Grumpy Darling
(Bd. 2 der „Darling Devils“-Reihe)
von Alexandra Moody
One Verlag
Paperback
Junge Erwachsene / Sports Romance
464 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0299-7
Ersterscheinung: 19.03.2026
Inhalt:
Paige hat für ihr letztes Highschool-Jahr eine Bucket List erstellt und fast alle Punkte erfolgreich abgehakt. Nur eine Sache fehlt noch: Sie wurde noch nie geküsst. Für sie ist schnell klar, dass sich das endlich ändern muss. Allerdings gestaltet sich die Partnersuche schwieriger als gedacht, denn ihr bester Freund Grayson Darling sorgt mit seinem einschüchternden Ruf als Eishockeyspieler ungewollt dafür, dass sich kaum jemand traut, Paige näherzukommen. Also bittet sie ausgerechnet ihn um Hilfe bei ihren ersten Schritten in die Datingwelt. Was Paige jedoch nicht ahnt: Grayson ist längst nicht so unbeteiligt, wie er vorgibt zu sein, denn hinter seiner grimmigen Fassade verbergen sich Gefühle, die er seit Jahren für sie hegt.
Meinung:
Nachdem mich bereits der erste Band der Reihe vollkommen begeistern konnte, war ich unglaublich gespannt auf die Geschichte von Paige und Grayson. Schon in „Rival Darling“ haben die beiden als Nebenfiguren mein Interesse geweckt, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, endlich mehr über sie zu erfahren. Und was soll ich sagen? Alexandra Moody hat es erneut geschafft, mich vollkommen in ihre Geschichte hineinzuziehen. Besonders begeistert hat mich die Dynamik zwischen Paige und Grayson. Ihre jahrelange Freundschaft bildet ein wunderschönes Fundament für die Liebesgeschichte. Man spürt von der ersten Seite an, wie sehr die beiden einander vertrauen und wie selbstverständlich sie Teil des Lebens des jeweils anderen geworden sind. Genau deshalb funktioniert die Entwicklung von Freundschaft zu Liebe hier so hervorragend. Paige war für mich eine unglaublich sympathische Protagonistin. Sie ist lebensfroh, herzlich, manchmal etwas chaotisch und gleichzeitig sehr authentisch. Besonders ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Zukunft nach der Schule macht sie greifbar und nahbar. Während ihre Mutter von ihr erwartet, längst einen konkreten Lebensplan zu haben, versucht Paige zunächst herauszufinden, wer sie eigentlich sein möchte. Diese Selbstfindung verleiht der Geschichte zusätzlich Tiefe und sorgt dafür, dass sie weit mehr ist als nur eine romantische Liebesgeschichte. Grayson Darling hat mein Herz allerdings komplett erobert. Nach außen wirkt er verschlossen, mürrisch und teilweise sogar einschüchternd. Doch hinter dieser grummeligen Fassade verbirgt sich ein unglaublich loyaler, fürsorglicher und liebevoller Charakter. Besonders sein Beschützerinstinkt gegenüber Paige war einfach zum Dahinschmelzen. Jede Szene, in der er Paige dabei helfen soll, einen anderen Jungen näher kennenzulernen, war gleichermaßen süß, schmerzhaft und unterhaltsam. Der Slow-Burn-Aspekt wurde meiner Meinung nach nahezu perfekt umgesetzt. Alexandra Moody nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Gefühle und setzt dabei auf viele kleine Momente, Blicke, Gespräche und Gesten. Gerade diese scheinbar unspektakulären Szenen haben bei mir für das meiste Herzklopfen gesorgt. Die Spannung zwischen Paige und Grayson ist durchgehend spürbar, ohne dass die Geschichte künstlich dramatisch wirken muss. Auch das Eishockey-Setting hat mir wieder sehr gefallen. Der Sport bleibt zwar eher ein ergänzender Bestandteil der Handlung, sorgt aber dennoch für eine tolle Atmosphäre und stärkt vor allem die Dynamik innerhalb der Darling-Familie. Genau wie schon im ersten Band habe ich die Szenen mit den Darling-Brüdern geliebt. Ihr Zusammenhalt, ihre Neckereien und ihre Loyalität füreinander bringen unglaublich viel Wärme und Humor in die Geschichte. Besonders hervorheben möchte ich außerdem, dass das Buch komplett ohne Spice auskommt. Stattdessen stehen die emotionale Entwicklung, die Freundschaft und die Gefühle der Figuren im Mittelpunkt. Für mich hat das perfekt funktioniert, weil es wunderbar zur Geschichte und zum Alter der Charaktere passt. Die Liebesgeschichte lebt von ihrer emotionalen Intensität und hätte durch explizite Szenen nichts gewonnen. Ein kleiner Kritikpunkt wäre höchstens, dass sich einige innere Konflikte – insbesondere Grays Angst, Paige durch ein Geständnis zu verlieren – stellenweise etwas wiederholen. Wirklich gestört hat mich das jedoch kaum, da ich seine Sorgen durchaus nachvollziehen konnte. Insgesamt überwogen die emotionalen und humorvollen Momente für mich deutlich.
Fazit:
Mit „Grumpy Darling“ ist Alexandra Moody eine wundervolle Friends-to-Lovers Sports Romance gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Besonders die liebevolle Freundschaft der beiden und Grays heimliche Gefühle haben mein Herz im Sturm erobert. Für mich ist dieser Roman ein absolutes Wohlfühlbuch und erhält daher verdiente 5 von 5 Sternchen.

