind sie allerdings auf sich allein gestellt. Als heiratswillige Geschwister tauchen sie in die High Society des Londoner Adels ein. Kutschfahrten, Stadtbummel und Tanzfeste stehen nun auf der Tagesordnung. Während die beiden sich gegen aufdringliche Verehrer wehren, wird ein Zeitreiseportal nach dem anderen zerstört. Die Zukunft ist in Gefahr, doch wem können Anna und Sebastiano noch trauen?

Meinung:
Auch das dritte Cover der Reihe ist traumhaft schön und passt hervorragend zu den ersten beiden Bänden. Die Farben der Neuauflage harmonieren wunderbar miteinander. So gesehen ist diese Auflage nicht nur inhaltlich, sondern nun auch optisch ein Highlight. Nachdem wir Anna und Sebastiano im ersten Band nach Venedig und dann im zweiten Band nach Paris begleitet haben, wurde es nun endlich Zeit, nach London ins Jahr 1813 zu reisen. Eine traumhafte Epoche – für mich als großer Fan von Jane Austen ist die Regency-Zeit ein perfektes Setting für das Finale der brillanten Zeitenzauber-Trilogie. Eva Völler hat mit London die perfekte Kulisse für dieses magische Abenteuer gewählt. Mit den beiden Protagonisten Anna und Sebastiano hat Eva Völler zwei Charaktere erschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Anna ist sehr mutig und humorvoll, aber auch selbstkritisch. Man schließt sie schnell ins Herz und kann sich gut mit ihr in der Ich-Perspektive identifizieren. Von der ersten Seite an hat mich diese humorvolle und leicht verrückte Geschichte in einen Bann gezogen und mir wundervolle Lesestunden beschert. Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Die abwechslungsreiche Handlung ist äußerst spannend und Anna und Sebastiano stecken wieder mittendrin in einem Abenteuer voller Romantik, Verrat und Freundschaft.

Fazit:
„Das verborgene Tor” von Eva Völler ist der abschließende Band der großartigen „Zeitenzauber”-Reihe. Diese romantische und zugleich spannende Zeitreise empfehle ich Jugendlichen ab 14 Jahren. Von mir gibt es hochverdiente 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Bloggerjury für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Liebe treibt die schönsten Blüten

Liebe treibt die schönsten Blüten
von Valerie Korte

Lübbe
Taschenbuch
Liebesroman
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18355-5
Ersterscheinung: 26.03.2021

Kann man Liebe säen, wo sie nicht von selbst wächst?

Inhalt:
Biologin Svea arbeitet seit vielen Jahren schon an ihrer Doktorarbeit, doch irgendwie steckt sie in einer Sackgasse. Nicht nur beruflich – auch in der Liebe sieht es nicht gerade rosig aus. Und dann muss sie auch noch spontan die Gartenbaufirma ihres Vaters als Geschäftsführerin übernehmen. Etwas überfordert mit den neuen Aufgaben und Anforderungen begegnet sie Lars bei einem Rückenkurs. Für Svea ist klar, dass Lars der Mann fürs Leben ist, doch der zeigt kein großes Interesse. Irgendwie scheint die Liebe nur einseitig zu sein. Oder vielleicht doch nicht?

Meinung:
Von Valerie Korte habe ich vor etwas längerer Zeit „Aus allen Wolken fällt man auch mal weich“ gelesen – ein wahnsinnig unterhaltsamer Roman über das reale Leben einer alleinerziehenden Mutter und ihrer perfekten Scheinwelt auf Instagram. Der Schreibstil der Autorin konnte mich damals schon vom Fleck weg überzeugen, sodass ich nun gespannt auf Sveas Geschichte war. Ohne viel Drama und Schnickschnack hat Valerie Korte mal wieder eine humorvolle, witzige und federleichte Liebesgeschichte erschaffen. Das Buch besticht durch authentische Charaktere, denn nicht nur die unglaublich sympathische Protagonistin Svea, sondern auch all die anderen Charaktere haben sich direkt in mein Herz geschlichen und dort sehr viel gute Laune hinterlassen. Die gelungene Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit hat mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit:
„Liebe treibt die schönsten Blüten“ von Valerie Korte ist eine gefühlvolle, herzerwärmende und witzige Lovestory mit sympathischen Charakteren. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die Bloggerjury für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} When the Storm Comes
(Bd. 1 der „Sommer in Kanada“-Reihe)

When the Storm Comes
(Bd. 1 der „Sommer in Kanada“-Reihe)
von Carina Schnell

everlove (ein Imprint der Piper Verlag GmbH)
Klappenbroschur
Romance / New Adult
416 Seiten
Meine persönliche Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-492-06281-7
Ersterscheinung: 28.07.2022

Manchmal muss man sich erst verlaufen, um den richtigen Weg zu erkennen.

Inhalt:
Auf einem Roadtrip durch Kanada und auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln landet Marly aufgrund einer Autopanne im verschlafenen Küstenstädtchen St. Andrews. Obwohl sie nicht lange bleiben will, findet sie an diesem idyllischen Ort, nicht nur zu sich selbst, sondern auch einen sehr attraktiven Mann, der es ihr nicht gar so einfach machen will…

Meinung:
Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich mich umgehend in die Story und in das Cover verliebt. Erst später habe ich dann von diesem wundervollen Buchschnitt erfahren und ich war gnadenlos überwältigt. Mittlerweile ist es fast schon eine Modeerscheinung, jedem Buch einen farbigen Buchschnitt zu verpassen – somit also eigentlich nichts Besonderes mehr. Bei diesem Buch ist es allerdings anders. Ich denke nicht, dass ich viele Worte darüber verlieren muss, denn es ist offensichtlich eins der schönsten Bücher, die es derzeit auf dem Markt gibt. Diese Symbolik ist einfach göttlich. Das Blau des Atlantiks und die Ahornblätter spiegeln die Seele dieser emotionalen und herzerwärmenden Romanze wieder. Zugegebenermaßen kam ich anfangs nicht so ganz gut in die Geschichte rein. Irgendwie war es mir zu wenig von dem, was ich erwartet hatte, und zu viel Klischee. Aber je mehr Seiten ich gelesen habe und je mehr ich Marly und Jack miteinander erleben und fühlen konnte, desto glücklicher und zufriedener wurde ich. Was mir anfangs gefehlt hat, kann ich selbst kaum beschreiben, denn irgendwie hatte ich erwartet, mehr über Kanada zu erfahren. Das Setting des kleinen Küstenstädtchens war bezaubernd, hätte aber in England, Amerika, Australien oder auch Neuseeland so oder so ähnlich auch funktionieren können. Das hatte insgesamt nicht sonderlich viel mit Kanada zu tun. Ich muss hierzu anmerken, dass ein Teil meiner Familie in Toronto und Umgebung lebt, weshalb ich natürlich unnatürlich große Erwartungen an dieses Buch hatte, die nicht erfüllt wurden, weil Toronto keine große Rolle in der Geschichte spielt. Die Protagonistin Marly ist dort aufgewachsen, jedoch beginnt die eigentliche Story tatsächlich erst mit dem Roadtrip und der „Flucht“ aus Toronto. Blendet man also diesen Teil meiner Erwartungen aus, dann gibt es eigentlich kaum noch was zu bemängeln. Ich habe mich nicht nur in die beiden Hauptcharaktere Marly und Jack verliebt, sondern auch in jeden einzelnen Nebencharakter und Bewohner des verschlafenen Küstenörtchens St. Andrews. Vor allem mochte ich Fiona, Marlys neue Freundin und Kollegin, die vom ersten Moment an offenherzig und liebenswert war. Hier und da gab es natürlich Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können. Beispielsweise konnte ich mit der Liebe und der ständigen Benennung der Modelle und der Farben der Sneakers überhaupt nichts anfangen. Muss wohl ein Faible der Autorin sein. Ich fand es schon irgendwie komisch, dass alle Charaktere im Buch wussten, um welches Schuhmodell es sich handelt und wie besonders bzw. wie teuer diese Sneakers sind. Ich persönlich weiß, dass ich Chucks besitze, aber mehr als High und Low kann ich nicht unterscheiden. Genauso auch bei meinen Nike Air. Dass es welche sind, weiß ich, aber mehr auch nicht. Ich weiß, dass es Sammler gibt, denn mein Großcousin ist einer von denen, der sogar recht gutes Geld mit Sammlerstücken verdient. Aber irgendwie waren alle im Buch Schuhfetischisten, was für mich dann eher etwas unrealistisch erscheint. All diese Kritik solcher Kleinigkeiten wäre aber definitiv nicht angebracht, denn für mich war es am Ende ein absolutes Lesehighlight. Ich konnte mich fallen lassen und träumen. Beim Lesen überkam mich nicht nur einmal das Gefühl, ich könnte die Wellen rauschen hören oder aber fühlen, wie der warme Sand am Strand durch meine Zehen rinnt. Die Autorin hat mit diesem Auftakt der „Sommer in Kanada“-Reihe mein Herz im Sturm erobert. Ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung, in der wir mehr von Will erfahren, den ich total sympathisch und nett fand. Gespannt bin ich übrigens auch auf den dritten Band, denn da dreht sich dann alles um Blake, Jacks Freund, der scheinbar ein Auge auf Marlys Freundin Rachel wirft.

Fazit:
„When the Storm Comes“ von Carina Schnell ist eine gefühlvolle, herzerwärmende und teilweise auch witzige Lovestory mit einem traumhaften Setting und sympathischen Charakteren. Für mich ist dieser erste Band der „Sommer in Kanada“-Trilogie ein absolut lesenswerter Wohlfühlroman und deshalb vergebe ich auch wohlverdiente 5 von 5 Sternchen.

Lieblingszitat:
„Er dachte sicher sowieso schon, dass ich nicht mehr alle Bücher im Regal hatte, kein Grund, seinen Verdacht zu bestätigen.“ (S. 192)

Herzlichen Dank an everlove für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Ein Date für vier

Ein Date für vier
von Ulrike Rylance

dtv
Taschenbuch
Jugendbuch
208 Seiten
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-423-74081-4
Ersterscheinung: 20.07.2022

Sprachreise statt Strandurlaub

Inhalt:
Die vierzehnjährige Marleen Kaminski träumt bereits von ihren Sommerferien, die sie mit ihrer besten Freundin im sonnigen Italien verbringen möchte. Doch anstatt den Strand und das Meer zu genießen, geht es für Marleen und ihre sechzehnjährige Schwester Ella ins verregnete England. Die beiden sind ganz und gar nicht davon angetan, denn die Schwestern sind vor allem in Englisch sehr schlecht. Und genau um dem Abhilfe zu schaffen, schicken die Eltern Marleen und Ella drei Wochen auf Sprachreise. Es gibt kein zurück mehr, die Reise ist bereits gebucht und somit steht dem wohl größten Abenteuer der Schwestern nichts mehr im Weg…

Meinung:
Ich könnte mich jedes Mal kringeln, wenn ich höre, wie manch einer versucht, deutsche Redewendungen ins Englische zu übersetzen. Dabei kommen die herrlichsten Lacher zustande und bei „all good things are three“ oder auch „I am fox devils wild“, denke ich „my pig whistles“. Damit solche Fehler und Missverständnisse erst gar nicht entstehen, sollte man dem entgegenwirken, indem man fremdsprachige Bücher liest. Im Nu kann man seinen eigenen Wortschatz erweitern und festigen. Daher wundert es mich schon, dass es leider viel zu wenige Bücher derzeit auf dem Markt gibt, die wie „Ein Date für vier“ nicht nur wahnsinnig unterhaltsam sind, sondern Kindern und Jugendlichen die englische Sprache auf spielerische Art und Weise näher bringen. Der Aufbau des Buches ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt: Beginnt die Geschichte noch vollständig auf Deutsch, kommen nach und nach vereinzelt ein paar englische Wörter bzw. kurze Sätze hinzu, wohingegen am Schluss sogar ganze Abschnitte auf Englisch dazwischengeschoben werden. Man gleitet sozusagen in die Sprache hinein und wächst mit der Herausforderung. Ab der Mitte ist die Geschichte dann so spannend, dass man das Buch gar nicht weglegen möchte – wenn überhaupt, dann nur um ein paar Vokabeln nachzuschlagen. Obwohl auch unbekannte Begriffe oder Redewendungen selbsterklärend sind, stimme ich der Altersempfehlung ab 11 Jahren nicht ganz zu. Meine kleine Schwester ist dieses Jahr 11 Jahre alt geworden und hat gerade die 5. Klasse beendet. Sie hatte tatsächlich noch ein paar Verständnisschwierigkeiten und wollte das Buch deshalb schon weglegen. Ich habe ihr ein klein wenig Mut zugesprochen, denn im Grunde ist es nicht wichtig, wirklich jede einzelne Vokabel zu übersetzen. Solange man den Sinn versteht, ist das vollkommen in Ordnung. Auch ich habe so angefangen und mittlerweile lese ich sogar mehr englischsprachige Bücher als deutsche. Das kommt alles mit der Zeit. Grundsätzlich würde ich persönlich aber die Altersempfehlung auf die 6. oder 7. Klasse setzen, denn da sollte es aufgrund des bis dahin erlernten Wortschatzes keine Verständnisschwierigkeiten mehr geben. Dank des lockeren und unkomplizierten Schreibstils der Autorin gleitet man mühelos durch das ganze Buch. Viele Bilder und Doodles sorgen für gute Laune und viele Lachmomente. Es wird mit verschiedenen Schriftarten gespielt, die sich zudem noch in Größe und Intensität unterscheiden. Hilfreich wäre vielleicht noch ein Verzeichnis gewesen, wo man die englischen Vokabeln, die im Buch vorkommen, direkt nachschlagen kann.

Fazit:
„Ein Date für vier“ von Ulrike Rylance ist eine humorvolle Geschichte über Freundschaften, Sprachbarrieren und die erste Liebe für Jugendliche ab 12 Jahren. Ich wurde bestens unterhalten und vergebe daher sehr gerne 4,5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an die dtv Verlagsgesellschaft für dieses Rezensionsexemplar.