{Rezension} Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein

Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein
von J.K. Rowling
gesprochen von Rike Schmid zusammen mit Pepe Vielhaben als Jack und Ferdi Özten als das Weihnachtsschwein

der Hörverlag (Verlagsgruppe Random House GmbH)
mp3-CD
vollständige Lesung
Laufzeit: ca. 6 Std. 12 Min.
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-8445-4572-2
Ersterscheinung: 12.11.2021

Inhalt:
Jack liebt sein Plüschtier Schwein über alles. Doch eines Tages ist Swein, wie er sein Plüschtier ganz liebevoll nennt, plötzlich weg. Jack vermisst seinen besten Freund ganz schrecklich, doch Weihnachten wird nicht umsonst die Zeit der Wunder genannt und so beginnt für Jack das größte Abenteuer seines Lebens.

Meinung:
Ich liebe die Bücher von J.K. Rowling, vor allem natürlich die Harry-Potter-Reihe. Deshalb war ich sehr gespannt auf diese berührende Geschichte über wahre Freundschaft und den Mut, über sich selbst hinauszuwachsen. Mir ist allerdings direkt am Anfang bereits aufgefallen, dass bei der Übersetzung aus dem Englischen viele Begriffe wie Mom, Dad und noch zahlreiche mehr einfach beibehalten wurden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich so gut finde, denn es handelt sich um eine Geschichte für Kinder ab 8 Jahren und da hätte ich mir einfach gewünscht, dass es vollständig übersetzt wird. Der vermehrte Gebrauch von Anglizismen muss doch eigentlich nicht im Grundschulalter schon beginnen, oder? Gefallen haben mir aber auf jeden Fall die lehrreichen Botschaften wie beispielsweise die Probleme von Patchworkfamilien. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit wird aufgegriffen. Viele Menschen können kleine Dinge einfach nicht mehr wertschätzen und lieb haben und vergessen daher allzu oft, dass der emotionale Wert manchmal wichtiger ist als der materielle. Auch wenn die Story nicht perfekt ist, gibt es von mir dennoch eine Hörempfehlung.

Fazit:
Mit ihrem neuen Kinderbuch „Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein“ ist der Autorin J.K. Rowling eine sehr berührende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Hoffnung gelungen. Das Buch fand ich schon richtig klasse, aber die von Rike Schmid zusammen mit Pepe Vielhaben als Jack und Ferdi Özten als das Weihnachtsschwein grandios umgesetzte Lesung ist das reinste Hörvergnügen. Ich empfehle dieses Hörbuch empathischen Kindern ab 10 Jahren, ansonsten aber auch gerne schon ab 8 Jahren. Diese Entscheidung sollte bei den Eltern liegen, die natürlich besser wissen, wie und ob ihre Kinder mit Trauer und Verlust umgehen können. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Maus und Eichhorn auf großer Winterreise

Maus und Eichhorn auf großer Winterreise
von Kristina Andres (Autorin, Illustratorin)

arsEdition
Hardcover
Bilderbuch
40 Seiten
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-8458-4359-9
Ersterscheinung: 04.10.2021

Inhalt:
Die Tage werden kürzer und die Nächte länger, es ist ruhig geworden im verschneiten Wald. Eigentlich halten alle Tiere ihre Winterruhe – nur die kleine Maus nicht, denn sie hat zwischen den Schneeflocken die Berge entdeckt. Hoch oben vom Gipfel möchte sie die Welt erkunden und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise mit ihrem Freund, dem Eichhorn.

Meinung:
Wenn es draußen langsam kühler wird und die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, beginnt die magische Winterzeit. Diese Vorlesegeschichte über Freundschaft, Neugierde, Heim- und Fernweh, Aufbruch, Freiheit, Gipfelglück und Freundlichkeit hat mich von Anfang an verzaubert. Vor allem bin ich von den liebevollen Illustrationen der Autorin begeistert. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken und bei jedem einzelnen Bild bin ich dahingeschmolzen. Alle Illustrationen sind übrigens vollflächig und doppelseitig. Die kurzen Texte sind kindgerecht und leicht verständlich. Außerdem passen diese auch immer hervorragend zu den Illustrationen. Diese lehrreiche Geschichte von der kleinen Maus und ihrem Freund ist ideal geeignet für ein paar gemütliche Lesestunden mit der ganzen Familie.

Fazit:
„Maus und Eichhorn auf großer Winterreise“ von Kristina Andres ist ein zauberhaftes Bilderbuch mit tollen Illustrationen. Diese Geschichte über Freundschaft, Fernweh und Freundlichkeit eignet sich hervorragend zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an arsEdition für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Keeper of the Lost Cities
Das Exil (Folge 2)

Keeper of the Lost Cities
Das Exil (Folge 2)
von Shannon Messenger
gelesen von David Nathan

Silberfisch
14 CDs
Ungekürzte Lesung
Gesamtspielzeit: ca. 946 Min.
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-8449-2932-4
Ersterscheinung: 25.10.2021

Inhalt:
Sophie lebt mittlerweile bei den Elfen und mithilfe ihrer außergewöhnlichen Gaben findet sie tatsächlich ein Alicorn! Silveny ist das zweite Alicorn, das überhaupt je gefunden wurde und eine Sensation in der ganzen Elfenwelt. Da aber nur Sophie ihre Gedanken lesen kann, wird sie vom hohen Rat damit beauftragt, sie zu zähmen. Als dann Alden auftaucht und ihr sagt, der hohe Rat hätte noch einen Auftrag für sie, wird ihr ganz mulmig, denn sie soll mit ihm ins Exil gehen, um dort einen Gedankenbruch durchzuführen. Doch dieses Abenteuer hat gewaltige Folgen und Sophies ganze Welt steht Kopf… Was soll sie nur machen? Und was wird aus Silveny? Doch sie hat einen Plan, aber ob der gelingen wird? Ein spannendes Abenteuer beginnt…

Meinung:
Ich war wirklich begeistert von der ersten Folge dieser Fantasyreihe und deshalb auch unglaublich gespannt auf die Fortsetzung. Abermals entführt uns der Sprecher David Nathan in ein fantastisches Abenteuer und ich finde die zweite Folge eigentlich auch fast genauso gut wie die erste, allerdings habe ich eine Sache zu bemängeln, denn der Einstieg in die Geschichte war nicht sonderlich spannend. Es wurde ein bisschen zu viel über das Alicorn geredet, aber ansonsten ist nicht wirklich viel passiert. Ab der Mitte der Geschichte hat sich das Warten und Durchhalten dann allerdings gelohnt, denn ab da wurde es dann wieder unglaublich mitreißend. Die Geschichte an sich ist allerdings ein wenig komplex, weshalb man unbedingt die erste Folge kennen sollte, da man sonst nicht durch den Handlungsstrang durchsteigt und die Charaktere mit den komplizierten Namen wahrscheinlich nicht auseinanderhalten kann. Die Protagonistin Sophie finde ich übrigens einfach toll, denn sie ist so ein wahnsinnig sympathisches Mädchen, das man direkt ins Herz schließen muss. Aber auch die restlichen Charaktere sind liebenswert und sehr vielschichtig. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und auch einige Handlungsstränge werden nicht aufgelöst, sodass ich jetzt ganz gespannt auf die dritte Folge bin.

Fazit:
„Das Exil“ von Shannon Messenger ist die spannende Fortsetzung der epischen Fantasy-Reihe „Keeper of the Lost Cities“. Gefährliche Abenteuer und magische Geheimnisse begeistern nicht nur Kinder ab 11 Jahren, deshalb gibt es von mir 4,5 von 5 Sternchen.

Rezensionen zu weiteren Bänden dieser Reihe:
Der Aufbruch (Folge 1)

Herzlichen Dank an den Hörbuch Hamburg Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

{Rezension} Ausgerechnet Alaska
Verliebt unter Mistelzweigen

Ausgerechnet Alaska
Verliebt unter Mistelzweigen
von Lorena Grant

Piper Verlag GmbH
Taschenbuch
Romance / Weihnachtsroman
216 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Meine persönliche Altersempfehlung: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-492-50544-4
Ersterscheinung: 28.10.2021

Inhalt:
Die siebzehnjährige Gabriela soll die Weihnachtsferien mit ihrem Dad bei seiner neuen Freundin und deren Familie im kalten und verschneiten Alaska verbringen. Dass sie davon ziemlich wenig begeistert ist, lässt sie auch alle gnadenlos direkt und ohne jegliche Umschweife spüren. Im verschlafenen Kaff Balto, irgendwo am äußersten Rand der Welt, scheint es den Menschen aber an rein gar nichts zu fehlen, und so lernt Ela nicht nur die Wärme und die Herzlichkeit ihrer neuen Familie kennen, sondern auch einen Jungen mit umwerfenden Husky-Augen…

Meinung:
Ich gestehe, dass ich auf den ersten Seiten bereits mit dem Gedanken gespielt hatte, das Buch abzubrechen. Da ich selbst ein ganz großer Weihnachtsfan bin, konnte ich mich irgendwie gar nicht mit der Protagonistin anfreunden. Ela, eher von der Sorte Weihnachtsmuffel, ist nicht nur zickig und hochnäsig, sie ist auch dermaßen verwöhnt, dass ich auf Anhieb beschlossen habe, sie nicht zu mögen. Es gab schlichtweg keinen einzigen Grund, diese Großstadtgöre sympathisch zu finden. Nachdem ich mich aber dazu durchgerungen hatte, das Buch doch noch zu lesen, fing ich an, hinter Elas Fassade zu schauen. Langsam konnte ich natürlich auch ihre Seite verstehen, denn ihr Vater ist ja nicht gerade ein Prachtexemplar eines Vorzeige-Dads. Von der Mutter verlassen, haben die beiden eigentlich nur Zeit zu zweit verbracht – wenn überhaupt, denn Elas Dad, ein vielbeschäftigter und erfolgreicher Arzt, war eigentlich immer im Krankenhaus. Dass dann urplötzlich eine neue Frau in sein Leben tritt, die auch noch eine ziemlich große Familie im Schlepptau hat, verängstigt und verärgert Ela. Wie gesagt, am Anfang fand ich Ela unausstehlich und ziemlich egoistisch. Aber als Leserin habe ich gelernt, geduldig zu sein. Manche Charaktere brauchen etwas länger, um ihren Charme zu entwickeln. Um jetzt nicht alles zu spoilern, erzähle ich natürlich nur so viel: Ela bekommt ihre Chance und sie schafft es auch, allen zu zeigen, dass da doch noch mehr in ihr steckt. In kürzester Zeit wird sie als Teil der Familie aufgenommen und kann sich glücklich schätzen, denn alle sind so liebenswert und warmherzig. Iona, die Freundin ihres Dads, bringt sehr viel Geduld auf – mit dieser chaotischen Familie kann man wohl auch gar nicht anders. Auch die weiteren Nebencharaktere wie die kleinen Jungs George und Michael (man beachte das Wortspiel) waren zuckersüß. Toll fand ich Lennox, die ich wahnsinnig gerne selbst als Freundin hätte. Und von Connor und Kieran mag ich erst gar nicht anfangen, denn die Jungs sind einfach klasse. Die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen, sie wirkten alle ziemlich real und authentisch auf mich. Auch den Schreibstil fand ich hervorragend, denn dieser war ziemlich entspannt und somit leichtgängig. Und obwohl ich mit vielen Szenen noch immer am Hadern und etwas unzufrieden bin, hat mir die Geschichte dann doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Wenn ich an die Übernachtung am See denke, als Ela das erste Mal in ihrem Leben Polarlichter sieht und sich einen Ruck gibt und in ihrer Snoopy-Unterwäsche ins Eiswasser hüpft, da blüht mir noch immer das Herz auf. Dass ich es natürlich merkwürdig finde, dass sich jemand innerhalb von ein paar Tagen zu einem besseren Menschen wandelt und das ganze Leben umkrempelt, sich verliebt und die Idee, ans andere Ende der Welt zu ziehen, plötzlich grandios findet, hindert mich nicht daran, diese Story letztendlich trotzdem mit einem „unbedingt lesenswert“ zu empfehlen. Wie ich das Ende bewerten soll, darüber bin ich mir selbst noch nicht schlüssig. Wenn man mir sagen würde, dass da noch eine Fortsetzung kommen könnte, dann wäre ich äußerst zufrieden. Wenn das aber als Einzelband geplant ist, dann müsste ich eigentlich einen Punkt abziehen, denn das ist kein zufriedenstellender Abschluss. Aber ich bin ja eine Optimistin – und da ich an das Gute und an die Liebe glaube, hoffe ich einfach, dass wir demnächst noch mehr von Lorena Grant lesen können und sie uns dann erzählt, was Ela und Kieran in Alaska so alles erleben. Oder aber Kieran besucht zwischenzeitlich Ela in London… Ganz viele Ideen und Möglichkeiten und deshalb schreit dieses Buch nach einer Fortsetzung!

Fazit:
„Ausgerechnet Alaska“ von Lorena Grant ist eine witzige Geschichte aus dem Leben eines Teenagers. Diese weihnachtliche Lovestory, die ich Leserinnen bereits ab 12 Jahren empfehlen kann, und das winterliche Alaska haben mich überzeugt und deshalb gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternchen.

{Rezension} Tafiti und der große Zauberer (Bd. 17)

Tafiti und der große Zauberer (Bd. 17)
von Julia Boehme
mit Illustrationen von Julia Ginsbach

LOEWE Verlag
Hardcover
Kinderbuch
80 Seiten
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3-7432-0724-0
Ersterscheinung: 11.08.2021

Inhalt:
Pinsel, das Pinselohrschwein, hat total dollen Schluckauf und egal, wie sehr sich Tafiti auch bemüht, er geht einfach nicht weg. Doch dann kommt ein Zauberer, der Pinsel zum Glück helfen kann. Allerdings passieren nun komische Dinge… Hat der Zauberer etwas damit zu tun? Was führt er im Schilde? Ein spannendes Abenteuer beginnt…

Meinung:
Das Cover ist farbenfroh und sieht echt lustig aus und da ich von den anderen Geschichten des kleinen Erdmännchens richtig begeistert war, musste ich natürlich auch das neue Abenteuer von Tafiti direkt lesen. Die zahlreichen Illustrationen von Julia Ginsbach machen das Buch zu einem echten Lesehighlight. Von der ersten Seite an war ich entzückt und verzaubert. Die Sätze sind schön kurz und die Schrift ist angenehm groß. Die Kapitellänge ist gerade für Leseanfänger der 1. und 2. Klasse perfekt gewählt. Mir hat die Geschichte von Tafiti und dem großen Zauberer wieder einmal eine tolle Lesezeit beschert und vor allem das Ende fand ich total spannend.

Fazit:
Mit „Tafiti und der große Zauberer“ ist der Autorin Julia Boehme eine tolle Fortsetzung gelungen. Diese Erstleserreihe überzeugt durch ein ausgewogenes Text-Bild-Verhältnis und ist daher bestens zum ersten Selberlesen ab 7 Jahren oder aber zum gemeinsamen Lesen ab 5 Jahren geeignet. Tafiti und seine Freunde erhalten 5 von 5 Sternchen.

Herzlichen Dank an Julia Boehme für dieses Rezensionsexemplar.